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Journalismus und Unternehmenskommunikation

Zwischen Konvergenz und Konkurrenz

  • 2022
  • Buch

Über dieses Buch

Obwohl sich Journalismus und Unternehmenskommunikation in Funktion und Selbstverständnis immer noch deutlich voneinander unterscheiden, hat die digitale Transformation für eine zunehmende Konvergenz beider Berufsfelder gesorgt. Die Frage, wie und unter welchen Voraussetzungen Öffentlichkeit erzeugt wird, stellt sich angesichts eines tiefgreifenden Medienwandels mit zunehmender Dringlichkeit. Dieses Buch beschreibt das Spannungsverhältnis zwischen beiden Feldern mit Blick auf technologische, ökonomische und praktische Aspekte. Expert*innen aus Journalismus, Unternehmen und Forschung erläutern – wissenschaftlich fundiert und anhand von zahlreichen Praxisbeispielen –, wie sich das neue Miteinander gestaltet: von den jeweils berufsspezifischen Umbrüchen über Wissensvermittlung, -transfer und Netzwerkarbeit bis hin zu neuen Businessmodellen und -strategien für beide Berufsfelder.Ein Buch für Journalist*innen, journalistische Unternehmer*innen, Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen, Studierende und praxisorientierte Wissenschaftler*innen.
Mit Beiträgen von:
• Dr. Matthias Albisser, Hochschule Luzern• Prof. Dr. Christopher Buschow, Bauhaus-Universität Weimar• Prof. Dr. Matthias Degen, Westfälische Hochschule• Prof. Dr. Alexander Godulla, Universität Leipzig• M.A. Benjamin Held, Westfälische Hochschule• Dr. Constanze Jecker, Hochschule Luzern• Prof. Dr. Florian Meißner, Hochschule Macromedia• M.A. Megan Neumann, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften• Prof. Dr. Marc-Christian Ollrog, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften• Rosanna Planer, Universität Leipzig• Prof. Dr. Lars Rademacher, Hochschule Darmstadt• Prof. Dr. Christoph Raetzsch, School of Communication and Culture• Dr. Jonas Schützeneder, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt• Prof. Dr. René Seidenglanz, Quadriga Hochschule• M.A. Hauke Serger, Bauhaus-Universität Weimar• Dr. Klaus Spachmann, Universität Hohenheim• B.A. Karoline Steinbock, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften• M.A. Maike Suhr, Bauhaus-Universität Weimar• Dr. Daniel Vogel, fög – Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft• Prof. Dr. Stefan Weinacht, Westfälische Hochschule• Prof. Dr. Cornelia Wolf, Universität Leipzig

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Einleitung

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 1. Einleitung: Neue Wege in die Öffentlichkeit

      Wie sich Journalismus und Unternehmenskommunikation verändern Henriette Heidbrink, Sebastian Pranz, Florian Stadel, Riccardo Wagner
      Das Kapitel untersucht die tiefgreifenden Veränderungen, die der digitale Wandel für Journalismus und Unternehmenskommunikation mit sich bringt. Es beleuchtet die technologischen, ökonomischen und praktischen Aspekte der Konvergenz und Konkurrenz zwischen diesen beiden Feldern. Die Plattformisierung der Öffentlichkeit und die zunehmende Bedeutung von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz werden als treibende Kräfte hinter den Veränderungen identifiziert. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Unternehmenskommunikation, die zunehmend strategische Kommunikationsinstrumente wie Newsrooms übernimmt, um die öffentliche Agenda zu gestalten. Der Text analysiert auch die ökonomischen Herausforderungen und den Wissenstransfer zwischen den beiden Feldern, sowie die ethischen und normativen Implikationen dieser Entwicklungen. Die Leser erhalten einen umfassenden Überblick über die aktuellen Trends und Herausforderungen in der Kommunikationsbranche und erfahren, wie diese beiden Berufsfelder voneinander lernen und sich gegenseitig beeinflussen.
  3. Kommunikation

