Skip to main content
main-content

Kanzlei

weitere Buchkapitel

11. E-Mail effizient nutzen

Als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer haben Sie wahrscheinlich jeden Tag mit E-Mails zu tun. Mit diesem Werkzeug kann man leicht und schnell kommunizieren und grundsätzlich viel Zeit sparen. Allerdings gibt es auch Umstände, die dazu führen, dass man durch E-Mails Zeit verliert. Das ist etwa dann der Fall, wenn man sein Ziel schneller mit einem anderen Kommunikationsmittel erreichen könnte.

Jochen Theurer

5. Weniger Ablenkung – Wer konzentriert ist, arbeitet besser

Konzentriert zu sein bedeutet, seine Aufmerksamkeit jeweils nur auf ein einziges Ziel zu richten. Wenn man nicht ständig mit seinen Gedanken abschweift oder dauernd unterbrochen wird, macht man weniger Fehler. Die Folge: Man erledigt Aufgaben schneller und erreicht seine Ziele früher.

Jochen Theurer

13. Besprechungen effizient abhalten

Als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer verbringen Sie wahrscheinlich relativ viel Zeit in Besprechungen. Mit diesem Werkzeug kann man bestimmte Themen effizienter und effektiver erledigen als mithilfe anderer Kommunikationsmittel. So lassen sich bei der Aushandlung eines komplexen Vertrages die strittigen Themen im Rahmen einer persönlichen Verhandlung meistens schneller lösen als durch den Austausch von Schriftsätzen. Besprechungen sind auch dann erste Wahl, wenn es darum geht, gemeinsam neue Ideen zu finden oder eine Entscheidung zu treffen. Allerdings gibt es auch Umstände, die dazu führen, dass man durch Besprechungen Zeit verliert. Das ist zum einen der Fall, wenn eine Besprechung kein konkretes Ziel hat.

Jochen Theurer

2. Texte schnell erstellen – Die Profi-Funktionen von Word & Co.

Die meisten Juristen arbeiten täglich am Computer und bearbeiten ihre Schriftsätze und Vertragsentwürfe mit Word oder einem anderen Textverarbeitungsprogramm. Kaum jemand lässt noch alles von der Sekretärin tippen. Allerdings nutzen die wenigsten Juristen ihre Software wirklich aus. Die meisten bedienen die Programme nur rein intuitiv und wissen gar nicht, welch mächtige Funktionen ihnen eigentlich noch zur Verfügung stehen. Deshalb ist die Erstellung von komplex formatierten Texten oft relativ zeitaufwendig.

Jochen Theurer

1. Strukturiert durch den Tag – 10 goldene Regeln

Fast alle Juristen plagt ein Thema: Sie haben zu viel Arbeit und zu wenig Zeit. Die drängendste Frage ist daher: Wie kann ich meinen Tag sinnvoll strukturieren? Wie schaffe ich alle Aufgaben, ohne mich dabei völlig zu verausgaben? Wie gehe ich mit spontanen neuen Aufgaben und Anfragen um? Und was ist, wenn ich den zeitlichen Aufwand nicht im Voraus abschätzen kann? Darüber lernt man nichts im Studium und in der Ausbildung. Die meisten fühlen sich deshalb frustriert und haben keinen Plan, was sie dagegen machen können. Doch anstatt erst einmal darüber nachzudenken und eine Lösung zu finden, legen sie einfach los. Die Folge: Der Arbeitstag und der Feierabend sind überhaupt nicht planbar. Am Morgen weiß man nicht, wann man abends aus dem Büro kommt. Neue Anfragen per E-Mail oder Telefon und knappe Zeitvorgaben erzeugen noch mehr Stress. Was kann man dann tun? Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich sagen: Entscheidend ist, dass man ein Grundgerüst für seinen Tagesablauf hat, denn das gibt Struktur und Sicherheit. Mit den folgenden Strategien gelingt es Ihnen, jeden Tag im Büro sinnvoll und effektiv zu strukturieren – auch in hektischen Phasen.

Jochen Theurer

20. Konzentrationsfähigkeit und Stressresistenz steigern – mehr Synapsen durch Brainkinetik®

Das menschliche Gehirn ist ein extrem leistungsfähiger „Super-Computer“. Allerdings entstand es zu einer Zeit, in der die Lebensbedingungen der Menschen völlig anders waren als heute. Manche Eigenschaften des Gehirns, die vor 40.000 Jahren das Überleben unserer Vorfahren gesichert haben, wirken sich heute nachteilig auf die Tätigkeit als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer aus: Zum einen kann das Arbeitsgedächtnis nur relativ wenige Informationen gleichzeitig verarbeiten. Sobald man bei einer Tätigkeit unterbrochen wird, gehen die aktuell gespeicherten Informationen verloren und müssen nachträglich wieder zusammengesucht werden. Das kostet Zeit. Sogar viel Zeit, denn unser Gehirn ist für neue Reize sehr anfällig, sodass wir uns oft und gerne unterbrechen lassen. Doch mit jedem neuen Reiz steigt das Erregungsniveau. Irgendwann werden dadurch die höheren Funktionen der Aufmerksamkeit in unserem Gehirn gehemmt und bestimmte Gehirnbereiche einfach abgeschaltet. Dann kann man Störungen nicht mehr ausblenden und nur noch schlecht zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden. Das Bewusstsein springt wahllos zu jedem neuen Reiz hin. Man schafft es nicht mehr, konsequent bei der Sache zu bleiben, die man eigentlich tun wollte. Stattdessen ist man immer weniger konzentriert und macht mehr Fehler. Es fällt immer schwerer, auf die abgespeicherten Informationen zurückzugreifen. Alles dauert länger. Wenn jetzt noch das Gefühl hinzukommt, die Kontrolle über die Situation zu verlieren, gerät man vollends in Stress. Dadurch steigt das Erregungsniveau weiter und man kommt in einen Teufelskreis.

Jochen Theurer

3. Bekommen, was man will – Effektiv kommunizieren

Worte sind das Werkzeug der Juristen. Schon deshalb sollten Sie gut damit umgehen können – sowohl bei der Auslegung von Gesetzen und Verträgen, aber auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Doch nicht selten kommt es dabei zu zeitraubenden Missverständnissen und Konflikten. Das betrifft zum einen die inhaltliche Ebene. Sprache ist nicht eindeutig. Deshalb verstehen nicht alle Menschen unter einer bestimmten Aussage immer exakt das Gleiche.

Jochen Theurer

18. „Aber das geht doch nicht…“ – Einwände integrieren

Mit den in diesem Buch vorgestellten Techniken kann man die meisten Zeitprobleme lösen oder zumindest erheblich lindern. Allerdings passiert in der Praxis häufig Folgendes: Man erfährt von einer Methode, findet sie ganz sinnvoll und denkt sich: Das probiere ich aus! Aber am nächsten Tag im Büro klappt es dann doch nicht. Plötzlich kommen die Bedenken: Kann das wirklich funktionieren? Was werden die anderen dazu sagen? Wie reagieren die Mandanten? Man grübelt und zweifelt und lässt es schließlich. Viele Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer haben nur und gerade deshalb so wenig Zeit, weil sie gar nicht erst damit anfangen, eine für sie passende Zeitmanagement-Strategie umzusetzen.

Jochen Theurer

19. Selbstmotivation – Der Schlüssel zum Erfolg

Um Ihre Zeit effizienter und effektiver zu nutzen, hilft es nicht, eine Zeitmanagement-Strategie nur zu kennen. Sie müssen sie auch anwenden. Das kann manchmal schwierig sein. Gerade wenn es dabei um Verhaltensänderungen geht, tut sich so mancher Rechtsanwalt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer schwer. Denn Verhaltensänderungen sind kurzfristig oft anstrengend. Deshalb ist es nützlich, einige Strategien zu kennen, mit der man seine innere Einstellung gezielt, schnell und wirkungsvoll beeinflussen kann.

Jochen Theurer

10. Zwischen Leerlauf und Überlastung – Eine gleichmäßigere Arbeitsauslastung erreichen

Die Auslastung von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern unterliegt naturgemäß gewissen Schwankungen. Phasen, in denen relativ wenig zu tun ist, wechseln sich ab mit Phasen, in denen der Schreibtisch vor Arbeit überquillt. Solange das nicht überhandnimmt und nur gelegentlich vorkommt, ist das unproblematisch. Schwierig wird es jedoch, wenn sich Leerlauf und Überlastung regelmäßig abwechseln und man sich dadurch dauerhaft gestresst und unwohl fühlt oder auf Dinge verzichten muss, die einem wichtig sind. Dieses Problem betrifft häufig Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die alleine oder in kleinen Kanzleien tätig sind. Berufsanfänger sind davon öfter betroffen als alte Hasen. Aber auch in größeren Wirtschaftskanzleien gibt es in bestimmten Fachbereichen immer wieder Tage, an denen nicht viel zu tun ist und Tage, an denen man viel länger arbeiten muss als man eigentlich möchte. Das nervt, stresst und ist ärgerlich. Denn theoretisch ließe sich die gesamte Arbeit gut in der zur Verfügung stehenden Zeit erledigen – wenn die Arbeit gleichmäßiger verteilt wäre. So aber kämpfen Sie mit den Nachteilen: In Phasen der Überlastung verzichtet man auf Dinge, die einem wichtig sind, die sich in Leerlaufphasen aber nicht einfach nachholen lassen.

Jochen Theurer

15. Nein sagen

Wer andere dazu bringt, eine Aufgabe zu übernehmen, muss das nicht selbst tun. Deshalb versuchen viele Menschen regelmäßig, Ihnen Aufgaben zu übertragen. Oft ist das für beide Seiten von Vorteil: Sie erledigen als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer für Ihre Mandanten deren rechtliche oder steuerliche Angelegenheiten schneller und besser als diese es jemals selbst tun könnten. Dafür erhalten Sie dann Ihr Honorar. In diesen Fällen kommt es zu einer Win-win-Situation. Daneben gibt es jedoch auch die Fälle, in denen man sich zu einer Aufgabe „überreden“ lässt. Eigentlich möchte man mit der Angelegenheit nichts zu tun haben, aber aus irgendeinem Grund lässt man sich dann doch breitschlagen.

Jochen Theurer

7. Durch Delegieren Zeit gewinnen

Als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer haben Sie häufig mehr zu tun als Sie in der zur Verfügung stehenden Zeit sinnvoll bearbeiten können. In dieser Situation hilft eine bewährte Technik: Delegieren. „Delegieren“ bedeutet, dass man eine Aufgabe oder Tätigkeit von einer anderen Person erledigen lässt. Um dadurch möglichst viel Zeit zu gewinnen, sollte man ein paar Grundregeln beachten.

Jochen Theurer

8. Mandate effizient bearbeiten

Als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer machen Sie jeden Tag im Grunde dieselben Tätigkeiten: Akten bearbeiten, Schriftsätze erstellen und Informationen sammeln. Meistens denkt man nicht weiter darüber nach, welche Strategien man dafür benutzt. Irgendwann einmal hat man ein bestimmtes System entwickelt oder von einem Ausbilder, Kollegen oder Vorgesetzten übernommen und dann einfach beibehalten. Möglicherweise ist Ihr Vorgehen in diesem Bereich ja schon optimal. In der Regel gibt es jedoch immer bestimmte Abläufe, die man noch effizienter und effektiver ausführen kann. Da Sie diese Tätigkeiten jeden Tag ausüben, können Sie schon mit einer kleinen Verbesserung dauerhaft viel Zeit sparen. Das betrifft zum einen die Bearbeitung von Akten.

Jochen Theurer

16. Do It Yourself – Zeitprobleme selbstständig lösen

Allein durch das Lesen dieses Buches werden Ihre Zeitprobleme nicht verschwinden. Die Kenntnis der verschiedenen Techniken ist zwar eine notwendige Bedingung, aber noch nicht hinreichend. Entscheidend ist, dass Sie die für Ihre individuelle Situation passende Zeitmanagement-Strategie finden und in Ihrem beruflichen Alltag erfolgreich umsetzen.

Jochen Theurer

9. Auf die Plätze, fertig … – nichts mehr aufschieben

Menschen haben die Fähigkeit, Dinge aufzuschieben. Anders als Tiere können wir auf einen kurzfristigen Genuss verzichten, um dafür später einen größeren Vorteil zu erreichen. Das ist grundsätzlich sehr nützlich, denn nur wer aufschieben kann, erreicht auch langfristige Ziele.

Jochen Theurer

17. Wer den Hafen nicht kennt – Ziele setzen und erreichen

Ob Mahatma Gandhi, Nelson Mandela oder Thomas Edison – fast alle Menschen, die große Dinge im Leben erreicht haben, hatten eine genaue Vorstellung von dem, was sie wollten. Das gilt auch für den Bereich Zeitmanagement. Man erhöht die Wahrscheinlichkeit, effizienter zu arbeiten, weniger gestresst zu sein und mehr freie Zeit zu haben deutlich, indem man sich bewusst entsprechende Ziele setzt:

Jochen Theurer

Kapitel 2. Wille und Wollen

Genau in der Mitte zwischen Wille und Wollen liegt die Tat. So habe ich es einmal in meinen jungen Jahren in einem Text für ein Lied formuliert. Bis jetzt – Jahrzehnte später – habe ich keine bessere Kurzformel gefunden für das Dilemma zwischen Wille und Wollen.

Lothar Volkelt

Kombattantenstatus für den Bundesgrenzschutz

Die Verleihung des Kombattantenstatus an den Bundesgrenzschutz im Jahr 1965 war nach der Teilüberführung des Personals in die Bundeswehr 1956 der nächste wichtige Meilenstein in der Entwicklung des Bundesgrenzschutzes. Die Vorbereitungen für einen Gesetzentwurf zur Ergänzung des Bundesgrenzschutzgesetzes in Sachen Kombattantenstatus begannen bereits in der dritten Wahlperiode ab 1961, fanden jedoch erst in der vierten Wahlperiode des Bundestages am 11. Juli 1965 mit Inkrafttreten des BGS-Ergänzungsgesetzes (BGSErgG) ihren Abschluss.

David Parma

Die Digitalisierung akademischer Berufe am Beispiel der (Syndikus-)Rechtsanwältinnen und -anwälte

Die Digitalisierung stürmt die nächste Bastion: Die akademischen Berufe. Denn auch Wissensprodukte sind letztlich nur ein Konglomerat an Daten. Je mehr dieser Daten verfügbar sind, desto wirtschaftlich sinnvoller wird eine automatisierte Datenverarbeitung. Dies wird erhebliche Veränderungen in der Art und Weise der akademischen und damit auch der juristischen Produkterstellung und Wertschöpfung mit sich bringen. Der Beitrag zeigt auf, wie sich das Tätigkeitsprofil von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten konkret bis 2030 ändern wird und wie Kanzleien, Rechtsabteilungen und Berufsträger die hierin liegenden Chancen ergreifen können.

Anna-Luise Börner

Kapitel 5. Abraham Lincoln

Abraham Lincoln gilt als einer der größten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, da er durch seine Politik den Zusammenbruch einer der ersten demokratischen Republiken verhinderte und maßgeblich zur Abschaffung der Sklaverei beitrug. Man könnte meinen, er sei einen geebneten Weg gegangen, jedoch war eher das Gegenteil der Fall, denn der junge Lincoln stammte aus einfachen Verhältnissen und wurde trotz zahlreicher Schicksalsschläge zum einflussreichsten Mann Amerikas. Was zeichnete seine Persönlichkeit aus, und wie wurde er zu einer Legende im Kampf für Gerechtigkeit?

Josefine Morgan

Kapitel 28. Jack Unterweger

Johann („Jack“) Unterweger war ein österreichischer Schriftsteller und mutmaßlicher Serienmörder. Während ihm die Ermordung einer 18-jährigen Deutschen in den 1970er-Jahren nachgewiesen werden konnte, und er deshalb in Österreich zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, herrscht immer noch Unsicherheit bezüglich weiterer 11 Morde in Österreich, Tschechien und den USA, die nach seiner vorzeitigen Haftentlassung und mit einem sehr ähnlichen Modus operandi durchgeführt wurden. Nach einem bis dahin beispiellosen Prozess in den 1990er-Jahren, den Unterweger verlor, beging er 1994 in seiner Zelle Selbstmord, bevor das Urteil rechtskräftig werden konnte. Unterweger gilt als Schriftsteller, Mörder und Frauenheld und verkörpert mit seiner filmreifen Geschichte die Anziehungskraft des Bösen wie kaum ein anderer.

Verena Busch

Kapitel 26. Neue IT-Dienstleistungen für KMU der Ernährungswirtschaft – Anforderungsgerechte Entwicklung mit dem RegioFood-Phasenmodell

Klein- und Kleinstunternehmen der Ernährungswirtschaft werden von den aktuellen technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen unter Druck gesetzt: Wollen sie wachsen, müssen sie zum digitalen Unternehmen werden. Treiber hierbei sind Lebensmittelhandel, gesetzliche Bestimmungen, neuartiger Online-Vertrieb von Lebensmitteln oder auch veränderte Konsumentenerwartungen. In diesem Beitrag werden die branchen- und unternehmensgrößenspezifischen Anforderungen herausgearbeitet und aufgezeigt, dass die Herausforderungen nur mithilfe zielgerichteter digitaler Dienstleistungen bewältigt werden können. Um diese kleineren Unternehmen trotz ihrer begrenzten Ressourcen zu einem digital arbeitenden Betrieb entwickeln zu können, müssen Hersteller betrieblicher Software und IT-Prozess-Beratungen ihre etablierten Produkte und Dienstleistungen anpassen. Für diese „Neuentwicklung“ wird am Beispiel eines ERP(Enterprise-Resource-Planning)-Systems eine Vorgehensweise vorgeschlagen (RegioFood-Phasenmodell), die das Erarbeiten der erfolgskritischen Anforderungen erleichtern und mit der geprüften Vorgehensweise eine schnellere und effizientere Projektdurchführung befördern soll.

Ron Reckin, Christin Röpert, Yvonne Lange, Hanna Niezurawski

Kapitel 2. Recherchefreiheit und ihre Grenzen

Zu den Existenzgrundlagen einer freiheitlichen Demokratie gehören Massenmedien, die das Publikum mit den Informationen versorgen, die die Bürgerinnen und Bürger benötigen, um sich auf rationale Weise eine eigene Meinung zu allen wichtigen Angelegenheiten der Gemeinschaft zu bilden. Diesen Teil ihrer „öffentlichen Aufgabe“ können die Medien nur erfüllen, wenn sie ihrerseits die Möglichkeit haben, sich die erforderlichen Informationen zu beschaffen.

Udo Branahl

Kapitel 7. Bildberichterstattung und Abbildungsschutz

Die rechtlichen Schranken der Bildberichterstattung lassen sich in vier Problemkreise gliedern. Zum ersten gelten gesetzliche Beschränkungen für die Aufnahme von militärischen Anlagen, Gerichtsverhandlungen und pornographischen Abbildungen (gesetzliche Fotografierverbote). Ferner sind Personen gegen die Verbreitung von Abbildungen, auf denen sie dargestellt sind, durch das Recht am eigenen Bild besonders geschützt.

