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Über dieses Buch

In unserer komplexen Arbeitswelt werden schnelle Entscheidungen immer wichtiger. Fehler sind dabei Teil des Arbeitsalltags und lassen sich selten ganz vermeiden. Entscheidend ist der konstruktive Umgang mit Fehlern, der ein schnelles Lernen der gesamten Organisation ermöglicht. Hochzuverlässigkeitsbranchen wie die Luftfahrt wissen dies seit Langem und praktizieren eine konstruktive Fehler- und Vertrauenskultur. Der Blick ist dabei auf die Ursachenanalyse gerichtet: Was genau ist geschehen? Wodurch wurde ein Fehler hervorgerufen? Wie lässt er sich künftig verhindern? Das essential veranschaulicht auf spannende und erfahrungsorientierte Art, wie Sie die Erfolgsprinzipien der Luftfahrt in Ihrem beruflichen Alltag nutzen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Auch wenn Menschen mit Flugangst es anders einschätzen mögen: Das Flugzeug zählt bis heute statistisch gesehen zu den sichersten Verkehrsmitteln. So ist das Risiko, im Auto tödlich zu verunglücken, bezogen auf die zurückgelegten Personenkilometer 800-mal höher als im Flugzeug (vgl. Vorndran, 2010). Dass Fliegen so sicher geworden ist, hat sich nicht zufällig ergeben, sondern ist das Ergebnis jahrzehntelanger intensiver Bemühungen der Fluggesellschaften, ihrer Beschäftigten, der Flugzeughersteller und der verantwortlichen Behörden.
Stephanie Rascher

Kapitel 2. Arbeiten in der VUCA-Welt

Zusammenfassung
Unsere Arbeitswelt erlebt gerade einen Paradigmenwechsel, wie es ihn seit der industriellen Revolution nicht gegeben hat. Der zentrale Treiber des Wandels, die Digitalisierung, verändert unsere Arbeitsrealität mit einer Schnelligkeit, die für viele Menschen kaum noch nachvollziehbar ist. Im Zusammenhang mit diesen Veränderungen fällt oft der Begriff „VUCA“. Das englische Akronym VUCA setzt sich aus den vier Begriffen Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität zusammen.
Stephanie Rascher

Kapitel 3. Just Culture – welche Rolle Fehler und Vertrauen spielen

Zusammenfassung
James Reason (1997) beschreibt Just Culture als „an atmosphere of trust in which people are encouraged, even rewarded, for providing essential safety-related information, but in which they are also clear about where the line must be drawn between acceptable and unacceptable behavior.“
Stephanie Rascher

Kapitel 4. Was Fehler ausmacht

Zusammenfassung
Fehler, Irrtümer und Missgeschicke sind Teil menschlichen Handelns, so lange man denken kann. Die Einsicht in die eigene Fehlbarkeit ist der erste Schritt, eigenes Handeln kritisch zu reflektieren, Fehlern vorzubeugen oder sie rechtzeitig zu korrigieren. In Industrie, Wirtschaft und öffentlichen Bereichen ist man sehr daran interessiert, Fehler zu vermeiden, da sie meist mit materiellen Kosten beziehungsweise einem hohen Imageschaden verbunden sind.
Stephanie Rascher

Kapitel 5. Wodurch Fehler verursacht werden

Zusammenfassung
Wenn es um die Ursachenfindung menschlicher Fehler geht, wurden diese in der Vergangenheit meist ausschließlich in den handelnden Personen selbst gesucht. Auch bei der Analyse von Arbeits-, Verkehrs- oder Flugunfällen war der Blick meist auf die eine falsche Handlung gerichtet, die den Unfall verursacht hatte.
Stephanie Rascher

Kapitel 6. Vom Personansatz zum Systemansatz

Zusammenfassung
Lange Zeit wurden Fehler in erster Linie als Fehlleistung einer oder mehrerer Personen betrachtet. Man war darauf konzentriert, den einen entscheidenden Fehler und seinen Verursacher zu finden.
Stephanie Rascher

Kapitel 7. Wie Fehler entstehen

Zusammenfassung
Eines der verbreitetsten systemorientierten Modelle zur Entstehung von Fehlern stammt von dem britischen Psychologen James Reason (1990) und wird auch als „Schweizer-Käse-Modell“ bezeichnet (vgl. Abb. 7.1).
Stephanie Rascher

Kapitel 8. Welchen Einfluss Führungskräfte auf die Fehler- und Vertrauenskultur haben

Zusammenfassung
Die Sicherheit in Organisationen ist mit den Handlungen und Entscheidungen ihrer Führungskräfte eng verknüpft (vgl. Grote, 2012). Diese bestimmen nicht nur durch ihr aktives Fehlermanagement, sondern auch durch die von ihnen geschaffene Fehlerkultur die Rahmenbedingungen der Arbeit ihrer Beschäftigten. Zu den die Sicherheit betreffenden zentralen Führungsaufgaben gehören zum einen die Förderung von Arbeitssicherheit, also der Schutz der Mitarbeiter vor Gefahren an ihrem Arbeitsplatz. Zum anderen sind Führungskräfte auch für die Prozesssicherheit verantwortlich, das heißt für die sichere und störungsfreie Durchführung der primären Arbeitsprozesse.
Stephanie Rascher

Kapitel 9. Wie die Luftfahrt eine konstruktive Fehler- und Vertrauenskultur schafft

Zusammenfassung
Die zivile Luftfahrt und die von ihr entwickelten Maßnahmen und Haltungen für sicheres Handeln jedes Mitarbeiters, der Teams und der gesamten Organisation werden häufig als Beispiel für die erfolgreiche Anwendung von Konzepten zur Risikosteuerung verwendet.
Stephanie Rascher

Kapitel 10. Zusammenfassung und Transfer

Zusammenfassung
Was können wir also von Hochzuverlässigkeitsorganisationen (HRO) wie der zivilen Luftfahrt für unseren eigenen Umgang mit Fehlern lernen? Wie die vorausgegangenen Ausführungen zeigen, gibt man sich auch in der Luftfahrt nicht der Illusion hin, Fehler komplett vermeiden zu können.
Stephanie Rascher

Backmatter

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