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 2. Produktion multimedialer Storys in Newsrooms

      Journalistische Skills und strategisches Projektmanagement Rosanna Planer, Alexander Godulla, Cornelia Wolf
      Das Kapitel beschäftigt sich mit der Produktion multimedialer Storys in Newsrooms und der Integration journalistischer Skills mit strategischem Projektmanagement. Es definiert die Begriffe Multimedialität und Storytelling und untersucht deren Anwendung in der modernen Medienlandschaft. Durch Fallstudien und Experteninterviews werden die Herausforderungen und Potenziale dieser Formate beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf die Rezeption und den technischen Aufwand. Besonders hervorgehoben werden die strategischen Ansätze und die Notwendigkeit von Kommunikations- und Projektmanagement-Strategien in der Produktion. Das Kapitel bietet wertvolle Einblicke für Journalisten und Projektmanager, die in der Produktion komplexer, multimedialer Inhalte tätig sind.
    3. Kapitel 3. Überholt von der Realität: Formt die Nachhaltigkeitskommunikation PR der Zukunft?

      Die Unternehmenskommunikation zwischen Einfluss und Abhängigkeit in einer nachhaltigen gesellschaftlichen Transformation Riccardo Wagner
      Der Fachbeitrag beleuchtet die Herausforderungen der modernen Gesellschaft durch Industrialisierung, Globalisierung und Digitalisierung und die daraus resultierenden sozialen und ökologischen Probleme. Es wird argumentiert, dass die aktuellen Kodizes der PR, wie der Deutsche Kommunikationskodex, die neuen Anforderungen der Nachhaltigkeitskommunikation nicht ausreichend berücksichtigen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit einer umfassenderen Transparenz und Dialogorientierung in der PR, wie sie in den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) gefordert wird. Der Beitrag schlägt vor, dass die PR-Branche ihre Methoden und Selbstverpflichtungen anpassen muss, um den gestiegenen Ansprüchen der Stakeholder gerecht zu werden. Dabei wird ein narratives CSR-Kommunikationsmodell vorgestellt, das die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeitskommunikation klar differenziert und neue Ansätze für die PR der Zukunft aufzeigt.
    4. Kapitel 4. Zwischen Public Relations und Journalismus

      Anforderungen an das Handlungsfeld interne Unternehmenskommunikation in Zeiten digitaler Transformation Klaus Spachmann, Constanze Jecker, Matthias Albisser
      Der Beitrag untersucht die Herausforderungen und Veränderungen der internen Unternehmenskommunikation im Kontext der digitalen Transformation und Agilität. Er beleuchtet, wie die Rolle der internen Kommunikation sich von einer reinen Informations- und Dialogfunktion hin zu einer Transformationsfunktion entwickelt. Diese neue Rolle erfordert eine aktivere und eigenständigere Position innerhalb des Unternehmens, um Veränderungsprozesse zu unterstützen und die Partizipation der Mitarbeiter zu fördern. Der Text analysiert die Schnittstellen zwischen Public Relations und Journalismus und zeigt, wie journalistische Arbeitsweisen und Strukturen in der internen Kommunikation zunehmend an Bedeutung gewinnen. Besonders interessant sind die Ergebnisse aus empirischen Studien, die aufzeigen, wie Unternehmen in Deutschland und der Schweiz diese Veränderungen umsetzen und welche Rolle interne Kommunikationsmanager dabei spielen. Der Beitrag bietet somit einen umfassenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der internen Kommunikation in der modernen Arbeitswelt.
    5. Kapitel 5. Wer kommuniziert eigentlich Digitalisierung?

