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Jahresabschluss

weitere Buchkapitel

Transferzahlungen im Jahresabschluss von Unternehmen des Profisports

Bei Dienstleistungsunternehmen des professionellen Sportentertainments sind der Marktwert des Kaders und der sportliche Erfolg eng korreliert. In vielen Fällen bilden das Recht, Spieler in Ligaspielen einsetzen zu dürfen, das wesentliche Vermögen dieser Unternehmen. Daher ist schon die isolierte Information über den Wert einer Mannschaft für die Adressaten des Jahresabschlusses von Interesse, da der Wert des Teams Hinweise auf die sportliche Leistungsfähigkeit des Kaders gibt. Der sportliche Erfolg wiederum ist ein Indikator für die Erträge des Sportclubs. Unternehmen, die professionelle Sportunterhaltung anbieten, sind gemeinhin in haftungsbeschränkten Rechtsformen organisiert. Sofern sie einen handelsrechtlichen Jahresabschluss aufzustellen haben, ist es eine der zentralen Aufgaben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, zum Schutze der Gläubiger die Erhaltung des Nominalkapitals zu gewährleisten und damit die gesellschaftsrechtlich zulässigen Gewinnausschüttungen zu begrenzen. Da der Wert des Kaders gemeinhin ein zentraler Bestandteil des Clubvermögens ist, erscheint offenkundig, dass dessen sachgerechte Bilanzierung essenziell für die Nützlichkeit der gewährten Informationen ist. In diesem Beitrag wird untersucht, ob und wie der Vermögenswert der Spieler bilanziert werden darf.

Roland Euler

Abschlussprüfung als ein Element der Corporate Governance: Zum Dienstleistungsverhältnis von Aufsichtsrat und Abschlussprüfer

Einen interessanten Bereich des Dienstleistungssektors stellt die Abschlussprüfung im Rahmen der Unternehmensberichterstattung dar. Als Element der Corporate Governance ist die Abschlussprüfung von zentraler Bedeutung für einen funktionierenden Kapitalmarkt, weshalb sie hoheitlich geregelt wird und seit dem Jahr 1931 Vorbehaltsaufgabe des Wirtschaftsprüfers ist. Um keine Erwartungslücken entstehen zu lassen, sollte für die Adressaten der Unternehmensberichterstattung klar sein, welche Teile der aktuellen Unternehmensberichterstattung vom Abschlussprüfer im gesetzlichen Auftrag inhaltlich und mit welcher Prüfungsintensität geprüft werden und wie sich das Verhältnis von Aufsichtsrat und Abschlussprüfer im dualistischen System der Corporate Governance im Zeitverlauf verändert hat. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, was der Gesetzgeber unternimmt, um die Beurteilung der Qualität der Unternehmensberichterstattung durch die Abschlussprüfung für Außenstehende transparent zu machen und ob es auf Dauer gelingen kann, diese Zielsetzung im Zeitverlauf auch widerspruchsfrei umzusetzen.

Hans-Joachim Böcking

Kundenbindungsprogramme im handelsrechtlichen Jahresabschluss

Seit Jahren nimmt die Bedeutung von Kundenbindungsprogrammen zu und steht bei den einflussreichen Marketingstrategen auf Platz 1 der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Marketingmix. Im Einzelhandel gibt es heute fast keinen größeren Anbieter mehr ohne entsprechende Programme. Kundenbindungsprogramme sind eine Erfolgsstory im Marketing. In der Bilanzwelt sind sie es nicht. Hier herrscht eine ausgeprägte Ratlosigkeit darüber, wann und wie die mit den Kundenbindungsmaßnahmen verbundenen finanziellen Mehrbelastungen abgebildet werden sollen. Die Vorschläge decken so gut wie das gesamte Spektrum der Möglichkeiten ab. Ein Teil der Literatur kürzt nach dem Vorbild der internationalen Rechnungslegung die bonusbehafteten Umsätze um den darin enthaltenen Marktwert der Bonuszusage und erfasst den Kürzungsbetrag später bei Einlösung der Kundenbindungsvorteile als Umsatzertrag. Dagegen favorisiert das Finanzgericht Nürnberg die mit der Bonuszusage verbundenen Mehrbelastungen zeitnah durch eine gewinnmindernde Rückstellung zu berücksichtigen. Der Bundesfinanzhof sieht dagegen keinen Handlungsbedarf und lehnt bisher beide Lösungen ab. Wer hat also Recht? Dieser Beitrag geht dieser Frage nach und macht sich auf Lösungssuche für die Handelsbilanz.

Michael Hommel

2. Beteiligungsmanagement: eine Annäherung

Das Kapitel definiert den Beteiligungsbegriff aus juristischer und bilanzieller Perspektive und beleuchtet das Beteiligungsmanagement aus betriebswirtschaftlicher, biologischer und pädagogischer Perspektive. Als Beteiligungsmanagement wird die zielorientierte sachbezogene und personenbezogene Führung von Beteiligungen verstanden. Es zielt primär auf die Schaffung von Mehrwerten für Beteiligungen und Mutterunternehmen sowie auf die Unterstützung der Akteure der Beteiligungen. Beteiligungsmanager strukturieren und gestalten die Chancen und Risiken „ihrer“ Beteiligungen. Die Kernaufgaben des Beteiligungsmanagements liegen in der Entwicklung von Selbstverständnis und Portfolio, der Aktivierung und Verstärkung, der Förderung und Stabilisierung, der Koordination der Zusammenarbeit sowie im Monitoring. Dazu kommen die Rollen, die spezifischen Objekte, die spezifische organisatorische Verankerung, die Methoden der Steuerung und das Instrumentarium des Beteiligungsmanagements.Auf Basis dieser Elemente wird in diesem Kapitel ein Handlungsmodell für ein wertorientiertes Beteiligungsmanagement entwickelt und detailliert. Das Instrumentarium des Handlungsmodells umfasst 10 verschiedene Instrumente und rd. 150 einzelne Aufgaben.

Klaus-Michael Ahrend

3. Selbstverständnis des Mutterunternehmens

Die Zinsentwicklung führt zu einer deutlichen Verschiebung von Anlagegeldern aus dem Anleihemarkt in Richtung von Aktienanlagen und in Richtung direkter Unternehmensbeteiligungen. Entsprechend konkurrieren viele Konzern-Mutterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften mit ihren verfügbaren Geldmitteln, dem „dry powder“, um wenige zum Verkauf stehende mittelständische Unternehmen. Das Selbstverständnis des Mutterunternehmens ist eine Quelle für eine positive Differenzierung.Die Formulierung eines Selbstverständnisses des Mutterunternehmens ist die Grundlage für die Ausgestaltung des Beteiligungsmanagements. Dies umfasst die wesentlichen Aufgaben, die seitens der Holding- oder Beteiligungsgesellschaft wahrgenommen werden sollen. Mit den Aufgaben verbunden ist eine Zuordnung entsprechender Ressourcen. Das vorliegende Kapitel präsentiert einen Gestaltungsrahmen für die Formulierung des Selbstverständnisses von Mutterunternehmen. Darüber hinaus stehen die Motive für den Erwerb und das Halten von Beteiligungen, ausgewählte Typologien von Mutterunternehmen sowie eine neue Mission-Eigentümer-Matrix der realen Ausprägungen von Mutterunternehmen im Fokus. Das Kapitel umfasst auch eine quantitative Analyse der Beteiligungsstrukturen der DAX-30-Konzerne. Darüber hinaus enthält das Kapitel rund 30 Fallbeispiele, die Einblicke in die Praxis gewähren.

Klaus-Michael Ahrend

7. Wo der Wille, da die Motivation

Es gibt im Verkauf einen Modebegriff, der in Gesprächen und Meetings gerne „gedroppt“ wird, denn dieser Begriff soll dem Gesprächspartner etwas zeigen: Ich bewege mich am Puls der Zeit, ich bin ein Verkäufer mit einer offenen Haltung, mit Kreativität und Neugierde. Sicherlich ahnen Sie, welches Wort ich meine: Mindset. Dieser Begriff stammt aus dem Englischen und kann nur schwer übersetzt werden, denn zu vielfältig ist seine Bedeutung. Von einer Lebensphilosophie, bis hin zu den kleinen hinderlichen Glaubenssätzen, die wir in uns tragen, von der mentalen Stärke bis zur Unternehmenskultur beschreibt er das Denken und Handeln. Der Ruf nach einem neuen Mindset durchdringt den Verkäufer-Alltag. Gut so! Aber Change im Unternehmen und damit im Verkauf kann nicht diktiert werden. Nur in den Köpfen der Mitarbeiter können Gedanken und Absichten entstehen, diesen Wandel zu verwirklichen. Tatsache ist : Wollen Sie weiterhin Karriere machen, so sollten Sie diesen Wandel mittragen und die Konsequenzen verantworten, Gedanken hin oder her, Sie haben kaum eine andere Wahl. Auf den Punkt gebracht bedeutet das: Love it. Leave it. Or change it.

Peter Huber

Kapitel 1. Kapital- und Finanzplanung

Nach der Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie wissen, ...… wie mithilfe der Kapitalbedarfsplanung bei Unternehmensgründungen und -erweiterungen der Kapitalbedarf ermittelt werden kann.... wie die Finanzplanung für die kontinuierliche Kapitalbedarfsermittlung eingesetzt werden kann.... wie die Finanzbudgetierung als Orientierungshilfe und Abstimmungsinstrument des Managements genutzt werden kann.... wie über die Kapitalflussrechnung Transparenz über den Zahlungsmittelstrom eines Unternehmens geschaffen werden kann.

Margarita Uskova, Thomas Schuster

Kapitel 4: Instrumente zur Lenkung privatautonomen Verhaltens

Privatautonomes Verhalten kann von staatlichen wie privaten Akteuren zu verschiedenen Zwecken mit verschiedenen Instrumenten gelenkt werden. Die prinzipielle Legitimität der Lenkung privatautonomen Verhaltens durch den Staat sowie die faktische Verhaltenslenkung durch nichtstaatliche Mächte wurden mit ihren jeweiligen Zwecken in Kapitel 3 bereits vorgestellt. In diesem Kapitel wird nun der Blickwinkel gewechselt: von der Legitimität von Verhaltenslenkungen hin zu den Instrumenten der Verhaltenslenkung, es wird also die Regulierungsperspektive eingenommen (wobei sich teilweise spezielle Legitimationsfragen stellen). Zu diesem Zweck werden zunächst Grundsätze der rechtlichen Verhaltensregulierung im Überblick vorgestellt (dazu A.) und anschließend die verschiedenen Wirkungsparameter von Recht im Allgemeinen eingehend untersucht (dazu B.). Sodann werden rechtliche Instrumente, die speziell zur Lenkung der Privatautonomie dienen, vorgestellt und bewertet (dazu C.), bevor schließlich noch außerrechtliche Instrumente zur Lenkung der Privatautonomie untersucht und bewertet werden (dazu D.). Hierbei wird nicht zwischen Instrumenten mit neoklassischem und Instrumenten mit verhaltensökonomischem Hintergrund unterschieden, weil die Differenzierung für praktische Regulierungszwecke keinen Erkenntnisgewinn erwarten lässt und sich die Differenzierung auch nicht durchhalten lässt.

Clemens Latzel

18. Liquidation als Strategie

Liquidation als Strategie der Unternehmensnachfolge scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Dies gilt jedoch nur, wenn man Unternehmensnachfolge als die Fortsetzung des bestehenden Unternehmens ansieht. Neben der in den vorherigen Kapiteln bereits behandelten Fortsetzung einer wirtschaftlichen Einheit eines Unternehmens durch familieninterne Nachfolge oder Verkauf stellt jedoch auch die Liquidation und die damit verbundene Verwertung des Betriebs, von Teilen des Betriebs oder auch einzelner Wirtschaftsgüter eine in vielen Fällen wirtschaftlich sinnvolle Lösung dar, da auch durch sie ein wesentliches Ziel der Nachfolgeplanung nämlich die Versorgung des Unternehmers abgesichert werden kann.

Benjamin Schäfer

3. Basic-Tools

Nur ausnahmsweise kommt ein Geschäftsmodell ohne Mitarbeiter aus. Ansonsten gehören Mitarbeiter – also Menschen – zu jedem Geschäftsbetrieb. Diese Menschen zu führen, zusammen zu führen und zu einer erfolgreichen Einheit zusammen zu schweißen, ist Ihre Aufgabe als Geschäftsführer. Dabei ist klar: In der Praxis ist das mit die schwierigste Aufgabe. Für diese Aufgabe gibt es keine allgemein gültigen Erfolgsrezepte, die einfach angewandt werden müssen. Aber es gibt bestimmte Muster, die hilfreich im täglichen Umgang mit Ihren Mitarbeitern sind. Auf keinen Fall sollten Sie davon ausgehen, dass Sie dafür „einfach ein Händchen“ haben. Wer sich bis dahin noch nicht systematisch mit dem Thema Personalführung beschäftigt hat, macht aus dieser Fehleinschätzung heraus mit Sicherheit Fehler – auch irreparable Fehler oder Fehler, die den Erfolg des gesamten Geschäftsmodells kosten.

Lothar Volkelt

7. Tipps für die praktische Geschäftsführung

Ein ehemaliger (gut qualifizierter) Mitarbeiter ruft an und möchte – zu leicht verbesserten Konditionen – wieder eingestellt werden. Das passt ganz gut, weil die Stelle zurzeit nicht besetzt ist. Deswegen vereinbart der Chef ein Gespräch. Dabei bespricht er Details und macht eine erste Zusage. Fehler: Der Chef hat sich bereits unter Entscheidungsdruck gesetzt, eine Vorentscheidung getroffen – und zwar ohne jegliche Entscheidungsvorbereitung. Er hat die Konsequenzen seiner Entscheidung weder mit der Organisation noch mit den von der Entscheidung betroffenen Mitarbeitern abgesprochen als sog. „einsame“ Entscheidung.

Lothar Volkelt

Kapitel 3. Entwicklungsstufen der Unternehmenskommunikation als Bestandteile des IR

In der Einleitung wird die Finanzberichterstattung als das historisch älteste Element der integrierten Berichterstattung bezeichnet. Um diese These zu belegen, dient als Ausgangspunkt der Primärzweck von IR, der im Rahmenkonzept des International Integrated Reporting Council (IIRC) wie folgt umschrieben wird: „The primary purpose of an integrated report is to explain to providers of financial capital how an organization creates value over time.“ Entscheidend ist hierbei das Verständnis von Wert. Analysiert man die zugrundeliegende Konzeption intensiver, unterscheidet der IIRC zwischen Wert für das Unternehmen und Wert für andere (Stakeholder i. w. S.).

Christian Manfred Kellner

3. Vollkostenrechnung

In diesem Kapitel lernen Sie die einzelnen Elemente eines Vollkostensystems näher kennen. zu unterscheiden, welche Kostenarten in einem Unternehmen von Bedeutung sind. die Bildung von Kostenstellen kennen. Sie wissen, wie Kostenarten auf Kostenstellen verrechnet werden können, wie eine innerbetriebliche Leistungsverrechnung erfolgt und können abschließend Zuschlagsätze für die Kalkulation ermitteln. wie die Selbstkosten von Produkten bzw. Aufträgen ermittelt werden. Sie können beurteilen, welches Verfahren der Kalkulation für eine konkrete betriebliche Situation angewendet werden sollte und können darüber hinaus die Qualität der gefundenen Lösungen einschätzen. die Vorgehensweise zur Ermittlung des betrieblichen Erfolges kennen. die Durchführung von Abweichungsanalysen. Sie können anschließend beurteilen, warum und in welcher Höhe Plankosten und Istkosten voneinander abweichen.

Prof. Dr. Jürgen Horsch

Zur Zeit gratis

Kapitel 4. Informationsverarbeitung am Kapitalmarkt

Nach deutschem Recht gelten Kapitalgesellschaften als kapitalmarktorientiert, wenn sie Wertpapiere über einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 11 WpHG ausgegeben oder eine derartige Zulassung zum Wertpapierhandel beantragt haben. Unter dem Begriff „Wertpapier“ versteht der nationale Gesetzgeber definitionsgemäß Aktien, aktienähnliche Anteile, aktienvertretende Zertifikate und Schuldtitel. International wird eine Kapitalmarktorientierung affirmiert, sofern Wertpapiere des betrachteten Unternehmens an einem geregelten Markt gem. Art. 4 Abs. 1 Tz. 21 der Richtlinie 2014/65/EU zum Handel zugelassen sind.

Christian Manfred Kellner

8. Schöne neue Steuerberatung

Der Steuerberatungsmarkt wird sich durch Digitalisierung, Globalisierung und die Skalierbarkeit von Leistungen erheblich verändern – mit der Konsequenz einer Halbierung der Praxen in den nächsten Jahren. Um auf dem Markt bestehen zu können, ist es erforderlich, interdisziplinäre Mitarbeiterteams zu beschäftigen, die innovative Dienstleistungen für die Kunden von morgen entwickeln. Schwerpunkte werden Implementierung, Überwachung und Outsourcing hochautomatisierter Prozesse sein. Gleichzeitig gilt es, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und die lebenslange Qualifizierung der Mitarbeiter sicherzustellen – die Halbwertzeit eines Dienstleistungsangebots wird sich sehr stark reduzieren. Andererseits bieten diese Veränderungen für zukunftsorientierte Steuerberaterpraxen herausragende Chancen, um durch Innovationen zu wachsen, wenn sie einen ihrer wichtigsten Wettbewerbsvorteile nutzen: Das Vertrauen ihrer Kunden.

