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07.03.2016 | Jahresabschluss | Im Fokus | Onlineartikel

Von der E-Bilanz zu ELBA

Autor:
Sylvia Meier

Die Erstellung des Jahresabschlusses nimmt in Unternehmen und Beratung viel Zeit in Anspruch. Nach der Erstellung muss die Bilanz jedoch auch an das Finanzamt übermittelt werden.

In vielen Firmen steht es nun an: Nach der Jahresabschlusserstellung müssen die Daten auch ans Finanzamt gesandt werden Und hier kommt die E-Bilanz ins Spiel: Steuerrelevante Bilanzdaten müssen von Unternehmen elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Die E-Bilanz steht also für die Datenübermittlung. „Der Begriff führt daher zunächst in die Irre, weil mit „E-Bilanz“ eben kein drittes Rechenwerk mit eigenen Ansatz- und Bewertungsvorschriften zusätzlich zur Handels- und Steuerbilanz eingeführt wird. Außerdem muss wesentlich mehr elektronisch übermittelt werden als nur eine Bilanz.“ erklärt Springer-Autor Benjamin Feindt in seinem Buchkapitel „Schnelleinstieg E-Bilanz“.

Von der E-Bilanz sind zahlreiche Firmen betroffen. Bereits im Februar wies der Deutsche Steuerberaterverband darauf hin, dass 2015 knapp zwei Millionen E-Bilanzen an das Finanzamt übermittelt wurden.

Ist die Buchhaltungssoftware E-Bilanz-fähig? 

Viele Hersteller von Buchhaltungssoftware werben aktiv damit, dass ihre Produkte „E-Bilanz-fähig“ seien. Das ist für Unternehmen natürlich eine Erleichterung. Denn ansonsten gilt laut Feindt: „Wenn eine Buchhaltungssoftware nicht E-Bilanz-fähig ist, aber dennoch weiter genutzt werden soll, müssen die Daten aus dem Buchhaltungssystem in Übermittlungssoftware eingegeben werden.“ Händische Übertragungen sind jedoch aufwendig und nicht zuletzt fehleranfällig. Es dürfte deshalb nur noch selten vorkommen, dass Unternehmen eine Buchhaltungssoftware nutzen, die nicht auf die Voraussetzungen der E-Bilanz zugeschnitten ist.

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2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

Wenn die Buchhaltungssoftware nicht E-Bilanz-fähig ist

Es gibt durchaus Buchhaltungssoftware am Markt, die nicht E-Bilanz-fähig ist. Ob sich der Aufwand der Umstellung von einem solchen zu einem E-Bilanz-fähigen System lohnt, hängt von dem Aufwand ab, den der Unternehmer für Datenmigration, Schulung und

Auch wenn dank moderner Software Unternehmen hier Unterstützung finden: Das Rechnungswesen muss sich dennoch immer wieder fragen: Was hat sich geändert bei der E-Bilanz? Müssen Anpassungen vorgenommen werden? Das Unternehmen steht nach wie vor in der Pflicht, sich mit den gesetzlichen Pflichten auseinanderzusetzen. Das Bundesfinanzministerium hat deshalb Anfang des Jahres auf Änderungen bei der E-Bilanz hingewiesen. Die meisten Änderungen betreffen redaktionelle Anpassungen und die Umsetzung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG).

E-Bilanz wird weiterentwickelt

Der E-Bilanz steht jedoch eine weitere interessante Entwicklung bevor: ELBA. Mithilfe dieses Projektes sollen Kreditprozesse künftig digitalisiert werden. Unternehmen müssen dann nicht mehr mit der ausgedruckten Bilanz zu ihrer Bank gehen, um einen Kredit zu beantragen. Elektronische Prozesse gelten als kostengünstiger und schneller. Außerdem sollen auch hier Fehler durch manuelle Übertragungen vermieden werden. Das soll sich auch im Kreditwesen bemerkbar machen.

Kreditprozesse sollen mit der E-Bilanz beschleunigt werden

Mit der E-Bilanz existiert bereits ein Verfahren zur elektronischen Übermittlung der Unternehmensbilanzdaten. Dieses Verfahren soll nun auch genutzt werden, damit Unternehmen ihre Daten auch an Banken und Kreditinstitute übermitteln können. Das Bundesfinanzministerium will deshalb die E-Bilanz technisch weiterentwickeln. Unternehmen sollen erste Bilanzen im zweiten Quartal 2017 digital an Banken- und Kreditinstitute übermittelt können.

Fazit: Unternehmen, die jetzt ihre Bilanzen erstellen und an das Finanzamt übermitteln, müssen Änderungen durch das BilRUG im Blick behalten. Im Hinblick auf ELBA müssen Unternehmen bei der E-Bilanz momentan noch nichts tun. Das heißt aber auch: Bisher gibt es keine einfache, digitale Lösung, wie Unternehmen die eigenen Daten – ohne manuellen Aufwand – an ihren Bank- und Kreditberater senden können.

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