      Für zivile Innovationen braucht es neue Kompetenzprofile in der Kommunikation Christoph Raetzsch
      Das Kapitel untersucht die Kommunikation von Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung und stellt fest, dass trotz der fortschreitenden Digitalisierung in der Gesellschaft, die öffentliche Verwaltung noch immer hinterherhinkt. Es werden die Gründe für diese Unsicherheit analysiert, die sowohl in föderalen Strukturen als auch in politischer Unfähigkeit begründet liegen. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) wird als Beispiel genommen, um zu zeigen, wie die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen partizipative Verfahren einführen soll, um effizientere Lösungen zu schaffen. Die Umsetzung des OZG zeigt jedoch die komplexen Herausforderungen und die Notwendigkeit eines neuen Kompetenzprofils, das Journalismus, strategische Kommunikation und partizipative Verfahren vereint. Das Kapitel schlägt vor, dass zivile Innovation nur durch eine solche Vernetzung gelingen kann und skizziert ein neues Berufs- und Kompetenzfeld, das diese Anforderungen erfüllt.
  4. Organisation

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 6. PR-Newsroom und Corporate Newsroom

      Themenorientierte Steuerung, strategische Integration und agile Organisation René Seidenglanz
      Der Beitrag untersucht die Rolle von PR- und Corporate Newsrooms in der modernen Kommunikationslandschaft. Es wird die Notwendigkeit themenorientierter Steuerung und strategischer Integration hervorgehoben, um den Herausforderungen wie Vertrauenskrise, Digitalisierung und Beschleunigung der Kommunikation gerecht zu werden. Agile Organisationsmodelle und mehrdimensionale Strukturen werden als Lösungsansätze vorgestellt, um die Flexibilität und Effizienz der PR-Arbeit zu erhöhen. Besonderes Augenmerk wird auf die Herausforderungen und Chancen der Implementierung solcher Modelle in Unternehmen gelegt, wobei die Bedeutung von Führung und Koordination hervorgehoben wird. Der Text bietet praktische Einblicke und theoretische Grundlagen, um die Effektivität von Newsrooms zu steigern und die Kommunikationsstrategien an aktuelle Anforderungen anzupassen.
    3. Kapitel 7. Unterwegs in den Newsrooms von Siemens und der Telekom

      Systeme aus dem Journalismus erobern Unternehmen aus anderen Branchen – Interviews mit Experten aus der Praxis Florian Stadel
      Der Beitrag beleuchtet die Übernahme journalistischer Newsroom-Konzepte durch Unternehmen wie Siemens und die Telekom. Siemens führte 2011 als erstes nicht-mediales Unternehmen in Deutschland ein Newsroom-System ein, das weltweite Kommunikationsstrategien steuert. Interviews mit Stefan Wagner, dem Newsroom-Verantwortlichen bei Siemens, zeigen, wie journalistisches Know-how und Standards in die Unternehmenskommunikation integriert werden. Bei der Telekom wurde 2016 ein Newsroom eingeführt, der auf themen- und projektorientierter Arbeit basiert. Björn Muscheid, Leiter der Content Factory, erläutert die redaktionellen Abläufe und die Bedeutung der Nachrichtenlage für die Unternehmenskommunikation. Beide Unternehmen nutzen Newsrooms, um relevante Inhalte zu erstellen und auf aktuelle Themen zu reagieren, wobei journalistische Standards und Ethik eine zentrale Rolle spielen.
    4. Kapitel 8. Organisationsinnovationen im Journalismus

      Das Science Media Center Germany als Prototyp einer neuartigen Unterstützungsinfrastruktur für den Journalismus? Maike Suhr, Christopher Buschow, Hauke Serger
      Organisationsinnovationen im Journalismus, insbesondere das Science Media Center Germany (SMC), stehen im Fokus dieses Fachbeitrags. Die COVID-19-Pandemie hat die herausragende gesellschaftliche Bedeutung des Journalismus verdeutlicht und gleichzeitig dessen krisenhafte Herausforderungen verschärft. Das SMC, eine gemeinnützige Neugründung in Köln, stellt journalistische Vorprodukte wie Expert*innen-Statements und Hintergrundinformationen bereit, um den Wissenschaftsjournalismus zu unterstützen. Die Spezifika des SMC werden anhand der theoretischen Konzepte 'Field Repair' und 'Field Advancement' beschrieben. Kritikpunkte und Voraussetzungen für die Übertragbarkeit des Modells auf andere journalistische Bereiche werden ebenfalls diskutiert. Die empirische Studie zeigt, dass das SMC-Modell zwar einzigartig ist, aber dennoch als Inspiration für neue Unterstützungsinfrastrukturen dienen kann.
  5. Transfer