Udo Branahl

Kapitel 3. Geschäftsführung in der Unternehmergesellschaft

Der Gewinn der Unternehmergesellschaft darf nicht voll ausgeschüttet werden. Die Unternehmergesellschaft muss in ihrer Bilanz eine Rücklage bilden, in die jeweils ein Viertel des Jahresüberschusses einzustellen ist. Ein Verstoß führt zur Nichtigkeit der Feststellung des Jahresabschlusses und des Gewinnverwendungsbeschlusses.

Lothar Volkelt

4. Entrepreneur oder Intrapreneur – Prägende Einflüsse auf die Wahl der unternehmerischen Alternative am Fallbeispiel von ClimbZ

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit einem unternehmerischen Individuum, das vor der Wahl zwischen zwei verschiedenen unternehmerischen Alternativen stand. Der Gründer Jan Hoffmann musste sich entscheiden, ob er das Angebot annimmt, eine neue Geschäftseinheit bei einem mittelständischen Bergsportausrüster zu integrieren (Intrapreneurship) oder ob er seine eigene Geschäftsidee im Rahmen einer unabhängigen Gründung umsetzt (Entrepreneurship). Ziel der Fallstudie ist es, den Einfluss zu beleuchten, den die unterschiedlichen Prägungsquellen (Umwelt, Organisationen und Bezugspersonen) auf ein Individuum mit Blick auf die Wahl der unternehmerischen Alternativen haben können. Die Fallstudie zeigt zwei Dinge: Erstens, dass die relative Intention zwischen Entrepreneurship und Intrapreneurship von der relativen wahrgenommenen Realisierbarkeit bzw. Erwünschtheit beider Alternativen abhängt. Zweitens, dass Prägungsquellen auf diese Intention wirken können, indem sie die wahrgenommene Realisierbarkeit und Erwünschtheit beider unternehmerischer Alternativen getrennt voneinander beeinflussen.

Constantin Niemann

7. Phase 3: Die Content-Marketing-Strategie

In dieser Phase eines Content-Marketing-Projekts wird mit Hilfe der Informationen aus Phase 1, der Planung, und der Analyse-Daten aus Phase 2, der Research, eine Strategie entwickelt. Die Zielgruppe wird anhand von Personas definiert, es werden passende Themen, Formate und Themenwelten kreiert und diese der Customer Journey der Personas zugewiesen. Mit der Festlegung der Konversionsziele anhand des KPI Frameworks und der Organisation der Inhalte in einem Nurturing-Prozess wird die Strategieentwicklung abgeschlossen.

Gerrit Grunert

Bankwirtschaft Fälle

Herr Jürgen Eichhorn hat in Norderstedt eine Anwaltssozietät mit Notariat. Die Anwaltssozietät unterhält bei der Nordbank AG in Hamburg eine Kontoverbindung. Vor dem Notar Herrn Eichhorn wird am 5.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft programmierte Aufgaben

Dr. Hans-Uwe Ehlers und Dr. Bernd Volkmann eröffnen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft. Die Partnerschaftsgesellschaft ist als Dr. Bernd Volkmann und Partner – Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft im Partnerschaftsregister eingetragen. Bei der Vertretung gilt die gesetzliche Regelung.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz I

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Politikberatung und demokratische Legitimität

Der Beitrag diskutiert unterschiedliche Formen demokratischer Legitimität für die Politikberatung. Dabei werden die Input-, Output- und Throughput-Legitimation einander gegenüber gestellt und ihre jeweiligen Besonderheiten dargestellt. Zudem diskutiert der Beitrag den Zusammenhang zwischen verschiedenen Arten der Politikberatung und demokratischer Legitimität. Im empirischen Teil werden Daten zur Qualität der Politikberatung im internationalen Vergleich vorgestellt und analysiert, inwieweit Beziehungen zu Input- und Outputindikatoren bestehen. Schließlich wird noch die Frage beantwortet, wie Politikberatung unter dem Aspekt einer hohen demokratischen Legitimation aussehen könnte.

Uwe Wagschal

Globale Entwicklungspolitik

Politikberatung zwischen Aid-Community und Global Public Policy

Entwicklungspolitikberatung war lange im Milieu der aid-community gefangen. Die 2015 beschlossenen Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) verändern Zielsetzung, Zielgruppen und Instrumente globaler Entwicklungspolitik. Dies wird auch zu einer Neuausrichtung der Politikberatung führen. Fragestellungen müssen neu gefasst, Internationalisierung und Exzellenz vorangetrieben sowie neue Adressaten und Methoden der Beratung in den Blick genommen werden. Neben bilateraler Beratung gewinnen kollektive und hybride Formate an Bedeutung. Entwicklungspolitikberatung könnte so zu transformativer Kooperation als einem wichtigen Baustein von global public policy beitragen.

Adolf Kloke-Lesch

Heft 2/2018: Mehr Mobilität im Mittelstand

Der Spott schien Dorothee Bär schnell sicher. Dabei hatte die Staatsministerin für Digitales doch Anfang März im „heute-journal“-Interview bestätigt, dass sie Investitionen in Infrastrukturen für wichtig halte, indes gehöre mehr dazu. Beispielsweise mithilfe nutzbarer Netzwerke autonom oder „mit einem Flugtaxi durch die Gegend“ zu fahren. Gedanken zur Zukunft darf man dergestalt offensichtlich hierzulande nicht äußern, ohne dass Bedenkenträger dies als Blödsinn brandmarken. Oder darf nur Frau nicht?

Thorsten Garber

Heft 5/2018: Erfolgsfaktor Compliance

Anfangs war ich skeptisch gegenüber der Theorie, dass korrektes Verhalten im wirtschaftlichen Handeln als Thema noch genug Relevanz und Neuigkeitswert besitzt. Immerhin sollten zehn Beiträge über Compliance mit erhellenden Erkenntnissen unseren Heft-Schwerpunkt in dieser Ausgabe rechtfertigen. Wenig begeistert schilderten zudem im Vorfeld befragte Inhaber, wie sie in der Praxis das Einhalten von Gesetzen, Regeln und Normen sicherstellen. Begleitet von Augenrollen, stöhnten die Mittelständler: „Was sollen wir denn noch alles beachten, um ordnungsgemäß Geschäfte zu gestalten?“ Klingt nach mühevoller Pflicht statt unternehmerischer Kür. Ethik und Konformität wirken wohl weit weniger sexy als Durchbruchsinnovation oder Werbekampagnenerfolg.

Thorsten Garber

Heft 3/2018: Gelungene Unternehmenssanierungen

Gegner sahen ihn als Symbolfigur des Kapitalismus. Doch die meisten achteten ihn als Ausnahmeerscheinung unter deutschen Spitzenmanagern – ob als Fachmann oder als Persönlichkeit. Er galt als intellektuell und unternehmerisch brillant, als offen für Kritik und für unkonventionelle Konzepte, als fordernd in Transparenz und in Verantwortung gegenüber der Macht der Banken. Auf dem Höhepunkt berief die Bundesregierung den studierten Betriebs- und Volkswirt zum Berater, um Stahlmarkt und Bankenlandschaft neu zu ordnen.

Thorsten Garber

Heft 4/2018: Industrie 4.0 in der Praxis

Zwischen Verlustangst und Chancenwitterung hin- und hergerissen scheinen Menschen, für die Industrie 4.0 an Relevanz gewinnt. Empfindliche Stellen bringt der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG aktuell gut auf den Punkt. Zuerst aber fühlte sich Joe Kaeser allein gelassen in seinem Kampf gegen Populismus der AfD-Politikerin Alice Weidel, die als Angstmacherin zur Bundestagsdebatte über „Kopftuchmädchen“ und „Messermänner“ schwadroniert hatte.

Thorsten Garber

Heft 1/2018: Neue Geschäftsmodelle

Veränderungen müssen von der Unternehmensspitze nicht nur angestoßen werden, sondern dort beginnen, forderte einst Manager William Wiggenhorn von Motorola, bevor sein Konzern als Spielball auf Umwälzungswellen tanzte. Vorbei war da die Zeit, als seine Company als Erfinder des Autoradios gefeiert wurde, worauf erfolgreiche Jahre mit Funkgeräten und Unterhaltungselektronik folgten. Auch mit der Entwicklung von mobilen Telefonen und Mikroprozessoren errang Motorola erst eine führende Stellung. Die endete in Aufspaltung und Verkauf. Patente hält heute Google.

Thorsten Garber

Kapitel 9. Häusliche Berufsarbeit mit dem Internet: Entgrenzungsprozesse

In diesem Kapitel geht es um den Zusammenhang zwischen der Domestizierung des Internets und der damit einhergehenden häuslichen Integration (mobiler) onlinefähiger Medien und der Entgrenzung von Berufsarbeit in das Zuhause. Wir argumentieren, dass das Erledigen beruflicher Tätigkeiten zuhause in weiten Teilen ein Mediatisierungsphänomen ist, weil ohne die Nutzung onlinebasierter Medien das Arbeiten jenseits betrieblicher Kontexte in vielen Berufen nicht möglich wäre.

Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

3. Individualarbeitsrecht

Die in diesem Kapitel aufgeführten Fälle zum Individualarbeitsrecht dienen jeweils der Vertiefung bestimmter rechtlicher Fragestellungen und sind unabhängig voneinander konzipiert und zu lösen. Der Schwierigkeitsgrad der Fälle differiert genauso wie deren Umfang. Es wird darauf verzichtet, die Fälle nach dem Schwierigkeitsgrad zu unterteilen, damit der Bearbeiter selbst ein Gefühl für sein Leistungsvermögen entwickeln kann. Die beiden letzten Fälle der Sammlung sind bewusst in Umfang und Schwierigkeitsgrad vom Rest der Sammlung abgehoben worden.

Tim Jesgarzewski

Kapitel 5. Online-Marketing – lassen Sie sich im Internet von Ihrer Zielgruppe finden

Nachdem Sie jetzt Ihre Vorarbeit geleistet haben, können Sie sich endlich Gedanken darüber machen, wo und wie Sie Ihre Kunden im Internet erreichen können.Ziel des Online-Marketings muss es sein, dass Ihr potenzieller Kunde Sie möglichst oft dort findet, wo er nach einer Lösung für sein Problem sucht.

Robert Flachenäcker

Kapitel 6. Auswertung: Einstellungen und Einschätzungen

These 1.1 nahm das Selbstbild der befragten Lobbyisten und Lobbyingdienstleister in den Blick: Politische Interessenvertreter haben ein grundsätzlich positives Bild von politischer Interessenvertretung und halten die mediale Berichterstattung über Lobbyismus in Deutschland für unzureichend. Die Wahrnehmung der politischen Interessenvertretung wurde in einem sparsamen Ansatz auf drei Variablen heruntergebrochen, die das Bild des Lobbyismus in der öffentlichen Debatte prägen: Die Notwendigkeit politischer Interessenvertretung im politischen System der Bundesrepublik Deutschland (BETEILIGUNG), ethisches Verhalten als Leitmotiv des Berliner Lobbyismus (ETHIK) und der häufig unterstellte negative Einfluss von Lobbyisten auf die Qualität der Gesetzgebung (NEG_EINFLUSS). Die Einschätzung der Realitätsnähe medialer Berichterstattung über Lobbyismus wurde über eine vierte Variable direkt abgefragt (MEDIEN).

Stefan Schwaneck

Kapitel 5. Methodische Anlage

Die Aussagekraft von Erhebungen hängt wesentlich von der Qualität des zugrundeliegenden Datenmaterials ab. Sekundärdaten, d.h. der Forschung bereits zur Verfügung stehende Datensätze, müssen deshalb ebenso wie Primärdaten, die im Zuge eines Forschungsvorhabens originär erhoben werden, hohen Maßstäben genügen.

Stefan Schwaneck

Kapitel 6. Digitale Kommunikation

Digitalisierung schenkt allen Unternehmen die Chance, Kommunikation aktiv und effizient zu betreiben. Gesetze, Regeln und Beschränkungen der früheren Massenkommunikation sind aufgehoben. Das Set aus Formaten, Rezepten, Kanälen und Erfolgskriterien für Kommunikation wirkt im Vergleich zu früher wie eine Drohne im Vergleich zum Papierflieger. Vernetzte Daten erschließen neue Dimensionen der Kommunikation und Beziehungen mit Kunden.

Thomas Bily

Kapitel 2. Wandel wagen

Unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Megatrends wie demografischer Wandel und Digitalisierung definieren unser Zusammenleben neu. Sie revolutionieren Märkte, Kommunikation und Geschäftsmodelle. Trotz ihrer Kraft und Wirkung werden Megatrends regelmäßig verkannt, vernachlässigt oder gar ignoriert. Wandel verschiebt die Tektonik unseres Lebens und ist viel mehr als eine singuläre Herausforderung für einzelne Spezialgebiete wie Marketing und Kommunikation. Nicht nur das Stadion ist neu, sondern die gesamte Sportart wird neu definiert. Sind Sie ein Spieler, der die neuen Herausforderungen annehmen will und kann? Bringen Sie Mut und Fähigkeiten mit, Wandel aktiv zu gestalten? Dieses Kapitel soll Ihnen helfen, sich darüber im Klaren zu werden.

Thomas Bily

Kapitel 7. Methode

In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen der Untersuchung beschrieben. Es ergibt sich aus der theoretischen Konzeptualisierung, die in den Kapiteln 1 bis 6 vorgenommen wurde. Zuerst wird das Design der Studie vorgestellt, dann Ablauf und Durchführung derselbigen.

Miriam Czichon

Kapitel 8. Ergebnisse

Die Ergebnisvorstellung erfolgt anhand der vier Forschungsfragen, welche in Kapitel 6.3 aufgestellt wurden. Bevor jedoch auf die Hauptbefunde der Studie eingegangen wird, muss zunächst die Stichprobe anhand von soziodemographischen Daten vorgestellt werden. Zudem wird vorab überprüft, ob Gruppenegalität zwischen den beiden Versuchsbedingungen gegeben ist.

Miriam Czichon

„Die Mischung zwischen Technik und Recht macht es spannend.“

Stefanie Drobnik

Kapitel 3. Künstlersozialkasse

DieKünstlersozialkasse Beratungspraxis zeigt, dass dieses Kapitel einen immer größeren Stellenwert in der Arbeit des Steuerberaters, der Mandanten aus den Bereichen berät, einnimmt. Wie nachfolgend gezeigt wird, betrifft die Künstlersozialabgabe jedoch nicht nur diesen Bereich, sondern nahezu jeden Unternehmer.

Rüdiger Schaar, Reinhard Knauft, Marie Skrotzki

Kapitel 4. Einige ganz besondere Prognosefallen

Wir haben in den vorangegangenen Kapiteln bereits einige Umstände kennengelernt, die uns unsere Prognosen verderben. Allen voran stehen die heuristischen und die Wahrnehmungsverzerrungen. Sie machen Vorhersagen unpräzise und fallen dabei nicht einmal auf. Wir benötigen Kontrollen und Korrekturen, damit wir diese Fallen erkennen und umgehen können, etwa das Feedback unbeteiligter Berater oder (teil)quantitative Methoden wie die Nutzwertanalyse.

Jörg B. Kühnapfel

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Dagmar Drüll

Karl Poppers intellektuelle Biographie

Die intellektuelle Entwicklung Karl Raimund Poppers vollzog sich vor dem Hintergrund sowohl der metaphysikkritischen Erneuerung der Philosophie als auch der politischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts. Sozialisiert im Umkreis der Wiener Moderne entstand in der Auseinandersetzung mit dem Wiener Kreis Poppers kritisch rationale Theorie des Wissens. Nach einem mehrjährigen Exil in Neuseeland, wo er seine Theorie der offenen Gesellschaft entwickelte, wurde Popper nach dem Krieg in Großbritannien zu einem international renommierten Denker, der sich in seiner Spätphase metaphysischen Themen zuwandte.

Robert Zimmer

2. Bildungscoaching – ein Containerbegriff?

Das Kapitel führt in das Thema Bildungscoaching ein und zeigt die Relevanz von Coaching für die Begleitung von Bildungsprozessen auf. Die Betrachtung der, dem Bildungscoaching zugrundeliegenden, unterschiedlichen Intentionen und die Abgrenzung zu anderen Formen der pädagogischen oder psychologischen Beratung leiten zu einer Definition des Begriffs hin. Außerdem vermittelt das Kapitel einen ersten Überblick über die Inhalte , Zielgruppen und Einsatzmöglichkeiten sowie die Problematik der Abgrenzung zu anderen Beratungsformaten und führt in die Online-Befragung von 50 Bildungscoaches ein.

Gabriele Matthes, Henriette Garczorz

4. Anwendungsfeld Hochschule

Coaching an Hochschulen nimmt sowohl in der Literatur als auch in der Praxis eine zunehmende Bedeutung ein. Die Begleitung von Studienanfängern, abbruchgefährdeten Studierenden und Studienabbrechern durch Coaching findet immer öfter Aufnahme in das Portfolio der Beratungsstellen an Hochschulen. Auf der Seite der Lehrenden werden beispielsweise Coachings für Neuberufene, Promovierende oder Wissenschaftler konzipiert. Gesteuert und begleitet werden die Coachingprozesse durch diverse Akteure innerhalb und außerhalb des Systems Hochschule. Durch die Darstellung von Akteuren, Zielen, Anlässen, Themen und theoretischen Konzepten als auch durch die beispielhafte Beschreibung von Zugängen und Angeboten aus der beruflichen Praxis wird ein Überblick über den Einsatz von Coaching im Anwendungsfeld Hochschule gegeben.

Gabriele Matthes, Henriette Garczorz

Kapitel 5. Besonderheiten der Markenentwicklung nach Berufsgruppen

Welche Besonderheiten gilt es für Führungskräfte und Manager zu beachten? Welche unterstützenden Werkzeuge können Personen in Selbstständigkeit und Vertrieb nutzen? Wir werfen einen Blick in die Politik, in der Marken zu einer seltenen Spezies geworden sind.

Christopher Spall, Holger J. Schmidt

3. Social Media in praktischen Anwendungsszenarien der Versicherungswirtschaft

In diesem Kapitel werden anhand aktueller Beispiele für Deutschland und vor allem das amerikanische Ausland relevante Anwendungsbereiche von Social Media betrachtet, die sowohl für Versicherungsvermittler als auch für Versicherungsgesellschaften von Interesse sein können.

Stefan Jauernig, Germot Heisenberg, Maren Selbst, Silke Wiegand

Kapitel 5. Der IStGH in der Praxis: Den Haag, Kenia und Uganda

Die vorangegangenen Kapitel haben sowohl auf theoretischer Ebene als auch auf Ebene des Politikfelds Transitional Justice (TJ) die Grundlagen gelegt, um eine empirische Untersuchung von RNGOs in Transitional Justice am Beispiel des IStGH durchzuführen. Um durch die systematische Analyse von einzelnen RNGOs zu Antworten auf meine Forschungsfrage zu kommen, muss der Kontext der Fallstudien bekannt sein. Dieses Kapitel dient dazu, die internationale, die ugandische und die kenianische Ebene vorzustellen.