Mischa Müller, Nicolai Müller

Kapitel 1. Krise – der Anfang vom Ende?

Betriebswirtschaftlich wird der Begriff der Krise als Zustand eines Unternehmens definiert, der seine Lebensfähigkeit in Frage stellt. Es handelt sich um einen ungewollten Prozess, in dessen Verlauf die Erfolgspotenziale, das Reinvermögen und/oder die Liquidität des Unternehmens sich so ungünstig entwickelt haben, dass seine Existenz akut bedroht ist. Im rechtlichen Sinn wird die Krise insbesondere durch die insolvenzrechtlichen Begriffe der Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung geprägt.

Christoph Niering, Christoph Hillebrand

Kapitel 11. Rechnungslegung in der Krise

Auch wenn es in der Krise in der Regel an finanziellen und organisatorischen Mitteln fehlt, für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zu sorgen, dürfen diese scheinbar formalen Vorgaben schon allein aus haftungsrechtlichen Gesichtspunkten auf der Ebene der Geschäftsführung nicht unterschätzt werden. Die straf-, steuer- und zivilrechtliche Haftung knüpft vor allem auch an die ordnungsgemäße Rechnungslegung an. Daher ist im unmittelbaren zeitlichen Vorfeld der Insolvenz im Hinblick auf die Darlegung der Liquiditätssituation und einer positiven Fortführungsprognose besonderes Augenmerk auf das Rechnungswesen zu legen.

Christoph Niering, Christoph Hillebrand

Kapitel 8. Steuern in Krise und Insolvenz

Jede Krise ist eng verbunden mit einem Rückgang des wirtschaftlichen Erfolgs und der daraus resultierenden Realisierung handelsrechtlicher wie steuerlicher Verluste. Diese Verluste müssen finanziert werden entweder aus dem Unternehmen heraus oder von außen als Eigen- oder Fremdkapital. Insofern sind alle Beteiligten daran interessiert, wie und ob die erlittenen Verluste steuerwirksam sind.

Christoph Niering, Christoph Hillebrand

Kapitel 5. Praktische Grundlagen der Geschäftsführung

Machen sich die Geschäftsführer gegenüber dem Unternehmen schadensersatzpflichtig, haften diese als Gesamtschuldner. Danach kann eine GmbH nach Ihrer Wahl von jedem Geschäftsführer – insgesamt jedoch nur einmal – Ausgleich des Schadens verlangen kann. Wird ein Geschäftsführer für den vollen Schaden in Anspruch genommen, so kann dieser die übrigen dafür zum Ausgleich in Anspruch nehmen.

Lothar Volkelt

Kapitel 8. Vorteilhafte Gestaltungen

Zur Gründung und zur Gewährleistung des laufenden Geschäftsbetriebes wird der Gesellschaftsvertrag in der Regel optimal auf die Interessen der beteiligten Personen zugeschnitten. Das sind z. B. besondere Vereinbarungen über die Ausübung von Stimmrechten (Einstimmigkeitsgebote, 2/3 oder ¾-Mehrheiten für bestimmte Gesellschafterbeschlüsse), die Übertragung von GmbH-Anteilen (Vorkaufsrechte, besondere Vorschriften im Erbfall) oder wettbewerbliche Sonderbestimmungen (z. B. das Verbot der Ausübung von bestimmten Geschäften).

Lothar Volkelt

Kapitel 6. Besonderheiten im GmbH-Konzern

Die zentrale Unternehmensplanung und Kontrolle sind wichtige zentrale Führungsinstrumente für die effiziente Steuerung und Weiterentwicklung der gesamten Unternehmensgruppe. Je nach Anzahl der Konzerngesellschaften, Verzahnung der Geschäftsmodelle und Geschäftstätigkeiten (z. B. Zulieferer), je nach vertikaler und horizontaler Verflechtung der Geschäftsabläufe können mit Hilfe der zentralen Unternehmensplanung die Einzelpläne optimiert, aufeinander abgestimmt und angepasst werden.

Lothar Volkelt

Kapitel 2. Bewerbung um die Position eines Geschäftsführers einer Tochtergesellschaft

Als Angestellter eines Unternehmens führen Sie die Aufgaben aus, die Ihnen die Unternehmensleitung überträgt. Als Geschäftsführer: geben Sie die Ziele des Unternehmens vor,organisieren Sie den gesamten Geschäftsablauf,entscheiden über alle geschäftliche Angelegenheiten,kontrollieren den Geschäftsablauf undleiten Ihre Mitarbeiter zur Erledigung Ihrer Aufgaben an.

Lothar Volkelt

Kapitel 1. Grundlagen

Mit der Bestellung ins Amt übernimmt der Geschäftsführer die „operative“ Hoheit im Unternehmen. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis stimmt das für den Gesellschafter-Geschäftsführer – also für den Geschäftsführer, der zugleich an der GmbH beteiligt ist und aufgrund seines Stimmrechts seine wirtschaftlichen Interessen und geschäftlichen Vorstellungen in der Geschäftspolitik umsetzen kann. Alle anderen Geschäftsführer müssen sich in der Praxis der Geschäftsleitung mit anderen Organen und Personen arrangieren und abstimmen: Der Geschäftsführer, der nur eine Minderheits-Beteiligung (Beteiligungb <50 % und weniger) an der GmbH hält, kann die Grundlagen der Geschäftspolitik – das sind z. B. strategische Entscheidungen aber auch Entscheidungen zu einzelnen Geschäftsvorgängen – nur zusammen mit anderen Gesellschaftern durchsetzen. Der Geschäftsführer ohne eigene Beteiligung an der GmbH (Fremd-Geschäftsführer) unterliegt einem weit reichenden Weisungsrecht der Gesellschafterversammlung. In der Praxis wird dazu ein Katalog mitbestimmungspflichtiger Geschäfte festgelegt. Diese Geschäfte kann er dann nur tätigen, wenn er zuvor das Einverständnis der Gesellschafter zu solchen Geschäften einholt.

Lothar Volkelt

8. Rechtliche Grundlagen

Im Rahmen dieses Kapitels wird auf drei der wichtigsten rechtlichen Fragestellungen bei einer Unternehmensgründung eingegangen. Als Erstes soll aufgezeigt werden, welche grundsätzlichen Fragen sich bei der Wahl einer Rechtsform stellen und wie die wichtigsten drei Rechtsformen in Deutschland, Österreich und der Schweiz charakterisiert werden können. Rechte und Pflichten des Firmeninhabers oder der Firmeninhaberin hängen von dieser Entscheidung ab, aber auch Haftung und steuerliche Belastungen. Außerdem definiert sich ein Unternehmen durch die Wahl seiner Rechtsform auch nach außen. Eine grundsätzliche Unterscheidungsmöglichkeit und damit Entscheidungshilfe zwischen einzelnen Gesellschaftsformen besteht zwischen Einzelunternehmen und Kapitalgesellschaften (z. B. AG und GmbH). Kapitalgesellschaften sind juristische Personen und sind, unabhängig vom Eigentümer und von der Eigentümerin, Träger von Rechten und Pflichten. Ein wichtiges Entscheidungselement ist die unterschiedliche Haftung in Personen- bzw. Kapitalgesellschaften: Beim Einzelunternehmen haftet die Inhaberin oder der Inhaber persönlich, während die Anteilseigner einer Kapitalgesellschaft i. d. R. lediglich bis zur Höhe ihrer Einlage haften. Als Zweites wird die Frage nach dem optimalen Schutz von Innovationen, Ideen und Erfindungen diskutiert. Ideen können sowohl im Rahmen der gesetzlichen Schutznormen von geistigem Eigentum als auch im Rahmen strategischer Maßnahmen, die auf jedes Unternehmen angepasst werden müssen und daher höchst unterschiedlich ausfallen können, geschützt werden. Als Drittes wird das Thema Datenschutz erläutert. Hier ist v. a. die Datenschutz-Grundverordnung zu beachten, die im Mai 2018 in Kraft getreten ist und für alle Unternehmen gilt, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten.

Susan Müller, Urs Fueglistaller, Alexander Fust, Christoph Müller, Thomas Zellweger

7. Die Finanzen im Verein

In Kap. 7 schauen wir uns das Finanzsystem im Verein an. Ein wichtiges Instrument der Vereinsführung ist das Finanzmanagement. Die Finanzen oder das Finanzsystem ist ein sensibles Feld. Leider geht heute nichts mehr ohne Geld. Daher ist es absolut wichtig, die notwendige Sorgfalt walten zu lassen. Lieber einmal mehr hingesehen, als einmal zu wenig. Lieber pingelig sein und Kollegen nerven, als Stress mit dem Finanzamt bekommen. Warum eigentlich? Ein gutes FinanzmanagementFinanzmanagement dient der Absicherung der operativen Arbeit, der Liquidität und der Gemeinnützigkeit. Es verhindert ein unbeabsichtigtes Abrutschen in die Steuerpflicht. Transparenz und Aktualität in den Finanzen schafft Vertrauen für jeden Vereinsvorstand.

Falk Golinsky

Grundsätze ordnungsmäßiger Eigenkapitalabgrenzung

Obwohl Eigenkapital im System der GoB als eigenständiger Bilanzposten vorgesehen ist (§ 247 Abs. 1 HGB), bestehen weder eine gesetzliche Definition noch eigenständige Bilanzierungsregeln, weshalb sich auf eine Residualgröße als dem Vermögen abzüglich der Schulden schließen lässt. Mithin ist das bilanzrechtliche Eigenkapital mittelbares Ergebnis der für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten geltenden GoB. Das handelsrechtliche Eigenkapital entspricht daher nicht dem effektiven Reinvermögen.

Christoph Schober

Problemstellung

Trotz des vermeintlich simplen, denknotwendigen Charakters von Eigenkapital als buchhalterische Residualgröße zwischen dem Unternehmensvermögen und den Schulden liegt seine Bilanzierung nicht in der „Natur der Sache“, sondern erfordert eine normative Bestimmung.

Christoph Schober

Zusammenhang zwischen Regelungslücken und Rechnungslegungssystemen

Im allgemeinsprachlichen Gebrauch wird unter einer Lücke eine Stelle verstanden, „an der etwas fehlt (in einem zusammenhängenden Ganzen), durch die etwas unvollständig erscheint“. Eine Lücke lässt sich mithin nicht absolut, sondern nur relativ in Abhängigkeit eines zusammenhängenden Ganzen begreifen. In Übereinstimmung mit dem allgemeinsprachlichen Begriff wird eine Gesetzeslücke in der deutschen Jurisprudenz als eine „planwidrige Unvollständigkeit des Gesetzes“ definiert, die „am Maßstab der gesamten geltenden Rechtsordnung“, d. h. an der Gesamtheit aus Gesetz, Gewohnheitsrecht und Rechtsprechung zu messen ist.

Christoph Schober

Auslegungssystem der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

Nach § 243 Abs. 1 HGB ist der Jahresabschluss nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) aufzustellen. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sind ein System „von sich wechselseitig ergänzenden und beschränkenden Fundamentalprinzipien, Folgeprinzipien und Einzelnormen“ und verfügen über Rechtsnormcharakter. Bei den GoB handelt es sich um einen „unbestimmten Rechtsbegriff“, der – infolge der Schutzfunktionen der Rechnungslegung zur Bestimmung eines ausschüttungsfähigen Gewinns und zur Informationsvermittlung – nicht durch die Kaufmannsübung entwickelt werden kann, sondern nach dem rechtswissenschaftlichen Methodenkanon auf den wirtschaftlichen Normzweck gerichtet (teleologisch) auszulegen und zu ermitteln ist.

Christoph Schober

Kapitel 3. Entwicklung der gesetzlich verpflichtenden nichtfinanziellen Berichterstattung im Europarecht und die Umsetzung in deutsches Recht

Grundlage für die nichtfinanzielle Berichterstattung im (Konzern-)Lagebericht stellen Richtlinien der EU dar. Basis für die Einflussnahme der EU auf das deutsche Gesellschafts- und Unternehmensrecht und somit auch auf die (Konzern- )Berichterstattung ist Art. 114 Abs. 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV).

Nina Isabelle Schröder

Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente

Als strukturierte Finanzinstrumente werden nicht derivative Basisverträge bezeichnet, die um eingebettete Derivate ergänzt sind. Es handelt sich dabei um rechtlich verbundene und insofern einheitliche Verträge, deren Bestandteile nicht separat handelbar sind. Finanzinstrumente, die aus mehreren rechtlichen, getrennten und separat handelbaren Finanzinstrumenten bestehen, sind demnach keine strukturierten Finanzinstrumente, wie dies bei der Optionsanleihe – bestehend aus einer Anleihe und einem Optionsschein – der Fall ist.

Christoph Schober

Kapitel 2. Pflichten, Aufgaben und Adressaten der nichtfinanziellen Unternehmensberichterstattung in Deutschland

Gemäß § 238 Abs. 1 HGB ist jeder Kaufmann zur Buchführung nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) verpflichtet. Die Buchführung soll die Handelsgeschäfte und die Lage des Vermögens des Kaufmanns ersichtlich machen. Gemäß § 140 Abgabenordnung (AO) ist zudem jeder, der nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die für die Besteuerung von Bedeutung sind, dazu verpflichtet, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegenden Pflichten auch für die Besteuerung zu erfüllen.

Nina Isabelle Schröder

Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente auf eigene Anteile

Bei der AG ist die Rückgewähr geleisteter Einlagen an die Aktionäre nach § 57 Abs. 1 S. 1 AktG zum Zwecke der Kapitalerhaltung grds. unzulässig, worunter auch der Erwerb eigener Anteile zu fassen ist. Eine Ausnahme bildet „die Zahlung des Erwerbspreises beim zulässigen Erwerb eigener Aktien“ (§ 57 Abs. 1 S. 2 AktG), mithin bei Vorliegen eines der in § 71 Abs. 1 AktG abschließend genannten Ausnahmetatbestände. Hierunter fällt neben dem Erwerb eigener Aktien zum Angebot an Arbeitnehmer (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) insbesondere der Erwerb aufgrund eines Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung, der unter Beachtung des Verbots zum ausschließlichen Eigenhandel keinen besonderen Zweck erfüllen muss (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG).

Christoph Schober

1. Einführung in das Geschäftsprozessmanagement

In diesem einführenden Kapitel werden zunächst der Begriff und die historische Entwicklung des Geschäftsprozessmanagements erläutert. Anschließend werden mehrere grundlegende Begriffe wie „Funktion“, „Geschäftsprozess“, „Prozess“, „End-to-End Prozess“ und „Workflow“ definiert und voneinander abgegrenzt. Den Abschluss bilden Wiederholungsfragen und eine Übung.

Andreas Gadatsch

8. Bücher, die die Unternehmenswelt bedeuten

Eine der ersten Assoziationen vieler Menschen mit BWL sind Bilanzen, Buchführung, Zahlenkolonnen. Schreiend langweilige und irgendwie auch suspekte Themen, die wesentlich zum bisweilen negativen Image der BWL beitragen. Selbst unter Wirtschaftswissenschaftlern genießt das Rechnungswesen keinen besonders hohen Stellenwert. Es gilt als Rüstzeug, welches in anderen Bereichen der BWL beim Verständnis hilft. In Lehrbüchern ist das Rechnungswesen meist das letzte Kapitel. Erst in der Unternehmenspraxis merkt man als Absolvent dann, wie zentral das Thema tatsächlich ist.

Fabian Dittrich

6. Die Bewertung von Unternehmen im Rechnungswesen

Mit der internationalen Rechnungslegung ist das Paradigma der „fair value Bewertung“ nach Deutschland gekommen. Für die Konzernrechnungslegung von börsennotierten Unternehmen ist die Bewertung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) verpflichtend. Der Fair Value (fairer Wert, zumeist im Deutschen mit beizulegender Zeitwert übersetzt) wird in dem IFRS 13, der seit 2013 die bislang verstreuten Regelungen zur Bewertung mit dem Fair Value bündelt, folgendermaßen definiert (IFRS 13.9):

Stefan Behringer

Kapitel 3. Über das echte Personaler*innenleben, und wie man es meistert

Candidate Experience ist seit langem eines der wichtigsten HR-Themen. Es ist kein Geheimnis mehr, dass Arbeitgebende gerade bei der Anbahnung von Kontakten zu Kandidat*innen eine gute Figur abgeben müssen. Ganz passend zu einem meiner Lieblingssprüche „Arbeitgebermarke ist wie Disko, entweder du siehst geil aus oder du tanzt allein!“, müssen Unternehmen dafür sorgen, dass über den gesamten Recruitingprozess hinweg alles stimmt.

Jannis Tsalikis, Eva Stock

§ 14 Finanz- und Börsenaufsicht

Als Finanz- und Börsenaufsicht wird im Folgenden die staatliche Aufsicht über Finanzunternehmen, Kapitalmärkte und Börsen bezeichnet, die von europäischen und nationalen Behörden im Verbund ausgeübt wird. Sie soll Einleger und Anleger schützen und die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems sichern, an deren Gewährleistung angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung von Finanzinstituten und -märkten ein erhebliches öffentliches Interesse besteht.

