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17.06.2013 | Jahresabschluss | Im Fokus | Onlineartikel

Steueroasen: Daten werden im Web veröffentlicht

Autor:
Sylvia Meier

Die Luft für Steueroasen wird dünner. Und dies nicht nur dank der zahlreichen  Maßnahmen der Politik. Eine Gruppe von Journalisten hat letzten Samstag eine Datenbank online gestellt, die offenlegt, welche Unternehmen Steueroasen nutzen.

Der Zeitpunkt ist dabei sehr glücklich gewählt-  schließlich beginnt heute der G8-Gipfel in Nordirland, der auch das Thema Steueroasen auf der Agenda hat. Mit der Datenbank „ICIJ Offshore Leaks Database“ werden die Daten von Tausenden Privatpersonen und Unternehmen öffentlich zugänglich gemacht, die eigentlich genau das Gegenteil gesucht haben – nämlich Verschwiegenheit bei ihren Geldgeschäften.

Die Datenbank selbst wurde von einem Zusammenschluss investigativer Journalisten erstellt. Laut deren Aussagen liegen ihnen rund 2,5 Millionen vertrauliche Dokumente vor, über die Schattengeschäfte verschiedener Unternehmen und Privatpersonen.

Imageschaden für Betroffene

Für Unternehmen, die fürchten müssen, in der Datenbank genannt zu werden, ist das ein Schreckensszenario. Schließlich droht ihnen der Gesichtsverlust - vor allem gegnüber Geschäftspartnern, Investoren und Kunden. Dabei muss jedoch auch beachtet werden: Nicht jede Steuerflucht ist gleichzusetzen mit Steuerhinterziehung! Sollte jedoch eine Steuerhinterziehung vorliegen, ist gute Beratung unentbehrlich. Denn noch könnte eine Selbstanzeige möglich sein.

Steuerflucht ist nicht gleich Steuerhinterziehung

Wie Auslandsvermögen aus Sicht des deutschen Steuerrechts zu beurteilen ist, beschreiben Henrik Vogel und Ellen Ashauer-Moll in „Steueroasen – Lohnende Wege in die Steuerehrlichkeit“. Dabei wird ersichtlich: Ausländische Zinseinkünfte an sich sind kaum verwerflich. Werden diese jedoch gegenüber dem Fiskus nicht erklärt, ist das alles andere als steuerehrlich.  

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