Skip to main content
main-content

Kanzlei

weitere Buchkapitel

Open Access

Kapitel 5. Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit im Dienstleistungssektor am Beispiel der Steuerberatung

Ergebnisse des Verbundprojekts KODIMA

Der Beitrag zu KODIMA untersucht einerseits, inwiefern sich die Befunde der bisher betrachteten arbeitspsychologischen Analysen bei Steuerberatungsunternehmen auf andere wissensintensive Dienstleistungsbranchen übertragen lassen. Dabei sind zentrale Fragestellungen der Untersuchung, wie sich die Digitalisierung auf wissensintensive Dienstleistungsbranchen auswirkt, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Arbeit in der Branche hat und wie sich die Digitalisierung auf die Tätigkeiten der Beschäftigten auswirkt. Deutlich wird, dass die auf die Steuerberatungsbranche fokussierten KODIMA-Befunde nicht ohne weiteres auf andere Branchen übertragen werden können. Außerdem werden die Ergebnisse der organisations- und führungstheoretischen Analysen präsentiert, die zeigen, dass Digitalisierung von den Führungskräften als komplexer Prozess konsequent gedacht werden muss, der auch die Perspektive der Beschäftigten berücksichtigt.

Virginia Moukouli, Friedemann W. Nerdinger, Philipp K. Görs, Arne Koevel, Anne Traum, Marco Zimmer, Halina Ziehmer

Kapitel 1. Einleitung

Auftrittskompetenz ist auf der Wirkungsebene der Schlüssel zu Ihrem Erfolg. In diesem Essential erfahren Sie, welche Aspekte einen erfolgreichen Auftritt ausmachen. Beginnend mit Ihrer Persönlichkeit, die in Ihrer Souveränität und Kraft entfaltet werden möchte, über ein konstruktives Mindset bis zum instrumentellen Training für Körpersprache und Stimme. Sie lernen, wie Sie Ausstrahlung und Präsenz, Energie und Leidenschaft steigern. In Achtsamkeit, Begeisterung und im Wissen Ihres WARUMs werden Sie befähigt, klar und authentisch mit Hilfe von guter Rhetorik und sinnvoller Inszenierung einen Auftritt zu kreieren, von dem nicht nur Ihre Hörerschaft, sondern auch Sie selbst bewegt sind.

Karin Seven

Konto

Bei der Nordbank AG werden am 30. Juni verschiedene Geschäftsvorgänge bearbeitet. Welche Kontoart eignet sich für die nachstehenden Kundenwünsche? Ordnen Sie zu! Kontoarten.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 8. Good-Practice-Beispiele öffentlicher Verwaltungen

Da Theorie schön und gut ist, in der Praxis jedoch schlussendlich nur Praxiserfahrungen zählen, folgen im letzten Kapitel 8 acht Praxisbeispiele. Sieben aus der Schweiz und eines aus Deutschland. Leider war es nicht möglich, mehr Praxisbeispiele aus der Schweiz und überhaupt welche aus Österreich zu erhalten.

Matthias Meyer Meyer

3. Personalmanagement und interaktionelle Führung

Personalmanagement richtet sich auf die Beschaffung, Nutzung, Erhaltung sowie Förderung von Humanressourcen. Die inhaltliche Präzisierung nehmen viele danach vor, welche Aufgaben durch eine Personalabteilung verantwortet werden. Dies schließt das Zusammenwirken von Personalabteilungen und Vorgesetzten nicht ein und lässt wichtige Potenziale ungenutzt. Personalmanagement besteht somit aus dem, was auf der einen Seite Führungskräfte und auf der anderen Seite Personalabteilungen verantworten. Ersteres ist die sogenannte interaktionelle Führung. Sie zielt auf die folgenden Fragen: Werden Führungskräfte geboren oder gemacht? Gibt es ideale Führungsstile? Wie lassen sich innovative Vorhaben durch Führung gestalten? Welche Relevanz besitzen die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern für den Führungserfolg? Die strukturelle Führung zielt auf standardisierbare Konzepte und Maßnahmen zur Förderung von Handlungsvermögen, -bereitschaften und -potenzialen.

Michael J. Fallgatter

Ist der Brief ein Symptom? Zu einem komplexen Motiv in Marlen Haushofers Die Mansarde

Der folgende Aufsatz widmet sich dem Motiv der Briefe in Marlen Haushofers Die Mansarde. Im Zentrum steht dabei die These, dass diese Briefe ähnliche Eigenschaften aufweisen bzw. ähnliche Verhaltensmuster aktivieren wie das Symptom nach Auffassung Sigmund Freuds und dessen (Neu-)Definition durch den französischen Psychoanalytiker Jacques Lacan. Die Art und Weise, wie die Protagonistin des Romans mit diesen Briefen verfährt (sie enthalten ihre eigenen Tagebuchaufzeichnungen, die ihr 17 Jahre nach Abfassung anonym zugeschickt werden), gibt Rätsel auf. Auf die Lektüre in der Mansarde, dem künstlerischen Rückzugsraum der Hauptfigur, folgt die Verbrennung der Texte im Keller. Von dem Lebensabschnitt, an den sie erinnern – eine Episode vorübergehender Taubheit – darf kein Zeugnis zurückbleiben. Wie Symptome fungieren sie als ungeliebte Reminiszenzen an eine unabgeschlossene Vergangenheit. Lacan begreift das Symptom darüber hinaus aber als Mittel des Lustgewinns – findet auch dieser Aspekt eine Entsprechung in der Mansarde?

Marlen Mairhofer

Open Access

Kapitel 6. Der Status quo des öffentlichen Einkaufs

Kapitel 6 präsentiert zunächst Zahlen und Fakten zum öffentlichen Einkauf, gefolgt von den rechtlichen Rahmenbedingungen der Vergabe. Die organisatorische Umsetzung zeigt Organisationsformen im öffentlichen Einkauf sowie die Bedeutung des Einkaufsprozesses in einer gesamthaften Betrachtung auf. Die technische Durchdringung fokussiert auf den Stand des elektronischen Einkaufs als Voraussetzung für eine mögliche Öffnung. Anschließend wird die Bedeutung von Transparenz, Korruption, Partizipation und Kollaboration dargelegt.Anliegen ist, ein möglichst konkretes Bild vom gegenwärtigen Zustand des öffentlichen Einkaufs zu zeichnen, um eine Basis für die nachfolgenden empirischen und analytischen Abschnitte der Studie zu schaffen.

Britta Reuter

12. Europäisches Datenschutzrecht und Bonitätssysteme in China

Bonitätssysteme in China sind zum einen auf in China tätige Unternehmen gerichtet und sammeln Informationen über das Geschäftsgebaren, die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen insbesondere zu Compliance oder auch zu Umweltschutz. Die daraus abgeleiteten Bewertungen qualifizieren Unternehmen als gute oder schlechte Geschäftspartner oder Wirtschaftsakteure. Damit sind entsprechende Vor- oder Nachteile für die Unternehmen verbunden.Zum anderen gibt es zahlreiche Ansätze, das Verhalten von natürlichen Personen auf der Grundlage umfassender Informationssammlung aus allen Lebensbereichen zu bewerten und ihnen entsprechend der Ergebnisse den Zugang zu sozialen Leistungen zu erschweren oder zu erleichtern und im Allgemeinen ihre Stellung in der Gesellschaft durch den generierten „Score“ zu beeinflussen.Die europäischen Datenschutzgesetze stellen an alle Unternehmen, Behörden und öffentlichen Einrichtungen umfangreiche Anforderungen, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Ziel ist es, den natürlichen Personen ein Selbstbestimmungsrecht über sie betreffende Informationen zu gewähren. Voraussetzung dafür ist eine hohe Transparenz über die Verarbeitung personenbezogener Daten und umfangreiche Rechte der Betroffenen auf Auskunft, Widerspruch und Löschung ihrer Daten.Die europäischen Datenschutzgesetze binden in der EU ansässige Unternehmen vor allem auch hinsichtlich der Übermittlung von personenbezogenen Daten in Länder außerhalb der EU. Die Anforderungen des europäischen Datenschutzes gelten deshalb für eine Übermittlung von personenbezogenen Daten an Bewertungssysteme in China in vollem Umfang. Das hat zur Folge, dass ein in der EU ansässiges Unternehmen für ein Bewertungssystem relevante Daten über seine Geschäftstätigkeit in China nur dann zur Verfügung stellen kann, wenn diese Informationen keinerlei Bezug zu natürlichen Personen aufweisen. Ein Rückschluss auf in den Unternehmen agierende Personen muss also völlig ausgeschlossen sein.Chinesische Unternehmen, die in der EU Produkte und Dienstleistungen natürlichen Personen anbieten oder deren Tätigkeit auf die Beobachtung natürlicher Personen ausgerichtet ist, sind im Hinblick auf die damit im Zusammenhang stehende Verarbeitung von Kundendaten ebenfalls an die europäischen Gesetze gebunden. Dies schließt die Weitergabe personenbezogener Daten an Bewertungssysteme in China völlig aus.Die Lösung dieser Problematik könnte in der Schaffung einer in der EU wirksamen gesetzlichen Grundlage für die Informationsbereitstellung an Bonitätssysteme in China sein. Voraussetzung dafür wäre eine Etablierung von Datenschutzregeln in der Struktur der chinesischen Bewertungssysteme, die ein EU-adäquates Datenschutzniveau garantieren.

