Skip to main content
main-content

21.11.2016 | IT-Sicherheit | Im Fokus | Onlineartikel

Freiberufler sorgen für IT-Sicherheit

Autor:
Sven Eisenkrämer

Unternehmen setzen bei Projekten zur IT-Sicherheit vermehrt auf freie Informatiker. Das zeigen stetig wachsende Zahlen bei ausgeschriebenen Projekten. Die Stundenhonorare liegen über dem Durchschnitt.

Immer mehr Cyberangriffe auf Unternehmen sorgen dafür, dass Sicherheitsfragen rund um die Computer-Infrastruktur größere Beachtung geschenkt wird. Das und das allgemein hohe Ansehen der IT-Freelancer in Deutschland bescheren den Freiberuflern aktuell eine größere Anzahl an Projekten. Wie die diesjährige IT-Freiberufler-Studie von IDG Business Research gemeinsam mit Freelance-Plattformen und anderen Personaldienstleistern zeigt, werden Freie eingesetzt, weil qualifizierte festangestellte Mitarbeiter fehlen.

Empfehlung der Redaktion

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Ressourcen

Ein zentraler Aspekt beim Business Development sind die Ressourcen. Unter Ressourcen werden Menschen, Skills, Know-how, Prozesse, Kultur, Partner, Budget und Weiteres verstanden.


Die an der Studie beteiligte Plattform Freelance.de hat Zahlen zum Zuwachs an Projekten im IT-Sicherheits-Sektor veröffentlicht. Während 2015 ganze 3.198 neue Projekte für IT-Security auf Freelance.de ausgeschrieben wurden, waren es 2016 allein bis Mitte Oktober bereits 3.665 neue. Der Quartalsvergleich zwischen Juli und September der beiden Jahre zeigt einen Anstieg von mehr als 55 Prozent bei den IT-Security-Projekten (von 1.007 im Quartal 3.2015 auf 1565 im Quartal 3.2016).

Fachkräfte fehlen bei größeren Herausforderungen

"Angesichts der sich häufenden Angriffe auf Server von Unternehmen, Behörden und Online-Diensten gerät das Thema IT-Sicherheit immer mehr in den Fokus", erklärt Andreas Krawczyk, Chief Operating Officer von freelance.de gegenüber Springer Professional. Krawczyk sagt weiter: "Zeitgleich fehlen in vielen Betrieben geeignete Fachkräfte, um die eigenen Netzwerke gegen Attacken ausreichend zu schützen." Wie auch die steigende Zahl der Projektausschreibungen im Bereich IT-Security zeige, seien qualifizierte Freelancer heute gefragt wie nie. "Als gut ausgebildete Spezialisten bereichern sie das Team mit Expertenwissen und sind dank ihrer Flexibilität in der projektbezogenen IT-Branche schnell einsetzbar."

Freiberufler im IT-Sektor zu sein, lohnt sich zudem. Laut IT-Freiberufler-Studie stellt rund ein Drittel der Freien mehr als 120.000 Euro pro Jahr in Rechnung. Nur ein Fünftel liegt beim Jahresumsatz unter 60.000 Euro. Der durchschnittliche Stundensatz eines Freelancers im IT-Sektor lag 2015 bei 80,25 Euro. Für das Jahr 2016 erwarten die Experten einen Anstieg auf durchschnittlich 82,83 Euro Stundenhonorar. Besonders im IT-Security-Sektor sieht die Studie übrigens eine äußerst positive Marktentwicklung für Freiberufler – was die bisherigen Zahlen der ausgeschriebenen Projekte bekräftigt. Kein Wunder, in Zeiten des Fachkräftemangels.


Änderungen im Arbeitsrecht kommen

Doch im deutschen Arbeitsrecht stehen womöglich umfassende Veränderungen an, was auch IT-Freiberufler betreffen könnte – je nach Ausgang der politischen Entscheidungsrunden. Schon in den vergangenen Jahren hätten die Änderungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) die "Arbeitnehmerüberlassung für die Arbeitgeber weniger attraktiv gemacht", schreibt Springer-Autor Uwe Meyer in seinem Buchkapitel Aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht.  "Umso mehr stehen die Werkvertragsarbeitnehmer und die Werkvertragsnehmer im Fokus des aktuellen Arbeitsrechts", so Meyer weiter. 

Immerhin hat der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags gerade eine Beschlussempfehlung zur Änderung des AÜG und anderer Gesetze festgehalten: "Die Neuregelung soll dem sachgerechten Einsatz von Werk- und Dienstverträgen in den zeitgemäßen Formen des kreativen oder komplexen Projektgeschäfts nicht entgegenstehen, wie sie zum Beispiel in der Unternehmensberatungs- oder IT-Branche in Optimierungs-, Entwicklungs- und IT-Einführungsprojekten anzutreffen sind."  

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

GI Logo

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Zur B2B-Firmensuche