Ann-Katrin Kaufhold

4. Wege zur Solidarischen Marktwirtschaft

Ist sie zu retten die Soziale Marktwirtschaft? Ich weiß es nicht. Was ich weiß, wir müssen es versuchen. Wichtig ist eine ausgewogene Lösung für die Lohnempfänger.

Alfred Jureczek

3. Reformbedarf im Bilanzsteuerrecht

Die steuerliche Gewinnermittlung für buchführende Gewerbetreibende beruht im Ausgangspunkt auf der Anwendung handelsrechtlicher Grundsätze ordnungs mäßiger Buchführung (GoB), § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG. Dies wird als Maßgeblichkeitsprinzip bezeichnet und inkorporiert handelsrechtliche Rechnungslegungsgrundsätze in das Bilanzsteuerrecht. Es gibt Gegner, es gibt Befürworter der Maßgeblichkeit. Die Diskussion wird seit langem – vor allem in der Steuerwissenschaft, phasenweise aber auch in der Steuerpolitik – geführt. Fakt ist: Seit dem BilMoG vom 25.05.2009 besteht ein steuerlicher Wahlrechtsvorbehalt, der losgelöst vom Handelsbilanzrecht ausgeübt werden kann. Darüber hinaus existieren seit vielen Jahren etliche steuerbilanzielle Ausnahmeregelungen und Sonderbestimmungen, die einen „Gleichklang“ von Handels- und Steuerbilanz verhindern. Man denke an das steuerbilanzielle Verbot des Ansatzes von Drohverlustrückstellungen, die seit Ende 2013 geltenden Abwehrregelungen zur Hebung stiller Lasten (§ 4 f, § 5 Abs. 7 EStG) oder die Bewertungsbesonderheiten für Rückstellungen (§ 6 Abs. 1 Nr. 3a EStG). Seitdem sind Einheitsbilanzen im Wesentlichen nur noch bei kleineren Unternehmen möglich. Der steuerbilanziell unter Leistungsfähigkeitsaspekten zu ermittelnde „wahre Gewinn“ weicht deshalb zunehmend vom gläubigergeschützten und durch das Vorsichtsprinzip geprägten ausschüttungsfähigen Jahresüberschuss ab. Der Fiskus als „stiller Teilhaber“ des Unternehmens wird in Teilen anders behandelt als deren Gesellschafter.

Ulrich Prinz

Kapitel 2. Stand der betrieblichen Zentralisierung

Der Theorieteil der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit zeigt den aktuellen Kenntnisstand der Forschung und Praxis zum Thema der Einfluss- und Erfolgsfaktoren einer effizienten Zentralisierung im Bereich IT und Finanzwesen auf. Im Stand der Forschung werden aktuelle Forschungsansätze und -methoden zum Thema der Zentralisierung vorgestellt, wohingegen im Stand der Praxis aktuelle Firmenbeispiele und Erfahrungen mit der Zentralisierung dargestellt werden. Es folgt eine Begriffsdefinition, um die am häufigsten vorkommenden Termini vorzustellen.

Daniel Asbach

Kapitel 8. H

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 9. I

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. F

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 7. G

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 3. C

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. B

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 4. D

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 5. E

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. A

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 10. J

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 3. M

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 10. T

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 5. O

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 12. V

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. K

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. P

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 11. U

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 8. R

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 13. W

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. L

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 4. N

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 9. S

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

4. Ethik der PR

In diesem Kapitel werden dem Leser der moralisch-sittliche Kodex im Handeln von PR-Praktikern und die diesem zugrunde liegenden Normen nahegebracht (Abb. 4.1). Die Verhaltensanforderungen für PR-Praktiker haben sich parallel zum Berufsbild entwickelt und entsprechend entstanden über die Jahre verschiedene nationale und internationale Kodizes, von denen die wichtigsten im Folgenden vorgestellt werden.

Carsten Rennhak, Carina Schmidt

Kapitel 1. Einleitung

Das Geschäft mit der Kreditvergabe ist aus Sicht der Kreditinstitute ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Kreditvergabe stellt aus Sicht des Kreditinstitutes eine Möglichkeit der renditebringenden Anlage von Kundengeldern dar. Zudem bildet der Kredit an Firmenkunden häufig die Plattform für die gesamte Kundenbeziehung.

Marc Hansmann

Kapitel 2. Raum für Vertrauen und die Rolle von Finanzkommunikation im Kreditprozess

Kapital 2.1 soll die Forschungsfrage I („Kann Vertrauen im Kreditprozess eine Rolle spielen?“) klären. Hierzu wird wie folgt vorgegangen: Nachdem in Kapitel 2.1.1 die für diese Arbeit wesentlichen Elemente des Kreditprozesses dargestellt wurden, widmet sich Kapitel 2.1.2 den Risiken, die mit der Vergabe eines Kredites für die Bank einhergehen. Einerseits ist der Gesetzgeber bestrebt, diese Risiken (bzw. die Folgen ihres Eintretens) zu begrenzen (Kapitel 2.1.3), andererseits wird auch die Bank selber bestrebt sein, dies zu tun.

Marc Hansmann

9. Aufgaben und Anforderungen an die kaufmännische und technische Betriebsführung

Nach der Errichtung und der Fertigstellung eines Windparkprojektes mit seiner dazugehörigen Infrastruktur übernimmt die technische und kaufmännische Betriebsführung während der Betriebslaufzeit alle weiteren anstehenden Aufgaben. Dafür ist es notwendig, dass die Betriebsführung in die Projektplanung der Entwicklung miteingebunden wird und außerdem eine eigene Projektarbeit definiert und ausübt. Nicht nur die Anteilseigner, sondern auch zahlreiche externe Stakeholder setzen auf eine professionelle Betriebsführung, um den wirtschaftlichen Erfolg eines Windparks bis zum Lebensende sicherzustellen. In diesem Kapitel werden die typischen Abläufe, Prozesse und Aufgaben der technischen und kaufmännischen Betriebsführung dargestellt. Dabei orientiert sich der Beitrag an den zeitlichen Abläufen im Lebenszyklus der Betriebsführung, stellt die Schnittstellen und Verantwortlichkeiten dar und gibt Einblicke in die typischen Herausforderungen im Alltag der Betriebsführung.

Marco Lange

Kapitel 3. Langfristige Geldanlage: Aktien, Anleihen und weitere Anlagemöglichkeiten

In diesem Kapitel werden langfristige Kapitalanlagen vorgestellt, bei denen die Ermittlung des Risikos und die Dauer der Investition eine entscheidende Rolle spielen und die in der Verzinsung widergespiegelt werden. Der Zins macht damit als Ausdruck des bewerteten Risikos und der Zeit Anlagemöglichkeiten vergleichbarer.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 9. Steuerstundungsmodelle und vorteilhafte Gestaltungen zur Senkung Ihrer Steuerschuld

In diesem Kapitel werden unter 9.1 steuersparende Kapitalanlagen in Form von sogenannten Steuerstundungsmodellen und Investments nach der Definition des § 15b in Verbindung mit § 52 Abs. 25 EStG dargestellt. Dabei werden beispielsweise Erwerbermodelle und geschlossene Fonds (neu: Alternative Investmentfonds), wie Schiffsfonds, besprochen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 1. Das strategische Management und der strategische Planungsprozess

Bevor auf die einzelnen Schritte und Elemente des Prozesses zur strategischen Weiterentwicklung eingegangen werden kann, befasst sich dieses Kapitel mit den betriebswirtschaftlichen Grundlagen im Bereich Marketing, Markenmanagement, Strategie und der Unternehmensführung. In diesem Zusammenhang sollen die wichtigen Begrifflichkeiten und Bestandteile geklärt werden, wodurch ein idealer Einstieg in die Komplexität des strategischen Planungsprozesses zur Vereinsentwicklung gegeben wird. Dieser wird am Ende des Kapitels übersichtlich dargestellt und innerhalb der einzelnen Schritte abgebildet. Im Folgenden werden zwei fiktive Beispielvereine vorgestellt, die sich durch den kompletten strategischen Planungsprozess ziehen und sich somit als Zusammenfassung der Kapitel, aber auch zur Darstellung einzelner Meilensteine eignen, wodurch die Thematik noch transparenter und praktischer demonstriert wird.

Nicolas Fink

Kapitel 2. Die strategische Analyse – Umweltanalyse

Der erste Schritt der strategischen Analyse umfasst die Umweltanalyse. Innerhalb dieser werden schrittweise unterschiedliche Analysemodelle verwendet, um Aussagen zur allgemeinen Umwelt, der Branche, des Markts und auch der Beschaffenheit des Guts zu treffen. Die einzelnen Schritte unterteilen sich immer weiter, damit an den jeweils relevanten Stellen auch die Akteure, wie Konsumenten, Wettbewerber, Lieferanten oder auch Kooperationspartner, genauer erforscht werden können. Grundlegend ergibt sich durch die Summe der Analysemodelle eine Vielzahl an Chancen und Risiken, die schlussendlich zu einer zusammenfassenden Untersuchung der Umwelt und Organisation führt.

Nicolas Fink

2. Rechnungswesen

Das betriebliche Rechnungswesen setzt sich aus dem externen und internen Rechnungswesen zusammen (vgl. Abb. 2.1).

Olaf Fischer

Klimawandel und Risikoberichterstattung

Der Klimawandel steht im Zentrum der Beobachtung. Die Anforderungen an eine systematische Auseinandersetzung mit klimabezogenen Risiken steigen durch den Druck von Investoren, Stakeholdern sowie der Gesetzgebung. Einerseits müssen Unternehmen vermehrt Rechenschaft über ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft ablegen und andererseits erwarten Finanziers verstärkt, dass Unternehmen sich strukturiert auf die Auswirkungen durch Klimaveränderungen für die Geschäftstätigkeit vorbereiten. In folgendem Beitrag soll die Berichterstattung über klimabezogene Risiken betrachtet werden. Hierfür werden zwei unterschiedliche Perspektiven eingenommen.

Peter Ertl, Katharina Schönauer

Kapitel 6. Der M&A-Prozess bei Verkäufen und Käufen im Mittelstand

Wenn Unternehmen Akquisitionen durchführen, dann folgen sie zumeist einem Ablaufplan. Ein solcher AblaufplanAblaufplan hat eine logische Stringenz, die im praktischen M&A-Ablauf nicht immer eingehalten werden kann. Gleichwohl ist es hilfreich, wenn man sich im Vorfeld seiner Überlegungen über einen Verkauf bzw. einem Kauf damit befasst, wie ein solcher Prozess idealtypisch abläuft.

Jürgen Wegmann, Hilmar Siebert

4. GuV und Bilanzplanung

Jetzt geht es an die GuV und Bilanzplanung. Die Bilanz wird im Gegensatz zur GuV immer fortgeschrieben, also brauchen wir den letzten Abschluss des KGS ebenfalls. Der ist natürlich auch Basis für die Planung.

Bernd Heesen

9. Personal digital – Wie ein KMU in einer kaum digitalisierten Branche eine digitale Strategie entwickelt und Möglichkeiten der Digitalisierung für sich nutzt

Mittelständische Unternehmen in Deutschland halten die digitale Transformation und damit ihre Digitalisierung für sehr wichtig. Laut einer Bitkom-Studie aus 2017 stehen die meisten aber bei der Umsetzung noch relativ weit am Anfang. Der vorliegende Beitrag zeigt mögliche Ursachen und Hemmnisse auf. An einem anschaulichen Beispiel wird der Digitalisierungsprozess eines kleinen und mittleren Unternehmens (KMU) skizziert und anhand dessen gezeigt, wie kleine und mittlere Unternehmen Digitalisierungshürden überwinden können. In einem weitestgehend analog arbeitenden Umfeld entwickelte sich das KMU von einem digital wenig affinen Unternehmen, hin zu einem der digitalen Arbeitswelt aufgeschlossenen Unternehmen, welches positive Effekte, die die Digitalisierung ermöglicht, nutzt. Das Beispiel soll nicht als idealtypischer Prototyp verstanden werden, sondern vielmehr aufzeigen, wie mit Blick auf die aktuellen Gegebenheiten im Unternehmen und in dessen Umfeld ein eigener Weg gefunden werden kann.

Katharina Hölzle, Fabian Gerhardt, Nelly Kalischewski, Sophie Petzolt, Oliver Kullik

7. Dokumentation für die Umsetzung der BAIT

BAIT wie auch MaRisk machen stellenweise sehr konkrete Vorgaben über Dokumente und Reports, die vorgehalten werden müssen. Das Kapitel stellt alle diese Dokumente vor, aber auch Rollen und dazu deren notwendige Ausstattung an schriftlichen Anweisungen. So müssen alle Beschlüsse des Instituts verschriftlicht werden und umgesetzt werden. Alle Konkretisierungen brauchen ebenso eine Dokumentation, um revisionssicher zu werden. Dieses Kapitel ist damit das längste im Buch, da es zeigt, welche verschiedenen Vorlagen geschaffen werden müssen, aber auch auf welcher Basis sie erstellt werden, in dem die zugeordneten Dokumente aufgezählt werden.

Tomislav Maksimovic, Holger Biernat

2. MaRisk und BAIT im Detail

Die Anforderungen des KWG werden mit zwei Rundschreiben der deutschen Aufsicht BaFin in Bezug auf die IT der Banken konkretisiert und präzisiert. Die MaRisk geben die Mindestanforderungen für das Risikomanagement vor. Darin enthalten sind bereits Regelungen z. B. zu Auslagerungen. Detaillierter sind die BAIT, die sich ausschließlich auf die IT bezieht. In dem Kapitel werden die relevanten Passagen aus den MaRisk, sowie alle Kapitel der BAIT vorgestellt. Auf das in 09/2018 hinzugefügte Kapitel der BAIT wird ebenso eingegangen. Es werden Unklarheiten der BAIT dargestellt, wie auch der Handlungsbedarf, der sich mit den BAIT ergibt. Neben den beiden Rundschreiben wird an dieser Stelle auch auf weitere Vorgaben eingegangen, die zu berücksichtigen sind.

Tomislav Maksimovic, Holger Biernat

4. Frage 4: Wie setze ich Preiserhöhungen besser durch?

Gestern bekam ich per E-Mail die Information, dass wir in sieben Wochen die Preise erhöhen. Ehrlich gesagt konnte ich deshalb die ganze Nacht nicht schlafen. Meine Kunden werden mich verfluchen. Die schimpfen eh schon oft genug, weil wir teurer sind als viele andere. Mit gutem Zureden konnte ich bisher die meisten Kunden überzeugen, mir weiterhin treu zu bleiben.

Oliver Schumacher

Kapitel 1. Das Konto

Beim Konto handelt es sich um eine kontenartig geführte Rechnung eines Bankkunden, die auf der Grundlage eines Kontokorrentvertrages gemäß den §§ 355 bis 357 Handelsgesetzbuch oder auf der Grundlage eines Darlehensvertrages im Sinne der §§ 488 ff. BGB von einem Kreditinstitut geführt wird. Das Bankkonto kann kreditorisch oder debitorisch geführt werden. Wird das Bankkonto debitorisch geführt, handelt es sich um ein Darlehenskonto nach § 488 BGB. Wird das Bankkonto kreditorisch geführt, besitzt der Kunde als Inhaber des Bankkontos eine Forderung gegenüber dem Kreditinstitut.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 4. Geldanlage in Wertpapieren

Die Vermögensanlage in Wertpapieren unterscheidet sich nach folgenden wesentlichen Merkmalen. Funktion Ausstattung Emittent Besonderheiten

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 5. Kreditgeschäft

Die Kreditinstitute verstehen unter einem Kredit die zeitlich befristete Überlassung von Kapital, wobei die Zinsen das Entgelt für die Überlassung des Kapitals darstellen.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 7. Spin-off-Fallstudie Blogfabrik GmbH & Co. KG: Risikobereitschaft als Erfolgsfaktor

Die Idee zur Ausgründung der Blogfabrik wurde in der obersten Führungsebene initiiert und vorangetrieben. Somit ist das Spin-off durch die vorhandene Risikobereitschaft für den Eigenkapitaleinsatz geprägt. Mit der Ausgründung der Blogfabrik gelingt es der MELO, ihren bestehenden Kundenstamm aus dem Printbereich zu bewahren und gleichzeitig eine neue zusätzliche Zielgruppe zu erschließen, ohne dass diese sich substituieren. Die Spin-off-Gründung war somit insbesondere getrieben durch die Diversifikationsstrategie der Mutterorganisation. Eine hohe Risikobereitschaft wurde als wichtigster Erfolgsfaktor identifiziert.

