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14.06.2013 | IT-Sicherheit | Im Fokus | Onlineartikel

Smartphone-Banking wird kritisch beäugt

Autor:
Anja Kühner
1:30 Min. Lesedauer

Die Deutschen sind längst nicht so unbedingte Technik-Fans wie andere Nationen. Das zeigt sich auch beim Mobile Banking. Sie sehen die Pläne von Internet- und Technologiekonzernen wie Google, Apple oder Microsoft kritisch, die eigene Finanzdienstleistungen anbieten wollen.

Eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung CofinPro bringt es an den Tag: Während in den USA heute schon jeder Zweite mit dem Smartphone bezahlt, Kredite beantragt oder Wertpapiere kauft, hat die Mehrheit der Kunden in Deutschland Sicherheitsbedenken. Anbieter aus dem Nicht-Banken-Bereich müssen vor allem die Vertrauenshürde nehmen. Drei Viertel der befragten Kunden setzen bei künftigen Kreditgeschäften mit dem Smartphone auf die Hausbank statt auf Unternehmen bankfremder Branchen. Gut 60 % vermissen bei Telefon- oder Internetkonzernen die Anbindung an Beratungs- und Serviceleistungen des eigenen Geldinstituts, wenn sie mobile Kreditverträge abschließen.

Bei Banken wird noch immer die oftmals mangelhafte Multikanalfähigkeit kritisiert ebenso wie kanalabhängige Konditionen. So haben laut Umfrage 30 % der Kontoinhaber die Erfahrung gemacht, dass es bei den Konditionen der Kreditvergabe einen Unterschied macht, ob der Antrag bei der Bank online oder in der Filiale gestellt wird. „Konfigurations-Systemen, wie sie beispielsweise bei der Onlinebestellung von Autos eingesetzt werden, gehört die Zukunft“, ist Dirk Ungemach-Strähle, Experte für das Multikanal-Banking bei Cofinpro, überzeugt.

Einen Überblick darüber, welche Nicht-Banken als Wettbewerber im Online-Payment aktiv sind und wie sie versuchen, Marktanteile zu gewinnen, zeigt das BANKMAGAZIN in einem aktuellen Bericht.

PayPal: In sozialen Netzwerken überwiegen negative Kommentare

Doch es gibt auch Hoffnung für Banken, dass eigene Initiativen bei den Kunden gut ankommen: Denn eine Untersuchung des Social-Media-Monitoring-Programms Web-Analyzer.com ergab, dass beispielsweise viele Kunden den Zahlungsdienst PayPal kritisch beäugen und ihrem Frust im Social Web freien Lauf lassen. So tauchen im Zusammenhang mit PayPal mehr negative Begriffe („Falle“, „Problem“, „schlimm“) als positive Begriffe („bequem“, „gerne“). Auch Sicherheit, Käuferschutz und Alternativen zum Zahlungssystem sind heiß diskutierte Themen.

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