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 9. Kompensationsgeschäfte

      Zur Weiterentwicklung des Intereffikationsmodells Stefan Weinacht, Benjamin Held, Matthias Degen
      Das Kapitel untersucht die Praxis der Kompensationsgeschäfte zwischen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit, die über das legale und legitime Maß hinausgehen. Es wird die Determinationshypothese, Dependenzansätze und das Intereffikationsmodell herangezogen, um das Wechselverhältnis zwischen den beiden Bereichen zu beschreiben. Die Problematik liegt in der Unterwanderung des Trennungsgrundsatzes durch Werbeinteressen, die die Unabhängigkeit der Medien gefährden. Der Beitrag analysiert verschiedene Formen von Kompensationsgeschäften, wie den Tausch von Geld gegen Berichterstattung oder Anzeigenschaltung gegen redaktionelle Beiträge, und deren rechtliche und ethische Implikationen. Durch Experteninterviews wird die Bedeutung und Häufigkeit solcher Praktiken in der Praxis untersucht. Das Kapitel schließt mit einer Diskussion über die Notwendigkeit strengerer Regulierungen und ethischer Standards, um die Integrität der Medien zu wahren.
    3. Kapitel 10. Kooperativer Antagonismus

      Prolegomena zu einer Ökonomie der Intersystembeziehungen von Journalismus und Public Relations Lars Rademacher
      Das Kapitel untersucht die ökonomischen Beziehungen zwischen Journalismus und Public Relations (PR) und stellt eine neue Perspektive auf die gegenseitige Abhängigkeit und Kooperation dieser beiden Bereiche vor. Es wird analysiert, wie PR-Akteure die Wertschöpfung in Medienunternehmen beeinflussen und welche ökonomischen Hintergründe diese Interaktionen haben. Besonders interessant ist die Betrachtung der Rolle von Experten in der Medienproduktion und die Frage, wie PR-induzierte Akteure und Handlungen die Wertschöpfungskette in Medienorganisationen beeinflussen. Das Kapitel bietet eine empirisch-deskriptive Darstellung und vermeidet normative Bewertungen, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen Journalismus und PR zu beleuchten.
    4. Kapitel 11. Effectuation und Dynamic Capabilities: Journalistische Start-ups zwischen Idealismus und Pragmatismus

      Henriette Heidbrink, Sebastian Pranz
      Das Kapitel beleuchtet die Herausforderungen und Chancen journalistischer Start-ups in der digitalen Ära. Es untersucht, wie diese Unternehmen zwischen Idealismus und Pragmatismus agieren und welche strategischen Ansätze sie verfolgen, um erfolgreich zu sein. Die Analyse basiert auf Interviews mit 13 geförderten Start-ups aus drei öffentlichen Akzeleratoren und beleuchtet, wie diese Unternehmen ihre Ressourcen und Werte nutzen, um innovative journalistische Projekte zu realisieren. Besonderes Augenmerk liegt auf den Ansätzen der Effectuation und Dynamic Capabilities, die als zentrale Konzepte für das unternehmerische Handeln in der frühen Phase von Gründungen hervorgehoben werden. Die Fallstudien zeigen, wie diese Ansätze in der Praxis angewendet werden und welche Rolle Akzeleratoren bei der Unterstützung und Förderung dieser Start-ups spielen. Die detaillierte Analyse bietet wertvolle Einblicke in die Dynamik und Herausforderungen journalistischer Gründungen und zeigt auf, wie diese Unternehmen durch strategisches Handeln und die Nutzung vorhandener Ressourcen erfolgreich sein können.
    5. Kapitel 12. Kriselnder Journalismus, boomende PR?