Uwe Eisenbeis, Andrea Bohne, Ina Andrea Busch, Eva Falkenmayer, Franziska Freudenberg, Samuel Fries, Lukas Huber, Thomas Rausch

27. Ermittlung, Festsetzung und Erhebung der Gewerbesteuer

Besteuerungsgrundlage für die Gewerbesteuer ist nach § 6 GewStG der (gemäß § 7 GewStG zu ermittelnde) Gewerbeertrag. Dieser bildet jedoch noch nicht die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer. Als solche fungiert vielmehr der sog. Steuermessbetrag, der über die Anwendung eines Prozentsatzes (sog. Steuermesszahl) auf den Gewerbeertrag zu ermitteln ist. Der Steuermessbetrag ist somit ein Bruchteil des Gewerbeertrags, auf dessen Basis sich die Gewerbesteuer über die Multiplikation mit dem Hebesatz der Gemeinde errechnet. Vor der Anwendung der Steuermesszahl ist der (nach §§ 8 und 9 GewStG modifizierte und unter Abzug eines Gewerbeverlusts nach § 10a GewStG ermittelte) positive Gewerbeertrag gemäß § 11 Abs. 1 Satz 3 GewStG auf volle 100 € abzurunden und ggf. um einen Freibetrag zu mindern, wodurch der Gewerbeertrag nicht negativ werden darf. Der Freibetrag beträgt für den Gewerbebetrieb einer natürlichen Person oder einer Personengesellschaft 24.500 €. Der Freibetrag intendiert einen (teilweisen) Ausgleich gegenüber Kapitalgesellschaften, da bei diesen der Gewerbeertrag i. d. R. um das Gehalt eines Geschäftsführers (auch steuerlich) gemindert ist, während bei natürlichen Personen und bei Personengesellschaften ein entsprechendes (Unternehmer-)Gehalt als Gewinnbestandteil oder Sondervergütung im Gewerbeertrag enthalten ist. Bei Personengesellschaften ist der Freibetrag nur einmal abziehbar, d. h. er gilt nicht für jeden Mitunternehmer. Einer Personengesellschaft mit ausschließlich Kapitalgesellschaften als Mitunternehmern wird der Freibetrag ebenso gewährt.

Andreas Dinkelbach

21. Organschaft

Wie im Einkommensteuerrecht gilt auch im Körperschaftsteuerrecht das Individualprinzip, d. h. jedes Körperschaftsteuersubjekt ist einzeln unter Zugrundelegung seines zu versteuernden Einkommens zur Körperschaftsteuer zu veranlagen; insbesondere ist das Trennungsprinzip zwischen der Kapitalgesellschaft und ihren Anteilseignern zu beachten. Das Trennungsprinzip gilt jedoch nicht nur zwischen der Kapitalgesellschaft und natürlichen Personen als Anteilseigner, sondern auch zwischen Kapitalgesellschaften untereinander. Ist z. B. eine Kapitalgesellschaft an einer anderen Kapitalgesellschaft zu 100 % beteiligt, so unterliegt die rechtlich selbständige Tochtergesellschaft mit ihrem Einkommen der Körperschaftsteuer. Die wirtschaftliche Unselbständigkeit bzw. wirtschaftliche Verflechtung zwischen Mutter- und Tochterkapitalgesellschaft bleibt unberücksichtigt; insbesondere findet keine Verrechnung von Gewinnen und Verlusten zwischen der Mutter- und der Tochtergesellschaft statt, weder über eine Eliminierung von Zwischengewinnen aus Lieferungen und Leistungen noch über einen Ausgleich von positiven und negativen Einkünften (Abb. 21.1).

Andreas Dinkelbach

5. Start und Ziel: das Erstellen der Strategiepapiere

Strategien, formuliert in Strategiepapieren sind kein Selbstzweck, sondern sind die Darstellung der Ziele und Visionen, um diese in der Realwelt umsetzbar zu machen. So abstrakt die Strategie am Ende sein mag, die Strategiefindung selbst ist kein losgelöstes Vorgehen, sondern sie muss verschiedene Nebenbedingungen berücksichtigen. Der Startpunkt ist eine ehrliche Selbstanalyse, die Teil des Strategiezyklus ist mit Elementen wie der Formulierung von Prämissen, der Erstellung, der Kommunikation aber auch der Kontrolle. Unvorhersehbare Entwicklungen können dabei eine Anpassung innerhalb des Jahres notwendig machen. Die Überwachung kann anhand von Kennzahlen erfolgen, so lassen sich neben den regulatorischen Vorgaben auch interne Kennzahlen, Limite und Begrenzungen formulieren. Deren Abgleich gegen die tatsächliche Entwicklung setzt eine entsprechende Möglichkeit der Überwachung voraus, so müssen die Daten dazu entsprechend strukturiert und verlässlich bereitgestellt werden.

Holger Biernat

Kapitel 6. Steuergerechtigkeit – eine Unternehmerperspektive

Unternehmenssteuern leisten einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben. Eine faire Beteiligung aller Steuerzahler an dieser Finanzierung ist ein wesentlicher Faktor für eine funktionierende Gesellschaft. Faire Steuerpraktiken sollten deswegen wichtiger Bestandteil der Unternehmensverantwortung sein, spielen dabei jedoch bis jetzt nur eine kleine, wenn auch wachsende Rolle. Mittelständische Unternehmer sind oft noch in ihrer Heimat verankert, machen ihre deutschen Steuerzahlungen als rein nationale Unternehmen im Jahresabschluss transparent und engagieren sich vereinzelt für Steuergerechtigkeit. Im Gegensatz dazu veröffentlichen große multinationale Unternehmen meistens keine länderspezifischen Informationen über ihre Steuerzahlungen und nutzen teilweise internationale Steuervermeidungsstrategien. Eine Zertifizierung von fairen Steuerzahlern kann helfen engagierte Unternehmer zu mobilisieren und faire und loyale Steuerzahler sichtbar zu machen.

Christoph Trautvetter

Kapitel 2. Digitale Branchenkonzepte

Durch unterschiedliche Digitale Treiber entsteht in allen Branchen eine Vielzahl von neuen Produkten und Prozessen. Sowohl Branchen, die „informationsnahe“ Produkte oder Dienstleistungen erzeugen (z. B. die Medien), als auch Branchen, die materielle Produkte erzeugen, sind diesen disruptiven Änderungen ausgesetzt. Im Folgenden wird aufgezeigt, wie sich daraus ganzheitliche disruptive Geschäftsmodelle für Unternehmen ergeben.

August-Wilhelm Scheer

Kapitel 6. Der Gesellschaftsvertrag (Satzung)

Wird der Gesellschaftsvertrag vom Rechtsanwalt oder Notar (oder gar vom Steuerberater) vorgegeben? Richtig ist, dass ein Gesellschaftsvertrag nicht ohne anwaltlichen Rat abgeschlossen werden sollte, und aufgrund der Formzwänge im GmbH-Recht ist dies auch aus gutem Grund ohne notarielle Beurkundung nicht möglich. Allerdings sind diese Dokumente immer nur so gut wie der Input der zukünftigen Gesellschafter; denn die wesentlichen Themen des Gesellschaftsvertrages können auch die juristischen Laien sehr gut umreißen und damit ihren Beratern aufzeigen, worauf es ihnen wirklich ankommt.

Clemens Engelhardt

3. Kundenmanagement

Beim Kundenmanagement (KM) handelt es sich um ein spezielles Managementkonzept. Dieses umfasst hinsichtlich der Marktbearbeitung organisatorische, funktionale und verkaufsstrategische Aspekte (Diller 1995, S. 1363). Dabei geht es um die Generierung und Pflege von Kundenbeziehungen über den gesamten Kundenlebenszyklus hinweg (Diller et al. 2005, S. 23, zitiert nach: Diller 2006, S. 3343; Diller 2006, S. 3343).

Jan-Frederik Engelhardt, Alexander Magerhans

2. Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht

Am Anfang der 1920er-Jahre öffnete sich Liechtenstein gegenüber der Schweiz politisch ebenso wie wirtschaftlich und (steuer)rechtlich. In dieser Zeit wurde auch ein neues Zivilgesetzbuch (FL-ZGB) geplant. Dieses sollte im Wesentlichen aus fünf Elementen bestehen, nämlich erstens dem Sachenrecht (SR), zweitens dem Obligationenrecht (OR), drittens dem Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR), viertens dem Familienrecht (FamR), und fünftens dem Erbrecht (ErbR). Zur Übernahme des schweizerischen OR sowie des FamR und des ErbR kam es jedoch nicht, weshalb hier weiterhin das aus Österreich rezipierte Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) anwendbar ist. Von großer Bedeutung ist jedoch insbesondere das PGR – eine liechtensteinische Eigenkreation.

Matthias Langer

3. Buchhaltung & Bilanzierung

Auch wenn sich der ein oder andere von uns als Alltagsphilosoph sieht, so ist diese Aussage natürlich relativ – schon allein deshalb, weil sie von Albert Einstein kommt. Buchhaltung und Bilanzierung sind jedoch nicht nur notwendig, sondern durchaus spannend, wenn man weiß, worauf es ankommt. Dabei ist es in Liechtenstein wie in den meisten Ländern:

Matthias Langer

4. Liechtensteinisches Steuerrecht

Bei dem liechtensteinische (Steuer)Gesetz vom 23. September 2010 über die Landes- und Gemeindesteuern (Steuergesetz; SteG) handelt es sich um eine Totalrevision und grundlegende Überarbeitung des Steuergesetzes von 1961. Wobei die Wurzeln des Steuergesetzes von 1961 auf das Jahr 1923 und den Entwurf von Prof. Dr. Julius Landmann zurück gehen.

Matthias Langer

3. Beteiligte Parteien

Flugzeuge sind rund 120 Jahre nach ihrer Erfindung eine etablierte Technologie. Die eigentliche Komplexität in der Luftfahrt beruht nicht in der Beherrschung der Maschinen – auch wenn es bei der Einführung neuer Flugzeugtypen gelegentlich zu tragischen Unfällen kommt. Die Komplexität beruht vielmehr auf den vielen Rädern, die jeden Tag ineinandergreifen und auf eine Art voneinander abhängen ist, die von außen kaum erkennbar ist. Diese Räder sind all diejenigen Beteiligten, die dafür Sorge tragen, dass eine Luftfrachtsendung ihr Ziel pünktlich und ohne Schäden erreicht.

Joachim G. Schäfer

Kapitel 6. Negativrenditen bei Unternehmensanleihen: Wie die EZB die Steuerungsfunktion des Kapitalmarktzinses außer Kraft setzt

Seit Juni 2016 kauft die EZB auch Unternehmensanleihen. Negativrenditen für Unternehmensanleihen infolge dieser Ausweitung des Ankaufprogramms der EZB setzen die volkswirtschaftliche Steuerungsfunktion des Kapitalmarktes außer Kraft. Investitionen werden trotz einer negativen Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals betriebswirtschaftlich lohnend.

Dirk Meyer

Kapitel 12. ANFA: Euro-Geldschöpfung durch die Mitgliedstaaten

Die Mitgliedschaft in der Europäischen Währungsunion (EWU) kennzeichnet einen Automatismus. Dabei übertragen die Mitgliedstaaten ihre Währungssouveränität auf die Europäische Union (EU). Für die EWU besteht eine zentrale geld- und währungspolitische Zuständigkeit in Form des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB), das durch das Beschlussorgan der Europäischen Zentralbank (EZB) für die einheitliche Geldpolitik zuständig ist. ELA-Notkredite, ANFA und die TARGET2-Salden ermöglichen den NZBen jedoch die Ausgabe von nationalem Zusatzgeld, das unter anderem der monetären (Zwischen-)Finanzierung von Krisenstaaten und/oder der Unterstützung insolventer Banken dient. Darüber hinaus finanziert es Kapitalflucht und gewährt einen subventionierten Kreditzugang für Importe. Anhand ausgewählter Krisensituationen wird gezeigt, das der EZB-Rat seine Kontrollfunktion nicht wahrgenommen hat und teilweise wissentlich gegen den AEUV, die EZB-Satzung sowie interne Vorgaben verstoßen hat.

Dirk Meyer

5. Portfolio- und Beteiligungsmanagement

Das Portfolio- und Beteiligungsmanagement genießt einen hohen Stellenwert in der Organisation eines institutionellen Investors, denn es trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei: es hat entsprechend der individuellen Risikoneigung stets die Renditeoptimierung zum Ziel und behält gleichzeitig die notwendige Liquidität für sämtliche Verpflichtungen im Auge. Man spricht auch vom magischen Dreieck der Kapitalanlage (vgl. Abb. 5.1).

Sascha Pinger

11. Übertragung von Immobilienfondsvermögen

Früher noch ein Spezialfall, sind bei Immobilien-Spezialfonds des Öfteren Transfers von ganzen Immobilienportfolien zu beobachten. Dabei zeichnet sich ab, dass die Nachfrage nach solchen Blockdeals aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen steigt. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf das global niedrige Zinsumfeld, welches selbst Renditen im unteren Bereich attraktiv erscheinen lässt. Zudem sind global viele Investoren vorhanden, die in der Lage sind, komplexe Transaktionen durchzuführen.

Bastian Krakat, Uwe Stoschek

Kapitel 2. Allgemeine Grundlagen des B2B-Marketings und -Vertriebs

Das zweite Kapitel des Buchs befasst sich mit Grundlagen des Marketing- und Vertriebsmanagements. Zunächst wird die Evolution der beiden Funktionsbereiche vorgestellt, um die historische Entwicklung von Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart wissenschaftlich und praxisorientiert einordnen zu können. Darauf aufbauend werden die Aufgaben des Marketings und Vertriebs als Managementprozess aufgezeigt und der Rahmen für die M&V-Schnittstelle gesetzt. Mit konkreten Beispielen werden die Aufgaben des Marketing- und Vertriebsprozesses beleuchtet, um bereits an dieser Stelle die hohe Relevanz für die Zusammenarbeit der beiden Funktionseinheiten zu unterstreichen. Trends und Herausforderungen, wie neue Technologien, Digitalisierung, Globalisierung sowie sich verändernde Marktplätze oder Kundenbedürfnisse wirken sich heute wie auch morgen auf das Marketing und den Vertrieb aus. Das Kapitel zeigt auf, welche Ansätze es für das Marketing und den Vertrieb gibt, um sich diesen Trends und Herausforderungen zu stellen. Zuletzt befasst sich dieses Kapitel mit einem zentralen Thema des Marketings und Vertriebs: dem Management von Kundenbeziehungen. Gerade im Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und der Customer Journey ist die „integrierte Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb“ unverzichtbar und von herausragender Bedeutung. Aus diesem Grund werden die beiden Themenbereiche wissenschaftlich und praxisorientiert vorgestellt.

Wolf-Dieter Hiemeyer, Dominik Stumpp

D

In Erfüllung des Verfassungsauftrags aus Artikel 88 GG durch das „Gesetz über die Deutsche Bundesbank” (Bundesbankgesetz [BBankG]) vom 26.7.1957 errichtete Währungs- und Notenbank der Bundesrepublik Deutschland. Die Bundesbank entstand durch Verschmelzung der früheren Landeszentralbanken und der Berliner Zentralbank mit der Bank deutscher Länder (§ 1 S. 2 BBankG). Ihr Sitz ist in Frankfurt am Main.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

B

Im Gegensatz zum Bail-out tragen bei einem Bail-in die Geldgeber einer Institution deren Verlust mit. Durch die Zahlungsunfähigkeit eines Staates verlieren dessen Gläubiger Teile ihrer Ansprüche oder geben diese auf. In Bezug auf Banken wird in den Vorschriften der BRRD in den Artikeln 43-55 das Instrument des Bail-in zur Abwicklung von Kreditinstituten eingeführt.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

V

Begriff: Kennzahl beziehungsweise darauf gestützte Methode zur Quantifizierung insbesondere der Markt- und Preisrisiken von Kassaoder derivativen (Finanz-)Instrumenten sowie Adressausfallrisiken bei Kreditinstrumenten. Aktuell stellt der Value-at-Risk die wesentliche Grundlage für die Erfassung, Steuerung, Prognose und Kontrolle dieser finanziellen Risiken in Bank- wie Nichtbank-Unternehmen dar. Hierbei wird das Risiko als Wahrscheinlichkeit eines Verlusts, also die negative Abweichung vom Erwartungswert definiert (down side risk).

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

M

Abkürzung für „Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion und weitere Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten“ im Sinne der §§ 63 ff. WpHG für Wertpapierdienstleistungsunternehmen, Rundschreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die zuerst 2010 veröffentlichte, 2018 neu gefasste Regelung beinhaltet einen Allgemeinen Teil (Allgemeine Anforderungen für Wertpapierdienstleistungsunternehmen) und einen Besonderen Teil (Besondere Anforderungen nach §§ 63 ff. WpHG).

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

K

Kapitalerhaltungspolster, capital conservation buffer; nach den Bestimmungen von Basel III ist die Einführung eines Kapitalerhaltungspuffers vorgesehen. Eine entsprechende Verpflichtung findet sich auf EU-Ebene in Artikel 129 CRR. In Deutschland ist der Kapitalerhaltungspuffer in § 10c KWG geregelt.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

A

Charakterisierung: Anstatt die Erlaubnis für das Betreiben von Bankgeschäften im Sinne des KWG oder von Finanzdienstleistungen im Sinne des KWG aufzuheben, kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Geschäftsleiter an einer weiteren Tätigkeit für ihr Institut im Sinne des KWG hindern.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Begriffsbestimmung

Der Gesetzgeber verwendet den Begriff „Dokumentationspflicht“ an verschiedenen Stellen, ohne ihn aber näher zu definieren. Daher ist dieser Begriff zunächst zu analysieren und von ähnlich gelagerten Pflichten und sonstigen rechtlichen Bindungen zu unterscheiden.