Barbara Kirchberg-Lennartz

M

Florian Langenscheidt, Peter May

H

Florian Langenscheidt, Peter May

B. Eingriffe in das Eigentum und in sonstige Rechtspositionen

Die Entschädigung für Eingriffe in das Eigentum oder sonstige Beeinträchtigungen des Eigentums gründet sich auf zahlreiche Anspruchsgrundlagen (von Enteignungsentschädigung über Entschädigung für enteignenden Eingriff bis hin zu spezialgesetzlich geregelten Anspruchsgrundlagen wie z.B. solche des Polizei- und des Verwaltungsverfahrensrechts).

Peter Itzel, Karin Schwall

Kapitel 2. Ablauf eines Insolvenzverfahrens aus Sicht des beschaffenden Unternehmens

Für einen Einkäufer sind im Falle einer Lieferanteninsolvenz daher insbesondere Fragen zum Umgang mit bereits getätigten Bestellungen, fälligen Zahlungen, im Besitz des Lieferanten befindlicher Werkzeuge sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen zu beantworten. Zur besseren Vorbereitung des Einkaufs auf Lieferanteninsolvenzen gehört somit auch, sich mit den Grundzügen des Insolvenzrechts auseinanderzusetzen. Daher werden im folgenden Kapitel die für Einkäufer wesentlichsten Punkte des deutschen Insolvenzrechts aus Einkaufssicht prägnant beschrieben.

Elmar Holschbach, Jörg H. Grimm

Open Access

Kapitel 4. Ergebnisse: Während des Studiums

Wie gerade geschildert, müssen, bevor ein Studium in Deutschland aufgenommen werden darf, Grundkenntnisse in der deutschen Sprache nachgewiesen werden. Generell werden Deutschkenntnisse auf dem Sprachniveau von B2 verlangt. Deswegen bietet der KAAD seinen Stipendiat*innen einen Deutschkurs in Bonn an, den die Stipendiat*innen vor ihrem Studium absolvieren können.

Sascha Krannich, Uwe Hunger

Open Access

Kapitel 5. Ergebnisse: Nach dem Studium

Spannend ist es zu sehen, welche Wege die (ehemaligen) Stipendiat*innen nach ihrem Studium gegangen sind. Sind sie nach Beendigung des Studiums in Deutschland in ihr Herkunftsland zurückgegangen oder sind sie in Deutschland geblieben bzw. in ein anderes Land weitergewandert? Die Feldforschungen in den fünf Untersuchungsländern haben vielfältige Antworten auf diese Frage zum Vorschein gebracht. Es ist deutlich geworden, dass (ehemalige) internationale Studierende in ganz vielfältiger Weise und in verschiedenen (Migrations-)Formen zur Entwicklung in ihren Herkunftsländern beitragen.

Sascha Krannich, Uwe Hunger

Kapitel 12. Adressierungsstrategien in der Hamburg-Mannheimer Werbung mit Herrn Kaiser

Die Werbekommunikation der Hamburg-Mannheimer möchte ganz im Sinne von Absatzwerbung ‚wirken‘. Einstellung und Verhalten der Rezipient_innen sollen zum Nutzen des Beworbenen beeinflusst werden, wobei das vornehmliche Ziel ‚Verkauf‘ lautet. Durch die Ansprache und Involvierung der Rezipient_innen soll eine aus Markenperspektive vorteilhafte Anschlusshandlung angeregt werden. Die Figur Herr Kaiser bildete von 1972-2010 den Mittelpunkt dieser persuasiven Kommunikation der Marke Hamburg-Mannheimer.

Penda Maria Bönighausen

Mobilisierung von Recht durch Legal Technologies

Die Automatisierung von Rechtsdienstleistungen durch Legal Technologies erleichtert die digitale Rechtsmobilisierung. Rechtsdienstleister, die im Zuge der erweiterten technischen Möglichkeiten Massenklagen initiieren, werden zu neuen Akteuren der Interessenvermittlung. Der Rechtsstaat ist zunehmend mit strategischer Prozessführung konfrontiert. Regulierungsversuche stellen darauf ab, aus Effizienzgründen Quasi-Sammelklagen zu ermöglichen. Gleichzeitig wird versucht, den Einfluss kommerzieller Rechtsdienstleister zu begrenzen und stattdessen die Klagebefugnisse von Verbänden zu stärken.

Britta Rehder, Katharina van Elten

Kapitel 3. Metamodell zum strategischen Risikomanagement für Verteilnetzbetreiber

Mit der Entwicklung eines Metamodells zum strategischen Risikomanagement für Verteilnetzbetreiber werden die energiewirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Erkenntnisse miteinander verknüpft und die Grundlage zur Ableitung eines theoretisch fundierten und praxisadäquaten Modells zur Anwendung der Verteilnetzbetreiber geschaffen. Neben der Definition der Modellelemente und Einbettung des Risikomanagements in den energiewirtschaftlichen Rahmen stellt die empirische Untersuchung vergangener Lieferanteninsolvenzen und Anfechtungen einen wesentlichen Bestandteil der Modellierung dar. Basierend auf den dadurch erhobenen und für die Verteilnetzbetreiber als relevant eingestuften Risikofaktoren werden unter Berücksichtigung der definierten Rahmenbedingungen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für den im Metamodell integrierten Risikomanagementprozess abgeleitet. Ebenso werden Überlegungen zur Integration und organisatorischen Verankerung bei den Verteilnetzbetreibern angestellt.

Kerstin R. Eiselbrecher

5. Marken- und Lauterkeitsrecht am Beispiel von Domainrecht, AdWords und Influencer-Marketing

In diesem Kapitel werden das Marken- sowie das Lauterkeitsrecht an den Beispielen des Domainrechts und des Influencer-Marketings näher erläutert. In diesem Rahmen wird auch die Problematik rund um sog. AdWords aufgezeigt. Marken- und Lauterkeitsrecht hängen unweigerlich zusammen, da die Verletzung eines Markenrechts oft auch wettbewerbsrechtliche Implikationen zur Folge hat. Das Domainrecht hingegen ist eine Querschnittsmaterie, die eine Vielzahl anderer Rechtsgebiete tangiert. Es soll daher erst im Nachgang beschrieben werden, obgleich es unweigerlich Bezüge zum Marken- und Lauterkeitsrecht, v.a. aber auch zum bürgerlich-rechtlichen Namensrecht aufweist. Das Kapitel schließt mit einer Darstellung der rechtlichen Grundzüge des Influencer-Marketings, welches ebenfalls starke Bezüge zum Marken- und Lauterkeitsrecht aufweist.

Ruben Schneider

21. Cyber

Cyber-Risiken, eine wachsende Bedrohung

Im Zuge der Digitalisierung und der zunehmenden Vernetzung der Weltwirtschaft werden Unternehmen mit neuen Risiken konfrontiert. Hierzu gehören insbesondere auch Cyber-Risiken. Besonders Malware, Social Engineering und DDoS-Attacken spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Die Angreifer nutzen hierzu verschiedene Methoden, um Daten zu stehlen, zu manipulieren oder zu zerstören, so dass Unternehmen hohe Schäden durch Betriebsunterbrechungen oder auch Haftungsschäden gegenüber Dritten erleiden. Kleine, mittlere und große Unternehmen jeglicher Branchen müssen sich mit diesem Thema auseinandersetzen und die Schwachstellen in ihrem Unternehmen identifizieren. Ein wirksames Risikomanagement kann dabei helfen, Risiken zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Versicherungslösungen können einen sinnvollen und wichtigen Baustein zum Schutz vor Cyber-Risiken darstellen. Der Markt für Cyber-Policen wächst stetig und Versicherungsunternehmen bieten ihren Kunden, neben der rein finanziellen Absicherung, immer mehr Service-Leistungen, die den Unternehmen helfen, mit diesen neuartigen Risiken umzugehen.

Andreas Walz, Jörg Klemens, Romina Röpke

Mehrsprachigkeit und Einsprachigkeit

Zur Geschichte des Streits um den „Normalfall“ im deutschen Kontext

In der öffentlichen, aber nicht selten auch in der wissenschaftlichen Diskussion wird die faktische Vielsprachigkeit der bundesrepublikanischen Gesellschaft als neue Herausforderung wahrgenommen und problematisiert. Dass sich die sprachliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland seit den 1960er Jahren deutlich verändert hat und dass einer der Gründe hierfür die Zuwanderung ist, ist nicht zu bestreiten. Es ist jedoch ein Irrtum zu meinen, dass die Bevölkerungen in Deutschland bzw. in dem Gebiet, das mit seinen vielfach wechselnden Grenzen im Rückblick unter Deutschland zusammengefasst wird, deutsch-einsprachig bzw. in einigen Regionen überhaupt deutschsprachig und somit Zwei- und Mehrsprachigkeit vor der jüngeren Migration nicht auch schon Gegenstand politisch-ideologischer Auseinandersetzungen war.