Clara Braungart

Kapitel 6. Analyse der vier Fallstudien

Das Ziel der Analyse ist es, sowohl die Positionen der Organisationszweige zu bestimmen als auch ihre jeweilige Begründung zu untersuchen. Dieses Kapitel beschränkt sich also auf den Teil meiner Fragestellung, der die organisationsinternen Unterschiede in den Blick nimmt.

Clara Braungart

Kapitel 4. Oh wie schön ist Panama – Rechtsanwälte in Aktion

Theoretisch kämpfen Rechtsanwälte für Recht und Gerechtigkeit. Sie verhelfen den Witwen und Waisen zum Sieg gegen übermächtige Gegner. Mit guten Argumenten gewinnen sie jeden Prozess. Praktisch geht es manchen Rechtsanwälten in erster Linie ums Geld. Sie nutzen gesetzliche Regeln, um sich oder ihren Mandanten Vorteile zu verschaffen, gelegentlich sogar unlautere. Und je mehr Geld ein Mandant hat, desto besser sind seine Chancen vor Gericht. Ob ein Rechtsanwalt gewinnt, hängt aber immer vom jeweiligen Richter ab.

Jochen Theurer

Kapitel 11. Auf zu neuen Ufern – die 10 besten Strategien, mit Gesetzen umzugehen

Entscheidend ist, wer entscheidet. Dieses Prinzip gilt überall im Recht. Und daran wird sich aufgrund der menschlichen Natur auch nichts ändern. Doch keine Angst. In der Realität ist das Ergebnis eines Rechtsstreits für erfahrene Juristen in vielen Fällen trotzdem relativ sicher vorhersehbar. Denn häufig sind die Umstände so eindeutig, dass es egal ist, welcher konkrete Richter das Urteil fällt. Spannend wird es, wenn die Sache nicht so klar ist. Denn dann wirken sich die subjektiven Motive der Beteiligten tatsächlich aus und können (!) zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Und das können Sie gezielt zu Ihrem Vorteil nutzen.

Jochen Theurer

Kapitel 2. Sieben Aufgaben des Decision Makers

Verhandlungen werden geführt, um ein sachliches Ziel, also eine Mission zu erreichen. Die Missionen sind dabei so vielfältig wie das Leben. Es geht z. B. um einen Anstellungsvertrag, einen Autokauf, den Erwerb einer Immobilie, die Anmietung einer Wohnung, den Abschluss eines Liefervertrages, die Vereinbarung eines Joint Ventures/eines komplexen Unternehmenskaufs, eine Vereinbarung zwischen Gesellschaftern, die Lösung eines (komplexen) Streits oder nur um den nächsten Restaurantbesuch oder den Urlaub mit dem Partner.

Hermann Rock

Kapitel 3. Zehn Aufgaben des Negotiators

Bisher ging es in dem Buch vor allem um den Decision Maker und seine Aufgaben in der Verhandlung. Nun wechseln wir die Rolle und wenden uns dem Primary Negotiator, dem Verhandlungsführer, zu (vgl. Abb. 3.1). Wie erwähnt, ist es wichtig, dass diese beiden Rollen in einer Verhandlung strikt getrennt sind: Der Decision Maker verhandelt nicht und der Primary Negotiator entscheidet nicht. Das Befolgen dieser Regel ist elementar für den Verhandlungserfolg. Denn nur wenn der Decision Maker unbeeinflusst von den Vorgängen am Verhandlungstisch ist, kann er die richtigen Entscheidungen treffen.

Hermann Rock

Kapitel 3. Analyse

In der Einleitung wurde die zentrale These formuliert, dass sich die politischen Akteure vor dem Hintergrund der Ausnahmesituation der Wiedervereinigung dem besonderen Bedarf an symbolischer Repräsentation in ihrer integrationsstiftenden Funktion nicht verweigern konnten. Im Folgenden sollen nun die Identitäts- und Repräsentationsformulierungen in den im Methodenteil definierten Reden über die dort formulierte Methode rekonstruiert werden. Dabei stehen die Fragen im Mittelpunkt, welche Gemeinsamkeiten und Konfliktlinien, Selbstbilder, Legitimationen und Identifikationsangebote im Rahmen der rhetorischen Repräsentation sichtbar und erfahrbar gemacht wurden, wie politische Realität strukturiert, wie Sinn vermittelt, welche Vorstellungen demokratischer Repräsentation aktiviert und wie Repräsentationsverhältnisse hergestellt wurden.

Anne-Kerstin Tschammer

Kapitel 4. Fazit

Einleitend wurden die zentralen Forschungsfragen gestellt, wie die Wiedervereinigung legitimiert und rhetorisch durchgesetzt wurde, wie das wiedervereinte Deutschland – insbesondere auch im Verhältnis zu seiner Vergangenheit – identifiziert und wie ein gemeinsames Verständnis über die Bedeutung der Ereignisse geschaffen wurde, welche Gemeinsamkeiten, Konfliktlinien, Selbstbilder und Identifikationsangebote als Basis der neuen nationalen Identität formuliert wurden, welche Vorstellungen demokratischer Repräsentation aktiviert und wie Repräsentationsverhältnisse hergestellt wurden, wie insbesondere die westdeutschen Politiker zu Repräsentanten der ostdeutschen Bevölkerung werden konnten und schließlich wie beide Seiten, Ost wie West, eingebunden wurden und ob und wie bereits abgrenzende Identitäten markiert wurden. Es stellte sich die Frage, wie der Topos von der inneren Einheit aufkam und die zuvor jahrzehntelang vorausgesetzte nationale Einheit ablösen konnte. Zusätzlich wurde die Frage aufgeworfen, ob das Repräsentationsdefizit durch die ausbleibende Verfassunggebung anderweitig ausgeglichen wurde.

Anne-Kerstin Tschammer

Interne Erhebungen

Zunehmend kooperieren Unternehmen mit Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung von Straftaten und Vorwürfen strafrechtlicher Art aus dem Tätigkeitsbereich des Unternehmens. Dies dient meist der Abmilderung etwaiger Sanktionen aus dem Bereich der §§ 30, 130 OWiG. Hierbei kommen interne Erhebungen in Betracht. Wie sich interne Erhebungen konkret definieren und wie sie sich entwickelt haben, wird im Folgenden dargestellt.

Oliver Jedynak

Besonderheiten von internen Erhebungen mit Auslandsbezug

Heute werden nicht mehr ausschließlich Großunternehmen grenzüberschreitend tätig, auch mittelständische Unternehmen schließen immer häufiger Geschäfte in anderen Staaten. Dieser Grenzübertritt wirft in aller Regel Probleme auf, wie am Beispiel von internen Erhebungen zu sehen sein wird. Die besondere Schwierigkeit bei internen Erhebungen besteht darin, dass sie in einem juristischen „Niemandsland“ oder anders formuliert in einem juristischen „Jedermannsland“ stattfinden, was darauf zurückzuführen ist, dass in ihrem Zusammenhang die Anforderungen unterschiedlicher Rechtsgebiete zu beachten sind.

Oliver Jedynak

Fazit

In Deutschland besteht eine faktische Pflicht zu Compliance – einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung zur Einrichtung eines Compliance-Systems bedarf es daher nicht.

Oliver Jedynak

Ausgewählte aktuelle Fälle interner Erhebungen

In der jüngeren deutschen Wirtschaftsgeschichte dürfte es kaum Beispiele geben, wie ein Unternehmen, das als absatzstärkstes Unternehmen seiner Branche weltweite Anerkennung genossen hat, binnen kürzester Zeit als Verlierer des Jahres gehandelt wurde. Dieses fast unvorstellbare Szenario hat der deutsche Automobilhersteller Volkswagen verwirklicht. Der Konzern sah sich im Herbst 2015 wie aus dem Nichts mit einem Manipulationsvorwurf konfrontiert, der als Beginn des sog.

Oliver Jedynak

Gang der Untersuchung

Im Zuge der Entwicklung der Strafverfolgungspraxis in Wirtschaftsstrafsachen sind Rechtsanwälte zunehmend damit befasst, Unternehmen im Hinblick auf drohende oder bereits anhängige Ermittlungsverfahren zu beraten. Diese Tätigkeit des Unternehmensanwalts wirft eine Reihe rechtlicher und praktischer Fragen auf5, zumal die rechtliche Literatur zunehmend unüberschaubar wird.

Oliver Jedynak

Kapitel 7. Prüfung kartellrechtlicher Compliance durch Mock Dawn Raids als Instrument der IT-Revision

Zur Bewertung und Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit des Compliance-Management-Systems (CMS), insbesondere der kartellrechtlichen Compliance, haben sich nach US-amerikanischem Vorbild auch in deutschen Unternehmen die sogenannten Mock Dawn Raids etabliert. Mock Dawn Raids als Prüfungsmethode sind ein geeignetes Mittel, durch die das Management seine Pflichten, Verstöße gegen unternehmensbezogene Rechtsvorschriften durch angemessene Aufsichts- und Überwachungsmaßnahmen zu verhindern (vgl. etwa § 130 OWiG), ordnungsgemäß erfüllen kann. Im vorliegenden Beitrag wird eine Prüfungsmethodik vorgestellt und systematisiert, die gerade die Prüfung von Wirksamkeit und Ordnungsmäßigkeit kartellrechtlicher Compliance ermöglicht. Die Mock Down Raid als Prüfungsmethode der Internen Revision kann dabei helfen, die Awareness der Mitarbeiter im Hinblick auf die kartellrechtliche Compliance zu steigern und etwaige Bußgelder oder Gerichtsverfahren, bspw. aufgrund fehlerhaften Verhaltens bei Durchsuchungen, zu vermeiden. Die Frage nach der Eignung positiver Prüfungstestate als Entlastung der Geschäftsleitung bei einem Compliance-Vorfall wurde jedoch bis dato in der Rechtspraxis nicht bejaht.

Aleksandra Sowa

Kapitel 21. Verhandlung und Vertragsgestaltung

Ein leidiges, aber sehr wichtiges Thema sind die Verträge zwischen Anbieter und Anwender. Leider kümmern sich zu viele Unternehmen erst viel zu spät um diesen Bereich. Man scheint immer davon auszugehen, dass es später schon klappen wird, weil der Anbieter schließlich den Auftrag erhalten will. Aber weit gefehlt! Je länger Sie warten, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie sich als Unternehmen, mehr als vielleicht von Ihnen gewünscht, den Vertragskonditionen des Anbieters „ergeben“ müssen.

Christoph Groß, Roland Pfennig

Kapitel 6. Operatives Dienstleistungsmarketing

Auf Grundlage der verfolgten Marketingstrategie sowie unter Einbeziehung von Ergebnissen der Marktforschung und der darauf aufbauenden Marktsegmentierung sind im Rahmen dieses Kapitels die Marketinginstrumente hinsichtlich ihres zielgerichteten Einsatzes zu bestimmen. Grundsätzlich wird eine Systematisierung der Marketinginstrumente in die vier Mixbereiche Leistungspolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik sowie Preispolitik in der allgemeinen Marketingliteratur vorgenommen. Diese vier sogenannten externen Instrumente des Dienstleistungsmarketing werden in dem vorliegenden Kapitel um ein internes Instrument des Dienstleistungsmarketing, die Personalpolitik, ergänzt. Dabei erfolgt die Betrachtung der Personalpolitik jedoch nicht im Sinne eines umfassenden Personalmanagements. Vielmehr wird ein Fokus auf jene personalbezogenen Aspekte gelegt, die bei der Erstellung von Dienstleistungen aus Marketingsicht zu berücksichtigen sind. Hierbei ist insbesondere auf das Interne Marketing zu verweisen, deren Bedeutung innerhalb eines Dienstleistungsunternehmens hervorzuheben ist. Im Verlauf dieses Kapitels zum operativen Dienstleistungsmarketing werden diese fünf benannten operativen Marketingmixinstrumente im Hinblick auf ihre Besonderheiten im Dienstleistungsbereich vorgestellt und erläutert sowie unterschiedliche Einzelmaßnahmen analysiert und kritisch diskutiert.

Manfred Bruhn, Heribert Meffert, Karsten Hadwich

Analyse der Wahlwerbespots zur Österreichischen Nationalratswahl 2017

Die Analyse von Werbespots der wahlwerbenden Parteien für die Nationalratswahl 2017 zeigt, dass vier von fünf im Nationalrat vertretenen Parteien (SPÖ, ÖVP, FPÖ, Liste Pilz) auf die Präsentation ihrer Spitzenkandidaten setzen und nur eine Partei (NEOS) ganz ohne ihren Spitzenkandidaten auskommt und demgegenüber auf die Präsentation ideologischer Inhalte setzt. In den mehr biografischen Spots werden verschiedene Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Vorstellungen von Politik inszeniert. Während sich Sebastian Kurz (ÖVP) als eigenständiger Macher darstellt, stellt sich Christian Kern (SPÖ) als solidarisch engagiert vor, Heinz Christian Strache (FPÖ) inszeniert sich als Stellvertreter der Sprachlosen und Peter Pilz (Liste Pilz) als unerschrockener Aufdecker.

Larissa Krainer

Europa ist tot, es lebe Eurasien! Zwischen Tradition und Toleranz. Russlands postsowjetische Mischidentitäten

„Wer sind wir? Wohin gehen wir? An welchen Werten orientieren wir uns?“ Mit der Ergründung dieser Sachverhalte sehen sich die etwa 144 Millionen Bürger der Russländischen Föderation seit dem Zerfall der Sowjetunion, mit welchem auch die bis dato staatstragende Ideologie im Jahr 1991 an Bedeutung verlor, auch in der Gegenwart konfrontiert. Auf die Initiative des ehemaligen Präsidenten Boris Jelzin lobte die landesweit vertriebene Tageszeitung „Rossijskaja gazeta“, welche als offizielles Amtsblatt der Regierung fungiert, 1996 sogar ein Preisgeld von 10 Millionen Rubel (damals knapp 15.000 Euro) für denjenigen aus, der die beste „Idee für Russland“ zur Kreierung eines gesamtnationalen Zusammengehörigkeitsgefühls zu Papier brächte. Die Aufforderung zur Teilnahme am Wettbewerb richtete sich an „all diejenigen, die an ein neu erstehendes Russland, an das Talent, den Fleiß und den Patriotismus der Menschen Russlands glauben“ (Proekt „Rossijskoj Gazety“ O.J.).

Ludmila Lutz-Auras

Kapitel 7. Wirtschaftsstrafrecht

In dem Kapitel Wirtschaftsstrafrecht werden sowohl der Allgemeine Teil als auch – in Grundzügen – der Besondere Teil des Wirtschaftsstrafrechts vorgestellt. Das Wirtschaftsstrafrecht stellt eine Schnittstelle zwischen Straf- und Wirtschaftsrecht dar. Nach einer kurzen Darstellung der historischen Entwicklung des Wirtschaftsstrafrechts in der Bundesrepublik Deutschland und einer Begriffsbestimmung wird der Allgemeine Teil des Strafrechts in seinen spezifischen Bezügen zum Wirtschaftsstrafrecht behandelt. Im Weiteren werden die praktisch bedeutsamsten und prüfungsrelevanten Straftatbestände des Besonderen Teils des StGB dargestellt.

Larissa Senuysal

Kapitel 5. Wettbewerbs- und Kartellrecht

In dem Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen des Wettbewerbs- und Kartellrechts dargestellt. Die Regelungen des Wettbewerbs- und Kartellrechts betreffen sowohl das inhabergeführte Einzelunternehmen als auch global agierende Konzerne. Das Kartellrecht schützt die Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs und ist damit elementar von Bedeutung.

Friedrich Schade

7. Sanierung im Insolvenzverfahren

Da sich eine Sanierung immer mit einer Form der Krisenbewältigung auseinandersetzt, ist es einerseits unabdingbar, das „Worst-Case-Szenario“ und die mit der Insolvenz zusammenhängenden Modalitäten zu kennen. Andererseits birgt dieser Bereich auch kostbare Gestaltungsoptionen für Sanierung, wie die übertragende Sanierung, das Insolvenzplanverfahren die Eigenverwaltung und das Schutzschirmverfahren. Diese ermöglichen tiefe Eingriffe unter hoheitlicher Kontrolle und Aufsicht. Dieser Abschnitt widmet sich den Sanierungsoptionen im Insolvenzbereich. Er wird durch wichtige Aspekte beim Steuerrecht und beim Arbeitsrecht ergänzt.

Hellmut Damlachi, Julian Opp, Dennis Fouladfar, Valerie Wächter, Michael Hermanns

2. Die Unternehmenskrise: Arten, Ursachen, Stadien und Analyse

Unternehmenskrisen sind zeitliche Phasen mit geringer oder negativer Ertragskraft. Um den Weg von der Krise in die erneute Profitabilität bewältigen zu können, ist die Krisenanalyse der wichtigste Faktor; diese hat sowohl eine operative als auch eine strategische Komponente. Unternehmenskrisen haben typische Arten, Symptome, Phasen und Ursachen. Mit entsprechenden Instrumenten wie dem EcoStaT oder DATEV Unternehmensanalyse pro lässt sich eine Krisenfrüherkennung vornehmen. Als Wende- oder auch Endpunkt des „Unternehmenslebens“ steht oftmals die Insolvenz, welche durch Zahlungsunfähigkeit oder (drohende) Überschuldung ausgelöst wird. Wir zeigen die Insolvenzverfahrensauslöser und wie diese ermittelt werden.

Dr. Dr. Stefan Hohberger, Hellmut Damlachi

8. Multinationale Rahmenbedingungen für Sanierung und Insolvenz

In diesem Abschnitt findet sich ein Überblick der übergreifenden Rahmenbedingungen, die bei Insolvenzen und Sanierungen bestehen. Aufgrund der Intensität des hoheitlichen Eingriffs sind bei Insolvenzen die Rahmenbedingungen formaler und klarer. Hier wurde durch die seit Mitte 2017 EU-weit geltenden europäischen Insolvenzverordnung (EuInsVO) ein bislang unbekannter und sehr wünschenswerter Grad der Harmonisierung erreicht, was auch zu Anpassungen des in Deutschland geltenden internationalen Insolvenzrechts führte.Weiterhin erfolgt ein Überblick über die für Sanierungsfälle spannenden Entwicklungen zu einem einheitlichen Sanierungsrahmen, der durch die europäische Kommission angestoßen wurde. Während für Sanierungen bislang keine oder nur geringe rechtliche Rahmenbedingungen etabliert wurden, scheint die Hoffnung berechtigt, dass sich dies in der Zukunft ändert. Schließlich erfolgt ein Überblick über das viel zitierte englische Scheme of Arrangement, das oftmals als Blaupause für Sanierungsbemühungen angesehen wurde.