Korbinian Nuber

12. Stille Gesellschaft und partiarische Darlehen

„(1) Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören: …

Ulrich Stache

3. Zinsschranke

Die Zinsschranke nach § 4h EStG ist eine Gewinnermittlungsvorschrift und beschränkt den Betriebsausgabenabzug für Zinsaufwendungen eines Unternehmens. Voraussetzung sind Einkünfte des Unternehmens aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit.

Ulrich Stache

25. Werbungskostenabzug bei Einkünften aus Kapitalvermögen

Grundsätzlich muss bei der Anwendung des § 9 EStG im Rahmen des § 20 EStG unterschieden werden zwischen den Tatbestandsmerkmalen eines Gewerbebetriebes (selbstständige nachhaltige Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht) und einer „privaten Vermögensverwaltung“. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Tätigkeit eines Kapitalanlegers dann die private Kapitalanlage überschreitet, wenn seine Tätigkeit mit der eines „Wertpapierhandelsunternehmens“ gemäß § 1 Abs. 3d Satz 2 KWG oder eines „Finanzunternehmens“ i.S.d. § 1 Abs. 2 KWG vergleichbar ist. Ist das nicht der Fall, kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass die Abzugsbeschränkung des § 20 Abs. 9 EStG anzuwenden ist.

Ulrich Stache

26. Werbungskosten bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung

Grundsätzlich können spekulative Tätigkeiten nicht nur bei den Einkünften aus Kapitalvermögen, sondern auch im Rahmen der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung erfolgen. So ist es in der Regel erforderlich, dass bei größeren Erwerbs- und Bauvorhaben (z. B. Beteiligungen an Immobilien-Fonds, aber auch Beteiligungen an bereits bestehenden Vermietungsunternehmen) Geldbeschaffungsmaßnahmen – auch in spekulativer Absicht – ergriffen werden (müssen). Ein Abzugsverbot wie in § 20 Abs. 9 besteht im Rahmen der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung nicht. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang:

Ulrich Stache

24. Einzelfälle abzugsfähiger Aufwendungen bei den Einkünften aus Kapitalvermögen

Abschlussgebühren für einen Bausparvertrag können Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen sein, wenn der Abschluss des Bausparvertrages in keinem engen zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Verwirklichung eines Bauvorhabens steht und wenn auf Dauer gesehen ein Überschuss aus Zinsgutschriften erwartet werden kann. Die Abschlussgebühren unterliegen jedoch der Abzugsbeschränkung nach § 20 Abs. 9 EStG.

Ulrich Stache

3. Quantitative Einkaufsanalyse

Mit der quantitativen Einkaufsanalyse wird das Ziel verfolgt, die Zahlen, Daten und Fakten der kompletten Beschaffungssituation des Unternehmens transparent darzustellen. Es handelt sich also nicht nur um die Transparenz des Beschaffungsvolumens, das vom Einkauf bearbeitet wird, sondern um die Transparenz aller vom Unternehmen getätigten externen Ausgaben. Der folgende Abschnitt beschreibt die Methodik des Spend Cubes als eine (statische) Möglichkeit, diese Transparenz zu erzeugen – also für wie viel Geld wird bei welchem Lieferanten für welche Warengruppe beschafft. Im Anschluss daran wird noch einmal auf den Themenbereich der Spezifikationstransparenz eingegangen – also was wird beschafft. Daran anschließend beschreibt die Kostenstrukturanalyse, was denn eine Ware oder Dienstleistungen kosten darf im Sinn einer Zielkostendefinition oder eines Verhandlungsbenchmarks.

Mario Büsch

12. Digitale Wirtschaftsprüfung – Make or Buy?

Die Digitalisierung zwingt Unternehmen nahezu aller Branchen und Größenklassen dazu, Anpassungsmaßnahmen an ihren Geschäftsmodellen und den internen Prozessen vorzunehmen. Infolgedessen ergeben sich auch für Prüfungsgesellschaften neue Herausforderungen. Der Berufsstand muss sich ebenfalls verstärkt mit der Anpassung und Weiterentwicklung seiner Dienstleistungen auseinandersetzen, damit er aktuelle und künftige Anforderungen noch erfüllen kann. In diesem Zusammenhang steht dabei insbesondere die Implementierung und Ausweitung von geeigneten Datenanalysen in den Prüfungsprozessen im Fokus. Darüber hinaus werden seit der Beseitigung rechtlicher Hürden hinsichtlich des Einsatzes von Cloud-Services die hieraus entstehenden Optimierungspotenziale für die Kanzleien thematisiert. Insbesondere auf Prüfungsgesellschaften spezialisierte Cloud-Services können einen Beitrag zur Ausweitung von zuverlässigen Datenanalysen leisten und somit insgesamt die Digitalisierung im Prüfungswesen erhöhen. Gleichzeitig ist damit die Grundlage für die Umsetzung und Etablierung digitaler Geschäftsmodelle in der Wirtschaftsprüfung geschaffen. In dem vorliegenden Beitrag stellen die Autoren verschiedene Ansätze für digitale Geschäftsmodelle vor, welche entweder kanzleiinterne Lösungen oder eine Auslagerung an externe Dienstleistern vorsehen. Dabei soll insbesondere diskutiert werden, inwieweit diese Geschäftsmodelle und die mit deren Umsetzung verbundenen Änderungen der Rollenverteilungen und Zuständigkeiten im Prüfprozess, entscheidende Nutzenoptimierungen für Unternehmen und Prüfer schaffen. Ferner sollen kritische Erfolgsfaktoren identifiziert werden, welche durch digitale Geschäftsmodelle hinreichend berücksichtigt werden müssen, damit sie innerhalb der Wirtschaftsprüfung eine ernsthafte Alternative zu dem klassischen Prüfer-Mandanten Verhältnis darstellen.

Johannes Langhein, Andreas Kiesow, Christian Strobel, Oliver Thomas

4. Aggregierte Wertanalysen als Grundlage des Renditemanagements

Kap. 4 führt die Analyse wieder auf die Ebene der Gesamtbank zurück. Ausgerichtet an einem wertorientierten Renditeoberziel wird zunächst untersucht, inwieweit eine Wertanalyse auf Teil- oder Gesamtbankebene mit Hilfe von bankinternen Daten erfolgen kann. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit hierfür benötigter Daten liegt eine Umbasierung auf Zahlenwerke nahe, deren Inhalte sowohl erhältlich als auch standardisiert und kompatibel sind. Daten aus Bankjahresabschlüssen können in (insbesondere) kennzahlenbasierte Wertanalysen überführt werden, die eine Bank mit anderen Instituten oder Branchendurchschnitten vergleichbar machen. Ausgehend hiervon lassen sich Rendite und Risiko in wertorientierter Betrachtung auch in einer Kennzahl verdichten. In den 1990er-Jahren wurden hierfür bankspezifische Versionen des Risk-Adjusted Performance Measurement (RAPM), die Relativzahlen aus Erfolgsgrößen einerseits und Kapitalgrößen andererseits bilden, entwickelt. Zu ihren wichtigsten Varianten zählen RAROC, RORAC und RARORAC.

Andreas Horsch, Daniel Kaltofen

2. Zinsergebnisrechnungen als Kernelement von Wertanalysen

Die Besonderheiten der Bankdienstleistung ziehen Besonderheiten der wertorientierten Banksteuerung nach sich. In der Folge steht das wertorientierte Management zinstragender Geldgeschäfte im Mittelpunkt der Banksteuerung. Eingangs werden (theorie- wie praxisbasierte) Anforderungen an entsprechende Kalkulations- und Steuerungssysteme formuliert. Vor dem Hintergrund dieser Qualitätskriterien werden danach zunächst die traditionellen Verfahren der Zinsergebnisrechnung dargestellt und kritisch bewertet (2.2). Ausgehend insbesondere von ihrem fehlenden Marktbezug wird sodann das Grundmodell der Marktzinsmethode (MZM) ausführlich gewürdigt (2.3.2). Dem schließt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Barwertkonzept als der nächsten Entwicklungsstufe der MZM an (2.3.3), das auf abgezinsten Zahlungsströmen (discounted cashflows) beruht und daher die Idee einer wertorientierten Steuerung am konsequentesten auf die Ebene der Einzeltransaktion überträgt.

Andreas Horsch, Daniel Kaltofen

Verschmelzung von Kapitalgesellschaften

Bei der Verschmelzung von Kapitalgesellschaften wird das gesamte Vermögen einer oder mehrerer Kapitalgesellschaften im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf eine andere Kapitalgesellschaft übertragen. Im Gegenzug werden die Anteilseigner der übertragenden Kapitalgesellschaft(en) durch Anteilstausch an der übernehmenden Kapitalgesellschaft beteiligt (§ 2 UmwG). Die übertragende(n) Kapitalgesellschaft(en) gehen unter Auflösung ohne Abwicklung unter.

Gernot Brähler, Andreas Krenzin

Verschmelzung von Kapitalgesellschaften auf Personengesellschaften

Unter einer Verschmelzung ist die Übertragung des gesamten Vermögens eines oder mehrerer Rechtsträger auf einen anderen Rechtsträger im Wege der Gesamtrechtsnachfolge zu verstehen. Für die Übertragung des Vermögens wird den Anteilseignern des oder der übertragenden Rechtsträger im Wege des Anteilstausches eine Beteiligung am übernehmenden Rechtsträger gewährt. Die gesellschaftsrechtliche Verbundenheit des Vermögens und der Anteilseigner des oder der übertragenden Rechtsträger wird aufgelöst.

Gernot Brähler, Andreas Krenzin

Die Entwicklung der strategischen Steuerung in der Alten Hansestadt Lemgo

Der Beitrag beschreibt die Grundlagen und die Entwicklung der strategischen Steuerung in der Alten Hansestadt Lemgo.

Dirk Tolkemitt, Doris Hagemann

3. Teil Haftung und Strafbarkeit

Betrachtet der Geschäftsführer seinen persönlichen Status, so sind es häufig drei Fragen, die ihn immer wieder beschäftigen:

Rocco Jula

1 Teil Der organschaftliche Status des GmbH-Geschäftsführers

Jede GmbH benötigt einen Geschäftsführer, um handlungsfähig zu sein. Der Geschäftsführer ist das Leitungsorgan der Gesellschaft. Er muss von den Gesellschaftern sorgfältig ausgesucht und überwacht werden. Zahlreiche Krisen und Insolvenzen sind auf das Missmanagement von Geschäftsführern zurückzuführen. Der Geschäftsführer sollte selbst kritisch prüfen, ob er für die Position sämtliche Qualifikationen aufweist bzw. ob er sich dieselben aneignen oder über Dritte beschaffen kann. Es liegt auf der Hand, dass der Manager die erforderlichen Führungsqualitäten besitzen sollte. Er hat nicht nur die fachlichen Qualifikationen mitzubringen, sondern auch eine Leitungspersönlichkeit zu sein. Hierzu gehören ein entsprechendes Durchsetzungsvermögen sowie die Fähigkeit, die Mitarbeiter zu motivieren. Neben den betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäftsführeramt stellt auch das Recht Anforderungen an einen Geschäftsführer. Die rechtlichen Vorgaben begrenzen den Gestaltungsspielraum des Geschäftsführers. Ihm werden zahlreiche Pflichten aufgebürdet, aber auch Rechte eingeräumt. Die den Geschäftsführer betreffenden Rechtsfragen sind Gegenstand dieser Abhandlung.

Rocco Jula

7. Konzentration und Kooperation

Üblicherweise werden die Logos mit Linien verbunden, wobei die Zusammenschlüsse aus zwei, drei oder mehreren Unternehmen gebildet werden können. Alternativ werden die Logos mit Zahlen oder Buchstaben versehen, um Paare zu bilden. Beispiel: Die Unternehmen mit dem Buchstaben A sollten zusammenarbeiten, um ein bestimmtes Unternehmensziel gemeinsam zu erreichen. Manchmal werden die Bilder auch vollständig durchnummeriert, sodass die Unternehmen 1, 5 und 12 zusammenarbeiten.

Jürgen Pfannmöller

7. Achtsamkeit in Unternehmen

Achtsamkeitsprogramme sind nicht nur für den Menschen im privaten Bereich spannend, sondern auch für Mitarbeiter, Führungskräfte und Unternehmen. Wir leben in einer Welt hoher Komplexität und ständiger Veränderung. Beides stellt uns vor große Fragen, welche nur im Dialog gelöst werden können. Methoden, welche diesen Dialog unterstützen und welche die Menschen bei sich und ihren Bedürfnissen abholen, werden wichtig.Lassen Sie uns gemeinsam betrachten, warum Achtsamkeitsprogramme hier ein Weg sein können, egozentrierte Haltungen aufzulösen und stattdessen Wohlgefühl, Miteinander und Veränderung auf den Weg zu bringen. Nachdem wir bereits Anregungen erhalten haben, wie der einzelne Mensch die Kontemplationspraxis für sich nutzen kann, werden wir im Folgenden betrachten, wie Unternehmen gezielt Achtsamkeitsprogramme aufsetzen können. Welche Methoden und Maßnahmen stehen zur Verfügung? Welche Effekte können bestimmte Methoden erzeugen? Wer muss mit an Bord sein, um einem derartigen Programm im Unternehmen Kraft und Wirkung zu verleihen?

Martina Dopfer

6. Achtsamkeit in der heutigen Zeit

Achtsamkeit entspringt der Grundidee ein Bewusstsein über das zu entwickeln, was ist, in dem man die Realität aus dem Inneren heraus betrachtet. Dieses Bewusstsein unterstützt bei der Erfahrung des Ich und des eigenen Lebenssinns. Es fördert die Verbindung mit sich und der Welt. Die buddhistische Achtsamkeitstradition verbindet dabei Ziele wie Kultivierung von Mitgefühl und Präsenz, Erfahrung von Körper und Geist oder Heilung und Erleuchtung.Wir haben bereits einiges von der Entwicklung dieser Philosophie und Praxis und über die bahnbrechende Forschung dazu erfahren. Offen bleibt, wie wir Achtsamkeit in den beruflichen und privaten Alltag integrieren. Wie können wir Achtsamkeit nutzen, um mit den Ängsten umzugehen, die uns täglich begleiten; um ein Verständnis für destruktive Emotionen zu entwickeln, die wie Geister in unserem Kopf schwirren, oder um unser Ich-Verständnis innerhalb einer Welt der Veränderung zu reflektieren?Bekannte und einflussreiche Persönlichkeiten geben Anregungen und Empfehlungen. Dabei übertragen sie die traditionelle Praxis in Strategien für den Alltag.

Martina Dopfer

4. Körperschaftsteuer

Sommerweizen möchte auch rein informativ wissen, was es mit der Körperschaftsteuer auf sich hat. Obwohl er als Einzelunternehmer nicht direkt etwas mit dieser Steuerart zu tun hat, weiß er, dass sich dies eventuell schnell ändern kann: nämlich dann, wenn aus seinem Einzelunternehmen zum Beispiel eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) wird. Der Jungunternehmer informiert sich über die allgemeinen Merkmale und Definitionen, die in Zusammenhang mit dieser Steuerart stehen, sowie die Steuerbarkeit und Steuerfreiheit von maßgeblichen Umsätzen. Am Ende seiner Recherche kann er das zu versteuernde Einkommen als Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Körperschaftsteuer nach einfachem Schema (ohne Besonderheiten) berechnen.

Karin Nickenig

6. Gewerbesteuer

Nachdem sich Sommerweizen bereits einen umfangreichen Überblick über 3 wichtige Steuerarten verschafft hat, möchte er sich abschließend noch der Gewerbesteuer widmen, welche als wichtiger Standortfaktor auch für ihn selbst eine bedeutende Rolle spielt. Neben den allgemeinen Merkmalen und Definitionen wichtiger steuerlicher Begrifflichkeiten, beschäftigt sich Sommerweizen mit der Berechnung der Gewerbesteuer-Schuld. Hierbei erfährt er auch einiges über den gewerbesteuerpflichtigen Personenkreis sowie die behördlichen Zuständigkeiten, wenn es um die Erhebung und Eintreibung der Gewerbesteuer geht.

Karin Nickenig

Kapitel 7. Grundlagen HGB

Dieses Kapitel informiert über das Wesen des Handelsrechts, den Kaufmannsbegriff sowie Handelsregister, Firma und Handelsgeschäfte. Darüber hinaus werden die nicht selbstständigen Hilfspersonen des Kaufmanns behandelt sowie die Gesellschaftsformen des HGB benannt.