Marianne Krüger-Potratz

Kapitel 4. Verständlichkeit und Verwaltungssprache

Verwaltungstexte sind – ähnlich wie Wissenschaftstexte – einer subjektlosen Darstellung von Sachverhalten verpflichtet. Aus diesem Grund kennen sie i.d.R. keinen Autor (Ich-Verbot) und keinen spezifischen Adressaten (Lieber Leser…). Aus der Perspektive der Verwaltung ist dies leicht nachvollziehbar, schon aus Gründen der Gleichbehandlung.

Matthias Ballod

33. Schmoller, Gustav von

* 24.06.1838 in Heilbronn, † 27.06.1917 in Bad Harzburg ∎ deutscher Nationalökonom, Historiker und Sozialpolitiker ∎ Mitbegründer des Vereins für Socialpolitik ∎ bedeutendster Vertreter der Jüngeren Historischen Schule und des „Kathedersozialismus“

Lars Wächter

Moral hybrids

Skizze zu einer Theorie moralischen Konsums

Moralischer Konsum kann, wenn er Schwellwerte übersteigt, Güternachfragen ändern. Es entsteht eine eigene Steuerungsstruktur, die allerdings nicht normativ, sondern als Kommunikationsprozess erklärt werden muss. Dafür wird eine Theorie der Güterproduktion als Erzeugung von Gütern + Bedeutung entwickelt, die über die Frage nach dem moralischen Konsum hinausweist. Märkte werden über zwei oszillierende Steuerungsstrukturen koordiniert: Präferenzen und Semantik.

Birger P. Priddat

Kapitel 2. So zünden Sie mit XING Ihren Recruiting-Turbo!

Social Media Recruiting mit XING funktioniert – das ist Fakt: mit oder ohne Ihr Unternehmen! Der Hype ist vorbei. XING ist aus den Kinderschuhen herausgewachsen und hat das sogenannte „Plateau der Produktivität“ erreicht. Das bedeutet, dass die Vorteile von XING als Recruiting-Kanal allgemein anerkannt und akzeptiert sind. Aus unserer täglichen operativen Personalsuche können wir Autoren bestätigen, dass mit XING Kandidaten selbst aus Engpasszielgruppen erfolgreich rekrutiert werden.XING als größtes Business-Netzwerk im deutschsprachigen Raum bringt Unternehmen und Kandidaten zusammen: Knapp 17 Mio. Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Internetplattform für Geschäft, Job und Karriere. Auf www.xing.com vernetzen sich Berufstätige aller Branchen, suchen und finden Jobs, Mitarbeiter, Aufträge, Kooperationspartner, fachlichen Rat oder Geschäftsideen. Betreiber der Plattform ist die New Work SE (vormals XING SE) in Hamburg. 2003 gegründet, ist die New Work SE seit 2006 börsennotiert und seit September 2011 im TecDAX gelistet. Anfang 2013 stärkte XING mit dem Kauf von kununu, der marktführenden Plattform für Arbeitgeberbewertungen im deutschsprachigen Raum, seine Position als Marktführer im Bereich Social Recruiting. Im Jahr 2019 hat die „XING SE“ eine Umfirmierung in die „New Work SE“ vorgenommen. Diesen Schritt hatten Vorstand und Aufsichtsrat bereits im Jahr 2018 beschlossen. Hintergrund der Umfirmierung war die Tatsache, dass sich das Unternehmen bereits seit Jahren mit der Vision von neuen, besseren Arbeitswelten beschäftigt. Abb. 2.1 zeigt die Entwicklung der Mitgliedszahlen von XING. In diesem Kapitel erhalten Sie Praxistipps aus erster Hand, wie Sie mit XING Ihren Recruiting-Turbo zünden!

Daniela Chikato, Ralph Dannhäuser

7. Bedürfnisse achten

Das stärkste Bedürfnis unserer Zeit ist ein toller Job. Zu diesem Fazit kam ein renommiertes Beratungsunternehmen nach Auswertung einer internationalen Studie. Ein guter Job ist einer, in dem die Arbeit als sinnvoll und erfüllend wahrgenommen wird und Mitarbeiter das Gefühl haben, persönlich zu wachsen und sich beruflich weiterzuentwickeln. Jedoch: Wie gelingt es, sich auf den Job zu konzentrieren, wenn der Kopf voll ist mit Terminen, täglichen Routineaufgaben und äußeren Unterbrechungen? Sogenanntes Mental Load überlagert das Gespür für natürliche Bedürfnisse. Deren Wahrnehmung erfordert körperliche und seelische Achtsamkeit. Die gute Nachricht: Im Alltag lässt sich einiges tun, damit sich gar nicht erst so viel Mental Load anhäuft, zum Beispiel geschicktes Aufgabenmanagement. Die Eisenhower-Methode bietet eine Möglichkeit, wichtige und unwichtige Aufgaben zu unterscheiden und an andere zu delegieren.

Diana von Kopp

Kapitel 11. Eine Auswahl an Jobprofilen

In diesem Kapitel finden Sie ausgewählte Anforderungsprofile, die Sie mit Ihrem eigenen Motivprofil abgleichen können. Die Profile umfassen sowohl ein Porträt als auch eine grafische Darstellung. So erkennen Sie auf einen Blick, ob die vorgestellte berufliche Rolle für Sie infrage kommt oder ob die Abweichung der Motivausprägungen zu groß ist. Dabei werden Muss-Kriterien und Kann-Kriterien unterschieden. Wie die Benennung bereits vermuten lässt, ist eine Abweichung der Kann-Kriterien meist unkritisch, die Muss-Kriterien hingegen sollten weitgehend übereinstimmen.Anmerkung: Wettbewerbs- und Visionsmotiv sind in diesen Profilen zusammengefasst, weil es um die Frage geht, wie hoch die Motivation ist, andere zu beeinflussen und an exponierter Stelle zu stehen. Ob dies aus eigen- oder gemeinnützigen Gründen heraus passiert, interessiert im ersten Schritt nicht.

Barbara Haag

1. Entfaltung – die Anfänge unserer Selbstwirksamkeit wiederentdecken

Das erste Kapitel regt Sie dazu an, als Anstoß für Führung mit Sinn wieder Verbindung aufzunehmen mit dem roten Faden, der sich – ob bewusst oder unbewusst – durch Ihr Leben zieht und Sie mit Ihren tiefsten Werten und Intentionen verbindet.Wenn wir Hinweise suchen, um unseren roten Faden wiederzufinden, hilft es, uns zu erinnern: an unsere noch junge Führungserfahrung, an unsere Träume als Jugendliche oder junge Erwachsene, an Begegnungen, Gedanken, Geheimnisse, Wendepunkte, plötzliche Erkenntnisse und daran, wen wir bewundert haben oder wer wir sein wollten. Dabei nehmen wir wieder Verbindung auf mit dem, was unserem Führungshandeln zugrunde liegt – unsere je eigene Menschlichkeit. Wir legen sozusagen nur frei, was wir ohnehin sind. Dies ist der erste Schritt dazu, unseren Führungsbeitrag noch einmal neu zu definieren und uns für eine Selbstwirksamkeit zu entscheiden, in der wir mehr Sinn sehen, weil sie Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft in den Fokus nimmt. Wir alle neigen dazu, uns von Strukturen und Umständen führen zu lassen. Wenn wir innehalten, wissen wir, dass die Essenz unserer Führungsfähigkeit uns dazu auffordert, unserem Herzen zu folgen und unseren inneren roten Faden klarer zu benennen. Unsere Werte bewusster in unsere Art zu führen zu integrieren lohnt sich. Die Welt braucht genau diese Werte dringender denn je. Jeder Einzelne von uns zählt.

Petra Künkel

4. Und jetzt? – Was sich ab heute ändern soll, um diese Frage zu beantworten

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Sie für sich konkret herausfinden können, welcher Einstieg für Sie am besten passen könnte. Dazu gehen wir in zwei Schritten vor.Im ersten Teil stellen wir Ihnen vor, wie Sie Ihre persönliche Zielzone identifizieren, welche Interessen und Kompetenzen Sie tatsächlich haben – und mit welchen praxiserprobten Methoden Sie all das herausfinden können.Im zweiten Teil schauen wir uns dann gemeinsam mit Ihnen an, wie Sie basierend auf der zuvor identifizierten Zielzone das Ziel tatsächlich erreichen. Wie finden Sie eine passende Stelle? Wie finden Sie die richtigen Informationen und die richtigen Ansprechpartner im Unternehmen zu dieser Stelle? Worauf müssen Sie im Bewerbungsgespräch achten? Und was passiert nach der Einstellung?

