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Über dieses Buch

In diesem Werk befasst sich Sven Wanka mit Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich der Vorstandsorganisation bei der rechtsfähigen Stiftung. Gegenstand der Untersuchung ist die Konstellation einer CSR-Stiftung, die über eine besondere Ausgestaltung des Stiftungsvorstands an ein Unternehmen angebunden wird. Für die Verwirklichung einer solchen Anbindung bestehen bei der mitgliederlosen Stiftung zwei Ausgestaltungsmöglichkeiten. Das Doppelmandatsmodell kommt in der Rechtspraxis bereits zur Anwendung. Dabei erfolgt die Anbindung einer Stiftung über Vorstandsdoppelmandate der Mitglieder der Leitungsorgane. Als zweites Modell wird das sogenannte Identitätsmodell neu entwickelt. Beim Identitätsmodell wird die Anbindung einer Stiftung dadurch verwirklicht, dass das Stifterunternehmen selbst als juristische Person das Vorstandsamt in der Stiftung übernimmt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Die Rechtsform der rechtsfähigen Stiftung bürgerlichen Rechts im Sinne der §§ 80 ff. BGB erfreut sich stark steigender Beliebtheit, lässt sie sich vom Stifter doch für zahlreiche verschiedene Zwecke einsetzen. Die Stiftung wurde schon früh als attraktive Möglichkeit empfunden, einen festgelegten Zweck dauerhaft und nachhaltig in der institutionalisierten Form einer gesonderten Rechtspersönlichkeit zu verfolgen, sodass die Stiftung vor allem in den Ausprägungen der Familienstiftung, der kirchlichen Stiftung und im Non-Profit-Sektor großen Anklang fand und findet.

Sven Wanka

Gesetzliche Regelung und systematische Erwägungen

Um die Frage der Zulässigkeit der beiden Vorstandsmodelle zu beantworten, ist zunächst die gesetzliche Regelung bezüglich des Stiftungsvorstands in den §§ 86, 26 BGB in den Blick zu nehmen.

Sven Wanka

Zulässigkeit mit Blick auf die Stiftung

Bei der Zulässigkeit mit Blick auf die Stiftung stehen vor allem stiftungsrechtliche Fragestellungen im Mittelpunkt. Bezüglich der Aspekte, für die keine speziellen stiftungsrechtlichen Regelungen oder Grundsätze existieren, ist auf die allgemeinen Grundprinzipien der juristischen Personen zurückzugreifen. Die Erörterung der Zulässigkeit der Vorstandsmodelle mit Blick auf die Stiftung erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Situation der Anbindung einer CSR-Stiftung an ein Stifterunternehmen.

Sven Wanka

Zulässigkeit mit Blick auf das Stifterunternehmen

Nach der Betrachtung der Zulässigkeit der beiden Vorstandsmodelle mit Blick auf die Stiftung ist sich nun dem zweiten beteiligten Rechtsträger, dem Stifterunternehmen, zuzuwenden. Zunächst ist festzuhalten, dass es auch mit Blick auf das die Stiftung anbindende Unternehmen bei allen hier untersuchten Rechtsformen, die jenes innehaben kann, an einer gesetzlichen Regelung der Zulässigkeit der beiden Vorstandsmodelle fehlt. Diese Nichtregelung durch den Gesetzgeber lässt allerdings keine Schlüsse auf die Zulässigkeit der Vorstandsmodelle zu.

Sven Wanka

Verantwortlichkeit des Stiftungsvorstands

Für die Zulässigkeit der beiden Vorstandsmodelle zur Anbindung einer Stiftung an ein Unternehmen ist es erforderlich, dass ein funktionierendes und effektiv ausgestaltetes System der Organhaftung in der Stiftung besteht.

Sven Wanka

Interessenkonflikte der Leitungspersonen

Der Zulässigkeit der beiden Vorstandsmitglieder steht bislang noch das in den Vorstandsmodellen strukturell angelegte zentrale Problem der Interessenkonflikte der Vorstandsmitglieder entgegen, das in Kapitel 2 herausgearbeitet wurde. Dieses Problem gilt es nun genauer zu untersuchen und mögliche Lösungswege zu erörtern, um dann anschließend eine abschließende Aussage bezüglich der Zulässigkeit der beiden Vorstandsmodelle zur Anbindung einer Stiftung an ein Stifterunternehmen treffen zu können. Wie bereits in Kapitel 2 dargelegt, müssen die möglichen Lösungswege den Charakter von institutionalisierten Maßnahmen und Mechanismen haben, um nicht lediglich eine Einzelfalllösung, sondern eine grundsätzliche, dauerhafte Lösung der Interessenkonflikte zur gewährleisten.

Sven Wanka

Steuerrechtliche Behandlung der beiden Vorstandsmodelle

Nachdem in dieser Arbeit bislang die zivilrechtlichen Aspekte der beiden Vorstandsmodelle im Mittelpunkt standen, sind abschließend steuerrechtliche Fragen im Hinblick auf die Anbindung einer Stiftung zu erörtern. Den Ausgangspunkt der steuerrechtlichen Untersuchung bildet die im Fokus der Arbeit stehende, praxisrelevante Konstellation der Anbindung einer gemeinnützigen Stiftung an ein wirtschaftlich tätiges Stifterunternehmen. Neben den steuerrechtlichen Auswirkungen der Anbindung sind dabei auch die steuerrechtlichen Konsequenzen der Gründung einer Stiftung durch ein Stifterunternehmen aufgrund der erheblichen Praxisrelevanz in den Blick zu nehmen.

Sven Wanka

Backmatter

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