Jens M. Schmittmann

Kapitel 9. Aufbau der Kosten- und Leistungsrechnung

Die Kosten- und Leistungsrechnung liefert belastbare Grundlagen für Managemententscheidungen. Nach Durchsicht des vorliegenden Abschnitts verstehen Sie die Gliederung des betrieblichen Rechnungswesens, Ziele und Fragestellungen der Kosten- und Leistungsrechnung sowie deren Aufbau. Sie sind in der Lage, eine Kostenartengliederung vorzunehmen und können eine Kostenstellenrechnung durchführen sowie verschiedene Kalkulationsverfahren unterscheiden. Dabei steht der Aufbau von Methodenkenntnissen und Anwendungswissen im Vordergrund. Mit Abschluss des Kapitels erlangen Sie die Kenntnis eines sicheren Einsatzes der Kosten- und Leistungsrechnung für Zwecke der Unterstützung und Kontrolle unternehmerischer Entscheidungen sowie einer effizienten Unternehmensführung. Ihr Lernerfolg wird dabei unterstützt durch zahlreiche Berechnungsschemata, Abbildungen und Beispiele, die anwendungsbezogen ein tiefer gehendes Verständnis und eine unmittelbare Umsetzung in die betriebliche Praxis fördern.

Gernot Keller, Thomas Kümpel

Kapitel 12. Liquiditätsmanagement

Zeitgemäße Anforderungen an die Unternehmenssteuerung umfassen eine professionelle, einheitliche und zeitnahe Handhabung der Finanz- und Liquiditätsplanung mit regelmäßigen Soll-Ist-Vergleichen unter der Reduzierung externer Finanzierung und erweiterter Liquiditätsgenerierung. Unternehmen benötigen eine Liquiditätsplanung, um fällige Auszahlungen tätigen zu können. Die Liquidität muss kontinuierlich kontrolliert werden, um Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung einleiten zu können.Es werden die Begriffe Cash und Cash-Management erläutert. Eine zu hohe Liquidität führt zu einer geringen Rentabilität, da Geld nicht zinsoptimal angelegt wurde. Eine hohe Liquidität führt zu einer hohen Sicherheit, da eine sofortige Zahlungsfähigkeit besteht. In der Gründungsphase wird fehlendes Cash-Management oft zum großen Problem, wenn ein Unternehmen keine Liquiditätsrisiken kalkuliert hat und seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Fehlende Liquidität ist der häufigste Insolvenzgrund.

Volker Lombeck

Teil 4: Evaluative Board Dimension

Keep it controlled

Nachdem im ersten Teil dieses Buches nach dem Motto „Keep it situational“ die normativen, legalen und ethischen Kontextbedingungen, im zweiten Teil nach dem Motto „Keep it strategic“ die direkten Leitungsfunktionen (wie Board-Team, -Kultur, -Struktur und -Erfolgsmaßstäbe), im dritten Teil nach dem Motto „Keep it integrated“ die indirekten Leitungsfunktionen (wie Gewinnung, Feedback, Honorierung und Förderung der Board- und GL-Teams) behandelt wurden, widmet sich der Schlussteil der Monitoring-Funktion des Boards nach dem Motto „Keep it controlled“.

Martin Hilb

Kapitel 7. Herangehensweise und Anwendung anhand eines Beispiels

Ziel dieses Kapitels ist es, Gründern den Umgang mit dem und die Herangehensweise an das Recht anhand eines Beispielfalls zu veranschaulichen. Im Rahmen dieses Beispiels konstruiert eine heterogene Gruppe natürlicher und juristischer Personen die rechtliche Grundlage für die Umsetzung eines technikbasierten Geschäftsmodells. Gezeigt werden soll, wie das bis zu dieser Stelle Dargestellte dabei helfen kann, neben den entscheidenden technischen und betriebswirtschaftlichen Fragen auch die rechtlichen zu stellen und zu beantworten. Dabei gilt jedoch: Jede Gründungskonstellation ist anders. Deshalb gibt es keine allgemeingültigen oder immer passenden Musterlösungen. Das in diesem Kapitel konstruierte Beispiel kann und soll lediglich Denkansätze aufzeigen und anregen, als Blaupause ist es jedoch weder geeignet noch gedacht. Die im Beispiel angedachten Lösungen erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vertragsentwürfe sind nie fertig oder vollständig, weil immer noch weitere Fragen und Situationen denkbar sind, die vertraglich geregelt werden könnten.

Nicolai Schädel

Kapitel 1. Unternehmensgründung, Betriebswirtschaft und Recht

In diesem Kapitel werden zunächst einige betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt, an denen gewerbliche Unternehmen nicht vorbeikommen. Zudem soll an die Bedeutung des Rechts für die wirtschaftliche Sicht auf Sachverhalte und Szenarien und die enge Verzahnung zwischen rechtlicher und wirtschaftlicher Betrachtungsweise herangeführt werden. In diesem Sinn geht es in diesem Kapitel um die Bedeutung von Verträgen, die Aufgaben des Managements, die Grundlagen der Rechnungslegung, die Bedeutung von Liquidität und Insolvenz von bzw. für Unternehmen sowie die Planung zur Zielerreichung.

Nicolai Schädel

Kapitel 4. Gesellschaften als Unternehmensträger

In diesem Kapitel wird vermittelt, welche Gründe dafür sprechen, ein Unternehmen nicht unmittelbar selbst zu betreiben, sondern dazu eine Gesellschaft zu gründen. Dadurch werden Gesellschaften zu Unternehmern bzw. „Unternehmensträgern“ oder – insoweit synonym – „Unternehmensinhabern“. Die Gründer der Gesellschaft betreiben das Unternehmen dann nicht unmittelbar selbst. Vielmehr sind die Gründer an der Gesellschaft und damit am Unternehmensträger bzw. Unternehmensinhaber beteiligt.

Nicolai Schädel

Kapitel 5. Gesellschaftstypen und Rechtsformwahl

In diesem Kapitel wird vermittelt, welche verschiedenen Rechtsformtypen das deutsche Recht bereitstellt und welche wesentlichen Unterschiede zwischen diesen im Hinblick auf deren Eignung zum Betrieb eines gewerblichen Unternehmens bestehen. Zudem werden ausschlaggebende Kriterien für die Rechtsformwahl bei einer Unternehmensgründung dargestellt.

Nicolai Schädel

Kapitel 6. Variationen in Vergabeverhandlungen

Die gewöhnlich in Verhandlungssituationen vorliegende Informationsasymmetrie bildet das Leitmotiv dieses Kapitels; dies ist etwa der Fall in Verhandlungen, bei denen vom Hersteller produzierte Anlagen durch einen Distributor vermarktet und verhandelt werden. Dasselbe trifft auf irrational erscheinende Verhandler zu: Selten sind diese in Wirklichkeit irrational, sondern sie folgen einer versteckten Agenda. Es werden sechs Gründe für scheinbare Irrationalität analysiert, etwa dass das Gegenüber in größeren Zusammenhängen denkt, nichts zu gewinnen oder Vorurteile hat oder sich einfach als harter Verhandler präsentieren will oder muss. Für Sie ist es in einer solchen Situation essenziell, die Hintergründe zu verstehen. Vielfach liegen derartigem Verhalten verborgene Motive zugrunde; diese gilt es durch eine geschickte Fragetechnik zu ergründen, um damit verbundene Schwierigkeiten im Verhandlungsprozess aus dem Weg räumen zu können. Eine asymmetrische Verhandlungssituation kann ebenfalls vorliegen, wenn eine irgendwie geartete „Öffentlichkeit“ als nicht mit am Tisch sitzende Partei trotzdem auf die Vereinbarung Einfluss nehmen kann: Solche höheren Ebenen, die dem Ergebnis zustimmen müssen – bei Anlagenverhandlungen etwa das obere Management oder die Rechtsabteilung – können die Verhandlungsmacht entscheidend stärken.

Guido Wenski

Kapitel 7. Unsaubere Verhandlungstricks

Der Begriff Verhandlungstrick ist in diesem Buch negativ konnotiert: Darunter werden unsaubere Manöver verstanden, die den Verhandlungspartner täuschen und dadurch von seinen Zielen abbringen sollen. Für mich gilt: Unsaubere Mittel sind selbst beim harten Verhandeln tabu, und die wenigsten der beschriebenen Tricks lassen sich guten Gewissens anwenden – wobei immer die Motivation des Ausführenden für die ethische Bewertung entscheidend ist. Die Vielzahl der etwa im Internet abrufbaren Verhandlungstricks wird in diesem Kapitel im Hinblick auf Anlagenverhandlungen gesichtet und sortiert. Betrug und psychologische Kriegsführung fallen in die übelste Kategorie: Wortbruch, Compliance-Verstöße, Drohungen und Stressaufbau sind absolute No-Gos. Druck auf Positionen kann durch Deadlines oder neue Spieler erzeugt werden. Manipulative und Imponiertricks stellen eine Mischung aus unterschiedlichen Elementen dar, die andere im Hinblick auf ihre Forderungen beeinflussen sollen; hierzu zählen Flinch, Nibble, Rolling Concessions, Bogey und Red Herring. Generell gilt: Wenn man die Taktik seines Verhandlungsgegenübers aufdeckt und das laut anspricht, verhindert man meist deren weitere Anwendung.

Guido Wenski

Kapitel 1. Begriffe und Grundlagen

Bei ‚Kultur‘ wird häufig automatisch an die ‚schönen Künste‘ (Hochkultur, Kultur i. e. S.) und somit an das öffentliche Kulturangebot gedacht – kategorisch getrennt von der kommerziellen Kulturwirtschaft (in der Regel ‚Unterhaltung‘). Dabei ist der Kultursektor komplexer und differenzierter als diese Zweiteilung: Die öffentliche Unterstützung variiert in den Sparten; Rechts- und Organisationsformen sind nicht so klar aufgeteilt – und es gibt auch in den Hochkulturbereichen sowohl private kommerzielle als auch nichtkommerzielle Kulturanbieter, die z. T. staatliche oder private Förderung genießen. Der Orientierung dienen folgende drei Modelle.

Rita Gerlach-March, Lorenz Pöllmann

3. Gesellschaftsgründungen in Thailand

Wer sich in Thailand wirtschaftlich betätigen möchte, hat verschiedene Rechtsformen zur Auswahl. Neben dem Tätigwerden als Einzelkaufmann stehen Limited Companies, Partnerschaften, Joint Ventures oder die Eröffnung einer Zweigstelle, eines Repräsentations- oder eines Regionalbüros zur Verfügung.

Michael Lorenz

8. Pflichten und Haftung von Direktoren einer thailändischen Unternehmung

Die Haftung von Direktoren für Verbindlichkeiten der durch sie vertretenen Unternehmung unter thailändischem Recht entspricht vom Grundsatz her der persönlichen Haftung von Geschäftsführern nach dem deutschen GmbHG bzw. dem AktG. Als Direktoren werden nachfolgend die Mitglieder der Geschäftsleitung bezeichnet, seien es Geschäftsführer, Vorstände oder andere die Gesellschaft nach außen vertretende Organe, die im Handelsregister registriert sind.Unternehmen werden in Thailand vom Board of Directors geführt, welche vom Statutory Meeting der Unternehmensgründer gewählt werden (Sec. 1107 (6) CCC.). Dieses „Board“ ist gegenüber den Gesellschaftern als Vertreter des Unternehmens und gegenüber Dritten (dem Staat, Vertragspartnern, Mitarbeitern) als Handlungsorgan der Gesellschaft verantwortlich.

Michael Lorenz

Fußball-Stiftungen in Deutschland

Der Beitrag widmet sich der gesellschaftlichen Rolle des Fußballsports in Deutschland. Im Mittelpunkt steht der Trend, sich institutionalisiert mit Stiftungen gesellschaftlich zu engagieren, der auch vor dem deutschen Fußball nicht halt macht. Einige Mitgliedsverbände des Deutschen Fußball-Bundes treten bereits als Stifter auf. Die Vereine und Kapitalgesellschaften der beiden Lizenzligen greifen teilweise ebenfalls auf die Rechtsform der Stiftung zurück. Über ein Dutzend aktueller und ehemaliger Nationalspieler ist als Stifter engagiert. Aber warum engagieren sich Akteure des organisierten Fußballs freiwillig für gesellschaftliche Belange? Wieso institutionalisieren sie dieses Engagement mit Stiftungen? Wie sind die Stiftungen finanziell ausgestattet? Wie hoch sind ihre jährlichen Ausgaben? Welche Managementstrukturen haben sie? Wer sind die Entscheidungsträger? Welche Controlling-Aktivitäten betreiben sie? Wie berichten sie über ihre Arbeit?

Tobias Wrzesinski

27. Warum zur modernen Unternehmensführung künftig das Steuerecht gehört

Wenn Sie in Zukunft als Unternehmer weiter erfolgreich tätig sein wollen, sollten Sie nicht nur die Stärken ihres Kerngeschäfts im Blick haben, sondern auch die steigenden Anforderungen des Steuerrechts in Ihre Entscheidungen einfließen lassen.Die Anpassung der Unternehmen an wirtschaftlichen Anforderungen, wie Digitalisierung, Industrie 4.0, oder Internationalisierung gelingt oft schnell, um im Wettbewerb überlebensfähig zu bleiben. In vielen Fällen werden die damit einhergehenden internen Prozesse zu langsam an die steuerlichen Anforderungen angepasst und als sinnloser Verwaltungsaufwand gesehen. Wer hier zu unbedarft handelt, dem drohen nach einer Betriebsprüfung hohe Steuernachzahlungen oder Steuerstrafverfahren.Mit diesem Beitrag erfahren Sie, welche Prozesse Sie in Ihrem Unternehmen zukünftig im Blick haben müssen. Was sich hinter den Begriffen, wie Verfahrensdokumentation, ersetzendes Scannen oder Tax Compliance verbirgt. Wie Sie Ihre Dokumentation so aufbauen können, dass sie den anspruchsvollen Anforderungen der Finanzverwaltung Stand hält, und welche unternehmerischen Chancen sich daraus bieten.Zusammenfassend erhalten Sie konkrete Handlungsempfehlungen, wie Sie die künftigen steuerrechtlichen Anforderungen erfüllen und wie Sie diese Anforderungen für Ihr Unternehmen gewinnbringend nutzen können.

Thomas Vellante

3. Die digitale Reise des FC Bayern: Im globalen Wettbewerb und außerhalb des Platzes

Digitalisierung im Fußball

Auch der moderne Profifußball unterliegt dem Veränderungsdruck globaler Megatrends. Um im internationalen Geschäft weiter an der Spitze zu sein, muss der FC Bayern sowohl Digitalisieren als auch Internationalisieren. Mit seiner Strategie „FC Bayern 4.0“ setzt der erfolgreichste deutsche Fußballclub konsequent auf digitale Technologien, um auch in den wichtigsten außereuropäischen Märkten China und USA erfolgreich zu sein. Der Beitrag stellt zunächst das bisherige Erfolgsmodell des FC Bayern München vor. Anschließend wird die digitale Strategie des FC Bayern anhand der sechs digitalen Fähigkeiten Innovationsfähigkeit, Transformationsfähigkeit, IT Excellence, Customer Centricity, Operational Excellence und Effective Knowledge Worker beschrieben. In den weiteren Absätzen werden die internationalen Herausforderungen des FC Bayern in China und den USA sowie der Wettbewerb um den lukrativen Sportmarkt diskutiert.

Axel Uhl, Raimond Zenhäusern

2. Der CFO als Abschluss- und Bilanzierungsexperte

Die Komplexität der Unternehmensstrukturen hat unter anderem aufgrund von Internationalisierung und historisch gewachsenen Konzernverbunden enorm zugenommen. Dies erfordert einen CFO mit hoher Abschluss- und Bilanzierungskompetenz.

Matthias J. Rapp, Axel Wullenkord

1. Einleitung

Die Lernziele dieses Kapitels: Die Leser kennen verschiedene Perspektiven des Personalmanagementbegriffs. Die Leser entwickeln ein Verständnis für die strategische Bedeutung des Personalmanagements. Die Leser überblicken relevante Rahmenbedingungen, welche die Aktivitäten des Personalmanagements beeinflussen. Die Leser kennen die zentralen Zielgrößen des Personalmanagements. Die Leser überblicken die Inhalte des vorliegenden Lehrbuchs und können die Systematik ihrer Darstellung nachvollziehen.

Ruth Stock-Homburg, Matthias Groß

15. Entrepreneurial Monitoring

Wenn Entrepreneure an Monitoring und Rechnungswesen denken, fallen ihnen rasch Fragen der Buchhaltung ins Auge, die sie oft wenig interessieren. Ganz anders ist die spannende Frage, wie man nahezu täglich kontrollieren kann, ob sich das Jungunternehmen auf einem zielführenden Weg befindet. Dies steht im Zentrum des Entrepreneurial Monitorings. Entrepreneure brauchen in der Regel keine aufwändigen Controlling-Systeme, sondern schlanke Cockpits, die mittels weniger Schlüsselgrößen tagesaktuelle Daten liefern. Das Kapitel zeigt, wie Gründer die gesetzlichen Mindeststandards des Reportings in Sachen Bilanzierung und Erfolgsrechnung erfüllen können. Der Fokus liegt aber auf dem Startup-Monitoring durch spezifische Scorecards und dem in jüngster Zeit vermehrt im Startup-Sektor genutzten OKR-Ansatz. Er steht für „Objectives & Key Results“. Beim Monitoring wird der Blick nicht nur nach innen, sondern auch auf zentrale marktrelevante Größen wie Customer Lifetime Value oder Kundenakquisitionskosten gerichtet.