Lukas von Hippel, Thorsten Daubenfeld

Begegnungen aus der Zeit vor dem amerikanischen Exil

Der frühere Staatsminister Karl Moersch hat 1996 ein Buch mit dem Titel: „Sperrige Landsleute – Wilhelm I und der Weg zum modernen Württemberg“ veröffentlicht. Darin erwähnt der FDP-Politiker u.a. Karl August Freiherr v. Wangenheim als „einflussreichen, allem Neuen aufgeschlossenen Ratgeber des württembergischen Monarchen, der einem alten thüringischen Adelsgeschlecht entstammte und 1773 in Gotha geboren wurde. In Jena und Erlangen studierte er Rechtswissenschaft und evangelische Theologie.

Eugen Wendler

Kapitel 8. Rückkehr nach Bulgarien: Von der Unmöglichkeit der Rückkehr zur Rückkehr als Lebensweise

Im Kap. 8 steht die Rückkehrmigration von Deutschland nach Bulgarien im Mittelpunkt der Analyse. Zunächst werden Theorien der Rückkehrmigration kurz vorgestellt und als Grundlage der Interpretationen der unterschiedlichen biografischen Modelle der Rückwander*innen verwendet.

Marina Liakova

Kapitel 7. Die Geltungsdauer – Wann geht es los und wann kommt das Ende

Wie so ziemlich alles im Leben hat auch ein Vertrag einen Beginn und ein Ende. Während jedoch der Beginn zumindest noch erkannt werden kann, bereitet das Ende regelmäßig Probleme. Und manchmal gibt es sogar Fälle, in denen ein Ende gar nicht vorgesehen ist und nur unter erheblichen Schwierigkeiten herbeigeführt werden kann.

Carsten Lexa

Kapitel 12. Worte zum Schluss

.Mir ist bewusst, dass dieses Buch nicht jedes Problem, welches sich in Verbindung mit Verträgen ergeben kann, lösen wird. Ich habe jedoch versucht, in diesem Buch die sich im Rahmen meiner Beratungspraxis häufig auftretenden Probleme anzusprechen, die Gründe für die Probleme herauszuarbeiten und Tipps zum Umgang sowie Lösungsvorschläge für diese Probleme zu geben.

Carsten Lexa

Kapitel 9. Umsatzsteuerrecht

Die Umsatzsteuer zählt zu einer der wichtigsten Einnahmequellen des Fiskus und erfährt nicht zuletzt dadurch ein großes Maß an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. Das im Zuge der Einführung des Binnenmarktes zum 01.01.1993 verfolgte Ziel der Harmonisierung des Umsatzsteuerrechts auf Europa-Ebene hat dazu geführt, dass das deutsche Umsatzsteuerrecht seither ständig in Bewegung geraten ist und an Komplexität zugenommen hat. Erleichterungen einerseits, wie der Wegfall von Grenzkontrollen, führten andererseits zu einer ständigen Zunahme von Nachweis- und Meldepflichten der Unternehmer. Bei Vorlage einer Rechnung über eine Lieferung oder sonstige Leistung, an der mehrere ausländische Unternehmer beteiligt sind, kann selbst der Fachmann mitunter nicht mehr auf den ersten Blick Auskunft über deren Richtigkeit geben, sondern muss konsequent eine systematische Abfolge von Kriterien prüfen, um den Sachverhalt abschließend zu beurteilen. Selbst das Zurückgreifen auf kommerzielle Expertisen-Programme setzt fundierte Kenntnisse des Benutzers voraus, um die erforderlichen Daten zutreffend eingeben zu können. Dem Anwender zum Trost sei gesagt, dass durch die Einführung von Neu- und Sonderregelungen zwar mitunter komplizierte Tatbestände Einzug in das Umsatzsteuerrecht gehalten haben, jedoch nach wie vor die gesamte Materie von einer strikten Systematik durchzogen wird. Diesen „roten Faden“ zu vermitteln und dem interessierten Leser ein grundlegendes Verständnis über das Umsatzsteuerrecht zu vermitteln, hat sich die Autorin in diesem Beitrag zur Aufgabe gemacht.

Marion A. R. Müller

Kapitel 6. Gewerbesteuerrecht

Die Gewerbesteuer ist durchaus als eine Spezialität des deutschen Steuerrechts zu sehen. Mit Blick auf die übrigen EU-Mitgliedstaaten findet sich keine der deutschen Gewerbesteuer entsprechende Steuerquelle. Vor dem Hintergrund internationaler Wettbewerbsnachteile deutscher Betriebe ist die immer wieder aufkommende Diskussion um die Abschaffung der wichtigsten kommunalen Einnahmequelle durchaus nachvollziehbar. Solange jedoch sowohl der Bundesfinanzhof als auch das Bundesverfassungsgericht zwar einzelne Regelungen auf Verfassungsmäßigkeit hin überprüfen, im Grundsatz jedoch die Gewerbesteuer als verfassungsgemäß auslegen und auch der Einklang mit europarechtlichen Vorgaben gegeben ist, wird der Bestand der deutschen Gewerbesteuer nicht ernsthaft angegriffen werden können. Es gilt vielmehr, sich mit deren Inhalten vertraut zu machen, um die Systematik zu durchschauen und diese dann in der Praxis oder im theoretischen Ernstfall einer Klausur richtig anwenden zu können. Dieses Ziel will die Autorin mit diesem Beitrag gerne unterstützen.

Marion A. R. Müller

Die Unternehmensrelikte und Bruchstücke des Vermögens

Osram, Auer, Wintergarten, Kranzler: Wer heute zu diesen Firmen und Marken recherchiert, in digitalen Lexika, Unternehmens-Websites, Jubiläums-Inszenierungen und wissenschaftlichen Abhandlungen, stößt auf Spuren des Koppel-Konzerns. Es finden sich Einsprengsel, kurze Abschnitte, längere Passagen oder sogar ausführliche Exkurse. Dabei ist unverkennbar, dass Impulse in der Militärindustrie, die von diesem Konzern ausgingen, und die bis heute nachweisbar sind oder sogar nachwirken, das größte Interesse finden. Dies gilt für Laienforscher, Journalisten wie Historiker. Daher werden im Folgenden primär Relikte aus zwei derartigen Konzernfeldern betrachtet: der Nukleartechnologie und der Gasschutzindustrie.

Hans H. Lembke

Kapitel 4. Ablauf einer Einkaufsverhandlung

Dieses Kapitel beschreibt den typischen Ablauf einer Einkaufsverhandlung vor allem für Investitionsgüter. Dabei werden den drei Phasen typische Aufgaben zugeordnet, die sich für Anbieter und Interessenten nicht so sehr während der Durchführung, sondern im Rahmen von Vor- und Nachbereitung unterscheiden. Bei den Abläufen am Verhandlungstisch ist offensichtlich, dass der Kunde oft mit einem Wissensdefizit gegenüber dem Lieferanten zu kämpfen hat; diese asymmetrische Informationsverteilung kann mit der Prinzipal-Agent-Theorie erläutert werden. In einer Wettbewerbssituation zwischen Anbietern zum Vorteil des Einkäufers lassen sich Leistungspakete über formale Verfahren (z. B. QFD-Analyse) vergleichen. Kommt es letztlich zu Bestellung bzw. Vertrag, sind juristische Aspekte zu beachten. Rechtssicherheit hat allerdings nicht nur bei Großaufträgen gegebenenfalls durch Einbindung von Justiziaren, sondern auch beim Brot-und-Butter-Geschäft, den Kleinaufträgen, Priorität. Verhandlungsergebnisse sollten mit Blick in die Zukunft bewertet und eingeordnet werden, und ein systematisches Verhandlungsmanagement ist für jede Einkaufsabteilung empfehlenswert.

Guido Wenski

Kapitel 3. Wie Menschen des Erkenntnistyps mit Konflikten umgehen

Die folgenden psychologischen Gedanken zum Umgang mit Konflikten werden dem Leser und der Leserin durch Geschichten vermittelt. Das vorliegende Kapitel handelt von Menschen, die vornehmlich nach den Werten Leistung und Weiterentwicklung streben. Sie erhalten Antworten auf folgende Fragen: In welche Konfliktsituationen geraten Menschen des Erkenntnistyps? Wie gehen sie mit Konflikten um? Welches ist ihr Übungs- und Lernfeld? Wie gelingt ihnen ein gelassener Umgang mit Konflikten?

Ruth Enzler Denzler

Chapter 12. Ein paar Worte zum Schluss

Wie man in diesem Buch sehen konnte, gibt es nahezu unendlich viele Möglichkeiten, mit einem Start-up zu scheitern. Man muss letztendlich nur wissen, welche Optionen einem Gründer auf welchen Themenfeldern zur Verfügung stehen. Mir bleibt deshalb am Ende nur noch eines: Strategische Hilfestellung zu geben, damit mit dem Herbeiführen des Scheiterns nicht zu viel Zeit vergeudet wird. Denn: Wer schneller scheitert, kann öfters scheitern!