Hellmut Damlachi

6. Ein gut geführtes Archiv erleichtert die Betriebsprüfung

Damit am Ende steuerlich nicht noch etwas schief geht, benötigen Sie ein gut strukturiertes Ablagesystem. Denn spätestens bei einer Betriebsprüfung gilt das Prinzip: Jeder Beleg muss ohne langes Suchen für Dritte auffindbar sein.Suchen kostet Zeit – Zeit, in der Sie für Ihre Kunden arbeiten und Geld verdienen können. Ein weit verbreiteter Irrtum lautet „Ich habe keine Zeit zum Aufräumen“. Sie haben keine Zeit, eine Quittung sofort an ihren eigentlichen Bestimmungsort zu legen – aber Sie haben die Zeit, diesen Beleg für die Buchhaltung oder die Steuererklärung zu suchen? Werfen Sie das Argument „keine Zeit“ in den Papierkorb. Sie werden auf Dauer sehr viel Zeit gewinnen, wenn Sie Ihre Belege und Ihre Ablage gut organisieren.

Constanze Elter

Research findings

Writing about findings in grounded theory research has the aim to achieve trustworthiness and authenticity (Guba and Lincoln 1989, 1994), but also a solid data-theory coupling (Locke 2001, p. 116).

Andreas B. Günther

Vom Umgang mit der Ressource Wissen – Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit am Beispiel von Steuerberatungskanzleien

Mehr denn je wird in Unternehmen und anderen Organisation immer wieder neues Wissen benötigt, aber der Umgang damit zeichnet sich vor allem durch seine Komplexität und Vielschichtigkeit aus. Daher stellt sich die Frage, welche Unzulänglichkeiten, Mängel und Fehler im Umgang mit Wissen – so genannte Informationspathologien – sich im Unternehmensalltag ereignen und wie sie verhindert werden können. Je wissensintensiver die Unternehmensaufgaben sind, umso dringlicher stellt sich diese Frage. Eine Branche, auf die das besonders zutrifft, sind Steuerberatungskanzleien, die mit hoch qualifizierten Mitarbeiter/innen besonders wissensintensive Dienstleistungen erbringen. Wissen gehört in Kanzleien zu den strategischen Ressourcen (neben Reputation und Beziehungskapital) und ist zugleich auch die zentrale Ressource für Innovationen.Um zu erfahren, wo hier die Ursachen von Informationspathologien und mögliche Verbesserungschancen liegen, wurden in 51 deutschen Steuerberatungskanzleien 570 Mitarbeiter/innen und Vorgesetzte online befragt. Die Untersuchung ergibt viele Ansatzpunkte für den Abbau von Informationspathologien und damit auch für die Verbesserung der Innovationsfähigkeit. Die Klarheit der Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter über Ziele und Strategien der Kanzleien, die durch sie eingeschätzte Qualität der Führungskräftekommunikation sowie der Zustand ihrer Psychologischen Verträge zeigen sich als wichtige Ansatzpunkte Informationspathologien abzubauen und so bessere Voraussetzungen für Innovationen zu schaffen. Unternehmen aus anderen Branchen können gerade aus der Untersuchung solcher wissensintensiver Unternehmen wie Steuerberatungskanzleien Rückschlüsse für den eigenen Umgang mit Wissen und Innovationen ziehen.

Ulf Hausmann, Wolfgang Scholl

Kapitel 4. Umwandlung einer grundbesitzhaltenden GmbH & Co. KG in eine GmbH

Aufgrund der Entscheidung der Gesellschafter werden im Folgenden kurz die Möglichkeiten einer Umwandlung von einer GmbH & Co. KG in eine GmbH dargestellt. Danach wird anhand des vorliegenden Falls auf einzelne Umstrukturierungsformen näher eingegangen und erläutert, welche steuerrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Aspekte zu beachten sind.

Jessica Harneit

Kapitel 11. Analyse der Korpustexte

Ziel der vorliegenden Analyse war es, die Kommunikation von Vertrauen in einer akuten Krisensituation zu untersuchen. Speziell war herauszustellen, ob die im Theorieteil evaluierten Glaubwürdigkeitsfaktoren bzw. -indikatoren in den konkreten Textexemplaren zweier Referenzunternehmen Anwendung finden oder nicht. Der besseren Übersicht halber finden sich die Ergebnisse in folgender Tabelle vergleichend gegenübergestellt.

Eva Ehmke

Kapitel 8. Mythos 7: Die Frauenquote bringt den Durchbruch

Quotenregelungen haben Vor- und Nachteile. Gute Quoten bewirken, dass die Benachteiligung von bestimmten Gruppen reduziert wird, können dadurch aber neue Benachteiligungen nach sich ziehen. In vielen Ländern gelten die Quoten nur für die höchsten politischen Ämter und höchsten Gremien in Unternehmen. Die Mehrheit der Menschen wird von den Auswirkungen nichts spüren. Dennoch haben viele Unternehmen freiwillige Selbstverpflichtungen ergänzt. Objektivität und Kompetenz sind weiterhin ein sinnvolles Leitbild für die Besetzung von Positionen. Auch sollte die reale Verteilung zwischen Männern und Frauen ebenso bei der Definition einer sinnvollen Zielgröße bei der Verteilung von Managementpositionen herangezogen werden. Gesetzliche Quoten bleiben weiterhin umstritten, da sie erhebliche kontroverse Debatten auslösen, obwohl sie in ihrer Wirkung nur sehr geringe Anteile der Bevölkerung überhaupt erreichen. An wesentlichen Kennzahlen, wie beispielsweise dem Gender Pay Gap, änderte sich bisher nichts durch die Einführung von Quotenregelungen in untersuchten Ländern.

Johanna Bath

Kapitel 6. Empirische Einblicke in die Funktion von Einkaufskooperationen

Das nachfolgende Kapitel beschäftigt sich eingehender mit empirischen Einblicken in die Funktionsweise von Einkaufskooperationen. Ermittelt werden soll, in wie fern sich die bisherigen Einblicke zu Einkaufskooperationen durch empirische Erkenntnisse absichern und um das Phänomen der Komplexität erweitern lassen. Unter empirischer Forschung wird im Rahmen der hier vorliegenden Arbeit der Prozess zur systematischen Erfassung, Analyse und Interpretation von Daten verstanden.

Christian von Deimling

Magdeburg – die Ottostadt

Nach der Wende 1989/1990 wurde Magdeburg zur Landeshauptstadt des neuen Bundeslandes Sachsen-Anhalt bestimmt. Sachsen-Anhalt hatte als „Bindestrichland“ Schwierigkeiten mit seiner historischen Identität und galt gar als „geschichtslos“. Magdeburgs historische Identität war durch die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau als sozialistische Industriestadt mehr oder weniger verschüttet. Dies änderte sich mit einer Ausstellungstrilogie zur Geschichte und Bedeutung Ottos des Großen, die 2001, 2006 und 2012 überaus erfolgreich im Kulturhistorischen Museum Magdeburg lief. Sie sorgte dafür, dass Stadt und Land im kulturellen Europa erheblich an Profil gewannen. 650.000 Besucher insgesamt und mehr als 20.000 Berichte in allen Medien sprechen eine deutliche Sprache. Darauf baut die Ottostadt-Kampagne seit 2010 auf, die um die historisch ebenfalls herausragende Persönlichkeit Otto von Guericke noch ergänzt wurde. Diese Kampagne verknüpft erfolgreich Geschichte mit Gegenwart und Zukunft und hilft, das Image der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt auf eine sympathische Art zu verbessern.

Matthias Puhle

Kapitel 8. Compliance

Alexander Haasler

Das Thema „Compliance“ ist in Unternehmen nach wie vor omnipräsent. In Fällen eines möglichen Compliance-Verstoßes drohen beispielsweise eine außerordentliche Tat- oder Verdachtskündigung. In diesem Kapitel wird neben aktueller Rechtsprechung zu Kündigung aus Compliance-Gründen auch Fragen zur Haftung aus schadensersatzrechtlicher Gründen sowie zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit.

Christoph Abeln

Kapitel 10. Die Trennung von der Führungskraft

Zunächst wird in diesem Kapitel mit zwei weit verbreiteten Irrtümern hinsichtlich des vermeintlich fehlenden Kündigungsschutzes für Führungskräfte und hinsichtlich drohender Auflösungsanträge seitens der Arbeitgeber aufgeräumt. Darüber hinaus werden die Grundsätze des Kündigungsschutzrechts im Hinblick auf die Besonderheiten bei Führungskräften dargestellt. In einem weiteren Abschnitt werden wichtige Hinweise und Tipps zur Optimierung von Aufhebungsvereinbarungen gegeben.

Christoph Abeln

Kapitel 15. Wie finde ich den richtigen Anwalt für mich?

In diesem Kapitel wird erörtert, worauf die Führungskraft bei der Suche nach dem richtigen Anwalt achten muss. Darüber hinaus wird aufgezeigt, mit welchen Kosten gerechnet werden muss.

Christoph Abeln

Kapitel 3. Die Vergütung der Führungskraft

André Kasten

In diesem Kapitel werden die einzelnen Vergütungsbestandteile, das heißt neben der Grundvergütung auch beispielsweise die variable Vergütung/Bonus, Dienstwagen, stock options betrachtet. Neben aktueller Rechtsprechung werden auch die Auswirkungen aktueller Gesetze und Regelungen, beispielsweise der Institutsvergütungsverordnung und des Entgelttransparenzgesetzes beleuchtet.

Christoph Abeln

Kapitel 1. Einführung in das Innovations- und Change-Management

Unternehmen und Organisationen in allen Sektoren sehen sich tief greifenden Veränderungen der Umfeldbedingungen gegenüber, die sich zunehmend schnell vollziehen. Ein systematisches Innovations- und Change-Management bietet ein zentrales Instrumentarium, um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit einer Organisation sicherzustellen. Der einführende Beitrag zeigt zunächst die Bedeutung dieser Managementansätze auf und ordnet diese in das strategische Management ein. Dabei wird der Bezug zur Führungskonzeption des Intrapreneurship hergestellt. Intrapreneurship basiert auf dem Leitgedanken und der Anforderung an angestellte Manager bzw. Führungskräfte in Organisationen, unternehmerisch zu denken und zu handeln.Jeweils zum Innovations- und zum Change-Management wird ein einordnender Überblick über Definitionen, Prozesse, Modelle und ausgewählte (institutionelle und prozessbezogene) Managementaspekte gegeben. Beide Managementansätze sind unmittelbar miteinander verknüpft und stehen in Wechselwirkung zueinander. Sie entfalten die beste Wirkung, wenn sie im Gesamtzusammenhang gesehen und angewendet werden.Mit diesen Ausführungen wird zudem ein grundlegender Kontext für die weiteren Beiträge in diesem Buch gelegt. Die Beiträge zum Innovations- sowie zum Change-Management, die auf der Grundlagen von Master-Thesen im MBA-Studiengang der HFH · Hamburger Fern-Hochschule erstellt wurden, werden inhaltlich eingeordnet und Zusammenhänge aufgezeigt.

Claus Muchna

Kapitel 8. Konzept einer Nachfolgeregelung in einem mittelständischen Unternehmen unter Beachtung des Change-Management-Ansatzes

Der Beitrag beschreibt, wie der Inhaber eines mittelständischen Unternehmens agieren muss, um seine Nachfolge optimal zu gestalten. Kernproblem in vielen Unternehmen ist hierbei das Verhaften des Unternehmensgründers an seinem „Lebenswerk“ sowie die oft tief verwurzelte Ansicht, dass „anders“ gleichzeitig „schlechter“ bedeutet. Sowohl auf der eher psychologischen als auch auf der Sachebene muss ein sinnvolles Konzept gefunden werden, welches den Ausstieg des Inhabers beinhaltet. Der Beitrag skizziert ein Phasenkonzept, welches als Grobkonstrukt die Übergabe einer mittelständischen Rechtsanwaltskanzlei unterstützen kann.

Juliane Reichard

Kapitel 9. Ergebnisse: Inhaltsanalyse

In den folgenden Kapiteln werden die Ergebnisse der funktionalen Inhaltsanalyse thematisch in Anlehnung an den kategorial fixierten Leitfaden sortiert aufbereitet und filmübergreifend zusammengefasst. Die jeweiligen Abschnitte machen als Antwort auf die erste Forschungsfrage deutlich, wie Konstruktionsmechanismen von Fremdheit durch narrative und filmspezifische Mittel wirksam werden bzw. wie Othering und Stereotypisierung von Afrika und Schwarz-Sein zu Unterhaltungszwecken in den vier analysierten Filmen umgesetzt sind. Außerdem werden die Ergebnisse der Analyse der filmisch inszenierten Modi des Fremderlebens sowie des adaptierten Bechdel- Wallace-Tests für Rassismus präsentiert.

Cornelia Grobner

Kapitel 4. Charakter-Entwicklung: Wer handelt, treibt die Geschichte voran

Menschen führen durch Geschichten. Insbesondere, wenn diese thematisch anspruchsvoll sind und eine gewisse Länge umfassen. Der Protagonist dient dabei als Identifikations-Figur. Die Beziehung zwischen Hörer und Protagonist und anderen Figuren ist entscheidend. Dabei gilt: Je mehr Figuren auftauchen, desto wichtiger ist es, sie wiedererkennbar zu gestalten. Sie werden als Charaktere der Geschichte in Szene gesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen und die dafür notwendigen O-Töne zu erhalten, muss sich die Zusammenarbeit zwischen Reporter und Figuren anders gestalten als bei klassischen Berichten. Zentrales Element dafür ist in der Praxis das Story-Interview. Tritt der Reporter selbst als Protagonist auf, gelten für ihn dieselben Regeln wie für andere Protagonisten. Dieses Kapitel zeigt, was echte Protagonisten ausmacht, wie die Zusammenarbeit mit realen Menschen zu guten O-Tönen und damit zu wiedererkennbaren Charakteren in Narrationen führen kann.

Sven Preger

Kapitel 6. Falldarstellungen

Die Kontaktaufnahme mit den Mediatoren erfolgte über das Internet, d. h. die betroffenen Erben suchten gezielt nach der kombinierten Qualifikation „Anwalt und Spezialisierung im Erbrecht“ und „Mediator“. Zudem wurden Anbieter mit regionaler Nähe zur Mehrheit der Parteien bevorzugt. Insbesondere für den Vater war es ausschlaggebend, in der Nähe des eigenen Wohnortes an der Mediation teilnehmen zu können.

Sabine Wegner-Kirchhoff, Judith Kellner

Stand in Rechtsprechung und Literatur

In seiner ersten richtungsweisenden Entscheidung zum Themenkomplex „Wirtschaftswerbung“ hatte sich das BVerfG Ende der 1950er Jahre mit der Wirksamkeit der PolizeiVO über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens von 1941 zu beschäftigen. Vorausgegangen war eine auf diese VO gestützte gerichtliche Verhängung einer Geldstrafe aufgrund eines vom Beschwerdeführer – einem Vertreiber chemisch-pharmazeutischer Präparate – und seinen Vertretern in Umlauf gebrachten Werbeprospekts mit dem Titel „Die segenreichen Radiumstrahlen“. Das BVerfG maß die VO lediglich an Art.

Timo Arnold

Regulierungsgrundlagen der KPS und wichtige Fälle aus der Rechtsprechung in der EU, den USA und in Korea

Im Fall linkLine wurde die seit dem Fall Alcoa bestehende Bechtsprechungslinie übernommen. Um eine rechtswidrige KPS nachzuweisen sind deshalb das Fehlen einer wettbewerbsrechtlichen Handlungspflicht und die Predation des fraglichen Preises notwendig. Dies macht es tatsächlich unmöglich, die KPS zu regulieren.

Young Gug You

Kapitel 10. Schritt 6: Regeln

Social Media bewegt sich nicht in einem unregulierten Raum. Vielmehr gibt es nach Auffassung des Autors vier Hauptbereiche, die in diesem Zusammenhang näher ausgeführt werden müssen: rechtliche Aspekte (siehe Abschn. 10.1), die Nutzungsbedingungen der Plattformen (siehe Abschn. 10.2), Verhaltensregeln für die Nutzer der vom Unternehmen eingerichteten Kanäle (siehe Abschn. 10.3) sowie interne Regelungen, die sich vor allem an die Mitarbeiter richten (siehe Abschn. 10.4).

Alexander Decker

2. Digitale Transformation der Wissens- und Industriearbeit

Technologische Entwicklungen verändern die Art, wie wir leben, insbesondere die Art und Weise, wie wir arbeiten. Innerhalb dieses Kapitels werden die Besonderheiten digitaler Arbeit beschrieben und die Herausforderungen für MitarbeiterInnen diskutiert. Beispielsweise führt die digitale Transformation von Arbeit dazu, dass MitarbeiterInnen einer Bankfiliale mit ihren KundInnen vermehrt online kommunizieren und interagieren und demnach über virtuelle Kommunikationskompetenzen verfügen sollten. Des Weiteren werden beispielsweise in Logistikzentren Transportaufgaben von Robotersystemen übernommen und menschliche Arbeitskraft wird vermehrt zur Planung, Programmierung und Steuerung der Technologien eingesetzt. Diese, sowie weitere Besonderheiten digital transformierter Arbeit werden innerhalb dieses Kapitels beschrieben.

Cornelia Gerdenitsch, Christian Korunka

1. Die Arbeitswelt im Wandel

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark gewandelt, dass nun Generationen in einer Organisation aufeinandertreffen, die ganz unterschiedliche Arbeitsweisen kennengelernt haben. Das Arbeiten im heutigen digitalen Zeitalter ist besonders durch die intensive Nutzung von digitalen Technologien und durch eine (dadurch bedingte) erhöhte Flexibilität gekennzeichnet. Menschen können mittlerweile an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten ihren Arbeitstätigkeiten nachgehen, unterstützt durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Dadurch sind neue Formen von flexibler Arbeit denkbar, die vor einigen Jahrzehnten unmöglich gewesen waren. Allerdings zeigen aktuelle Zahlen, dass die Nutzung von zeitlicher und örtlicher Flexibilität in Europa lediglich von der Hälfte der arbeitenden Menschen genutzt wird. Neben der Flexibilität andern sich jedoch auch die Arbeitstätigkeiten selbst. Routineaufgaben werden vermehrt automatisiert, was dazu fuhrt, dass sich der Mensch verstärkt mit komplexen und steuernden Arbeitsaufgaben beschäftigt. Fließbandarbeit verliert an Bedeutung, wahrend kognitive Arbeitstätigkeiten relevanter werden. Innerhalb dieses Kapitels werden diese Veränderungen beschrieben sowie Anforderungen an die Gestaltung zukünftiger Arbeitsumgebungen abgeleitet.

