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Über dieses Buch

Balanced Scorecard, Management by Objectives, Kennzahlensteuerung, Hoshin Kanri - die Idee einer Unternehmenssteuerung durch Ziele existiert in vielen Varianten. Gemeinsam ist ihnen eine auffällige Diskrepanz zwischen versprochenen und eingelösten Steuerungserfolgen: Trotz verheißungsvoller Versprechungen ist der Praxiseinsatz dieser Instrumente vor allem durch Probleme und Mißerfolg geprägt.
Während die Verfechter der Zielsteuerung das regelmäßige Versagen von Zielsteuerungsinstrumenten auf eine mangelhafte Umsetzung zurückführen und so den ausführenden Führungskräften und Mitarbeitern anlasten, zeigt Tobias Braun, daß es die Steuerungslogik der Zielsteuerung selbst ist, die für das Versagen in der Praxis verantwortlich ist. Auf Basis psychologischer und systemtheoretischer Erkenntnisse werden der Steuerungsanspruch der Zielsteuerung und die Verwendung des Konstrukts „Ziel“ sowohl auf der Ebene der Mitarbeiterführung als auch auf der Ebene der Unternehmensführung untersucht und zentrale Mängel identifiziert, die einen Einsatz der Zielsteuerung in der Praxis nicht nur als äußerst schwierig, sondern auch als Bedrohung für den Unternehmenserfolg erscheinen lassen. Wie unverzichtbar auch immer dem einzelnen Individuum die Verwendung von Zielen als Mittel der eigenen Handlungssteuerung erscheinen mag, eine naive Übertragung dieser Idee auf die Fremdsteuerung von Mitarbeitern und die Steuerung von Unternehmen ist zum Scheitern verurteilt.
„Jenseits der Zielsteuerung“ wendet sich an Führungskräfte, die in ihrem Zuständigkeitsbereich Ziele zur Steuerung einsetzen, an Unternehmensberater, die an der Einführung und Ausgestaltung von Zielsteuerungsinstrumenten beteiligt sind und an Wissenschaftler, die sich aus theoretischer Perspektive mit den Konstrukten „Individualziel“ und „Organisationsziel“ oder Konzepten der Zielsteuerung auseinandersetzen, und versorgt den Leser mit einer kritischen Perspektive auf ein nur vermeintlich plausibles Steuerungskonzept.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Die Bedeutung von Zielen für das eigene Handeln ist für Menschen des westeuropäischen und nordamerikanischen Kulturkreises derart geläufig, daß auch die Steuerung von Unternehmen mit Hilfe von Zielen als eine Selbstverständlichkeit erscheint: Wie sollte man denn auch ohne Ziele gezielt handeln?
Tobias Braun

Kapitel 2. Die Idee Der Unternehmenssteuerung Durch Ziele

Vor einer Beschäftigung mit Konzepten der Zielsteuerung bedarf es zunächst einer begrifflichen Klärung: der Verwendung und Fassung des Zielkonstrukts in der Managementtheorie. Diese Klärung kann nicht als eine intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Denktraditionen der zieltheoretischen Forschung angelegt sein; informative Darstellungen dazu finden sich an anderer Stelle. Statt dessen soll sie – um ausgewählte Themen gruppiert – einen ersten Einblick in die Vielfältigkeit der Auffassungen in der Zielforschung bieten, um mit diesem Vorwissen in die spezielle Diskussion zur Rolle von Zielen im Rahmen der Unternehmenssteuerung einsteigen zu können. In Kauf genommen wird dabei, daß die einzelnen Standpunkte aus dem sie umgebenden Theoriezusammenhang herausgelöst werden.
Tobias Braun

Kapitel 3. Problembefunde Zur Zielsteuerung

Im vorangegangenen Kapitel könnte der Eindruck entstanden sein, daß zielbasierte Instrumente der Unternehmenssteuerung auf einem stimmigen und überzeugenden Steuerungskonzept beruhen. Angesichts der Selbstverständlichkeit der Zielsteuerungsidee und in Anbetracht des von ihr versprochenen Steuerungserfolgs, mag die Absicht einer Kritik dieser Steuerungskonzepte leicht als unangemessene „Erbsenzählerei“ erscheinen.
Tobias Braun

Kapitel 4. Verhaltenssteuerung Durch ziele Aus Psychologischer Sicht und Konsequenzen Für Eine Zielbasierte Steuerung

Obwohl eine Diskussion der Idee der Unternehmenssteuerung durch Ziele nicht die Individuen in der Organisation, sondern die Entität „Organisation“ ins Zentrum der Betrachtung zu rücken hat, bedarf eine kritische Analyse der Zielsteuerung doch mindestens in zwei Hinsichten einer Auseinandersetzung mit psychologischen Erkenntnissen.
Tobias Braun

Kapitel 5. Unternehmenssteuerung Aus Systemtheoretischer Sicht und Konsequenzen für Eine Zielbasierte Steuerung

Nachdem im vorangegangenen Kapitel die psychologische Begründungsbasis der Zielsteuerung und die Eignung der Zielsteuerung für die Verhaltenssteuerung von Mitarbeitern einer Prüfung unterzogen wurden, ist die Zielsteuerung nun aus einer Perspektive der Systemsteuerung auf ihre Eignung zur Steuerung von Unternehmen zu untersuchen. Dazu ist zunächst die Steuerungslogik der Zielsteuerung freizulegen (Kapitel 5.1), anschließend ist dieser Logik das Steuerungsverständnis aus systemtheoretischer Sicht gegenüberzustellen (Kapitel 5.2), und schließlich die Zielsteuerung auf dieser Grundlage einer kritischen Analyse zu unterziehen (Kapitel 5.3).
Tobias Braun

Kapitel 6. Zielsteuerung – Neu Gesehen

Nachdem sich das Steuerungsideal der Zielsteuerung als ungeeignet zur Bewältigung der Steuerungsanforderungen gezeigt hat, stellt sich die Frage, inwiefern und in welcher Form Zielsteuerung im Rahmen der Unternehmenssteuerung überhaupt noch eine sinnvolle Rolle zukommen kann. Ihr ist im folgenden nachzugehen, indem in 6.1 zunächst der für eine sinnvoll verstandene Zielsteuerung erforderliche Wechsel im Steuerungsparadigma präzisiert wird, anschließend in 6.2 die aus diesem Wechsel des Steuerungsparadigmas notwendig werdenden Umstellungen in der Steuerungskonzeption der Zielsteuerung skizziert werden, in 6.3 die Auswirkungen auf das Zielverständnis reflektiert werden und schließlich in 6.4 anstelle eines empirischen Nachweises der Erfolgsträchtigkeit derartiger Zielsteuerung eine vorläufige Vergewisserung ihrer Funktionsfähigkeit anhand der Funktionsfähigkeit ihrer Steuerungsprinzipien in anderen Steuerungszusammenhängen gefunden wird.
Tobias Braun

Kapitel 7. Ausblick: Zielsteuerung – Quo Vadis?

Die vorgelegten Ergebnisse lassen ernsthafte Zweifel aufkommen, ob das Loblied der klassischen Zielsteuerung auf klare, widerspruchsfreie Ziele und auf die konsequente Ausrichtung der gesamten Unternehmung mittels einer in sich geschlossenen Zielkonzeption eine erfolgversprechende Basis für Steuerung darstellt.
Tobias Braun

Backmatter

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