Carsten Lexa

Kapitel 3. Konnektivität

Die Zusammenarbeit mit Kollegen, die Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern, der Zugriff auf aktuelle Dokumente – all dies erfordert eine Netzverbindung für Sprach- und Datenkommunikation. In diesem Kapital finden Sie konkrete Hinweise, wie Sie telefonisch weltweit erreichbar bleiben und wie Sie überall eine stabile Internetverbindung herstellen. DSL- und Kabelanschlüssen werden genauso betrachtet wie die Wahl des richtigen Mobilfunknetzes und die nötige Hardware wie beispielsweise ein mobiler WLAN-Hotspot.

Peter Bruhn

Kapitel 6. Anhang

Die hier abgedruckten Lösungsvorschläge beziehen sich auf einen kleineren Teil der im Verlauf des Buches genannten Übungsfälle. Aus Platzgründen wurde darauf verzichtet, zu jedem Übungsfall im Buch selbst einen Lösungsvorschlag zu präsentieren. Deshalb findet sich ein Link zu den Lösungsvorschlägen für die anderen Übungsfälle auf der Produktseite des Buches auf www.springer.com/ 978-3-642-55043-0Der Grund sind auch didaktische Überlegungen. Es ist erwünscht, dass sich die Studierenden zunächst selbst Gedanken über eine Lösung zu den Fällen machen und nicht gleich an dieser Stelle des Buches nach dem Lösungsvorschlag des Verfassers suchen. Auch deshalb wird der „Medienbruch“ in Kauf genommen.Im Folgenden sind jeweils zu den ersten beiden Fällen jedes Kapitels Lösungsvorschläge abgedruckt.

Klaus Sakowski

Kapitel 1. Einführung in die technischen Schutzrechte

Warum sind technische Schutzrechte so wichtig und interessant und welche Bedeutung haben diese in der Praxis? An dieser Stelle findet sich eine kurze Einführung in das Patentwesen und werden wichtige Begriffe eingeführt.

Stefan Basler

Kapitel 2. Patente Lesen

Um mit technischen Schutzrechten arbeiten zu können ist es wichtig zu verstehen wie sie aufgebaut sind und welche Bedeutung die einzelnen Teile haben. Für einen effizienten Umgang ist ein Grundverständnis darüber unverzichtbar.

Stefan Basler

Kapitel 3. Brücken(-bau) zwischen Theorie und Praxis; Medizin und Pädagogik

Professionalisiertes Handeln ist der gesellschaftliche Ort der Vermittlung von Theorie und Praxis unter den Bedingungen der wissenschaftlich zu begründenden Problemlösung in der Praxis (vgl. Oevermann 1996: 80). Die Frage nach dem professionellen Handeln gründet sich auf eine Konzeption von Professionalität, „in der wissenschaftliches Wissen und praktisches Können als Einheit verstanden werden, wobei die Praxis der Bezugspunkt der Wissenschaft ist“ (Becker-Lenz und Müller 2009: 196). Keine andere Disziplin tut sich mit dem vermeintlichen Problem von Theorie und Praxis bzw.

Kristina Schierbaum

Kapitel 2. Brücken bauen als soziales Erbe der Familie

Familiengeschichte als Zeitgeschichte

Unter der Überschrift „Brücken bauen als soziales Erbe der Familie“ möchte ich vor allem die schwierigeren Momente eines Lebens zwischen der jüdischen und polnischen Welt aufspüren, um herauszuarbeiten, unter welchen familiären und sozialen Bedingungen sich Henryk Goldszmit dazu entschied, scheinbar von der Medizin zur Pädagogik zu wechseln. Über die Verbindung zweier Narrative (der Familien- und Zeitgeschichte), die mehrere Jahrhunderte nebeneinander herliefen oder sich berührten und überschnitten, werde ich in mein methodisches Vorgehen einführen. Nachdem ich mich zur „Herkunft und Methode der Genogrammanalyse“ (2.1) geäußert habe, möchte ich über die Rekonstruktion der Familiengeschichte als „Eine Geschichte des Hin und Her“ (2.2) versuchen, das Familien- und Lebensthema der Familie Goldszmit herauszuarbeiten, das vor allem vom Spannungsverhältnis von jüdischer Religion und polnischer Nationalität tangiert wurde.

Kristina Schierbaum

Corporate Venture Capital in der chemischen Industrie

Corporate Venture Capital, das Risikokapitalinvestment in Start-Ups, ist eine wesentliche Quelle für Innovationen in großen Unternehmen durch junge Start-Ups. Es kann dazu dienen, über neue Märkte und Technologien zu lernen, einem Unternehmen Zugang zu neuen Technologien zu ermöglichen und neue, zum Beispiel digitale Geschäftsmodelle zu testen. Während der finanzielle Aspekt des Investments immer auch zu berücksichtigen ist, sollte jedoch der strategische Aspekt im Vordergrund stehen. Dabei gilt es, die Besonderheiten von Investments in Start-Ups innerhalb der chemischen Industrie zu kennen und zu berücksichtigen. Dies sind im Wesentlichen ein deutlich höherer Kapitalbedarf und eine längere Finanzierungsdauer, weil Entwicklungen in der chemischen Industrie in der Regel zeitintensiver sind als beispielsweise die Entwicklung von Software. Neben der eigentlichen Investition ist es sehr wichtig, dass das Unternehmen die Start-Ups in Kooperationen aktiv unterstützt und begleitet. Ein Unternehmen wird darüber hinaus nur den vollständigen Nutzen aus Corporate Venture Capital ziehen, wenn es auch den Transfer der Lernerfahrung aus den Kooperationen mit Start-Ups aktiv in die Organisation des Unternehmens überträgt.

Paolo Bavaj

19. Externe Dienstleister

Schon vor Beginn Ihrer eigentlichen unternehmerischen Tätigkeit müssen Sie als Gründer mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten. Ohne die Unterstützung eines Rechtsanwalts und eines Steuerberaters lässt sich kaum die notarielle Gründung eines Unternehmens vorbereiten. Aufgrund der Vielzahl von Anbietern und der Intransparenz in einigen Branchen ist es für einen jungen Unternehmer eine große Herausforderung den passenden Dienstleister zu finden. In Kap. 19 berichtet der Autor aus über 25 Jahren Praxis von seinen Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Dienstleistern und Beratern.

Christian Demant

Moral, Integrität und organisationale Kriminalität – am Beispiel der Abgasaffäre

Moral und Integrität sind Begriffe, die in den Vorstandsresorts der Großunternehmen regen Einzug erhalten haben. Unter dem Schlagwort „Wertemanagement“ werden zur Vermeidung von organisationaler Kriminalität nicht mehr nur die Einhaltung von Regeln, sondern scheinbar auch die moralische Vervollkommnung der Unternehmen angestrebt. Dabei stellt sich aus soziologischer Perspektive die Frage, inwiefern eine umfassende Regelbefolgung für Organisationen noch funktional sein kann. Am Beispiel der Diesel-Abgasaffäre und unter Rückgriff auf das theoretische Konzept der organisationalen Devianz stellt der Artikel die Frage von Regelabweichung und Regelbefolgung in den Mittelpunkt, diskutiert Begründungen sowie Möglichkeiten der Unterbindung und Kontrolle des normabweichenden Verhaltens in Wirtschaftsunternehmen. Dabei zeigt die vorliegende Analyse, dass Moral und Integrität vor Unternehmen zwar nicht Halt machen können, Moralisierungen jedoch dazu führen, dass sich die „informelle Organisation“ dem Zugriff der Compliance-Abteilungen immer mehr entzieht. Der Artikel kommt zu dem Ergebnis, dass stattdessen das Risikomanagement der Unternehmen sowie die Beobachtung durch zivilgesellschaftliche Akteure wichtige Ansatzpunkte darstellen, um Formen der Illegalität und Korruption in Wirtschaftsunternehmen effektiv bekämpfen zu können.

Markus Pohlmann

§ 19 Der Betriebsinhaberwechsel

In einer dynamischen Wirtschaft wechseln jedes Jahr tausende Betriebe ihren Inhaber. Aus strategischen Gründen werden Betriebe erworben, wenn Unternehmen außer Stande sind, aus eigener Kraft zu wachsen. Sie erhalten dadurch Zugang zu vor- und nachgelagerten Produktions- bzw. Absatzstufen, können ihren Marktanteil vergrößern, sich diversifizieren und zusätzliches Know-how erlangen. Finanzinvestoren erwerben Betriebe zur Kapitalanlage oder zu Spekulationszwecken. Typische Gründe für den Verkauf sind die Konzentration auf das Kerngeschäft, das Abstoßen unrentabler Geschäfte, das Erlangen von Liquidität bei Zahlungsschwierigkeiten, das Ausscheiden des Betriebsinhabers, wenn im Kreise der Familie geeignete Nachfolger fehlen, oder schlicht die Erzielung eines Veräußerungsgewinns, etwa zur Befriedigung der Gläubiger in einem Insolvenzfall.