Cornelia Gerdenitsch, Christian Korunka

Kapitel 3. Die Geschichte des (Medien)Klatsches

Aus sozialphänomenologischer und wissenssoziologischer Sicht handelt es sich beim Face-to-Face- und beim Medienklatsch um eine kommunikative Gattung und eine Mediengattung, die nicht nur fließend ineinander übergehen, sondern auch miteinander verwoben sind, indem der Face-to-Face-Klatsch dem Medienklatsch nicht nur vorausgeht, sondern auch nachfolgt. Unter dieser Voraussetzung erscheint es theoretisch gerechtfertigt, den Medienklatsch als mediale Adaption einer interpersonalen Kommunikationsform zu begreifen. Die kommunikative (Medien)Gattung (Medien)Klatsch zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass ihr thematischer Bezug fast vollkommen beliebig ist. Oder anders formuliert: (Medien)Klatsch lässt sich nicht anhand typischer Themen identifizieren.

Eva-Maria Lessinger

Kapitel 3. Weibliche Verhandlungsstrategien

Im nachfolgenden Kapitel werden verschiedene Studien vorgestellt, die vor allem an US-amerikanischen Universitäten zu dem Verhandlungsstil von Frauen und den jeweiligen psychologischen Hintergründen durchgeführt wurden. Aus den Ergebnissen der Forscher zu ihren Experimenten lassen sich bestimmte Strategien ableiten, die auch Ihnen bei Ihren zukünftigen Verhandlungen von Nutzen sein können. So rufen beispielsweise Frauen, die einen hohen sozialen Status signalisieren, bei ihrem Verhandlungspartner ein höheres Maß an Respekt hervor und senken dessen Tendenz, dem Geschlecht des Gegenübers unbewusst zu viel Bedeutung zuzumessen und Frauen aus diesem Grund zu benachteiligen. Aus Furcht vor dem oben beschriebenen Backlash-Effekt sind Frauen nicht nur zaghafter bei der Erwähnung eigener Auszeichnungen, sondern senken auch ihre Verhandlungsziele, die sie sich im Vorfeld der Verhandlung gesteckt haben, während der Auseinandersetzung ab. Zur Abmilderung dieses Effekts kann es daher für Sie hilfreich sein, sich vorzustellen, im Interesse eines Dritten, etwa der Familie oder von Freunden, zu verhandeln. Das Ergebnis weiterer Forschung ist, dass Frauen in Verhandlungen nur dann profitieren können, wenn sie Emotionen, wie Verärgerung, zeigen und gleichzeitig rationale Gründe hierfür kommunizieren. Wer auf der anderen Seite nicht der Typ für bewusst aggressives Verhalten ist, dem könnte der Einsatz von weiblichem Charme ein Ausweg aus dem Dilemma bieten, dass Frauen mit einem rein freundlichen Verhalten zwar ihrem Rollenbild entsprechen, gleichzeitig aber häufig vergleichsweise schlechtere Verhandlungserfolge erzielen. Auch psychologische Kniffe können als Verhandlungsstrategie genutzt werden. So können Sie starker Nervosität während einer Verhandlung dadurch vorbeugen, dass Sie im Vorfeld Ihr Selbstbewusstsein durch die Erinnerung an bestimmte bereits erzielte Erfolge stärken. Wichtig dabei ist, dass Sie diese Erfolge noch einmal bewusst erleben, die Erfahrung also nicht nur rational abgerufen, sondern auch tatsächlich empfunden wird.

Julia Sophia Habbe

5. Unternehmerische Fähigkeiten von Gründern

Im Modell des Occupational Choice (Kap. 4) kommt den unternehmerischen Fähigkeiten einer Person die Schlüsselrolle für die Wahl der Erwerbsform zu. In diesem Kapitel wird erläutert, worin unternehmerische Fähigkeiten bestehen und welche Faktoren zu ihrer Herausbildung beitragen. Behandelt werden insbesondere die für eine erfolgreiche Gründung erforderlichen Qualifikationen und Persönlichkeitsmerkmale. Dabei wird auch gefragt, welche Faktoren das Erkennen und Ergreifen von unternehmerischen Gelegenheiten (Opportunity Recognition) beeinflussen. Wesentliche Fragestellungen: - Was sind unternehmerische Fähigkeiten? Welche Komponenten der unternehmerischen Fähigkeiten lassen sich unterscheiden? - Welche Arten von Qualifikationen sind für die unternehmerischen Fähigkeiten wichtig? - Gibt es unternehmerische Persönlichkeitsmerkmale? - Wie kommen unternehmerische Fähigkeiten zustande? Welchen Einfluss haben genetische Vererbung, Sozialisation, Ausbildung und Berufserfahrung auf die unternehmerischen Fähigkeiten? - Inwiefern werden die unternehmerischen Fähigkeiten durch das persönliche Umfeld geprägt?

Prof. Dr. Michael Fritsch

Kapitel 10. Prävention gegen das Organizational Burnout

Die Gefahr des Rückfalls ist immer gegeben. Warum? Die Situation des Organizational Burnout war auch ein süßes Gift, denn der Einzelne (ob im Management oder in der Belegschaft) hatte gute Vorwände, nicht das zu leisten, was eigentlich von ihm erwartet wurde, denn die Organisation ließ ja – aus der Sicht der Mitarbeiter – eine gute Leistung nicht zu oder hätte sie ohnehin nicht gewürdigt. Dazu kommt, dass nicht selten im Verlauf des Organizational Burnout durch die hohe Fluktuation Mitarbeiter an Macht und in Verantwortung kamen, die sie normalerweise nicht erreicht hätten und die sie nun nicht wieder verlieren möchten. Auch nach dem OBO muss man höchst wachsam bleiben. In jedem Fall muss die intensive und wertschätzende Kommunikation beibehalten werden. Noch sind die Symptomträger des Organizational Burnout nicht wirklich stabil.Es ist in der juristischen Literatur noch nicht geklärt, was die Erkenntnisse über das Phänomen des Organizational Burnout hinsichtlich der Grundlagen der Corporate Governance bedeuten könnten. Auch die Frage, wie sich das Thema auf das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) auswirken wird, ist noch offen. Sicher ist allerdings, dass seine nachhaltige Bekämpfung eines OBO auch rechtlich geboten ist.Wie also erreichen Sie ein Klima des Vertrauens, des Respekts und der Toleranz? Dazu gibt es vier Elemente: wertschöpfende Beteiligungsprozesse, achtsame Fehlertoleranz, ermutigende Kompetenzübertragung und ausnahmslose Wertschätzung. Die Aufmerksamkeit des Managements darf nie nachlassen. Diese Balance zu halten zwischen einerseits der Gelassenheit gegenüber außergewöhnlichem Wachstum oder auch unerwarteten Misserfolgen und andererseits der Dynamik gegenüber dem normalen Trägheitsmoment einer eingeschwungenen Organisation zu entwickeln, ist die immerwährende Herausforderung für das Management nach einem Organizational Burnout.

Gustav Greve

Kapitel 2. Compliance aus juristischer Makroperspektive

In diesem ersten Kapitel wird auf Compliance aus einer Makroperspektive geblickt: Was macht Compliance aus? Die übliche Definition von Compliance scheint eindeutig zu sein. Wohlgemerkt: „scheint“. Die Praxis zeigt, dass sich Unternehmen um Rechtskonformität mühen. Die Umsetzung von Compliance ist mit vielen Hürden verbunden, mithin eine komplexe Organisationsaufgabe. Woran liegt das? Welche Faktoren beeinflussen Compliance? Bereits die Ausführungen des ersten Kapitels werden zeigen, dass Compliance verschiedentlichen Einflüssen ausgesetzt ist. Und die Umsetzung von Compliance beeinflusst wiederum einen Reigen an Interessengruppen. Schnell zeigt sich, dass das scheinbar Einfache und Eindeutige sich bei genauerem Blick als schwierig und komplex darstellt: Wirklich eindeutig am Thema Compliance ist die ihm anhaftende Uneindeutigkeit selbst.

Marcel Schütz, Richard Beckmann, Heinke Röbken

Kapitel 6. Der Syndikus Syndikus bei Unternehmungen des Maschinenbaus

Auch wenn die Begrifflichkeiten hinlänglich bekannt und geläufig sind, lohnt es sich im Hinblick auf den Arbeitstitel dieses Abschnitts sich kurz mit den Definitionen zu beschäftigen. Denn der Verfasser erlaubt sich zu behaupten, dass hier wie in keinem anderen Wirtschaftszweig die Aussage „zwei Welten treffen aufeinander“ gilt; denn es handelt sich um die Welt der Juristen einerseits und um die Welt der Techniker/Ingenieure andererseits.

Edmund Schaich

Kapitel 8. Die ausgelagerte Rechtsabteilung

Die Auslagerung von internen Unternehmensfunktionen („Outsourcing“) ist heutzutage in vielen Bereichen üblich und keineswegs neu. Allseits bekannte Beispiele sind etwa die Auslagerung der Personalbuchhaltung, der IT und der Logistik. In diesen Fällen werden regelmäßig vormals intern erledigte Aufgaben an ein externes Dienstleistungsunternehmen vergeben, häufig (aber nicht immer) unter Übernahme von sächlichen und personellen Ressourcen.

Maximilian Dorndorf

Kapitel 1. Der Syndikusrechtsanwalt

Das Berufsbild des Syndikusanwalts wurde entscheidend nach dem Ersten Weltkrieg geprägt. Viele Unternehmen, Banken und Verbände hatten den Wunsch, Rechtsabteilungen zu gründen und Juristen in ständig abhängige Beschäftigungsverhältnisse zu übernehmen. Durch das Gesetz vom 20.12.1934 wurde in die Rechtsanwaltsordnung von 1878 eine Klausel eingefügt, welche dem Syndikusanwalt die Vertretung seines Dienstherren vor Gerichten verbot. Hierdurch sollte den – kraft Weisungsrechts bestehenden – Gefahren für die anwaltliche Unabhängigkeit begegnet werden.

Volker Römermann

Kapitel 3. Legal Management Legal Management

Wie lässt sich eine Rechtsabteilung am sinnvollsten managen. Diese Thematik beschäftigt mich, seit ich 2005 über ein Reorganisierungsmandat die Seiten wechselte und zum ersten Mal im Unternehmen selbst tätig wurde. Aus dem Projektauftrag des „Legal Project Manager“ wurde schnell die größere Aufgabe, von Null auf eine interne Rechtsabteilung aufzubauen, welche eine Vertriebsgesellschaft im Automobilbereich in den Märkten Deutschland, Österreich und der Schweiz rechtlich betreut und zugleich übergreifende europaweite Projekte effizient umsetzen kann. Mit Xenion Legal unterstützen wir seit 2012 in Deutschland und der Schweiz Unternehmen dabei, ihre Rechtsberatung effizient(er) zu organisieren, und entwickeln hierbei auch selbst neue Ansätze und Lösungen.

Carsten Reimann

Kapitel 2. Aufgabenfelder des Syndikus

Rechtsabteilungen sind in ihrer Organisation ebenso vielfältig, wie es die Unternehmen sind, die eine Rechtsabteilung beschäftigen. Ausgehend von der abstrakten Funktion einer Rechtsabteilung, einem Unternehmen in allen anfallenden operativen und administrativen Rechtsfragen entweder durch kompetente Inhouse-Beratung, oder aber der maßvollen Beauftragung und Lenkung externer rechtlicher Beratung zur Verfügung zu stehen, sind ihre konkreten Aufgaben unternehmensabhängig. Es liegt insoweit auf der Hand, dass die fachlichen Syndikus-Aufgaben hauptsächlich von der Geschäftstätigkeit des Unternehmens beeinflusst werden. Ein Syndikus in einem pharmazeutischen Unternehmen hat hinsichtlich der zu bearbeitenden Rechtsgebiete andere Aufgabenfelder, als z. B. ein Syndikus im Maschinenbau. Aber selbst innerhalb einer Branche gleicht keine Rechtsabteilung der anderen. So variieren Rechtsabteilungen insbesondere in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens, seiner Organisation, seinem Auftreten am Markt, seiner Streitanfälligkeit und nicht zuletzt den für die Rechtsabteilung zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. Hinzu kommen Einflüsse durch Personen, die auf die Organisation einer Rechtsabteilung einwirken, wie etwa die Unternehmensleitung, der Rechtsabteilungsleiter und häufig auch die Mitarbeiter in der Rechtsabteilung.

Mark Wilke

Kapitel 5. Loss Adjuster bei einem internationalen Schadendienstleister – ein Spannungsfeld

Ein Loss Adjuster oder auch Claims Adjuster ist i. d. R. als dienstleistender Schadenregulierer im Namen eines Versicherungsunternehmens tätig. Hierbei übernimmt er definierte Aufgaben der Schadenbearbeitung, insbesondere die Ermittlung der Schadenhöhe. Seine Tätigkeit ist eine Mischung aus innendienstlicher und außendienstlicher Aufgabenerfüllung, wie sie ansonsten durch Außenregulierer der Versicherungsunternehmen wahrgenommen werden.

Stefan Bönning

Kapitel 12. Ausbildung und Berufseinstieg als Syndikus

Bei der Ausbildung jüngerer Juristen gab es für lange Zeit nur einen Weg: Die klassische Ausbildung zum Volljuristen führte über den Abschluss des ersten und endete mit dem erfolgreichen Bestehen des zweiten Staatsexamens. Zwischen den Examen lag und liegt auch heute noch die sog. Vorbereitungszeit, allgemein als Referendariat bezeichnet. Der Volljurist erlangt die „Befähigung“ zum Richteramt und kann (theoretisch) jeden juristischen Beruf ergreifen.

Martin Wagener, Jörg Fiebiger

9. Steuerstundungsmodelle und vorteilhafte Gestaltungen zur Senkung Ihrer Steuerschuld

In diesem Kapitel werden unter 9.1 steuersparende Kapitalanlagen in Form von sogenannten Steuerstundungsmodellen und Investments nach der Definition des § 15b in Verbindung mit § 52 Abs. 25 EStG dargestellt. Dabei werden beispielsweise Erwerbermodelle und geschlossene Fonds (neu: Alternative Investmentfonds), wie Schiffsfonds, besprochen. Unter Abschnitt 9.2 werden Steuersparmöglichkeiten im Zusammenhang mit Kindern dargestellt. Besonders empfehlen wir unseren Leserinnen und Lesern den Gastbeitrag in Abschnitt 9.3 „Renditesicherung durch Nachfolgeplanung bei Immobilien“.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 6. Produktiver durch Digitalisierung? – Produktivitätsparadox und Entgrenzung von Arbeit

Die Steigerung der Produktivität ist eine zentrale Hoffnung, die mit der zunehmenden Digitalisierung von Arbeitsprozessen einhergeht, die Vergrößerung der Möglichkeiten für Beschäftigte entgrenzt zu arbeiten eine weitere. Gleichzeitig gibt es eine Reihe von empirischen Evidenzen dafür, dass der steigende Einsatz von Informationstechnologie nicht zwangsläufig zu höherer Produktivität und die Freiheit zur Entgrenzung von Arbeit auch in eine Notwendigkeit umschlagen kann. Der vorliegende Beitrag untersucht konzeptionell und empirisch auf der Basis qualitativer Analysen am Beispiel der Steuerberatungsbranche mögliche Zusammenhänge zwischen beiden Phänomenen.

Marco Zimmer, Halina Ziehmer

Kapitel 1. Wie es zu diesem Buch kam

„Jörg, du musst was machen! Immer wieder werden junge Sportler über den Tisch gezogen und keiner scheint sich dafür zu interessieren!“ In diesem Ausruf meines Freundes Dirk Bauermann liegt letztendlich der Ursprung für dieses Buch.

Jörg Bencker, Patric Böhle, Philipp Schwethelm

Kapitel 3. Ein Systemansatz für das Projektmanagement

Ein erfolgreiches Management komplexer Projekte ist nur als Kombination dreier vernetzter Aufgabenfelder möglich: der Entwicklung des Liefergegenstands, der Steuerung der dazu notwendigen Ablaufprozesse und der Führung der beteiligten Akteure. Kapitel 3 vertieft sich in die Systemtheorie und leitet daraus die Voraussetzungen für ein umfassendes, komplexitätsbewältigendes Ablauf- und Kooperationsmodell des Projektmanagements ab. Dazu wird zunächst das Konzept des soziotechnischen Systems geprüft, aber wegen seiner unzureichenden Eignung für die Bewältigung dynamische Komplexität, als Fundament für ein Projektmodell verworfen. Dagegen bietet sich die Theorie sozialer Systeme (nach Luhmann), trotz ihrer relativ schweren Verständlichkeit und komplizierten Terminologie als potente Basis für ein Modell zur Steuerung komplexer Projekte an. Kombiniert mit Erkenntnissen der Organisationstheorie ermöglicht sie eine umfassende Beschreibung „d e s Projekts“ in seiner Prägnanz und Widersprüchlichkeit.Projekte werden in ihrer doppelten Charakteristik analysiert, einerseits als selbstreferentiell geschlossene Systeme, die in einem rekursiven Prozess Kommunikation an Kommunikation reihen, zum anderen als temporäre Organisation. Ihre Grenzen werden bestimmt und die Bedingungen ihrer Konstruktion als soziales System beschreiben. Davon ausgehend entwickelt der Autor Ideen für ein komplexitätsbewältigendes Steuerungsmodell, das sowohl eine Koordinierung der vernetzten Prozessabläufe als auch ein effizentes Management der Akteursbeziehungen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und ihrer Beziehungen zu externen Organisationen ermöglicht.

Dietmar Lucht

Kapitel 6. Newsletter – Der schnelle Weg zum Kunden

Newsletter sind technisch einfach herzustellen und damit relativ kostengünstig in der Verbreitung. Sie sind das ideale Mittel, Kunden online über Produkte, Leistungen, Neuheiten, Trends und Angebote zu informieren, sowie Interessenten schnell, in großer Anzahl und kostengünstig zu erreichen.

Nina Claudy

4. Sport

In diesem Kapitel sind die Interviews von Rolf van Dick mit wichtigen Personen des Sports zum Thema Führung zusammengestellt. In allen Gesprächen ging es um die gleichen Fragen: „Brauchen wir Führung?“, „Was ist gute Führung?“, Wie führen Sie persönlich?“ und „Kann man Führung lernen?“ Zu Wort kommen Birgit Prinz, Michael Groß, Sylvia Schenk und Holger Geschwindner.

Rolf van Dick, Louisa Fink

Integrale Planung BIM – Umsetzungserfahrungen im Projekt „Viega World“

Dieses Kapitel berichtet über den Erfahrungsgewinn bei der Umsetzung der „Integralen Planung BIM“ beim Neubau des Seminarcenters „Viega World“ in Attendorn als Referenzprojekt für die Anwendung von BIM in der Gebäudetechnik.

Christoph van Treeck, A. Heidemann, J. Siwiecki, P. Schmidt, U. Zeppenfeldt

Kapitel 8. Verfassungs- und Unionsrechtskonformität der Regulierung von Anwaltswerbung durch die Rechtsprechung

In Kapitel 5 und Kapitel 6 wurde festgestellt, dass aus verfassungs- und unionsrechtlicher Sicht ein Gleichlauf zwischen dem Wettbewerbsrecht und den Werberegelungen des anwaltlichen Berufsrechts existieren müsste. Jedoch lässt der Wortlaut von § 43b BRAO keinen Gleichlauf zwischen dieser Norm und den Unlauterkeitstatbeständen des UWG vermuten und es entspricht, wie bereits festgestellt, der historischen Prägung des § 43b BRAO und dem Willen des Gesetzgebers, dass durch § 43b BRAO strengere Werbebeschränkungen für Rechtsanwälte aufgestellt werden als durch das Wettbewerbsrecht für alle Unternehmer.