Jörg Freiling, Jan Harima

1. GuV und Bilanz

Bei der von mir gewählten Gesellschaft (GmbH) handelt es sich um eine Baufirma (Fokus Gebäude und Hallenbau), übrigens aus dem südlichen Baden-Württemberg. Die Abschlüsse sind schon einige Jahre alt und von mir ein wenig abgeändert.Die Zahlenlage ist aber klasse für das, was ich Ihnen zeigen will und werde.Was Sie hier dann finden werden, ist ein HGB-Abschluss. Die GuV ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgebaut.

Bernd Heesen

5. Verordnungstexte

Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teil A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen – Fassung 2019

Corinna Contag, Stephan Götze

Lösungen aus der Wirtschaftslehre

B und C (vgl. § 1643 Abs. 1 in Verbindung mit § 1822 Nr. 8 BGB, § 108 Abs. 1 BGB) § 108 BGB (Vertragsschluss ohne Einwilligung)

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Marion Leuenroth

Kapitel 7. Weiterentwicklung des IFRS 8

Im März 2017 veröffentlichte das IASB den Exposure Draft (ED/2017/2) „Improvements to IFRS 8 Operating Segments – Proposed amendments to IFRS 8 and IAS 34“ mit dem Ziel der Weiterentwicklung von IFRS 8.

Franz Zinser

Kapitel 2. Grundlagen der Segmentberichterstattung

Die Unternehmensrechnung stellt ein System zur Bereitstellung von Informationen dar, welches der mengen- und wertmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Dokumentation des unternehmerischen Geschehens sowie der wirtschaftlichen Beziehung des Unternehmens zu seinem Umfeld dient. Hierdurch sollen dessen Adressaten bei der Beurteilung von Handlungsalternativen und dem Treffen sowie der Durchsetzung von Entscheidungen unterstützt werden. Einen wesentlichen Teilbereich der Unternehmensrechnung bildet das Rechnungswesen, das die Finanzbuchhaltung, die Kosten- und Erlösrechnung sowie die Finanzrechnung umfasst.

Franz Zinser

J

„Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen.“ Das ist die Buchführungspflicht gemäß HGB § 238.

Wolfram Klitzsch

S

Der „Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ (SVR) heißt auch „Rat der Wirtschaftsweisen“.

Wolfram Klitzsch

K

Kalkulation ist die Ermittlung der Preisuntergrenze eines Produkts (oder einer Dienstleistung).

Wolfram Klitzsch

Z

Die Zahlungsbilanz eines Landes ist eine Aufzeichnung aller wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern in einem Jahr. Mit Inländern und Ausländern sind Personen und Unternehmen gemeint.

Wolfram Klitzsch

B

Bad Bank heißt „schlechte Bank“.Eine Bad Bank wird als reine Abwicklungsbank gegründet und übernimmt die weitgehend wertlosen Wertpapiere und Kreditforderungen der (normalen) Bank, damit die normale Bank mit ordentlichen Wertpapieren und normalem Geschäft weiterarbeiten kann.

Wolfram Klitzsch

G

US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) sind Bilanzierungsvorschriften wie das deutsche HGB (Handelsgesetzbuch) und die IFRS (International Financial Reporting Standards).

Wolfram Klitzsch

Public Corporate Governance

Public Corporate Governance (PCG) befasst sich mit dem Ordnungsrahmen und der praktizierten Steuerung von Organisationen der öffentlichen Hand mit selbstständiger Wirtschaftsführung. Empirische Studien zur Anzahl von Beschäftigten, Investitionssummen, Verschuldung sowie zu Defiziten bei der PCG verdeutlichen die Relevanz des Themas in der Diskussion um Verwaltungsreformen und Staatsmodernisierung. Der Beitrag veranschaulicht Grundsachverhalte der PCG und gibt einen Überblick über wesentliche Instrumente sowie Entwicklungsperspektiven.

Ulf Papenfuß

Öffentliches Rechnungswesen

Die Modernisierung des öffentlichen Rechnungswesens in Deutschland begann auf kommunaler Ebene vor ca. 20 Jahren. Seit Mitte dieses Jahrzehnts hat die Mehrzahl der deutschen kommunalen Gebietskörperschaften sowohl das Haushalts- als auch das Rechnungswesen auf Basis des Ressourcenverbrauchskonzepts umgestellt. Auf der staatlichen Ebene dominiert weiterhin das Geldverbrauchskonzept, da bislang lediglich vier von 16 Bundesländern eine Modernisierung des Rechnungswesens begonnen bzw. bereits abgeschlossen haben. Zudem hat lediglich Hamburg auch das Haushaltswesen im Sinne des Ressourcenverbrauchskonzepts modernisiert.

Berit Adam

5. Vertriebsinformationssysteme (VIS)

Die Vertriebsinformationssysteme bilden das Fundament des Entscheidungsprozesses im Vertrieb. Sie liefern Vertriebscontroller und Management die Unterstützung, um die notwendigen Entscheidungen kurzfristig und effizient treffen zu können. Was heute als selbstverständlich gilt, war in der Vergangenheit nicht gegeben. Früher waren Planungen, die heute sehr kurzfristig möglich sind, aufwendig und schwer zu überarbeiten. Die gestiegenen Anforderungen an Vertriebsleitung und Controlling durch stark fluktuierende Märkte machten die Weiterentwicklung der Vertriebsinformationssysteme unerlässlich.

Mario Pufahl

Kapitel 8. Geschäftsführung und Aufsichtsrat in Kliniken

Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat bestimmen die Geschäftspolitik eines Krankenhauses maßgeblich und sind somit hauptverantwortlich für die erfolgreiche Ausrichtung einer Klinik. Nicht selten und insbesondere aufgrund von unterschiedlichen Interessenslagen treten hierbei Konflikte zwischen den beiden Unternehmensorganen auf, die bei verhärteten Fronten schlimmstenfalls zum völligen Stillstand führen können. Dies kann in einem turbulenten Krankenhausumfeld fatale Folgen für das Klinikum haben, da so betriebswirtschaftlich und medizinisch wichtige Entscheidungen nicht getroffen und folglich auch nicht umgesetzt werden können. Wichtig ist es daher, dass beide Unternehmensorgane an einem Strang ziehen und kooperativ zusammenarbeiten. Nur so kann die komplexe Aufgabe der Klinikführung gelingen.

Tobias Nemmer

1. Das Krankenhaus – ein Sonderfall mit Sonderregelungen

Zu Beginn dieses Buches werde ich das Krankenhausumfeld ein wenig näher beleuchten ein wenig beleuchten und Ihnen damit auch die Notwendigkeit von durchgehenden Analysen des (eigenen) Zahlenwerkes aus unterschiedlichen Perspektiven vor Augen führen.

Bernd Heesen

3. Analyse mit Kennzahlen Check-Liste

Ab jetzt geht es in die Tiefe. Wir werden mittels Kennzahlen das KGS weiter ‚zerlegen‘, um unser Verständnis um die ausgewiesene Situation des Krankenhauses zu schärfen.

Bernd Heesen

2. Das Haus und die Abschlüsse

Bei dem von mir gewählten Krankenhaus handelt es sich um ein größeres Haus im Süden Deutschlands. Die Abschlüsse sind recht aktuell, allerdings habe ich wie immer, wenn mit Originalzahlen gearbeitet wird, natürlich einige Zahlen und Zusammenhänge abgeändert. Damit wird einerseits der Schutz des Krankenhauses gewährleistet und andererseits kann ich so Sachverhalte, die von Relevanz sind und ich daher darstellen will, in idealer Weise zahlenmäßig vorbereiten.

Bernd Heesen

Kapitel 9. Nachhaltige Agrarwirtschaft – ein holistischer Ansatz für Boden, Pflanze und Mensch

Der Landwirtschaft kommt bei der Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse und der Einflussnahme auf die Erreichung der Sustainable Development Goals der Agenda 2030 eine zentrale Bedeutung zu. Ob landwirtschaftliche Aktivitäten hierbei die Rolle des Problemverursachers oder des Problemlösers einnehmen, hängt davon ab, ob es gelingt, nachhaltige Bewirtschaftungsansätze weiterzuentwickeln und konsequent umzusetzen.Ein umfassender agrarwirtschaftlicher Ansatz hat den Aspekten von Lebensmittelqualität, Lebensmittelproduktion und Lebensmittellogistik Rechnung zu tragen. Bei der Beurteilung der resultierenden Nachhaltigkeitswirkung sind sowohl Primäreffekte (Schaffung einer gesunden, ausreichenden Lebensmittelversorgung) als auch ökologische und sozio-ökonomische Sekundäreffekte zu berücksichtigen.Ein ausführlich beschriebener Praxisfall liefert eine ermutigende Erkenntnis: Qualitative und quantitative agrarwirtschaftliche Zielsetzungen stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern sind miteinander vereinbar, lassen sich gemeinsam erreichen.

Barnim G. Jeschke, Harald Breinlinger

Kapitel 2. Geld- und Vermögensanlage

Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2019 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 3. Kreditgeschäft

Die Finnberg & Co., Alarm- und Sicherheitstechnik OHG beabsichtigt, ihren Fuhrpark zu erneuern. Zu diesem Zweck sollen drei neue Pkw im Gesamtwert von 100.000,00 EUR angeschafft werden. Da die alten Pkw in Zahlung genommen werden und die Finnberg & Co. OHG mit dem Händler günstige Konditionen ausgehandelt hat, rechnet die Geschäftsführung mit einer Investitionssumme in Höhe von 60.000,00 EUR.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 6. Geld- und Vermögensanlage

Abgezinster Sparbrief: Festlegungszeitraum: 1 bis 6 Jahre Liquidität: Während der Laufzeit ist die Rückzahlung ausgeschlossen; Beleihungsmöglichkeit Zinsgutschrift und Anfall der Abgeltungssteuer am Ende der Laufzeit

Wolfgang Grundmann

Kapitel 2. Wirtschaftskybernetische Modellbildung

Während bei der Begründung der wissenschaftlichen Grundlagen der Kybernetik zunächts die erkannten Analogiebeziehungen in Bezug auf Regelungs- und Informationsprozesse in der lebenden Natur und in Automaten die entscheidende Rolle spielten, setzte die Interpretation ökonomischer Sachverhalte aus kybernetischer Sicht und erst Ende der 50iger, Anfang der 60iger des vorigen Jahrhunderts ein.

Siegfried von Känel

Eskalation und Dialog. Konturen eines friedlichen Miteinanders

In einem Einwanderungsland wie Deutschland kommt es in Folge der Zuwanderung zur Ausbildung neuer Konfliktlinien und auch ein insgesamt höheres Konfliktpotenzial zeichnet sich ab. Die Zunahme von Konflikten, die als Folge gesellschaftlichen Fortschritts gedeutet werden kann, erfordert eine neue Streitkultur, um gesellschaftlichen Desintegrationsdynamiken entgegenzuwirken und Gewaltausbrüchen Vorschub zu leisten. Dabei bildet vor allem Dialog den möglichen Weg zu einer solchen und kann in Krisensituationen moderierend und beruhigend wirken und eine Streitkultur auf Grundlage demokratischer Normen etablieren. Um die Potenziale von Dialog als Mittel der Krisenintervention zu untersuchen, wird eine Krise in der ostsächsischen Stadt Bautzen im Jahr 2016 nachgezeichnet, die sich im Zuge der Fluchtzuwanderung ereignet hat und Dialog als Mittel der Krisenintervention diskutiert.

Helge Döring, Sebastian Kurtenbach

Möglichkeiten der bilanziellen Abbildung der ökonomischen Substanz als Ausfluss einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise unter Berücksichtigung des Objektivierungserfordernisses

Objektivierung, allgemein als die „Eliminierung subjektiver Elemente“ zu verstehen, ist unabhängig von der konkreten Begriffsabgrenzung in der Rechnungslegung von fundamentaler Bedeutung. Damit steht sie grundsätzlich im Spannungsverhältnis zu jeglichen zukunftsbezogenen Elementen der Bilanzierung, die aufgrund der Notwendigkeit subjektiver Einschätzungen zwangsläufig zu einer Entobjektivierung der Bilanzierung führen. Durch den Ausschluss von Verzerrungen aufgrund der willkürlichen oder manipulativen Ausübung des subjektiven Ermessens dient sie der Glaubwürdigkeit, der Rechtsklarheit und Rechtssicherheit sowie – vor dem Hintergrund der damit einhergehenden Komplexitätsreduktion – auch der Verständlichkeit der Bilanzierung.

Matthias Backes

Finanzwirtschaftliches Risikomanagement als Grundlage der Bestimmung der ökonomischen Substanz

Der betriebswirtschaftliche Risikobegriff lässt sich grundsätzlich ursachenbezogen oder wirkungsbezogen definieren.

Matthias Backes

Bilanzielle Abbildung der ökonomischen Substanz: Hedge Accounting nach IFRS

Primärzweck der Rechnungslegung nach IFRS ist laut Rahmenkonzept (RK) die Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen für die Abschlussadressaten. Angesichts divergierender Informationsbedürfnisse bedarf es dabei einer Konkretisierung des Adressatenkreises. Das IASB definiert bestehende sowie potenzielle Eigenkapitalinvestoren und Fremdkapitalgeber als sog. Primäradressaten, die Rechnungslegungsinformationen zur Investitionsentscheidung benötigen. Die Informationsansprüche der Primäradressaten werden dabei gleich gewichtet und gegenüber anderen denkbaren Adressaten, wie z.B. dem Fiskus oder der allgemeinen Öffentlichkeit priorisiert.

Matthias Backes

Bilanzielle Abbildung der ökonomischen Substanz: Bewertungseinheiten nach handelsrechtlichen GoB

Der handelsrechtliche Jahresabschluss ist nach den GoB aufzustellen (§ 243 Abs. 1 HGB) und dient der Konkretisierung von Informations- und Gewinnansprüchen zur Wahrung der gesellschafts- und öffentlich-rechtlichen Schutzzwecke. Gewinnansprüche können in Form von Gewinnzuweisungs- und Gewinnausschüttungsansprüchen auf gesetzlicher oder vertraglicher Basis entstehen. Dabei sind einerseits die Gewinnberechtigten vor Gewinnverkürzungen zu schützen. Andererseits bedarf es aus Sicht der Gesellschaft und insbesondere der Gläubiger auch eines Schutzes vor substanzgefährdenden überhöhten Ausschüttungen.

Matthias Backes

Grundsatz der Abbildung der ökonomischen Substanz in der Rechnungslegung

Der Grundsatz der Abbildung der ökonomischen Substanz eines Ereignisses oder einer Transaktion ist sowohl in den IFRS als auch im deutschen Handelsbilanzrecht verankert. So erfordert die tatsachengetreue Darstellung (Faithful Representation) als qualitatives Merkmal entscheidungsnützlicher Informationen eine Priorisierung der Substanz gegenüber der rechtlichen Form und etabliert damit den sog. Substance-over-Form-Grundsatz explizit im Rahmenkonzept (RK) der IFRS. Im Rahmen der handelsrechtlichen GoB ist eine als Ausdruck der teleologischen Auslegung des Gesetzes verstandene wirtschaftliche Betrachtungsweise ohnehin „konstitutiv für das gesamte Bilanzrecht“.

Matthias Backes

Konflikte der Interpretation der ökonomischen Substanz in der Rechnungslegung

Die Diskussion des Verhältnisses von Substanz und Form ist nicht auf den Bereich der Bilanzierung beschränkt, sondern hat ihren Ursprung vielmehr in der Philosophie. In einem ontologischen Denkmuster ist die Existenz eines Objekts losgelöst von dessen Wahrnehmung. Dies impliziert das Vorhandensein einer zugrundeliegenden Wirklichkeit, mithin der wahren Substanz eines Objekts, die unabhängig ist von Umständen jeglicher Art, insbesondere von der Perspektive des Betrachters. Das zentrale Problem besteht jedoch in der Bestimmung der unabhängigen Substanz eines Objekts.

Matthias Backes

Kapitel 3. Ideenformulierung

Die folgenden Ausführungen befassen sich mit dem ersten Erfolgsfaktor eines jeden zu gründenden Unternehmens für die Phase der Ideenformulierung: dem Gründer bzw. dem Gründerteam und dessen bzw. deren Beschreibung im Rahmen der Erstellung eines Businessplans. Durch diesen Businessplan erfährt die Gründungsidee eine schriftliche Formulierung bzw. Darstellung. Entsprechend sind die nachfolgenden Punkte Bestandteile dieses Plans. Dabei stehen folgende Fragen für den Faktor „Management“ im Mittelpunkt der Betrachtungen, deren Antworten zugleich auch die Lernziele darstellen: Welche allgemeinen Informationen müssen zu den Gründern hinsichtlich deren Qualifikation und Vision im Rahmen eines Businessplans gemacht werden? Wie sieht die Aufgaben- bzw. Rollenverteilung zwischen den Gründern aus und welche Beteiligungsverhältnisse liegen vor? Wie gestaltet sich die Organisation innerhalb des Gründerteams und welche Regeln gilt es hierbei zu beachten?