Wolfgang Hromadka, Frank Maschmann

9. Strategisches Kompetenzmanagement

In Kap. 9 beschäftigen wir uns mit dem strategischen Kompetenzmanagement, dem zweiten Ansatz zur Strategieimplementierung. Wir können in erster Linie drei Gründe dafür ausmachen, dass dieser Ansatz in den letzten 15 Jahren signifikant an Bedeutung gewonnen hat. Erstens hat die zunehmende Beliebtheit des Resource Based View – und hier besonders der Begriff der Kernkompetenzen – dazu geführt, dass das Interesse am Thema Kompetenzen stark gestiegen ist. Der zweite Grund liegt in der Unzufriedenheit mit der qualitativen Seite der strategischen Personalplanung. Drittens haben die Kompetenzmodelle durch die gemeinsame Sprache eine Klammerfunktion und ermöglichen damit eine Integration der verschiedenen Personalinstrumente, beispielsweise im Personalmarketing, in der Rekrutierung, der Personalentwicklung und auch dem Performance Management. Wir werden in diesem Kapitel erfahren, inwieweit das strategische Kompetenzmanagement den Erwartungen gerecht werden kann, welche Rahmenbedingungen es erfordert und wie verbreitet das Instrument in der Praxis ist.

Christian Lebrenz

5. Probleme in der Praxis oder die Mühen der Ebene

In den nächsten Jahren wird es überall in den Verwaltungslandschaften in Europa eine Vielzahl von Vorhaben zur digitalen Transformation von Verwaltungsleistungen, Verfahren oder Förderungen geben. Da und dort wird auch länderübergreifende Zusammenarbeit erfolgen, weil die Prozesse grenzüberschreitend abgewickelt werden müssen. Alle Aufgabenstellungen haben vergleichbare Ausgangslagen und Herausforderungen.Im folgenden Kapitel werden die aus der langjährigen Praxisarbeit erkannten Problemstellungen beschrieben und konkrete Lösungsansätze dazu vorgestellt. Die Darstellung beginnt mit den strategischen Aufgaben, die in der Führungsebene angesiedelt sind und geht dann systematisch weiter über die inhaltlichen, organisatorischen und technischen Herausforderungen, die in den Vorhaben auftreten und bewältigt werden müssen. Abgerundet wird jeder Teilabschnitt im Kapitel mit konkreten Vorschlägen von praxiserprobten Arbeitsweisen und Formaten für die tägliche Projektarbeit.

Hans Werner Streicher

4. Ausgewählte Projekte der digitalen Transformation

Das Kap. 4 enthält insgesamt 10 ausgewählte Vorhaben der digitalen Transformationen aus unterschiedlichen Verwaltungsbereichen und -ebenen des Public Sector in Österreich.Beginnend bei der Ausgangslage und den Rahmenbedingungen werden die wichtigsten Schritte der Transformation aus organisatorischer, rechtlicher, technischer und kultureller Sicht beschrieben. Am Ende der einzelnen Abschnitte erfolgt eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse, die in Summe ein umfassendes Bild der in solchen Aufgaben zu erwartenden Themenstellungen und Lösungsansätze ergeben.Die Projekte stammen aus den drei Ebenen des österreichischen Public Sector, um dem Leser einerseits die spezifischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Organisationsbereiches vorstellen zu können. In den Verfahrenslandschaften des DACH-Raumes gibt es auf den korrespondierenden Ebenen auch viele, sehr ähnliche Transformationsaufgaben, sodass die beschriebenen Vorhaben mit ein wenig Abstraktionsvermögen leicht in den eigenen Bereich übertragbar sind.

Hans Werner Streicher

4. Die eigene Strategie entwickeln

Sophie Martinetz, Sarah Maringele

3. Der Weg zur Digitalisierung

Sophie Martinetz, Sarah Maringele

1. Was ist Legal Tech?

Sophie Martinetz, Sarah Maringele

8. Marktüberblick

Sophie Martinetz, Sarah Maringele

Kapitel 10. Hessen – Der Landtag der Kontraste

Der hessische Landtag ist ein Landtag der Kontraste. Er kombiniert architektonisch interessante Gegensätze: Erstens ist er über die Zeit sehr viel transparenter geworden. Frühere Plenargebäude waren abgeschottet und undurchsichtig, das heutige Plenargebäude ist mit viel Glas gebaut und erlaubt den Bürgerinnen und Bürgern, den Landtagsabgeordneten zuzuschauen. Zweitens hat sich die Sitzordnung geändert: Im alten Plenargebäude saßen die Abgeordneten frontal wie in einer Schulklasse, das neue Plenargebäude ist nach dem Vorbild der „runden Tische“ gestaltet. Drittens zeigt der Landtag eine interessante Kombination von feudalem Prunk und moderner Schlichtheit. Das Stadtschloss ist im Inneren prunkvoll ausgeschmückt; der neue Plenarsaal dagegen schlicht und kühl. Dieser Beitrag argumentiert, dass alle diese Kontraste und Entwicklungen sich auf Veränderungen in Politik und Gesellschaft sowie demokratietheoretische Grundkategorien beziehen lassen.

Simon Fink

Kapitel 3. Wie studiere ich karriereorientiert?

Studieren heißt immer auch entdecken und ausprobieren. Deshalb sollten Sie nicht schon aus der Wahl des Studienfaches eine Wissenschaft machen, sondern versuchen, die eigenen Talente und Fähigkeiten mit den wesentlichen Anforderungen eines Studiengangs abzugleichen. Dabei geht es niemals um den perfekten Match, um das Abwägen aller sachlichen Für und Wider, sondern es geht hier vor allem um Ehrlichkeit zu sich selbst und ganz viel Bauchgefühl.

Stephan Pflaum

Kapitel 5. Rechtliche Implikationen

In Kap. 5 werden die wesentlichen rechtlichen Implikationen überblickartig aufgeführt, die sich für Hersteller und Nutzer von Legal-Tech-Produkten ergeben.

Jens Wagner

Kapitel 4. Auswirkungen von Legal Tech

Kap. 4 geht auf die Auswirkungen von Legal Tech im Allgemeinen sowie auf dessen Auswirkungen für Kanzleien und Unternehmen, Justiz und Verwaltung sowie Gesetzgebung im Besonderen ein.

Jens Wagner

Kapitel 7. Schlussbemerkungen

Es gibt keinen Zweifel daran, dass auch die juristische Tätigkeit zunehmend technologiegeprägter wird. Legal Tech wird vor allem Effizienzsteigerungen bewirken und in der Folge die Qualität der juristischen Arbeit verbessern. Zudem werden wohl in Zukunft völlig neue Möglichkeiten der rechtlichen Analyse zur Verfügung stehen, die Grundlage für strategische Entscheidungen in rechtlichen, mitunter aber auch in operativen Fragen sein können.

Jens Wagner

Kapitel 6. Kollaboration und Interessenvertretung

Kap. 6 gibt einen Überblick über das Thema Kollaboration, die Bedeutung von Kollaboration im Bereich Legal Tech sowie deren Ausprägung und Strukturen.

Jens Wagner

Kapitel 3. Legal Robots

Kap. 3 behandelt Legal Robots, einen anhand von bestimmten Fähigkeiten definierten Teilbereich von Legal Tech, und stellt den Stand der Technik und die möglichen Einsatzbereiche dar. In zusammengefasster Form wird auch auf das spezifische Veränderungspotenzial von Legal Robots im Hinblick auf die juristische Tätigkeit eingegangen.

Jens Wagner

Kapitel 2. Einsatzbereiche von Legal Tech

In Kap. 2 werden die einzelnen Einsatzbereiche von Legal Tech vorgestellt und anhand von Produktbeispielen konkretisiert. In zusammengefasster Form wird sodann das Veränderungspotenzial der Legal-Tech-Produkte im Hinblick auf die juristische Tätigkeit aufgezeigt.

Jens Wagner

5. Implementierung

Nach Schaffung der Voraussetzungen sowie Konzeption des unternehmensspezifischen Controllingsystem, kann mit der Implementierung im Unternehmen begonnen werden. Kapitel 5 beschreibt, wie die Konzeption im Unternehmen umgesetzt werden kann und gewährleistet werden kann, dass die benötigten Daten aussagekräftig und kontinuierlich verfügbar sind. Zudem stellt das Kapitel den Aufbau eines automatisierten Berichtswesens durch Integration und Nutzung der Controllingdaten dar.