Carina Klaus

Kapitel 6. Verfassungsrechtliche Vorgaben für die Regulierung von Anwaltswerbung

Die Grundrechte haben eine „Ausstrahlungswirkung“ auf die gesamte Rechtsordnung, sowohl auf das Berufsrecht, das im Kern Öffentliches Recht ist, als auch auf das Wettbewerbsrecht als Privatrecht. Der Staat und die Bürger sind an die Grundrechte gebunden. Für den Gesetzgeber, die Rechtsprechung und die vollziehende Gewalt, zu welcher auch Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie die Rechtsanwaltskammer, zählen, ergibt sich die unmittelbare Grundrechtsbindung aus Art. 1 Abs. 3 GG.

Carina Klaus

Kapitel 9. Endergebnis mit Reformvorschlag

Die Überprüfung der besonderen Gründe, die traditionell und generalklauselartig zur Rechtfertigung von Eingriffen in die anwaltliche Werbefreiheit angeführt werden, hat gezeigt, dass diese entweder nicht legitim oder geeignet sind, um anwaltliche Werbebeschränkungen zu rechtfertigen. Anwaltliche Werbebeschränkungen können lediglich mit denselben Rechtfertigungsgründen legitimiert werden, die für die Werbebeschränkungen des UWG herangezogen werden. Der Schutz der Würde der Anwaltschaft, der Schutz vor Konkurrenz und die Vermeidung einer Berufsbildverfälschung sind keine verfassungsrechtlich oder richtlinienkonformen legitimen und vernünftigen Gemeinwohlbelange bzw. zwingende Allgemeininteressen.

Carina Klaus

Kapitel 4. Verhältnis der die anwaltliche Werbung regulierenden Normen zueinander

Die berufsrechtlichen werberegulierenden Normen sind § 43b BRAO und die §§ 6-10 BORA. § 43b BRAO stellt die vom Parlament geschaffene gesetzliche Grundlage für einen Eingriff in die Berufs- und Meinungsfreiheit dar. Die §§ 6-10 BORA wurden von der Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer aufgrund der Satzungskompetenz des § 59b Abs. 2 Nr. 3 BRAO erlassen.

Carina Klaus

Kapitel 2. Die Geschichte des anwaltlichen Werberechts in Deutschland

Um zu verstehen, wie sich der heutige § 43b BRAO entwickelt hat, also aus welchen historischen Gegebenheiten besondere Werbeverbote für den Anwaltsberuf entstanden sind und wie sie begründet wurden, lohnt ein Blick in die Geschichte des anwaltlichen Werberechts, welche eng mit der Geschichte des Anwaltstandes bzw. -berufs verbunden ist.

Carina Klaus

Kapitel 3. Begriffsbestimmungen

Der Begriff der Regulierung i. S. d. Arbeit meint die Steuerung und Begrenzung anwaltlicher Werbung durch in Deutschland gültige Rechtsvorschriften. Es handelt sich dabei um das UWG und § 43b BRAO sowie die §§ 6-10 BORA. Zur Regulierung anwaltlicher Werbung gehören nicht nur die Grenzen ihrer Zulässigkeit im materiellrechtlichen Sinn, sondern auch die Betrachtung der Rechtsfolgen eines Verstoßes.

Carina Klaus

Kapitel 2. Praxistipps für die Führung

In vielen mittelständischen Unternehmen ist die Ressource Management knapp. Oft fühlt sich der Unternehmer für alles verantwortlich und trifft nahezu alle Entscheidungen selbst. Dies gilt gerade dann, wenn der Unternehmer gegen Ende seiner aktiven Tätigkeit befürchtet, die Kontrolle über sein Unternehmen zu verlieren. Er wird selbst zum Nadelöhr in der Entscheidungsfindung, die dann zunehmend schwerfällig abläuft. Dies kann dazu führen, dass wichtige Marktchancen und interne Probleme zu spät erkannt und bearbeitet werden.

Jochen Wolf, Bernd Bergschneider, Herbert Paul, Thomas Zipse

Kapitel 13. Bizentrierte, synthetische Integrationssysteme

Die dritte grundsätzliche Möglichkeit, Wirtschaft und Moral zu integrieren, ist die Synthetisierung von beiden. Synthetisierung bedeutet, dass die prinzipielle Zwei-Welten-Problematik überwunden und durch eine kreative Weise auf eine andere Ebene gebracht werden kann. Im Vordergrund stehen somit nicht mehr die Wirtschaft als solche bzw.

Stefan Knischek

13. Legal Tech – Einblicke und Ausblicke in die neuen Technologien für Kanzleien

Der Begriff Legal-Tech ist in den letzten Jahren sehr stark in den Fokus gerückt. Keine Konferenz, die das Thema nicht irgendwo auf der Agenda hatte, viele Publikationen beschäftigen sich mit verschiedenen Facetten des Themas. Der Begriff wird dabei aber äußerst unscharf verwendet. Das Spektrum reicht vom generellen Einsatz von Software für Anwälte über den Einsatz spezieller Tools, bis hin zum kompletten Überdenken der anwaltlichen Arbeit. Aus Sicht der Kanzleilenker stellt sich daher die Frage was Legal-Tech ist und welche Relevanz für die eigene Kanzlei abgeleitet werden kann. Und schließlich: Was hält Legal-Tech für die Zukunft bereit?

Stefan Schicker

9. Profitverteilungs- und Anreizsysteme in Partnergesellschaften

In Sozietäten stellt sich immer wieder die Frage nach dem ″gerechten″ Vergütungssystem. Die intuitiv vermeintlich richtige Antwort ″gibt es nicht!″, bringt einen nicht wirklich weiter. Vielversprechender sind – im Sinne von vorgreiflichen Überlegungen – eher eine Reihe unterschiedlicher Denkansätze:Welche Bedeutung soll das Vergütungssystem über das reine vergütet werden der Partner hinaus haben? Soll es auch für die Zusammenarbeit der Partner miteinander und insbesondere für den Zusammenhalt der Partnerschaft stehen!? Diesen und weiteren Fragen geht dieses Kapitel nach und stellt die gängigen Vergütungssysteme mit deren Vor- und Nachteilen dar.

Frank Obermann

11. Rolle und Aufgaben des Managing Partners einer Kanzlei

„Die Prügelknaben“ titelte das Anwaltsbranchenmagazin Juve als es die Gefahren des Lebens als Managing Partner beschrieb. Im Editorial zu der Titelgeschichte attestierte man den Managing Partnern eine gehörige Portion Leidensfähigkeit und Machtwillen, um in dieser Position durchzuhalten und sich freiwillig zwischen alle Stühle zu setzen, Nun muss ein Anwalt nicht über ausgeprägt masochistische Züge verfügen, um die Aufgabe eines Managing Partners zu übernehmen.

Stefan Rizor

7. Geschäftsmodelle für die Kanzlei der Zukunft

Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben auch in den Rechtsmarkt Einzug gehalten und werden die Geschäftsmodelle für Kanzleien verändern oder sogar ganz neue Geschäftsfelder für Kanzleien entstehen lassen. Ein Geschäftsmodell beantwortet grob gesagt die Fragen nach dem konkreten Angebot einer Organisation an ihre Kunden, wie dieses Angebot zustande und schließlich zum Kunden kommt und wie damit Erträge erwirtschaftet und verteilt werden. Für Wirtschaftskanzleien hieß das bisher das Erbringen rechtlicher Dienstleistungen bei Problemstellungen und im Projektgeschäft durch Rechtsanwälte. Nun aber wird das ursprüngliche Geschäftsmodell in Frage gestellt. Den technologischen Entwicklungen sowie den wachsenden Anforderungen der Mandanten im Hinblick auf Effizienz und zunehmende Kostensensibilität bei gleichbleibender hoher Qualitätserwartung müssen sich die Kanzleien stellen und von sich aus kreative, auf den Mandanten zugeschnittene Lösungen unter Nutzung vielfältigerer Ressourcen einschließlich IT anbieten. Dieser Beitrag widmet sich daher der Frage, wie sich Kanzleien zukünftig aufstellen und wie sie ihr Geld verdienen werden, also wie genau Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen könnten. Die Digitale Transformation spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle, da viele gerade in der intelligenten Kombination von Technologie und juristischer Expertise eine große Chance sehen, selbst wenn die persönliche und individuelle, vertrauensvolle Beratung durch einen Rechtsanwalt als ″Trusted Advisor″ auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird.

Hubertus Kolster, Tobias Heining

12. The World of Work in 2025

Anmerkung: Der Beitrag ist aus dem Vortrag von Dr. Insam auf dem PMN Innovation Day 2018 am 25. April 2018 in Düsseldorf entstanden und wurde redaktionell zur besseren Lesbarkeit an einigen Stellen angepasst.In der digitalen Welt lernt man auch als Jurist sehr viele neue Wörter. Und eins dieser neuen schönen Wörter ist „Agilität“. Wir sind jetzt alle agil, auch Anwälte. Der agile Anwalt ist schnell, beweglich und mit neuer Technologie vertraut. Anders als der traditionelle Anwalt, der beim Repetitor saß und sich die Staatsexamina mit Büchern und Klausuren erschwitzte. Doch ist dieses Bild des agilen Anwalts bereits Realität oder noch Wunschdenken? Für eine Antwort sind drei weitere Fragen wichtig, nach denen ich meinen Beitrag für Sie gliedern möchte:1. Wie arbeiten Anwälte zusammen und wie wollen wir, dass Anwälte zusammen arbeiten – auch in Zukunft?2. Wo arbeiten sie – Stichwort „Arbeitsplatz“?3. Und mit welchen Arbeitsmitteln arbeiten sie – Stichwort „Software“?

Alexander Insam

6. Integration und Spannungsfelder für das deutsche Management einer globalen Kanzlei

Die Globalisierung der Wirtschaft hat auch im Bereich der Rechtsberatung in Deutschland dazu geführt, dass mittlerweile die Hälfte der größten deutschen Wirtschaftskanzleien international aufgestellt ist. Im Folgenden sollen die Herausforderungen an das deutsche Management einer globalen Kanzlei und deren Spannungsfelder anhand der Entwicklung der Kanzlei Dentons dargestellt werden.

Andreas Ziegenhagen

10. Profitabilitätsmanagement

Das Profitabilitätsmanagement von Kanzleien ist wesentlich von der Größe und Komplexität der Kanzlei abhängig. Die „Ein- Standort“ – ggf. „Ein-Fachbereich“-Kanzlei“ ermöglicht einen direkten Überblick über die Tätigkeiten aller Mitarbeiter vor Ort. Bei zunehmender Betriebsgröße und Komplexität (mehrere Fachbereiche, mehrere Standorte) ist es wichtig, betriebswirtschaftliche Instrumente zur Kanzleisteuerung und zum Profitabilitätsmanagement einzusetzen. Im nachfolgenden Beitrag wird dargestellt, welche Informationen Buchhaltungssysteme liefern und wie diese durch betriebswirtschaftliche Auswertungen ergänzt werden. Dies sind Größen der kurzfristigen Erfolgsrechnung (BWA), des Cash-Managements, der Profitabilität einzelner Fachbereiche, der Profitabilität von Mandaten, der Analyse der Kostenstruktur, der Überwachung der Aktivitäten durch betriebswirtschaftliche Kennzahlen und der Effizienz der Arbeitsprozesse. In den vergangenen Jahren ist verstärkt der Einsatz von EDV/IT Programmen hinzugekommen, welche dabei helfen, mit geringeren Mitteleinsatz einen gleichbleibenen oder gesteigerten output zu erreichen. Im Ausblick wird insbesondere darauf eingegangen, wie die Digitalisierung des Rechtsmarktes auch einzelne Geschäftsmodelle erfasst und wie dies als Chance genutzt werden kann, um die Profitabilität der Kanzlei zu managen.

Wolfgang Weiss

5. Boutique-Kanzleien: Mit Spezialisierung zum Erfolg

„Does size matter?“ – „Größe ist nicht alles“ – „Hat die Großkanzlei ausgedient?“ So oder so ähnlich lauten die Überschriften von Beiträgen, die sich mit einem neueren Trend im deutschen Kanzleimarkt beschäftigen: Der stetig wachsenden Zahl sogenannter „Boutiquen“, d.h. relativ kleiner und hoch spezialisierter Kanzleien, die nur einige wenige oder auch nur ein einziges Rechtsgebiet anbieten und/oder auf bestimmte Mandanten fokussiert sind. Warum ist dieser Kanzleitypus auf dem Vormarsch, was sind seine Erfolgsfaktoren und welche Herausforderungen stellen sich Boutiquen zukünftig in besonderem Maße? Dieser Beitrag möchte dazu einige Antworten geben, zumindest aber Denkanstöße liefern.

Oliver Rossbach

4. Besondere Herausforderungen mittelständischer MDP-Kanzleien

Multidisziplinäre (MDP) Kanzleien sind insbesondere unter den in den Lünendonk-Listen aufgeführten Wirtschaftsprüfungsunternehmen zu finden. Häufig stellt die Wirtschaftsprüfung oder die laufende Steuerberatung mit Finanz- und Lohnbuchhaltung und der Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen die traditionelle Basisdienstleistung dar, ergänzt um gestaltende Steuerberatung, Rechtsberatung, betriebswirtschaftliche Beratung und zum Teil auch Unternehmensberatung.

Wolfgang Richter

8. Karrierewege und Partnerwerdung

In Kanzleien stehen Themen der Personalentwicklung im Zentrum, bzw. sie sollten dort stehen. Die Frage, wie man seine Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg begleitet und wie man den Prozess der Partrnerwerdung organisiert, gehört zu den schwierigsten Themen des Kanzleimanagements. Dieses Kapitel befasst sich mit der Partnerwerdung und Alternativen dazu.

Markus Hartung

1. Management in Kanzleien

Warum brauchen Kanzleien Management? Das werden sich nur diejenigen fragen, die bislang ausschließlich mit kleinen Kanzleien und den vielen Einzelkämpfern im Markt zu tun hatten. Doch jeder, der Beratung in wirtschaftsrechtlichen Fragen sucht, kennt die großen und größeren Einheiten. Sie werden geführt von Partnern, unterstützt durch Fachkräfte für die operativen Themen des Kanzleimanagements. Sie nehmen ihre Managementaufgaben aktiv wahr um die strategischen und operativen Themen einer Kanzlei professionell auf- und umzusetzen.

Claudia Schieblon

2. Strategische Ausrichtung von Kanzleien

Dieses Kapitel ist für Praktiker geschrieben. Es richtet sich an diejenigen, die sich mit strategischen Fragen in einer Kanzlei auseinandersetzen müssen. Das sind nicht nur Managing Partner, denn diese Themen haben auch für diejenigen Partner Bedeutung, die sich etwa mit der Ausrichtung ihres Teams oder ihrer Praxisgruppe befassen. Darüber hinaus ist strategische Ausrichtung nichts Exklusives für große Einheiten – jeder wirtschaftsberatende Anwalt muss sich damit befassen.

Markus Hartung

3. Der integrierte Beratungsansatz am Beispiel von PricewaterhouseCoopers

Die deutsche Wirtschaft befindet sich, wie das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht vom Januar 2018 feststellt, in einem kräftigen Aufschwung, der sich zunehmend auf eine breite binnen- und außenwirtschaftliche Basis stützt. Das BIP weitete sich das achte Jahr in Folge aus und zeigte den stärksten Anstieg seit dem Jahr 2011. Dies ist umso erfreulicher, als der Markt, in dem sich nicht nur die PricewaterhouseCoopers GmbH WPG (PwC), sondern alle Autoren und Leser dieses Buchs befinden, als sehr wettbewerbsintensiv bezeichnet werden kann. Dabei erkannten wir auch schon seit längerem die enormen Chancen, die eine innovative und am Mandanten orientierte Marktpositionierung birgt. Diese erfolgreiche Marktpositionierung gelang uns vor allem durch Angebot und Umsetzung des integrierten Beratungsansatzes. Der integrierte Beratungsansatz ist nur vor dem Hintergrund der Situation und Struktur von PwC zu verstehen.

Sven-Joachim Otto

15. Erfolgreiches Business Networking

Jeder Mensch ist – bewusst oder unbewusst, beabsichtigt oder unbeabsichtigt – Teil unzähliger Netzwerke, geprägt oder beeinflusst beispielsweise durch Familie, Freunde, Sportvereine, Nationalität, soziale Schicht, politische Parteien oder auch berufliche Vereinigungen. Networking ist daher zunächst der Überbegriff für den Aufbau und die Aufrechterhaltung von persönlichen und beruflichen Kontakten. Bei den beruflichen Netzwerken handelt es sich um ein bewusstes und beabsichtigtes Verhalten mit dem Zweck, im und durch den Job voneinander zu profitieren. Dabei geht es nicht um das Knüpfen loser Kontakte und es geht auch nicht darum, sich einseitig Vorteile oder Geschäftsopportunitäten zu verschaffen. Vielmehr steht der Aufbau langfristiger Beziehungen im Vordergrund, die geprägt sind von wechselseitigem Vertrauen. Dies in Verbindung mit wechselseitiger Unterstützung führt letztendlich zu einem gemeinsamen Benefit. Mit Seilschaften, Filz, „Vitamin B“, oder Klüngeleien hat dies nichts zu tun.

Robin L. Fritz

1. Der Einsatz von Interim Managern im Risiko- und regulatorischen Umfeld

Legal Interim Management steht für zeitlich befristete Einsätze von Juristen in Unternehmen, ist aber in Deutschland bisher noch nicht so weit verbreitet wie in anderen europäischen Ländern. Der Einsatzbereich von Legal Interim Managern ist sehr breit gefächert und umfasst meist rechtliche und betriebswirtschaftliche Themen. Interim Manager werden oft im Risiko‑ und regulatorischen Umfeld eingesetzt. Früher meist in unmittelbarem Zusammenhang einer Krise (Turnaround‑, Restrukturierung und Sanierung), heute auch oft im Umfeld der Digitalisierung und Innovation. Neben den Themen wie WpHG‐Compliance, Geldwäsche und Betrugsprävention bei Banken ist der Begriff des Interim Managements auch in den Bereichen Datenschutz, Compliance und Contract Management vertreten.Legal Interim Manager stehen nicht in Konkurrenz, sondern in Ergänzung zu internen Unternehmensjuristen sowie zu externen Rechtsberatern, meist Wirtschaftskanzleien. Damit sie als sinnvolle Ergänzung zu den internen Unternehmensjuristen und externen Rechtsberatern agieren können, wird ihnen einiges abverlangt. So müssen sie flexibel sein, sich schnell anpassen und einarbeiten können und von Anfang an Leistung auf hohem Niveau erbringen. Der Vorteil von Legal Interim Managern liegt vor allem darin, dass aufgrund der vielfältigen Einsatzgebiete Unternehmen Personalengpässe abdecken können, ohne Überkapazitäten aufzubauen und dadurch mehr Planungssicherheit haben.