      Qualitätsjournalismus als Bedingung für glaubwürdige Unternehmenskommunikation Florian Meißner, Daniel Vogler
      Der Beitrag beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen Journalismus und Unternehmenskommunikation, die von einer Paradoxie geprägt ist: Einerseits stehen sich beide als antagonistische Kräfte gegenüber, andererseits sind sie aufeinander angewiesen. Die Determinationsthese, die den starken Einfluss der PR auf den Journalismus postuliert, wird kritisch hinterfragt. Der systemtheoretische Ansatz und das Intereffikationsmodell bieten alternative Perspektiven auf die wechselseitige Beeinflussung. Die Digitalisierung und ökonomische Veränderungen haben beide Branchen tiefgreifend verändert, wobei der Journalismus besonders unter finanziellen Problemen leidet. Die Glaubwürdigkeit und Qualität des Journalismus sind jedoch für die Unternehmenskommunikation von zentraler Bedeutung. Der Beitrag analysiert, wie Unternehmen durch Investitionen in Qualitätsjournalismus ihre eigene Reputation stärken können und warum ein starker Journalismus auch im Interesse der Unternehmen liegt.
    6. Kapitel 13. Ansätze für eine integrative Lehre und Ausbildung im Spannungsfeld von Journalismus und Unternehmenskommunikation

      Brücken bauen, statt Gräben ausheben Jonas Schützeneder
      Das Kapitel untersucht die zunehmende Akademisierung der Ausbildung in Journalismus und PR seit den 1990er Jahren und die heterogenen Strukturen in der PR-Ausbildung im Vergleich zum Journalismus. Es wird die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis hervorgehoben und die Bedeutung des Wissenstransfers betont. Der Text diskutiert innovative Ansätze wie interaktive Innovationsforschung und die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis, um die Ausbildung in der Medienbranche zu verbessern. Es werden auch Perspektiven und Lösungsansätze für die Zukunft der Ausbildung in Journalismus und Unternehmenskommunikation aufgezeigt.
    7. Kapitel 14. Auf abschüssigem Pfad: Die Interaktion von Wirtschaftsjournalist*innen und PR-Akteuren

      Zwischen Kooperation, Konkurrenz und Konflikt Marc-Christian Ollrog, Megan Hanisch, Karoline Steinbock
      Das Kapitel beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen Wirtschaftsjournalist*innen und PR-Akteur*innen im digitalen Zeitalter. Die Digitalisierung hat die Kommunikationsmöglichkeiten erweitert und gleichzeitig neue Herausforderungen geschaffen. Die Autoren untersuchen, wie die Interaktionsmodi Kooperation, Konkurrenz und Konflikt zwischen den beiden Gruppen im Kontext der digitalen Transformation aussehen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Rolle der sozialen Medien und der Disintermediation geschenkt, die die traditionellen Kommunikationswege verändern. Durch Leitfadeninterviews mit Journalist*innen und PR-Akteur*innen werden praxisnahe Einblicke in die aktuellen Dynamiken und Herausforderungen der Zusammenarbeit gewonnen. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der veränderten Bedingungen die Kooperation weiterhin von zentraler Bedeutung ist, während Konflikte und Konkurrenz neue Dimensionen annehmen. Das Kapitel bietet somit eine umfassende und aktuelle Analyse der sich wandelnden Beziehung zwischen Wirtschaftsjournalist*innen und PR-Akteur*innen in der digitalen Medienlandschaft.
Titel
Journalismus und Unternehmenskommunikation
Herausgegeben von
Prof. Dr. Sebastian Pranz
Prof. Dr. Henriette Heidbrink
Prof. Dr. Florian Stadel
Prof. Dr. Riccardo Wagner
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-35471-8
Print ISBN
978-3-658-35470-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-35471-8

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