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Über dieses Buch

​​​Das Internet, soziale Medien und Technologien mobiler Kommunikation stehen für grundlegende Umwälzungen, die etablierte Medienorganisationen unter massiven Anpassungsdruck setzen. Neue Strukturen entstehen, die Geschäftsmodelle und Denkweisen herausfordern. Das Buch liefert eine facettenreiche Analyse der Veränderungen, die sich aus der Verbreitung digitaler Medien für Nachrichtenorganisationen und den Journalismus als Kernelement modernder Demokratien ergeben. Es behandelt die Pressekrise und diskutiert innovative Ansätze der Finanzierung und Produktion von Journalismus, der sich an den gesellschaftlichen und technologischen Realitäten des 21. Jahrhunderts neu ausrichten muss.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Journalismus in der digitalen Moderne: Einführung

Zusammenfassung
„Surfen der Zeitung die Leser davon?“, „Bürgerjournalismus contra Qualitätsjournalismus“ „Qualität unter Druck“, „Lokalzeitung 2020 – Leitmedium oder Auslaufmodell“, „Das Ende des Journalismus: Ist unsere Mediendemokratie noch zu retten?“ – eine kursorische Titelauswahl von Diskussionsveranstaltungen über Status Quo und Perspektiven des Journalismus in Deutschland ergibt ein einhelliges Bild: über Journalismus zu debattieren, bedeutete in den vergangenen Jahren vor allem Krisenbewältigung.
Leif Kramp, Dennis Ballwieser, Leonard Novy, Karsten Wenzlaff

Einsichten

Frontmatter

Vorwärts (n)immer? Normalität, Normativität und die Krise des Journalismus

Zusammenfassung
Irgendetwas ist da schiefgelaufen. Wie vorher Telegrafie, Radio und Fernsehen weckten auch die digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien euphorische Erwartungen. Im ausklingenden 20. Jahrhundert überboten sich Wissenschaft und Publizistik mit optimistischen Vorhersagen zum Wissens- und Informationszeitalter.
Leonard Novy

Profession am Scheideweg Journalismus zwischen Aufbruch und Existenzängsten

Zusammenfassung
„Sie wollen also Journalist oder Journalistin werden? Sind Sie sich da wirklich sicher? Die fetten Jahre sind vorbei.“ Die Eingangsworte der Medienjournalistin Ulrike Langer vor dem Verein junge Presse (Langer 2010) glichen mit ihrem Rekurs auf ein längst vergangenes ,goldenes Zeitalter’ einem bitteren Kassandraruf.
Leif Kramp

Vom Produkt zum Prozess

Zusammenfassung
Jahrzehntelang war der Informationsfluss der gleiche: Journalisten erhielten Pressemitteilungen geschickt oder gefaxt, Meldungen von Nachrichtenagenturen liefen über den Ticker ein, ebenso wie die Berichte der eigenen Korrespondenten, bei denen Ressortleiter oft telefonisch ihre Geschichten bestellten. Eminent wichtig für die Recherche waren persÖnliche Kontakte, die Recherche vor Ort, die oft in Reportagen, gebaute Radiobeiträge oder Fernsehnachrichten mündete.
Bernd Oswald

Zwischen Beruf und Berufung Wie sich das Bild des Journalisten wandelt

Zusammenfassung
„Ich habe mich in meinen ämtern stets rechtlich korrekt verhalten. Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig. Die Berichterstattungen, die wir in den vergangenen zwei Monaten erlebt haben, haben meine Frau und mich verletzt.“ (Wulff 2012) Nach Horst Köhler versucht mit Christian Wulff erneut ein Bundespräsident, Journalisten1 eine Verantwortung oder Teilverantwortung für seinen (erzwungenen) Rücktritt aufzuerlegen.
Jörg Sadrozinski

Ansichten

Frontmatter

Das Leben der Community

Zusammenfassung
Auf dem Höhepunkt der Debatte um den Kredit, mit dem Bundespräsident Christian Wulff sein Haus in Großburgwedel bezahlt hatte, entschloss sich die Redaktion des Freitag zu einem Experiment, das wir bis dahin noch nicht gewagt hatten. Wir räumten zwei Seiten in der Wochenzeitung frei, um dort die Debatte über Wulff zu dokumentieren, die bis dahin hauptsächlich im Internet von Mitgliedern der Freitag-Community geführt worden war.
Philip Grassmann

Woher kommen die Innovationen im Journalismus? Was Verlage von freien Journalisten lernen können

Zusammenfassung
Im März 2011 war im Wirtschaftswoche-Blog noch zu lesen, dass Medienschaffende bereits Wetten darauf abschließen, welche der großen Traditionszeitungen zuerst eingestellt wird (Mai 2011).
Simone Janson

The Open Newsroom1

Zusammenfassung
Wer sich einen digitalen Newsroom vorstellt, beschwört schnell Bilder herauf von Redakteuren, deren Augen konzentriert auf Computerbildschirme starren, ohne dass ein Wort verloren wird. In dieser Vorstellung werden Nachrichten getweetet und ganze Berichte mit nur einem Klick abgelegt.
Emily M. Olson