Ralf Schmid-Gundram

27. Interview: Ab einem gewissen Alter des Unternehmers wird die Beratung schwierig

Dr. K. Jan Schiffer, Jahrgang 1958, ist Wirtschaftsanwalt und Gründungspartner der Rechtsanwaltskanzlei SP§P – Schiffer & Partner in Bonn-Bad Godesberg. Er berät u. a. Familienunternehmen und Unternehmerfamilien seit fast 30 Jahren vor allem bei der Gestaltung der Unternehmensnachfolge, zu Stiftungslösungen und bei wirtschaftsrechtlichen Spezialfragen. Während dieser Zeit hat er viele Unternehmer im Nachfolgeprozess begleitet. Er hat zahlreiche Fachbeiträge veröffentlicht und ist als Dozent tätig – etwa für die Bundesfinanzakademie. Der sich daraus ergebende umfangreiche Erfahrungsschatz führt zu ganz konkreten Empfehlungen zur Gestaltung der Nachfolge, die sowohl für potenzielle Unternehmensübernehmer als auch für Unternehmensübergeber hilfreich sein können.

K. Jan Schiffer

Kapitel 3. Positionierung

Wo liegen Ihre geschäftlichen Schwerpunkte? Wohin entwickelt sich die Branche und wie verändert sich das Verhalten Ihrer Zielgruppe? Was unterscheidet Sie von anderen Beratern?

Antonio Sommese, Martin Eberhard

Kapitel 13. Nachfolgeplanung

Haben Sie eine Exitstrategie? Wann und wie möchten Sie in den Ruhestand gehen? Wie erfolgt die Geschäftsübergabe, was ist Ihr Unternehmen wert und wer kauft es?

Antonio Sommese, Martin Eberhard

8. Schöne neue Steuerberatung

Der Steuerberatungsmarkt wird sich durch Digitalisierung, Globalisierung und die Skalierbarkeit von Leistungen erheblich verändern – mit der Konsequenz einer Halbierung der Praxen in den nächsten Jahren. Um auf dem Markt bestehen zu können, ist es erforderlich, interdisziplinäre Mitarbeiterteams zu beschäftigen, die innovative Dienstleistungen für die Kunden von morgen entwickeln. Schwerpunkte werden Implementierung, Überwachung und Outsourcing hochautomatisierter Prozesse sein. Gleichzeitig gilt es, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und die lebenslange Qualifizierung der Mitarbeiter sicherzustellen – die Halbwertzeit eines Dienstleistungsangebots wird sich sehr stark reduzieren. Andererseits bieten diese Veränderungen für zukunftsorientierte Steuerberaterpraxen herausragende Chancen, um durch Innovationen zu wachsen, wenn sie einen ihrer wichtigsten Wettbewerbsvorteile nutzen: Das Vertrauen ihrer Kunden.

Mischa Müller, Nicolai Müller

5. Strategie und Geschäftsmodell

Eine marktgerichtete, sinnerfüllte Strategie und ein tragfähiges Geschäftsmodell sind Basis für den potenziellen Unternehmenserfolg. Die Strategie ist die geplante Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten auf ein langfristiges Ziel oder eine Zielbündelung nach dem Grundsatz: Wir erdenken uns aus dem Jetzt die Zukunft und das Vergangene darf ab und zu mitwirken. Die damit verbundene Fokussierung auf die unternehmensdurchdringende Nachhaltigkeit bezüglich ökologischer, sozialer, führungskompetenter und ökonomischer Sinnhaftigkeit in der Wirkungsorientierung des Unternehmens spielt die zentrale Rolle zur Ermöglichung der reflexiven Wahrnehmung (im Unternehmen sein und über das Unternehmen nachdenken – Innen- und Außenperspektive einnehmen) und der kontinuierlichen, konsequenten Adaption aufgrund interner und externer Veränderungen. Der daraus entstehende, fortwährende Strategieprozess ermöglicht es dem Unternehmen, sich gegenüber den Eigentümern, den unternehmerischen Persönlichkeiten und Mitarbeitenden, den Stakeholdern und den Mitbewerbern über seinen künftigen Fortgang Auskunft zu geben und sich zu (re-)positionieren. Es gehört zur fundamentalen Aufgabe des Managements eines Unternehmens, sich anhand der strategischen, strukturellen und kulturellen Herausforderungen über die sinnstiftenden Passungs- und Interventionsaufgaben Gedanken zu machen und Verantwortung zu übernehmen. Management muss Wirkung erzeugen; es basiert auf einer reflexiven Gestaltungs- und Entscheidungspraxis. Die Ausgestaltung der Strategie und des Geschäftsmodells sind Instrumente dafür.

Urs Fueglistaller, Alexander Fust, Christoph Müller, Susan Müller, Thomas Zellweger

Kapitel 10. ÖPP auf kommunaler Ebene: Infrastrukturprojekte und gemeinsame Unternehmen – Analyse von Fallbeispielen

Partnerschaften zwischen privaten Unternehmen und der öffentlichen Hand zeigen sich insbesondere auf der kommunalen Ebene. Im Anschluss an die Erhebung soll dieses Feld mit einigen Fallbeispielen – positiver und negativer Art – aus Literatur und Befragung etwas genauer ausgeleuchtet werden.

Ludger Rethmann

Kapitel 2. Gesellschaftsanalyse, Erwerbsarbeit und Kapitalismus: Dynamiken der Arbeitsgesellschaft

Im Folgenden wird zunächst der Begriff der Arbeit diskutiert. Dazu skizziere ich den Bedeutungswandel von Arbeit als Erwerbsarbeit mit der Entwicklung des Kapitalismus. Ich argumentiere, dass sich der moderne Staat als Wohlfahrtsstaat und damit als Arbeitsgesellschaft verstehen lässt. Der Grundannahme folgend, dass der moderne Kapitalismus sowohl eine moralische Rechtfertigung als auch eine Kritik als dynamischen Faktor benötigt (vgl. Boltanski/Chiapello 2006), wird sowohl das Leistungsprinzip als „Fundamentalnorm“ (Dröge et al. 2008, 7) und zentrale „Rechtfertigungsideologie“ der Marktgesellschaft beschrieben, um so die Kultur des neuen Kapitalismus zu umreißen.

Falk B. Eckert

Kapitel 7. Zusammenführung und Ausblick: Das Subjekt der arbeitnehmerischen Mitte als Subjekt ohne Ruhe

Kern der vorliegenden Untersuchung war die Frage: Welche typischen Subjektivierungsformen lassen sich für Normalerwerbstätige im gegenwärtigen Kapitalismus beschreiben? Diese Frage wurde in zwei Arbeitsfragen untergliedert und so für die empirische Untersuchung operationalisiert. Dies erschien zweckmäßig, weil ich aktuelle arbeitssoziologische Konzepte mit einer kulturanalytisch-praxeologisch basierten Frage nach dem Arbeitssubjekt in Zeiten einer postfordistischen Arbeits- und Lebensorganisation verbinde. Ziel der Studie war es, die gegenwärtigen Perspektiven und Analysen der Organisation von Arbeit um eine konsequent empirisch ausgerichtete, mikrosoziologische Fokussierung zu erweitern.

Falk B. Eckert

Kapitel 6. Arbeit und Arbeitsprozess: Betriebliche Lebenswelten in den untersuchten Branchen

Die alltägliche Arbeit ist in der Regel durch eine konkrete Arbeitsorganisation und Ordnung geprägt, die wiederum vom Betrieb, dem Arbeitgeber und konkreten Arbeitsanforderungen an die Beschäftigten gekennzeichnet ist. Diese objektiven Gegebenheiten und institutionellen Rahmen strukturieren die konkreten Arbeitsprozesse. Ein zentraler Bestandteil des betrieblichen Gefüges bleiben zugleich die Arbeitnehmer selbst, deren Kompetenzen, Qualifikationen, Motivation, Commitment, Bereitschaft zur Teilhabe, Kreativität sowie Leistungsfähigkeit und Innovationsorientierung zentrale Ressourcen und Voraussetzung für die Arbeitsprozesse und damit für Innovationsfähigkeit und Produktivität eines Betriebs sind.

Falk B. Eckert

Kapitel 4. Forschungspraxis und methodologische Grundlegung der Arbeit

Im folgenden Kapitel werden die einzelnen forschungspraktischen Schritte der Narrationsanalyse und dokumentarischen Methode unter Rückbindung an die Theorie meiner Untersuchung expliziert. Ziel der Arbeit ist eine Subjektrekonstruktion über die narrative Identität und die Praktiken und Vollzüge von Arbeit. Dazu analysiere ich Subjektivität auf zwei Ebenen: Erstens der Praxis der Selbsthermeneutik, narrativen Positionierung und Sinngebung.

Falk B. Eckert

Kapitel 5. Biografien: Die Lebensentwürfe und Selbstbilder als individuelle biografische Orientierungsmuster der arbeitnehmerischen Mitte

Meine zentrale Referenz für die biografischen Untersuchungen der Arbeitnehmermitte ist der Wandel des Lebenslaufregimes (vgl. Kapitel 2.3) und mit ihr die zentrale Referenz der inneren und äußeren Strukturierung des Lebensverlaufs. Kohli (1985; 1989) macht deutlich, dass „Biographisierung“ keineswegs (nur) eine eigenständige Konstruktion meint, sondern ebenso die „Rekonstruktion der objektivierten biographischen Schemata und ihre Geschichte“, was den „kultursoziologischen“ „Zugriff auf Biographie und Individualität“ bezeichnet. Es gilt eben insbesondere den Blick auf die „Entstehung und Veränderung biographischer Deutungsmuster und des Umgangs der Subjekte mit ihnen“ zu legen (Kohli 1989, 252).

