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2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

IV. Zusammenfassung

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Mit zunehmender Relevanz des Spruchverfahrens steigt auch die Bedeutung der rechtlichen Unternehmensbewertung. Regelmäßig beeinträchtigen aktien- und umwandlungsrechtliche Maßnahmen, die vom Hauptaktionär teilweise gegen den Willen von Minderheitsaktionären durchgeführt werden, die vermögensrechtliche Stellung betroffener Minderheitsaktionäre. Daher sieht das Gesetz für diese Minderheitsaktionäre eine „angemessene“ Kompensation vor, die vom Hauptaktionär zu entrichten ist.

Gegenstand eines Spruchverfahrens

ist die gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit und ggf. die richterliche Erhöhung der Kompensation (sog. Abfindungsergänzungsanspruch). Vor dem Hintergrund, daß Spruchverfahren häufig langwierig sind und in der Zwischenzeit neue (bewertungsrelevante) Informationen und (wissenschaftliche) Erkenntnisse gewonnen werden, war das

Ziel der Arbeit

, die Bedeutung des Zeitaspekts und dessen Einfluß auf die Höhe der „angemessenen“ Kompensation darzulegen sowie erste theoretische Lösungsvorschläge für die dabei auftretenden Probleme zu präsentieren. In diesem Zusammenhang wurde auf der Grundlage des Modells zur Bestimmung angemessener Barabfindungen von

MATSCHKE/BRÖSEL

, welches auf dem Grundkonzept des Arbitriumwertes nach

MATSCHKE

basiert, ein theoretisch fundiertes Konzept entwickelt, welches aus Sicht des richterlichen Entscheidungstages im Spruchverfahren die Frage nach dem ökonomisch sachgerechten Abfindungsergänzungsanspruch im

intertemporalen Kontext

beantworten sollte. Es handelt sich um ein praktikables Modell, das sowohl den rechtlichen als auch den bewertungstheoretischen Anforderungen Rechnung trägt.

Metadaten
Titel
IV. Zusammenfassung
verfasst von
Behzad Karami
Copyright-Jahr
2014
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-04815-0_4

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