Tobias Kollmann

16. Der integrierte Gesamt-Wirtschaftsprüfer (1980)

Der Beginn der 80er-Jahre steht im Zeichen der Harmonisierung der Rechnungslegung in Europa und der entsprechenden nationalen Verformungsbemühungen. „Harmonisierung“ hat nichts mit „Gleichmacherei“ und nur wenig mit „Vereinheitlichung“ zu tun. Der aus der Musiklehre entlehnte Begriff „mit Begleitakkorden versehen“ bedeutet hier „komplexer gestalten, zur Komplikation führen“.

Sebastian Hakelmacher

17. Die bilanzielle Entsorgung für die 90er-Jahre (1988)

Mit der Verformung der vierten und siebten EG-Leidlinie zur Dämonisierung der Rechnungslegung in deutsches Recht ist die Wende zur rechnungslegenden Marktwirtschaft weitgehend vollzogen. Angesichts der erstmals zum 31.12.1987 anzuwendenden neuen Vorschriften des Bilanzrichtliniengesetzes (BiRiLiG), die etwa 300.000 Kapitalgesellschaften treffen, fordern weitblickende Politiker anstelle nicht finanzierbarer Konjunkturprogramme solide Inventurprogramme.

Sebastian Hakelmacher

18. Wirtschaftsprüfung 2000 – Risiken und Chancen für Wirtschaftsprüfer ohne Furcht und Tadel (1995)

Die rasanten Umweltveränderungen am Ende des zweiten Jahrtausends unserer Zeitrechnung fordern in der Wirtschaftsprüfung erhöhte Wachsamkeit und vorausschauendes Denken. Wirtschaftsprüfer, die über den nächsten Abschlussstichtag hinauszublicken vermögen, müssen sich intensiver als bisher über die Zukunft ihres Berufsstandes Gedanken machen.

Sebastian Hakelmacher

20. Der Prüfungsbericht als sprachliches Kunstwerk

Die Krönung deutscher Prüfungskunst ist der Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Der Prüfungsbericht wird auch als der konstruktive Teil der Prüfung bezeichnet und strotzt vor altbewährter Tradition.

Sebastian Hakelmacher

22. Vom simplen Jahresabschluss zur anspruchsvollen Kapitalflussrechnung

Den „aristokratischen Berufsanforderungen“ an den Wirtschaftsprüfer konnte der simple Jahresabschluss auf die Dauer nicht genügen. Daher wurde die Kapitalflussrechnung als eindrucksvolle Ergänzung des Jahresabschlusses entwickelt und propagiert.

Sebastian Hakelmacher

19. Aktuelle Umtriebe bei Corporate Governance und Rechnungslegung (2004)

Die Frequenz großer Bilanz- und Managementskandale hat wie die Häufigkeit von Naturkatastrophen in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Vorgestellt werden Entschließungen und Verhaltensgrundsätze, die beiden Übeln Einhalt gebieten sollen. Behandelt werden auch die Arten der Rechnungsleger und die ominöse Welt der IFRS.

Sebastian Hakelmacher

3. Die Rechnungslegung von Spitzenleistungen

Das Primat der Rechnungslegung für Unternehmen aller Größen und Rechtsformen wird uneingeschränkt von den Normengebern (Standardsetzer, Gesetzgeber), den Bilanzkontrolleuren (Abschlussprüfer, Enforcer) und bilanzfesten Hochschullehrern eingefordert. Alles deutet darauf hin, dass die Rechnungslegung die unternehmerische Kreativität weit mehr beflügelt als so banale Probleme wie Zahlungsfähigkeit oder Ertragslage des Unternehmens.

Sebastian Hakelmacher

12. Corporate Governance oder die korpulente Gouvernante

Moderne Wirtschaftswissenschaftler geben wirtschaftlichen Banalitäten ihre tiefere Bedeutsamkeit durch anglo-amerikanische Begriffe, die in immer kürzer werdenden Zyklen produziert und global vermarktet werden. Ein solcher Glücksfall ist der Begriff „Corporate Governance“.

Sebastian Hakelmacher

10. Anwendungen in ERP-Systemen

Dieses Kapitel erläutert, wie Anwendungen in ERP-Systemen Unternehmensprozesse unterstützen und automatisieren können. Es werden sowohl sektorneutrale als auch sektorspezifische Anwendungen vorgestellt. Abschließend wird darauf eingegangen, wie ERP-Systeme als Standardsoftwareprodukte in Unternehmen einzuführen sind.

Prof. Dr. Paul Alpar, Prof. Dr. Rainer Alt, Prof. Dr. Frank Bensberg, Prof. Dr. Peter Weimann

Kapitel 4. Coaching

Eines dürfen Sie von einem Coaching nicht erwarten: Dass es Ihnen hilft, Ihnen Lösungen präsentiert und dass es Ihnen zeigt, wie Sie das Ganze umsetzen. Das kann ohnehin niemand leisten außer Sie selbst. Dabei wird das Coaching Sie allerdings unterstützen – mit Erfahrung.

Lothar Volkelt

Die Rolle des Controllers im Prozess der Geschäftsmodellinnovation

Globalisierung, zunehmende Volatilität von Märkten, steigender Wettbewerbsdruck, kürzere Produktlebenszyklen, der Wunsch der Individualisierung von Kundenbedürfnissen sowie der Megatrend Digitalisierung fordern derzeit die Unternehmen wie selten zuvor und machen eine – zumindest partielle – Veränderung der bestehenden Geschäftsmodelle unumgänglich. In diesem Zusammenhang haben sich auch die Tätigkeitsbereiche einzelner Berufe markant gewandelt. So nimmt das Controlling im Kontext des Gesamtunternehmens zunehmend eine Schlüsselfunktion ein.

Wolfgang Hora, Norbert Kailer

CSR als Risikomanagement-Tool

In der Unternehmenspraxis hat Risikomanagement eine unbestritten hohe Bedeutung. In einer kürzlich veröffentlichten Studie, in der CFOs zu Risikomanagement befragt wurden, gaben fast 90 % der befragen Manager an, Risikomanagement zu betreiben, um damit die erwarteten Cashflows absichern zu können. Mehr als 80 % sahen in Corporate Risk Management eine Möglichkeit, unerwartete Verluste zu vermeiden, und über 70 % stimmten zu, Risikomanagement als Tool einzusetzen, um die Cashflow-Schwankungen einzudämmen.

Eva Wagner

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Rolle des Controllers

Digitalisierung wird in der Wissenschaft und Praxis als maßgebendes Thema der Zukunft diskutiert. Der Themenkomplex Digitalisierung und dessen Auswirkungen lassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Digitalisierung bedeutet nicht nur die Umwandlung von analogen in digitale Darstellungen, sondern umfasst aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Veränderungen des Kundenverhaltens und der Märkte durch digitale Technologien, sowie den notwendigen Wandel von Geschäftsmodellen, Wertschöpfungsketten und Organisationsstrukturen in den Unternehmen.

Tanja Wolf, Melanie Heidlmayer

Management von Marktpreisrisiken — die Rolle des Einkaufs

Plötzliche Preiserhöhungen im Einkauf können Unternehmen in große Schwierigkeiten bringen. Der vorliegende Beitrag zeigt, dass die Verletzbarkeit des finanziellen Gleichgewichts eines Unternehmens durch Preisschocks im Einkauf kein Schicksal ist, sondern durch geschicktes Einkaufsverhalten eingedämmt werden kann. Anhand von acht beispielhaften Modellrechnungen werden die komplexen Zusammenhänge zwischen Marktpreisänderungen, Timing bei den Verkaufsabschlüssen und dem Einkaufsverhalten dargestellt. Hierdurch wird deutlich, inwieweit das finanzielle Risiko für das Unternehmen durch das jeweilige Einkaufsverhalten beeinflusst wird. Die behandelten Strategien zur Risikoreduzierung umfassen das Spektrum von einfachen Back‐to‐back‐Methoden bis hin zum Hedging mit Finanzderivaten. Mithilfe von Computersimulationen wird die Wirkung der jeweiligen Strategien berechnet. Abschließend liefert der Beitrag konkrete Hinweise für den Einkauf bezüglich der Planung und Steuerung des Managements von Marktpreisrisiken.

Thomas Wellenreuther

Kapitel 2. Recherchefreiheit und ihre Grenzen

Zu den Existenzgrundlagen einer freiheitlichen Demokratie gehören Massenmedien, die das Publikum mit den Informationen versorgen, die die Bürgerinnen und Bürger benötigen, um sich auf rationale Weise eine eigene Meinung zu allen wichtigen Angelegenheiten der Gemeinschaft zu bilden. Diesen Teil ihrer „öffentlichen Aufgabe“ können die Medien nur erfüllen, wenn sie ihrerseits die Möglichkeit haben, sich die erforderlichen Informationen zu beschaffen.

Udo Branahl

Kapitel 2. Universitätsverwaltungen im Spiegel deutscher Hochschulreformen

Der Begriff Reform leitet sich von dem lateinischen Wort „reformare“ ab und lässt sich mit Umgestaltung oder „in eine neue Form bringen“ (Gärditz 2009: 10) übersetzen. Eine Hochschulreform bezeichnet somit eine planvolle Umgestaltung von Hochschulen bzw. eines Hochschulsystems. Dies macht eine Reform soziologisch zu einer spezifischen Form sozialen Wandels, denn es handelt sich um einen intendierten und gesteuerten Veränderungsversuch, der in einem Reformdiskurs ausgehandelt wird. Eine Hochschulreform geht demnach über einen einfachen Plan hinaus, weil zusätzlich Maßnahmen ergriffen werden, diesen Plan auch umzusetzen. Welche Maßnahmen dies im Detail sind, ist ein Ergebnis des Hochschulreformdiskurses.

Michael Borggräfe

Kapitel 23. Digitale Gestaltung innovativer Gesundheitsnetzwerke – Erfolgreiches Netzwerkmanagement im Gesundheits- und Dienstleistungssektor

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland steht durch die alternde Bevölkerung und sektorale Trennung der Leistungserbringer vor großen Herausforderungen. Um auch zukünftig den Bedarf an gesundheitlichen, medizinischen und pflegerischen Leistungen decken zu können, benötigt es neue Versorgungskonzepte. Ein Lösungsansatz dafür können Netzwerke als Organisationsform sein, um die verschiedenen Leitungserbringer zusammenzubringen und bessere gesundheitliche Versorgung leisten zu können. Dabei kann auch die Digitalisierung wertvollen Zusatznutzen bringen. Durch digitale Vernetzung können im Netzwerkmanagement noch mehr Potenziale genutzt und die Netzwerkarbeit unterstützt und optimiert werden. Der Beitrag zeigt auf, wie Netzwerkmanagement sinnvoll anhand der vier Kernfunktionen Netzwerkinfrastruktur, Netzwerkgovernance, Netzwerkmoderation und Netzwerkpromotion nachhaltig etabliert und effizient gestaltet werden kann.

Christoph Buck, Simone Burster, Serkan Sarikaya, Julia Thimmel, Torsten Eymann

Kapitel 5. Inventur, Inventar und Bilanz

Im Rahmen dieses Kapitels schaut sich der motivierte Einzelunternehmer Sommerweizen nochmals die Zusammenhänge zwischen Inventur, Inventar und Bilanz an. Er hat diese zwar schon einmal im Rahmen seines Selbststudiums bei der Buchführung betrachtet, ist aber gerne bereit, die Thematik zu wiederholen, um sicher zu gehen, dass er alles richtig verstanden hat und die relevanten Fachbegriffe sicher beherrscht. Im Anschluss wird er sich anhand von Kontrollfragen und Übungen einen Überblick über seinen aktuellen Kenntnisstand verschaffen.

Karin Nickenig

Kapitel 4. Einführung in die Grundlagen der Bilanzierung

Im Rahmen dieses Kapitels wird zunächst auf die allgemeinen Grundlagen zur Bilanzierung eingegangen. Carlo Sommerweizen informiert sich zunächst über die unterschiedliche Zielsetzung von Handels- und Steuerbilanz. Die Aufgaben der Bilanzierung und die Adressaten des Jahresabschlusses sind Themen, mit denen sich der motivierte Autohändler im Vorfeld auseinandersetzt. Um möglichst umfassend informiert zu sein, schaut er sich noch einige Spielregeln zur Bilanzierung an und mögliche Fehlerquellen, die bei der Jahresabschlusserstellung relevant sein können. Alle Informationen festigt Carlo Sommerweizen im Rahmen von Kontrollfragen und Übungen.

Karin Nickenig

Kapitel 2. Von der Buchführung zur Bilanz

Carlo Sommerweizen erinnert sich noch an sein Selbststudium im Rahmen der Buchführung. Er weiß, dass er stets alle betrieblichen Geschäftsvorfälle nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchführung zu erfassen hat. Nun geht er hier einen Schritt weiter und führt die über das Wirtschaftsjahr hinweg gesammelten Daten zu einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zusammen. Die Bestandteile des Jahresabschlusses wertet er im Anschluss, also nach Erstellung, mit Hilfe von ausgewählten Kennziffern aus, um zu einem späteren Zeitpunkt sinnvolle Entscheidungen im Interesse seines Unternehmens treffen zu können. Carlo Sommerweizen wird auch in diesem Themenabschnitt Lernkontrollen und Übungsaufgaben bearbeiten, um von seinem neu erworbenen bzw. aufgefrischten Wissen lange Zeit Gebrauch machen zu können.

Karin Nickenig

Kapitel 3. Gewinnermittlungsmethoden

Carlo Sommerweizen wiederholt in diesem Kapitel einige ausgewählte Gewinnermittlungsmethoden, die dazu dienen, den betrieblichen Erfolg (Gewinn oder Verlust) zu ermitteln. Er schaut sich den Betriebsvermögensvergleich, die Einnahmen-Überschuss-Rechnung und die Schätzung an. Obwohl er sich im Rahmen seiner Studien zur Buchführung mit diesem Thema schon einmal auseinandergesetzt hat, wiederholt er dieses, um sicher zu sein, dass er auch nichts falsch verstanden hat.

Karin Nickenig

Kapitel 8. Bewertung des Anlagevermögens

Carlo Sommerweizen beschäftigt sich in diesem Kapitel nun endlich mit der Bewertung von Anlagegütern. Nicht nur die Zugangsbewertung und der Abgang interessieren den motivierten Unternehmer, sondern auch die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, welche anhand von Beispielen kurz erläutert werden. Auch die Erfassung der Geringwertigen Wirtschaftsgüter (kurz: GWG) in der Buchführung mit den steuerlich eingeräumten Wahlmöglichkeiten interessiert ihn sehr. Da für ihn überwiegend die handelsrechtlichen Regelungen von Bedeutung sind, schaut er sich in diesem und auch in den folgenden Kapiteln nur in Einzelfällen, wie z. B. bei den Geringwertigen Wirtschaftsgütern, die steuerlichen Vorschriften an. Im Anschluss an seine Recherche wird sich Sommerweizen anhand von Kontrollfragen und Übungen einen Überblick über seinen aktuellen Kenntnisstand verschaffen.

Karin Nickenig

Kapitel 9. Bilanzierung ausgewählter Positionen des Umlaufvermögens

Carlo Sommerweizen widmet sich in diesem Kapitel ausgewählten Sachverhalten zur Bewertung des Vorratsvermögens und der Forderungen. Er geht bei seiner Recherche auch auf mögliche Bewertungsmethoden wie Verbrauchsfolgeverfahren (LiFo- und FiFo-Verfahren) sowie dem Durchschnittswertverfahren ein.Alle behandelten Themen werden anhand von Kontrollfragen und Übungen vertieft und gefestigt.

Karin Nickenig

Kapitel 1. Carlo Sommerweizen e. K. – ein motivierter Unternehmer stellt sich vor

Carlo Sommerweizen ist ein motivierter und mittlerweile erfolgreicher Unternehmer aus dem Rheinland. Er betreibt ein gut gehendes Autohaus mit angeschlossener Werkstatt (Firma: „Carlo Sommerweizen e. K.“). Nachdem sich Sommerweizen bereits mit den Grundlagen des Steuerrechts und auch der Buchführung vertraut gemacht hat, möchte er nun einen Schritt weitergehen und sich mit den wesentlichen Kenntnissen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung beschäftigen. Er weiß noch aus seiner Schulzeit, dass es stets wichtig ist, nicht nur neue Dinge zu erlernen, sondern auch die bisher erworbenen Kenntnisse wieder aufzufrischen und gegebenenfalls zu aktualisieren. Auf seiner Reise durch die Jahresabschlusserstellung begleiten ihn neben seinem Steuerberater auch einige Freunde und Bekannte, die ihm hilfreiche Hinweise und Beispiele liefern. Sommerweizens Ziel besteht darin, in einfachen und nachvollziehbaren Schritten zu erfahren, aus welchen Bestandteilen ein Jahresabschluss besteht, wie ein solcher erstellt wird und welche Auswertungen aufgrund des gesammelten Zahlenmaterials möglich sind.

Karin Nickenig

Kapitel 14. Grundlagen des Jahresabschlusses nach IFRS

Carlo Sommerweizen möchte sich abschließend noch ein wenig mit dem spannenden Thema IFRS auseinandersetzen. Er hörte davon, dass es sich hierbei um internationale Jahresabschlüsse geht und er recherchiert ein wenig zu diesem Thema, um zumindest ein Grundlagenwissen zu erwerben.

Karin Nickenig
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