Warum hyperlokale Blogs so erfolgreich sind

Zusammenfassung
Was leisten Heddesheimblog, Ruhrbarone, Regensburg digital oder Prenzlauer Berg Nachrichten, was Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Mittelbayerische Zeitung, Der Tagesspiegel oder WDR, BR, RBB nicht leisten oder nicht leisten kÖnnen? Eine gute Frage, die mir die Herausgeber dieses Bandes da gestellt haben.
Hardy Prothmann

Wie Computer den Journalismus verändern

Zusammenfassung
In den ersten Tagen des Jahres 2008 gründete eine Gruppe kenianischer Blogger und Entwickler ein Werkzeug zur Aggregation von Augenzeugenberichten, da zuvor Schwierigkeiten der Wahlbeobachtung bei der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2007 auftraten.
Nicolas Kayser-Bril

Digital first. Und dann ? Die zentralen Herausforderungen für Deutschlands Medienhäuser

Zusammenfassung
Jonas Bonnier ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Der Präsident der gleichnamigen schwedischen Mediengruppe sagte Ende 2011 ein geradezu bestechend gutes neues Medienjahr voraus: „I think 2012 is going to be the best year ever in the history of media, and of Bonnier.
Ansgar Mayer

Bezahlbarer Journalismus in der digitalen Moderne

Zusammenfassung
Die Digitalisierung des Journalismus hat die alten Geschäftsmodelle gründlich in Frage gestellt. Symptomatisch dafür ist die „Content Alliance“, ein Bündnis aus privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sowie Zeitungsverlegern. Im Kontext der sogenannten ACTA-Proteste und der Debatte um das Leistungsschutzrecht wurde von dieser umtriebigen Allianz die Behauptung vorgetragen, dass die Nutzer für ihre Inhalte im Netz nichts bezahlen wollen und kein Unrechtsbewußtsein für geistigen Diebstahl im Internet hätten (Content Allianz 2012).
Karsten Wenzlaff

Aussichten

Frontmatter

Innovation | Journalismus | INNOVATION

Zusammenfassung
Innovation ist ein fürchterliches Blähwort. Wer es ausspricht und Hirn hat, will es am liebsten gleich zurücknehmen. Jeder ist innovativ heutzutage. Jeder ahnt, dass diejenigen am lautesten nach Innovation schreien, die die größten Probleme damit haben.
Stefan Plöchinger

Technologie als Chance. Auf welche Weise Smartphones, Tablets und die Medientechnologie der Zukunft journalistische Qualität sichern helfen

Zusammenfassung
Der erste Kuss, das erste Taschengeld, das erste Auto. Als Partygespräch inzwischen ähnlich gefragt – wenn auch ungleich langweiliger als der erste Kuss – ist inzwischen die erste Internetseite. Also: Die erste Seite, die ich im Netz ansteuerte, war die Homepage von Machine Head, einer Heavy-Metal-Band aus den USA.
Jens Radü

Unternehmer werden den Journalismus retten (und Sie können einer von ihnen sein)

Zusammenfassung
Erschreckt Sie der Titel? Das sollte er nicht – ich möchte Sie allerdings bitten, auf den nächsten Seiten ein bisschen weiter zu denken als sonst. In diesem Beitrag werde ich darüber diskutieren und spekulieren (und es auch ein wenig bejubeln), wie der Journalismus in eine neue ära aufbricht.
Dan Gillmor

Zur Konkretisierung der Debatte über philanthropische Finanzierungsmodelle1

Zusammenfassung
Immer noch gibt es Menschen, die Zeitungen gern in Form von bedrucktem Papier lesen. In der seit nunmehr schon Jahren grassierenden Medienkrise gelten sie vielen als hoffnungslose Nostalgiker, die in romantischer Verklärung an der Zeitung, jener Verkörperung der „Vergangenheit in der Gegenwart“ (Imhof 2008: 40), hängen.
Knut Bergmann, Leonard Novy

Der dritte Weg Warum wir stiftungsfinanzierte Medien brauchen

Zusammenfassung
Die kräftezehrenden Verwerfungen der Finanzkrise haben in den vergangenen Jahren mindestens eines bewirkt: Wir haben zu spüren bekommen, was es bedeutet, wenn systemerhaltende Pfeiler demokratischer Gesellschaften ins Wanken geraten.
Stephan Weichert

Fazit

Frontmatter

Journalismus in der digitalen Moderne: Aufbruch in eine ungewisse Zukunft

Zusammenfassung
Die mit den Umbrüchen der Gegenwart zusammenhängenden Probleme sind einerseits bestens dokumentiert, entziehen sich jedoch andererseits oberflächlichen Erklärungen und einfachen Lösungsvorschlägen: Zu dynamisch und teils widersprüchlich sind die ihnen zugrundeliegenden Entwicklungen, zu unterschiedlich die Auswirkungen für verschiedene Marktteilnehmer.
Leif Kramp, Leonard Novy

Backmatter

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