Dr. Alexander Deicke

Kapitel 4. Theoretisches Modell zu den Determinanten modularer Dienstleistungs- und Organisationsarchitekturen

Im Rahmen dieses Kapitels soll ein theoretisches Modell zu den Determinanten modularer Dienstleistungen und deren Organisation erarbeitet werden. Ausgangspunkt der Überlegungen ist dabei der spezifische Vorteil, den eine modulare Systemarchitektur gegenüber einer integrierten Systemarchitektur besitzt (vgl. Kapitel 2.2.2). So lassen sich mit einer integrierten Architektur in der Regel zwar zeitlich konstante Kosten- oder Leistungsziele deutlich besser erreichen als mit einer modularen Architektur.

Sebastian Wolf

Kapitel 5. Typologisierung von Ausnahmezuständen

Trotz der hohen Individualität von Ausnahmezuständen lassen sich einige verallgemeinerbare Strukturmerkmale bestimmen, die Ausnahmezustände kennzeichnen. So weist jeder Ausnahmezustand bestimmte Rechtsgrundlagen auf, die auch, wie dargestellt, als Differenzierungsmerkmal zu vor- oder außerstaatlichen Zuständen dienen. Denn ein Ausnahmezustand, der die Rechtsordnung außer Kraft setzt, kann nur dann von vor- oder außerstaatlichen Zuständen (z. B. Naturzustand) differenziert werden, wenn er Beziehungen zur Rechtsordnung aufweist. Des Weiteren besitzt jeder Ausnahmezustand zeitliche Eigenschaften (teilweise auch eine Auslöser-Situation) und Rechtsfolgen. Anhand der Rechtsfolgen lassen sich verschiedene Typen von Ausnahmezuständen differenzieren, in denen ein souveräner Akteur auf unterschiedliche Bestandteile von Rechtsnormen einwirkt.

Jona van Laak

Grundsätzliches zur Etikette

Die Redensart „Adel verpflichtet!“ bedeutet, dass eine angesehene gesellschaftliche Position zu entsprechenden Verhaltensweisen verpflichtet und ist die wörtliche Übersetzung der französischen Maxime „noblesse oblige“ aus dem 1808 erschienenem Buch von Pierre Marc Gaston Duc de Lévis, Maximes et réflexions sur différents sujets de morale et de politique. Auch wenn der Adelsstand heute nicht mehr dieselbe Rolle spielt wie noch vor 150 Jahren, hat das Prinzip nichts von seiner Gültigkeit verloren und wird heute auf angesehene Personen und Berufsgruppen übertragen. Zu den angesehensten zeitgenössischen Berufsständen in Recht und Wirtschaft gehören insbesondere Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Anwälte.

Horst Hanisch

Empfänge, Betriebsfeiern und andere Anlässe

Für die Kundenbindung kann es sinnvoll sein, hin und wieder offizielle und besondere Einladungen auszusprechen. Im Folgenden gehen wir davon aus, dass mehrere Gäste, zum Beispiel wichtige und potenzielle Mandanten, auch mit Partnerinnen, eingeladen werden.

Horst Hanisch

Business Dress

Der erste Eindruck ist immer entscheidend. Äußeres Auftreten zählt anfangs oft mehr und auf Dauer fast ebenso viel wie die fachliche Qualifikation. Ungeputzte Schuhe, eine schief gebundene Krawatte – schon war’s das.

Horst Hanisch

Das Geschäftsessen

Unzählige Restaurants leben von den so genannten Arbeitsessen. Mögen die geschäftlichen Verhandlungen noch anstrengend gewesen sein – bei einem guten Essen mit passenden Getränken und angenehmer Gesellschaft in entspannter Atmosphäre hat sich schon manches geschäftliche Problem wie von selbst gelöst.

Horst Hanisch

Verhalten in der Öffentlichkeit

Mal angenommen, Sie sitzen und schwitzen gemütlich in der Sauna vor sich hin – und plötzlich kommt Ihr Mandant durch die Holztür. Oder Sie sind am Samstag Vormittag mit der Familie unterwegs – und Ihr Geschäftspartner oder Mandant läuft Ihnen im Supermarkt, bei Ikea oder im Kino-Foyer über den Weg.

Horst Hanisch

Small Talk

Die Deutschen sind bekannt dafür, schnell zum Sachlichen kommen zu wollen. In den meisten anderen Ländern soll erst einmal ein „menschliches“ Kennenlernen vor dem Start ins Geschäftliche stehen. Preschen Sie nach der Begrüßung nicht direkt vor.

Horst Hanisch

In der eigenen Kanzlei

Sorgen Sie als Anwalt oder Berater dafür, dass Ihre Besucher und Mandanten in Ihren Geschäftsräumen so empfangen werden, dass sie von vornherein ein positives und professionelles Bild von Ihrer Kanzlei gewinnen.

Horst Hanisch

Beim Arzt und im Krankenhaus

Auch und gerade im Wartezimmer des Arztes heißt es: Rücksicht nehmen! Manch Wartenden plagen Schmerzen oder Ängste. Und fast alle ärgern sich über die oft ausgedehnte, ungenutzt verstreichende Wartezeit.

Horst Hanisch

Kapitel 24. Beispielzeugnisse

Sehen wir uns doch einmal zwei Beispielzeugnisse an, um das obige etwas näher zu beleuchten

Urs Peter Janetz

Klimawandel in der Wirtschaft

Wie sich gutes Leben und grüne Geschäftsmodelle verbinden lassen

Der Beitrag zeigt am Lebens- und Karriereweg von Thi Loan Strasser, Geschäftsführerin von MEP (My Energy Partner) sowie Gründerin und Vorsitzende der Familienstiftung Strasser Foundation, dass ein Meister seines Faches das Fachliche zwar exzellent beherrscht und über Erfahrung verfügt, aber auch in der Lage sein sollte, sein Wissen und seine Kompetenz weiterzugeben. Nur so ist es möglich, auf der Welt wirklich etwas Nachhaltiges zu hinterlassen.

Thi Loan Strasser

Chapter 3. The Black Chambers: 1500–1776

The period from 1500 through the middle of the eighteenth century saw the creation of modern nations and city-states. It also saw increased use of codes and ciphers in diplomacy, the military, and commerce. The nomenclator, a marriage of the code and cipher is a product of this period. This period also saw the creation of a cipher that would remain “unbreakable” for 350 years, the polyalphabetic substitution cipher. This chapter traces the history of the Black Chambers, those organizations created by the newly formed nations to break the codes and ciphers of their neighbors, and it describes the nomenclator and the evolution of the polyalphabetic substitution cipher known as the VigenèreVigenère cipher.

John F. Dooley

10. Steuerliche Einkunftsermittlungsmethoden

Handelsrechtlich hat grundsätzlich jeder Kaufmann nach § 242 HGB einen Jahresabschluss aufzustellen, der sich aus Bilanz und Gewinn‑ und Verlustrechnung zusammensetzt. Nur Einzelkaufleute i. S. des § 241a HGB sind davon ausgenommen. Kapitalgesellschaften erstellen nach § 264 Abs. 1 HGB einen Jahresabschluss, der um einen Anhang zu erweitern ist.Steuerlich sind bei den drei Gewinneinkunftsarten als Einkünfte der Gewinn bzw. der Verlust festzustellen. Steuerrechtlich stehen zur Ermittlung der Einkünfte folgende Gewinnermittlungsverfahren zur Verfügung: Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich,Gewinnermittlung durch Einnahmen‐Ausgabenrechnung,Pauschale Ermittlung des Gewinns aus Land‑ und Forstwirtschaft,Pauschale Gewinnermittlung bei Handelsschiffen im internationalen Verkehr,Schätzung des Gewinns nach § 162 AO (wobei es sich hier nicht um eine selbständige Gewinnermittlungsmethode handelt).Ein wesentliches Ziel eines jeden Unternehmens ist die Erreichung wirtschaftlichen Erfolges, der sich in Gewinn oder Verlust niederschlägt. Die Bestimmung des Erfolges dient u. a. der eigenen Wirtschaftlichkeits‑ und Erfolgskontrolle sowie als Bemessungsgrundlage der Steuerfestsetzung für die: Einkommensteuer bei den Einkünften aus Land‑ und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 EStG),Körperschaftsteuer (§ 7 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 KStG),Gewerbeertragsteuer (§ 7 Abs. 1 GewStG).

Klaus von Sicherer

Der Funktionsbegriff in der Verwaltungswissenschaft

„Ein Tatbestand, der durch eine Funktion identifiziert wird, ist also wesentlich ersetzbar und in diesem Sinne fungibel. Ihm können andere Tatbestände, die gleiches (oder besseres!) leisten, substituiert werden: an Stelle des Herzens eine Pumpe, an Stelle der Religion ein gepflegtes Sozialklima. Die Funktion kann geradezu als Anweisung zum Auffinden neuer Möglichkeiten begriffen werden. Darauf geht die revolutionierende Wirkung des funktionalen Denkens zurück und die Zersetzung der anschaulichen Welt des Alltags, die es nach sich zieht. (…) Die neuzeitliche bürokratische Verwaltung wendet diesen funktionalen Gedanken auf sich selbst und auf die soziale Ordnung an, die sie verwaltet. Das Handeln in ihrem Bereich wird durch Funktionen identifiziert."

Niklas Luhmann

Die Rechtsnatur der Auftraggeberhaftung

Nach § 14 Satz 1 AEntG haftet der Auftraggeber für die Verpflichtungen des originären Schuldners wie ein Bürge, der auf die Einrede der Vorausklage verzichtet hat. Damit wird jedenfalls eine sprachliche Nähe zur Bürgschaft hergestellt. Doch handelt es sich dabei auch um eine Bürgschaft im Sinne des § 765 BGB und sind die Regelungen der §§ 765 ff.

Paul Alexander Tophof

8. Allgemeine Hinweise zur Arbeit mit den Fällen

Auf Basis der vorgestellten Inhalte in den vorangegangenen Kapiteln werden acht Fallbeispiele vorgestellt. Die Fallbeispiele behandeln verschiedene Aspekte der Planung klimagerechter Fabriken, wie beispielsweise Sommerhitze, Starkregen, Hagel oder Sturm. Anschließend werden acht Fallbeispiele näher erläutert und Hinweise zur Anwendung und Bearbeitung der einzelnen Fälle gegeben. Da die Lernziele eine wichtige Rolle bei der Bearbeitung der Problemfälle spielen, werden diese je Fall vorgestellt. Jeder Fall schließt mit Literatur- und Quellenangaben, welche erste Informationen zur Bearbeitung des Falls enthalten.

Uwe Dombrowski, Sabine Marx, Stefan Ernst, Diana Götze, Anne Reimer

Kapitel 6. Marketingplanung

Sind Sie innerhalb des gesamten und übergreifenden Prozesses „Marketing-Management“ an dieser Stelle angekommen, ist es nun Zeit für die operative Marketingplanung und Umsetzung des Marketingplans innerhalb des sogenannten Marketing-Mixes. Hierbei geht es nun darum, auf Basis aller bis dato gewonnenen Erkenntnisse konkrete Aktionen „in time and budget“ zu definieren und festzulegen. So erhalten Sie in diesem Kapitel über die Grundregeln der Marketingplanung hinaus Tipps für die effektive und effiziente Festlegung einzelner Marketingmaßnahmen und des dafür erforderlichen Budgets sowie die damit verbundene Realisierung innerhalb eines treffsicheren Marketing-Mixes. Damit beim Kunden ankommt, was ankommen soll und damit er sich für Sie und Ihr Unternehmen entscheidet.

Ursula Behrens

3. Anwendungen

Der Endanwender ist ständig mit Fragen des Datenschutzes konfrontiert und kommt kaum umhin, auch selbst aktiv zu werden. Ein neues Gerät will passend eingerichtet werden, ebenso wie wichtige Anwendungen; vor dem Verkauf sollten persönliche Daten gelöscht werden. Passwörter wollen gut gewählt und im Zweifel sicher verwahrt sein. Vertrauliche Kommunikation ist nötig und möglich; im Internet ist stellenweise Vorsicht geboten und es ist nach einem angemessenen Kompromiss zwischen Datenschutz und Komfort zu suchen.

Markus von Rimscha

Kapitel 8. Mezzanine Beteiligung

Wenn es um die Verknüpfung der Eigenschaften von Fremd- und Eigenkapitalbeteiligung der Mitarbeiter geht, stellen mezzanine Beteiligungsformen einen guten Kompromiss dar. Mitarbeiter als stille Gesellschafter in direkter wie indirekter Form und die Genussrechtsbeteiligung bieten sich an und finden eine immer höhere Akzeptanz. In diesem Kapitel werden die Charaktermerkmale der mezzaninen Beteiligung dargestellt und in diesem Rahmen die Beteiligungsformen direkte und indirekte Beteiligung sowie das Genussrecht im Detail dargestellt. Zudem kommen die Rahmenbedingungen einer mezzaninen Beteiligung zur Sprache.

Stefan Fritz, Hans J. Schneider

Kapitel 3. Personalgewinnung

In diesem Kapitel werden die Grundlagen der Personalbeschaffung dargelegt. Hierbei wird zwischen der strategischen Ebene des Employer Brandings und des Personalmarketings und der operativen Ebene der Beschaffung differenziert. Bei der strategischen Ebene werden die Bedarfe aus den Unternehmenszielen abgeleitet und Zielgruppen segmentiert und gezielt angesprochen. Hier werden die relevanten Ansprachekanäle vorgestellt. Auf der operativen Ebene werden Grundsätze der inhaltlichen Gestaltung, aber auch der grafischen Umsetzung dargestellt. In der Folge werden im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlprozesses Instrumente zur Analyse der Bewerbungsunterlagen vorgestellt. Das Kapitel gibt ferner einen Überblick über die gängigen Auswahlinstrumente und bezieht Stellung zu nicht geeigneten Auswahlverfahren.

Thorsten Krings

3. Einkommensteuer

Carlo Sommerweizen informiert sich über die Einkommensteuer, da er weiß, dass er einmal im Jahr mit dieser Herausforderung konfrontiert wird. Er recherchiert unter anderem im Internet und im Gesetz nach allgemeinen Merkmalen und Definitionen der aufkommensstarken Steuer. Sommerweizen spricht mit Bekannten, Freunden und dem Steuerberater über Fragen zu Veranlagungsarten, Tarifen, Gewinn- und Überschusseinkunftsarten. Am Ende weiß Sommerweizen, wie er überschlägig (ohne Besonderheiten) das zu versteuernde Einkommen als Bemessungsgrundlage für Zwecke der Einkommensbesteuerung nach einem einfachen Berechnungsschema ermitteln kann.

Karin Nickenig

Kapitel 2. Innenschau: Die Ökologie des Menschen

In diesem Kapitel erfahren Sie:wie lebt der heutige Mensch und welche externen Einflüsse prägen dieses Leben,wie können Ambivalenzen und Konflikte, die diesen oder auch anderen Einflüssen folgen, zur Heilung führen,welche konkreten Methoden der (Selbst-)Führung unterstützen einen ökologischen Umgang mit sich selbst wie auch mit anderen.

Katarzyna Schubert-Panecka

Kapitel 11. Fazit und Ausblick

Wie geht es mit dem Beruf des Steuerberaters weiter? Welche Auswirkungen haben die künftigen Entwicklungen auf die Mitarbeiterführung in Steuerkanzleien? Zum Schluss blickt der Autor in die Zukunft des Berufsstands und formuliert sein Fazit.

Thomas Siegel

Kapitel 6. Motivations- und Feedbackgespräche

In Motivationsgesprächen sind Professionalität und Fingerspitzengefühl gefragt. Wer unvorbereitet oder halbherzig Motivations- oder Fördergespräche führt, riskiert, Lustlosigkeit und Frustration in seinem Team auszulösen. Kap. 6 stellt Ihnen die wichtigsten Aspekte dieser Gesprächsform vor.

Thomas Siegel

Kapitel 10. Aufbau eines nachhaltigen Vergütungssystems

Der Wettbewerb um die „besten Köpfe“ wird für Steuerkanzleien immer schwieriger. Um eine ungewollte Fluktuation der Mitarbeiter zu verhindern, sind innovative Personalkonzepte gefragt. Doch mit welcher Gehaltsart bindet man die Mitarbeiter langfristig? Kap. 10 führt Sie in alle Aspekte des „Siegel’schen“ Vergütungsmodells ein, anhand dessen Sie nicht nur die Motivation Ihrer Mitarbeiter steigern, sondern auch die Betriebsatmosphäre verbessern können.

Thomas Siegel

Kapitel 5. Gespräche im Rahmen der Personalauswahl

Die richtige Personalauswahl ist die entscheidende Grundlage für ein gutes Zusammenspiel im Team. Kap. 5 behandelt die typischen Gesprächsformen im Rahmen der Personalauswahl wie beispielsweise das Bewerbungs-, Kritik-, Konflikt-, Kündigungs- und Austrittsgespräch.

Thomas Siegel

Kapitel 9. Wertschätzung, Motivation und Kommunikation

„Echte Kultur offenbart sich in der Wertschätzung der Persönlichkeit“, schrieb einst der Kulturphilosoph Paul de Lagarde. Kap. 9 legt die Grundvoraussetzungen für das Entstehen von Motivation dar, erforscht die wesentlichen Aspekte von Wertschätzung und zeigt auf, wie Sie diese in Ihre Mitarbeitergespräche einfließen lassen können.

Thomas Siegel

Kapitel 8. Teammeetings – Mitarbeitergespräche im Team

Einer für alle und alle für einen? Teambesprechungen sind ein äußerst wirksames und komplexes Führungsmittel. Kap. 8 zeigt, wie Sie dieses Werkzeug effektiver nutzen können, und erklärt, warum die Partizipation der Mitarbeiter eine zentrale Rolle spielt.

Thomas Siegel

Kapitel 1. Warum Mitarbeitergespräche so wichtig sind: Einführung und Problemstellung

Warum ist es gerade heute so wichtig, als Kanzleiinhaber konstruktive und motivierende Mitarbeitergespräche zu führen? Die Steuerberatungsbranche steht gegenwärtig vor dramatischen Umwälzungen. In Kap. 1 erfahren Sie, welche vielfältigen Herausforderungen sich den Berufsträgern stellen und warum es so wichtig ist, dass Sie Ihre Mitarbeiter auf dem Weg in die Zukunft mitnehmen.

Thomas Siegel

Kapitel 3. Grundlagen der Gesprächsführung

Der Mitarbeiter, das „unbekannte Wesen“? Wann haben Sie zuletzt mit Ihren Mitarbeitern gesprochen? Kap. 3 stellt Ihnen den typischen Aufbau eines Mitarbeitergesprächs vor und gibt Methoden zur Hand, mit denen Sie schwierige Gesprächssituationen besser meistern können.

