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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Um das Thema Jugendpartizipation ist es wieder ruhig geworden in den Medien. Lediglich wenn die Deutsche Shell ihre aktuelle Jugendstudie präsentiert, wird die politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen etwas ausgiebiger in der Öffentlichkeit diskutiert. Einzig Meldungen von der Politikverdrossenheit der Jugend, dass sich Jugendliche immer weniger für Politik interessieren und sich immer weniger ehrenamtlich engagieren, lassen Politiker regelmäßig sorgenvoll dreinblicken. Es scheint, als sei das Thema der politischen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, das erst ab etwa Ende der 80er Jahre in der Literatur zum Thema wird, kurzzeitig in der Mitte bis Ende der 1990er Jahre zu einem Modethema avanciert. In dieser Zeit berichten Zeitungen immer wieder von erfolgreichen Beteiligungsmodellen. Erste umfassendere Untersuchungen werden veröffentlicht. Vielerorts wurde darüber nachgedacht, wie man der scheinbaren Politikverdrossenheit der Jugendlichen wirksam begegnen könne. Inzwischen ist das Thema, zumindest in der Öffentlichkeit, im Grundrauschen der übrigen politischen Themen untergegangen. Lediglich Interessierte und politisch Verantwortliche tauschen sich auf den verschiedenen Ebenen darüber aus.
Jens Maßlo

2. Allgemeine Grundlagen

Der Begriff Jugend, so wie wir ihn kennen, ist selbst eine junge „kulturelle Erfindung“. Im alltagssprachlichen Umgang ist er zudem mehrdeutig besetzt. Je nach Kontext sind mit ihm verschiedene Bedeutungsinhalte verbunden. Am ungenauesten ist der Gebrauch in den Medien und in der Werbung. Dort wird ,Jugend‘ zumeist gebraucht, um als Schönheitsideal hochstilisiert zu werden, z.B. wenn von jugendlichem Aussehen oder Ähnlichem die Rede ist. Was genau dabei der Begriff ,jugendlich‘ beschreibt, bleibt vage. Die zweite Bedeutungsdimension meint einen Zeitabschnitt im Lebenslauf eines Menschen, der durch Altersangaben nach unten sowie nach oben abgrenzt wird. Stellt man dem Begriff allerdings ein Pronomen voran, so bezeichnet ,die Jugend‘ in seiner dritten Dimension eine bestimmte Gruppe der Gesellschaft, deren Mitglieder sich durch bestimmte Kriterien, vor allem Alter oder Entwicklungsstand, von anderen Gruppen abgrenzen lassen. Dabei entspricht die Altersabgrenzung, die für die Definition der Lebensphase verwendet wird, in der Regel auch den Altersgrenzen, wie sie bei der Bestimmung des Bevölkerungsausschnitts zugrunde liegt.
Jens Maßlo

3. Einflussfaktoren für die politische Partizipation

Aus der Studie von Bruner, Winklhofer & Zinser ergibt sich bereits eine Vielzahl von Einflussfaktoren auf die Performanz von Beteiligungsmodellen. Neben persönlichen Faktoren der Jugendlichen spielt vor allem die Gestaltung des Modells eine Rolle z.B. durch die Wahl des Modells, die vorgesehene Arbeitsweise, die personelle, materielle und finanzielle Ausstattung die sowie Ausstattung mit Transferhilfen. Wie ein Modell gestaltet werden kann, hängt wiederum von den strukturellen und situativen Gegebenheiten der Kommune wie z.B. der Größe oder der finanziellen Möglichkeiten sowie von den Zielen und Motiven der Verwaltungen und der Kommunalpolitik ab.
Jens Maßlo

4. Operationalisierung der theoretischen Ansätze für die Untersuchung des Kinder- und Jugendbeirates der Stadt Reinbek

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Erforschung der Motive, Ziele und Absichten der Jugendlichen für ein politisches Engagement in parlamentarischer Form. Ebenso sollen die Ziele und Absichten der beteiligten Erwachsenen (d.h. in Politik und Verwaltung) untersucht werden. Gleichzeitig ist die generelle Suche nach modellimmanenten Problemen das Ziel dieser Arbeit. Da zur Motivation von Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich der politischen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in einem parlamentarischen Modell bisher nur wenige Arbeiten vorliegen, ist die vorliegende Untersuchung als qualitative Studie konzipiert. Sie soll den Themenbereich anhand eines Beispiels näher beleuchten und einen Einblick in die Motivation der Beteiligten geben. Es handelt sich demnach um eine explorative, erklärende Studie, die den Einsatz qualitativer Methoden erfordert.
Jens Maßlo

5. Die Ergebnisse der Untersuchung

Das Gros der Ergebnisse spiegelt die Erkenntnisse der bisherigen Jugend- und Partizipationsforschung wider. Dennoch dürften einige Ergebnisse für die politische Diskussion vor Ort brisant bzw. zumindest von Interesse sein. Das gilt vor allem für die unterschiedlichen Perzeptionen von Jugendlichen und Erwachsenen als auch für die Narrative über das Leben in Reinbek. Insgesamt fällt auf, dass sich viele Antworten nur über den historischen Kontext der Situation erklären lassen. Insofern muss Glasl Recht gegeben werden, dass die Konfliktgeschichte ein maßgebliches Element bei der Analyse eines Konfliktes ist. Bei der folgenden Darstellung wurde allerdings weitestgehend auf den konflikthistorischen Kontext verzichtet. Nur dort, wo die Aussagen und Ergebnisse nicht ohne den historischen Hintergrund verständlich sind, wurde darauf zurückgegriffen. Entsprechende Passagen sind kenntlich gemacht.
Jens Maßlo

6. Zusammenfassung, Bewertung und Ausblick

Die Daten aus den Interviews mit den Jugendlichen, mit den Erwachsenen und aus den Ergebnisveranstaltungen sind umfangreich. Aber geben sie tatsächlich Aufschluss darüber, was Jugendliche dazu bewegt, sich politisch zu engagieren? Können die Daten ausreichend erklären, welches die entscheidenden Punkte sind, die man bei einem Projekt wie dem Kinder- und Jugendbeirat berücksichtigen muss, damit es auch funktioniert? Oder können die Interviews zumindest die bisherige Entwicklung des Gremiums erklären?
Jens Maßlo

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