Thomas Siegel

Kapitel 4. Besondere Herausforderungen für die Kommunikation in Steuerkanzleien

Warum stellen sich an die interne Kommunikation von Steuerkanzleien besonders hohe Anforderungen? Kap. 4 legt dar, welche branchentypischen Herausforderungen in den Mitarbeitergesprächen berücksichtigt werden müssen, um den Erfolg Ihrer Kanzlei nachhaltig zu sichern.

Thomas Siegel

Kapitel 2. Einführung in die Kommunikationspsychologie

Mitarbeitergespräche sind komplexe, zwischenmenschliche Interaktionen. Kap. 2 gibt Ihnen einen Überblick über einige wichtige psychologische Faktoren, die in jedem verbalen Austausch eine Rolle spielen, und zeigt Ihnen auf, warum die Auseinandersetzung mit der eigenen Leitungsrolle eine wesentliche Voraussetzung aller Mitarbeitergespräche ist.

Thomas Siegel

Kapitel 7. Das Mitarbeiterjahresgespräch

Dieses Kapitel beleuchtet die Königsdisziplin der Mitarbeitergespräche: das Jahresgespräch. Der Autor stellt das von ihm entwickelte System für das wichtigste Beurteilungsgespräch des Jahres vor.

Thomas Siegel

Kapitel 6. Die Vision

„All we need is one direction“. Die Vision gibt die Zielrichtung vor. Sie ist im übertragenen Sinn wie eine Fahne, die vor dem Projekt hergetragen wird.Die Vision ist das Zielbild des Projektes oder des Produktes:Was macht seinen Mehrwert aus?Was soll mit dem Projekt/Produkt erreicht werden?Was ist das Endergebnis oder Endprodukt?Bevor wir uns dem Thema zuwenden, wie praktisch eine Vision im Projekt entwickelt werden kann, folgen noch einige grundlegende Überlegungen zur Erarbeitung der Vision und zu ihrem Einsatz im Projekt.

Ursula Kusay-Merkle

Kapitel 11. Pitching und Pitchprozesse

Das sogenannte „Pitchting“ ist eine der wichtigsten Aktivitäten im Business-Development-Prozess von Kanzleien und WP-Gesellschaften und gehört dort mittlerweile zum Tagesgeschäft. Im angelsächsischen Markt beschäftigen sich Kanzleien sowie WP-Gesellschaften seit Jahren mit diesem Thema und haben das Pitching immer weiter professionalisiert. In Deutschland ist es eine Entwicklung, die insbesondere in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Nur noch selten werden Mandate ohne eine Pitchausschreibung vergeben. Daneben haben Unternehmen den Vergabeprozess weiter professionalisiert. Wo früher eine knappe Anfrage die Beratungsunternehmen erreichte, mit der Bitte Referenzmandate und Stundensätze darzulegen, werden Pitch-Ausschreibungen heute immer anspruchsvoller. Alleine die Ausschreibungsunterlagen umfassen dabei gerne einmal 20 oder mehr Seiten. Dies ist insbesondere richtig für große und komplexe Mandate sowie für Panelausschreibungen. Nicht immer lohnt sich der Aufwand. Doch gerade durch die Pitches bietet sich die Chance, neue Mandanten zu gewinnen und neue strategische Felder zu besetzen. Es ist daher wichtig, sich professionell und effizient auf diese Anforderungen der Mandanten einzustellen.

Astrid Altmann Forbes

Kapitel 5. Eventmarketing für Professional Service Firms

Marketing-Events-Klassische und neue Formate etablieren einsetzen

Wie können Anwaltskanzleien, Steuerberater und Wirtschaftsprüfergesellschaften (Professional Service Firms) Veranstaltungen erfolgreich nutzen? In diesem Kapitel wird dargestellt, welche Eventarten es gibt, wofür sich welche Art von Veranstaltung anbietet, wann ein Event als Marketinginstrument sinnvoll eingesetzt werden kann und wie der Planungsprozess strategisch sowie operativ idealerweise abläuft.

Susanne Krüger

Kapitel 4. Die Tücken der Pressearbeit

Anwälte und Journalisten könnten sich wunderbar verstehen: Beide sind schon von berufs wegen neugierig, stellen die richtigen Fragen und sind darauf angewiesen, ihre Erkenntnisse einem komplett unwissenden Publikum verständlich zu machen: Anwälte ihren Mandanten, Journalisten ihren Lesern. Deshalb ist es erstaunlich, wie viel Reibereien, Enttäuschungen und Frustrationen es noch immer auf beiden Seiten gibt. Höchste Zeit, dass sich das ändert.

Corinna Budras

Kapitel 7. Die „bewegte“ Kanzlei – Videomarketing für Anwälte

Videomarketing ist in Anwaltskanzleien immer noch nicht weit verbreitet. Gerade einmal 12 % der Wirtschaftskanzleien der JUVE Top 50 nutzen von Deutschland aus regelmäßig Videos, um im Internet mit Bewegtbildern ihre Botschaften zu platzieren. In kleineren Einheiten ist die Situation ähnlich, auch dort setzen Anwälte nur vereinzelt auf Videomarketing. Eine regelmäßige Videoberichterstattung findet so gut wie nicht statt.

Tim Nesemann

Kapitel 13. Produkt Rechtsberatung

Produktifizierung von Beratungsleistungen verändert Marketing und Geschäftsentwicklung in Kanzleien

Getragen von Digitalisierung und „More-for-Less Challenge“ nimmt auch die Produktifizierung von Beratungsleistungen im Rechtsmarkt immer mehr an Fahrt auf. Dieser Wandel erfordert auf Kanzleiseite eine entsprechende Anpassung des Marketing Mix in seinen Dimensionen Produktpolitik, Preispolitik, Kommunikationspolitik und Vertriebspolitik an die neuen Herausforderungen. Die jeweiligen Teilabschnitte des Beitrags widmen sich daher den Fragen, wie ein Produkt Gestalt annimmt, wie sich der Wert eines Produktes bemisst, wie ein Produkt beworben wird, wie ein Produkt zum Mandanten kommt und welche strukturellen, prozessualen oder auch kulturellen und gedanklichen Änderungen das für Kanzleien mit sich bringt und wie sie damit praktisch umgehen können.

Tobias Heining

Kapitel 6. Social Media Marketing

Im Grunde genommen steckt bei genauerer Betrachtung in jeder Anwaltssozietät ein Widerspruch in sich: Einzelne Berufsträger, die zu einem Großteil ihres täglichen Wirkens in eigener Profession unterwegs sind, schließen sich in einem Unternehmen – oder besser – in einer Kanzlei zusammen. Seien wir ehrlich: Es handelt sich hier um den alltaggewordenen Alptraum eines jeden Kommunikationsverantwortlichen, der um einen einheitlichen Marktauftritt und konsistente Unternehmens-Botschaften bemüht ist.

Frank Schröder, Gregor Damm

Kapitel 12. Directory Season: Die Handbucheingaben

Gute Beschreibungen, positive Mandantenzitate und hohe Rankings in den so genannten Legal Directories sind für Wirtschaftskanzleien wertvoll. Sie sind eine objektive Bestätigung ihrer Marktposition, ihrer Leistungsfähigkeit und Spezialisierung und sehr gut einsetzbar in Pitch-Unterlagen oder auf Webseiten. Der Weg dahin ist allerdings nicht leicht – der Wettbewerb um die Rankings ist hoch, es müssen Unterlagen zusammengestellt werden und diese Eingaben oder Submissions bedeuten für die beteiligten Anwälte und Business-Development- oder PR-Mitarbeiter viel Arbeit. Wichtig sind ein strategischer Ansatz und eine strukturierte Vorbereitung, um die Teilnahme an einem Handbuch möglichst erfolgreich zu gestalten. Informationen, die durch die Beschäftigung mit den Eingaben gewonnen werden, können zudem ein guter Ausgangspunkt für weitere gezielte Marketing- und PR-Aktivitäten sein und über die Abgabefristen hinaus helfen, Schwerpunkte zu setzen.

Friederike Hartmann

Kapitel 15. Professionelles Marketing und BD in Kanzleien implementieren

Pragmatische Vorschläge zum langfristen Aufbau einer MBD-Funktion, basierend auf praktischen Erfahrungswerten

„Beurteile einen Tag nicht nach den Früchten, die du geerntet hast, sondern an den Samen, die du gesät hast.“ – Robert Louis Stevenson, der Autor von „Die Schatzinsel“ und „Der seltsame Fall des Dr. Jeckyll und Mr. Hyde“ blickt bei seinem Tageswerk nach vorn. Für professionelles MBD, braucht es Planung und Struktur, also den Blick in die Zukunft. In fünf Themenfeldern soll diese Planung im Folgenden ausgestaltet werden. Ein Beitrag, um sicherzustellen, dass die wohlgereiften Früchte geerntet werden können.

Philip Kovačević

Kapitel 14. Partner von Business Development überzeugen

Im Gegensatz zu den vorherigen und nachfolgenden Kapiteln, die sich mit Fakten, Methoden und Instrumenten beschäftigen, geht es in diesem Beitrag darum, wie man als Business Development-Experte die Partnerschaft von Sinn und Wert seiner Tätigkeit überzeugen kann. Es geht um diese besondere Branche und das daraus resultierende Verständnis von Business Development. Es geht darum, wie Partner denken, arbeiten und handeln, und wie man dieses Wissen für seine Arbeit nutzt. Es geht um Rahmenbedingungen sowie Methoden zur Pflege von Unterstützern und Gewinnung von Skeptikern. Es geht um Positionierung als strategischer Berater und Erfolgskommunikation, und schließt mit Feedback und Evaluation. Und als Erstes geht es um eine Besonderheit:

Janine Weller-Beunings

Kapitel 8. „Personalmarketing“ – Kommunikationsinstrumente zur Gewinnung von juristischen Nachwuchstalenten

Der juristische Bewerbermarkt ist seit vielen Jahren hochkompetitiv. Die Kanzleien befinden sich in einem intensiven Wettbewerb um die besten Köpfe. Für das Beratungsgeschäft von Kanzleien stellt die Qualität der Mitarbeiter einen kritischen Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor dar. Die Nachfrage nach hoch qualifizierten Juristen ist beständig höher als das Angebot. Das Ziel aller Recruiting-Aktivitäten ist es, im juristischen Bewerbermarkt die geeigneten Talente zu finden und für die Kanzlei zu gewinnen.

Thorsten Ashoff, Nina Rudnizki

Kapitel 9. Corporate Responsibility und Sponsoring

Unternehmen, darunter auch viele Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, nutzen das breite Spektrum des Sponsorings als eigenständiges Marketing- und Kommunikationsinstrument. Dabei ist die Definition, was unter Sponsoring verstanden wird, von Unternehmen zu Unternehmen verschieden.

Sabine Reuss, Stefanie Wismeth

Kapitel 17. Marketingcontrolling

So wie das Controlling in Kanzleien auch heute noch häufig auf die Verarbeitung von Informationen in Form von Zahlen aus dem Rechnungswesen reduziert wird, verstehen viele Marketing lediglich als Kommunikationsmaßnahmen. Diese Sichtweise greift jedoch zu kurz, wenn Controlling als Teil des Führungs- und Steuerungssystems und Marketing als „marktorientierte Unternehmensführung“ verstanden wird. Um zu beurteilen, ob ein Markteintritt Sinn macht oder um zu bestimmen, welchen Umfang und welche Ausprägung die Leistungsmerkmale des eigenen Dienstleistungsangebotes haben sollen, ist eine 360°-Betrachtung notwendig, die alle relevanten externen und internen Informationen einbezieht. Marketingcontrolling ist in diesem Sinne die Steuerung einer marktorientieren Kanzleiführung auf allen Ebenen.

Christopher Holl

Kapitel 18. Internationales Marketing

International zu agieren, stellt für viele Unternehmen eine Notwendigkeit dar, um einerseits vorgegebene Wachstumsziele zu erreichen und um andererseits die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und somit die Existenz zu sichern.

Christina Krings

Kapitel 3. Reden ist Gold – Externe und interne Kommunikation in Anwaltskanzleien

Ganz anders als in Unternehmen und stärker noch als in anderen Professional Services Firms ist die Medien- und Kommunikationsarbeit in Anwaltskanzleien geprägt von berufsrechtlichen Verschwiegenheitspflichten, internen Widerständen und den strukturellen Besonderheiten einer freiberuflichen Partnerschaft. Dennoch sollte sie auch dort wesentlicher Bestandteil im Marketing-Mix sein – erst recht in Zeiten unbegrenzter digitaler Möglichkeiten.

Christoph Tillmanns

Kapitel 1. Marketing für Kanzleien – ein Überblick

Der Markt der Wirtschaftskanzleien hat sich in den letzten drei Jahrzehnten so vehement verändert wie kaum ein zweiter. Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind und bleiben Berater im Dschungel der Gesetze, Vorschriften und Entscheidungen. Sie sind – in wirtschaftlich schwierigen wie auch in prosperierenden Zeiten – ein unabkömmlicher Partner von Unternehmen und Institutionen. Doch ihre Märkte sind um ein Vielfaches kompetitiver und ihre Mandanten wesentlich anspruchsvoller geworden. Kanzleien nutzen heute die vielfältigen Instrumente des Marketings. Wie es dazu kam, wie sich das Kanzleimarketing entwickelte und welche Themen dabei relevant sind, zeigt Ihnen dies erste Kapitel.

Claudia Schieblon

Kapitel 10. Business Development

Das Konzept „Business Development“ ist bei deutschen Wirtschaftskanzleien, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfungsunternehmen schon längst fest etabliert. Bei der immer härter werdenden Konkurrenz der letzten Jahre haben Wirtschaftskanzleien und WP-Gesellschaften in Deutschland die potenziellen Vorteile einer strukturierten, koordinierten Herangehensweise an Business Development erkannt und entsprechende Maßnahmen implementiert. Die Vorteile können u. a. eine stärkere Mandantenbindung, die Vermeidung von Interessenkonflikten, die strategische Erweiterung oder Konsolidierung des Mandantenstamms und nicht zuletzt einen höheren Umsatz und verbesserte Profitabilität umfassen.

Jill Warren

Requirements and Applications

Bevor wir mit dem Kapitel „Requirements“ beginnen, ist es erforderlich, dem Leser mit einer kurzen Übersicht noch einmal die Struktur des ISA 315 bewusst zu machen. Um ihn einzustimmen, nehmen wir eine Anleihe bei der Oper auf und weisen darauf hin, dass der Standard nach einer Ouvertüre, in der „Objective“ und „Definitions“ (zu „assertions, business risks, internal control, risks assessment procedures, significant risks“) behandelt werden, aus vier Aufzügen, den Requirements besteht und dass es ein wesentliches Anliegen der ISA (und dementsprechend auch des ISA 315) ist, deren Komponenten mit Hilfe sogenannter Applications im Einzelnen zu erläutern.

Werner Krommes

Die Reise von Friedrich List in die Donaumonarchie im Jahre 1844/45 sowie dessen Observierung durch die österreichische Regierung und die Wiener Polizeihofstelle

In meinem 1996 erschienenen Buch „Die Vereinigung des europäischen Kontinents – Friedrich List – die gesamteuropäische Wirkungsgeschichte seines ökonomischen Denkens“ habe ich mich ausführlich mit der List-Rezeption in Österreich und Ungarn auseinandergesetzt und in dem 2004 veröffentlichten Buch „Durch Wohlstand zur Freiheit – Neues zum Leben und Werk von Friedrich List“ zu dessen engmaschiger Überwachung durch den habsburgischen Polizeistaat die damals verfügbaren Belege zusammengetragen. Dabei hat sich gezeigt, dass die von Metternich angeordnete Observierung bereits mit der Delegation des Handels- und Gewerbsvereins nach Wien im Jahre 1819 einsetzte und sich dann über die gesamte Wirkungszeit von Friedrich List erstreckte. In der Zentrale des habsburgischen Geheimdienstes, der Wiener Polizeihofstelle, liefen die Informationen zusammen, die von Spitzeln aus dem gesamten Einflussbereich der Donaumonarchie mitgeteilt wurden: seien es von List vollzogene oder geplante Aktivitäten, unberechtigte Verdächtigungen bei der Demagogenverfolgung, die von Metternich betriebene Opposition gegen Lists Ernennung zum amerikanischen Konsul für das Königreich Sachsen, dessen Intervention gegen Lists Eisenbahnpläne, das Verbot zur Verbreitung des Zollvereinsblattes in der Donaumonarchie oder die Unterbindung von Lists Bemühungen im ungarischen Eisenbahnwesen eine leitende Position zu erhalten.

Eugen Wendler

2 Grundlagen des Handelns im Rechtsverkehr: Rechtssubjekte, Rechtsobjekte

Was bedeutet Rechtsfähigkeit?Rechtsfähigkeit ist die Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten und damit Rechtssubjekt zu sein.

Christian Armbrüster

Kapitel 1. Grundlagen der Besteuerung gesetzlicher Krankenkassen

Krankenkassen unterliegen als Körperschaften des öffentlichen Rechts nach § 1 Abs. 1 Nr. 6 Körperschaftsteuergesetz (KStG) lediglich mit ihren Betrieben gewerblicher Art der Körperschaftsteuer. Unterhält einen Krankenkasse keinen Betrieb gewerblicher Art, kommt Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer keine Bedeutung zu.

Ralf Kohlhepp

Die soziale Praxis des Zivilverfahrens

Für ein Verständnis der Perspektive von im Zivilverfahren tätigen Rechtsanwälten ist zentral, dass das Prinzip der Kollegialität in erster Linie auf Rechtsanwälte der Gegenpartei bezogen ist und nicht auf das Gericht bzw. die Rolle des Richters. Dabei wird zwischen solchen Kollegen unterschieden, mit denen „man reden kann“ (RA2 21; RA8 112) und solchen, mit denen eine kollegiale Fallbearbeitung nicht möglich erscheint. Während Rechtsanwälte sich zunächst in der Rolle sehen, den betreffenden Fall zu konstruieren, stellen Richter in erster Linie eine unabhängige, triangulierende Instanz dar, die dann hinzutritt, wenn der Fall nicht mehr mit kollegialen Mitteln bearbeitet werden kann.

Sebastian Starystach

Bankwirtschaft Fälle

Herr Jürgen Eichhorn hat in Norderstedt eine Anwaltssozietät mit Notariat. Die Anwaltssozietät unterhält bei der Nordbank AG in Hamburg eine Kontoverbindung. Vor dem Notar Herrn Eichhorn wird am 5. Mai 20.. ein Grundstückskaufvertrag zwischen Herrn Jens Nölle (Verkäufer) und den Eheleuten Klaus und Irmi Paulsen (Käufer) in Höhe von 150.000,00 EUR abgeschlossen. Der Vertrag enthält auch die dingliche Einigung über den Eigentumserwerb am Grundstück.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz II

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner
Bildnachweise