Falk B. Eckert

Kapitel 4: Eine kurze Geschichte erfolgreicher lateraler Organisationen

Laterales Management setzt auf das Prinzip Selbstverantwortung. Dahinter steht die Idee, dass Menschen in Unternehmen motivierter arbeiten, wenn sie Verantwortung übernehmen und selbst Entscheidungen treffen können. Tom Peters und Bob Waterman beschreiben in den Spitzenleistungen acht hervorstechende Eigenschaften von Spitzenunternehmen. Eine heißt: Produktivität durch Menschen. Tom Peters berichtet über einen Mitarbeiter bei General Motors, der nach 16 Jahren entlassen worden war und mit dem nie ernsthaft darüber gesprochen worden sei, wie er seine Arbeit besser machen könne. Es war eine der Grundbotschaften der Spitzenleistungen, dass Menschen über Potenziale verfügen, die sie in Organisationen einbringen möchten. Tom Peters forschte über selbstverantwortliche Strukturen in Europa und in Japan, da er von diesen Ideen begeistert war.

Roland Geschwill, Martina Nieswandt

6. IT-Unterstützung für das Prozessmanagement

Prozessmanagement wird oft mit IT-Werkzeugen in Verbindung gebracht. Zunächst einmal ist Prozessmanagement eine Methode um die Arbeit im Unternehmen besser zu verstehen und kontinuierlich zu verbessern. Aufgrund der Komplexität und vielfältiger Zusammenhänge sind jedoch IT-Werkzeuge erforderlich um Prozesse zu dokumentieren und auch im operativen Betrieb zu unterstützen. Der Beitrag geht umfassend auf die mögliche IT-Unterstützung ein und stellt die in der Praxis üblichen Werkzeuge für die Prozessmodellierung und –analyse, Workflow-Management-Systeme, Enterprise-Resource Planning-Systeme u. a. vor. Abschließend thematisiert der Beitrag aktuelle Aspekte wie Digitalisierung, Big Data, Cloud Computing und Industrie 4.0 im Hinblick auf die Verknüpfungspunkte zum Prozessmanagement. Wiederholungsfragen und eine Fallstudie unterstützen den Lernprozess.

Andreas Gadatsch

Kapitel 2. Ein Buch von Personaler*innen für Personaler*innen

Die Geschichte aus dem Prolog ist, vorsichtig gesagt: weird. Aber sie ist wahr, und es ist eine, die man unter Kolleg*innen sicher nicht bei der ersten Begegnung teilt. Im März 2017 habe ich, Jannis Tsalikis, beim HR BarCamp, dem großen Treffen von Freund*innen innovativer Personalarbeit, das Christoph Athanas und ich seit 2012 auf die Beine stellen, das „HR-Nähkästchen“ als Session angeboten.

Jannis Tsalikis, Eva Stock

Kapitel 3. Stellenangebote als Instrumente des internationalen Employer-Branding

In der Gemeinsprache wird sowohl der Ausdruck „Stellenangebot“ als auch der Ausdruck „Stellenanzeige“ benutzt, um Texte zu bezeichnen, die die Besetzung einer vakanten Stelle anbieten. In jüngster Zeit wird allerdings die Bezeichnung „Stellenangebot“ vorgezogen. An dieser Stelle wird kurz dargelegt, warum die „Anzeige“ einer Stelle dem Begriff „Angebot“ gewichen ist.

Anna Jędrzejczyk

Kapitel 2. Wirtschaftskriminalität

Was versteht man unter Wirtschaftskriminalität und welche Deliktstrukturen verbergen sich dahinter? Diesen Fragen wird nachfolgend nachgegangen und ihre Tatstrukturen anhand von kurzen Beispielen erläutert (s. auch Tab. 2.1).

Karlhans Liebl

6. Newsletter – Der schnelle Weg zum Kunden

Die Pressemeldung ist ein gängiger und gelernter Weg, Redaktionen und Journalisten Text und Bildmaterial zur Verfügung zu stellen, das im besten Fall komplett übernommen und veröffentlicht wird. Journalisten lieben die Art von Pressemeldung, die formell stimmig ist und mit der sie sehr schnell und unkompliziert rundherum informiert werden.

Nina Claudy

Kapitel 4. Die interessengeleitete Rechtsprechung

In Abschnitt II.2.3.3.3 wurde die funktionale Unternehmensbewertung als Soll-Zustand der Unternehmensbewertung zu Zwecken der Abfindungsbemessung herausgearbeitet. Es zeigt sich, dass diese Bewertungsschule mit ihrem investitionstheoretischen Fundament die einzige Vorgehensweise ist, welche den vom BVerfG festgestellten Anforderungen gerecht werden kann. Insbesondere berücksichtigt sie das Prinzip der „vollen“ Abfindung und das Gleichbehandlungsprinzip.

Florian Follert

Kapitel 1. Langfristige Vermögensplanung zur Absicherung Ihrer Ziele

In „Geldanlage und Steuer 2020“ werden die wichtigsten Anlagemöglichkeiten mit ihren Chancen und Risiken, ihrer Rentabilität sowie ihren steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt und Zusammenhänge aufgezeigt. Hierbei bietet die wachsende Angebotsvielfalt unzählige Möglichkeiten der Geldanlage. Dabei sind auch die Risiken wie Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken oder Aktienkursrisiken zu berücksichtigen, denn sie können besonders in Niedrigzinsphasen wie seit dem Jahr 2010 die ohnehin geringen Erträge aufzehren oder gar zu negativen Ergebnissen führen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 7. Investitionen in Immobilien zur Eigennutzung und zur Vermietung

In Immobilien als Sach- und Substanzwerte zu investieren, ist seit jeher eine der attraktivsten Möglichkeiten, Vermögen zu bilden. Immobilien bieten eine große Vielfalt der Anlagemöglichkeiten, beispielsweise in eigengenutzte Immobilien über Direktanlagen in vermietete Wohnungen und gewerbliche Vermietungen, Ferienwohnungen oder Auslandsimmobilien bis zu Investitionen in Immobilien zur Altersvorsorge.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Von Erfolgen, Rückschlägen und einer klaren Vision. Die Energiewende in Deutschland vorantreiben und einem breiten Publikum zugänglich machen

Konstantin Strasser, der zusammen mit seiner Frau Thi Loan die MEP Werke gegründet hat, ist ein Business Punk. Ohne universitäre Ausbildung oder finanzielle Mittel aus dem Elternhaus, hat er es geschafft, ein erfolgreiches Unternehmen auf die Beine zu stellen. Da er zur richtigen Zeit das Potenzial der Solarbranche erkannte und mutig auf die herausfordernden Veränderungen dieses dynamischen Marktes reagierte, konnte er auf diesem schwierigen Markt bestehen. Auch heute gehören Mut zur Veränderung, Prozessumgestaltung und ständige Neupositionierung für ihn zum Tagesgeschäft.

Thi Loan Strasser, Konstantin Strasser

Lob der Salami-Taktik: Der Transparenz-Imperativ als Kritik des strategischen Enthüllungsjournalismus

Die Salami-Taktik genießt keinen guten Ruf. Wer die Wahrheit nur scheibchenweise preisgibt, macht sich verdächtig. Joseph Pulitzer konnte Ende des 19. Jahrhunderts noch davon ausgehen, dass es nichts Übles gibt, das einerseits nicht von Geheimhaltung lebe und dessen Aufdeckung andererseits dafür sorgen werde, dass die öffentliche Meinung es früher oder später hinwegfegte. Auf eine solche publizistische Wirkkraft kann der heutige Enthüllungsjournalismus nicht mehr zählen, auch weil schon Pulitzers Zeitgenossen zu einer Skandalübersättigung beigetragen haben, die noch im 21. Jahrhundert an den Bemühungen ablesbar ist, Empörung zu organisieren. Hierfür sind die Panama Papers ein eindrücklicher Fall. Um das Thema intransparenter Briefkastenfirmen nachhaltig in öffentlicher Erinnerung zu halten, entschließt sich das koordinierende ICIJ zu einer Publikationsstrategie; man wählt die Salami-Taktik. Diese Antwort auf das Problem der Skandalübersättigung wird allerdings von Transparenz-Organisationen wiederum skandalisiert: Es ginge nicht um eine Zeit-Taktik, sondern um die Durchsetzung von Privatinteressen.

Marc Mölders

4. Steuerobjekt/sachliche Besteuerung

Im EStG gibt es keine einheitliche Definition des Einkommensbegriffs; es existiert somit keine Definition der Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer. In § 2 EStG werden die wirtschaftlichen Vorgänge, die in den Einkommensbegriff eingehen sollen, additiv genannt. Gemäß § 2 Abs. 1 EStG sind die Einkünfte aus den abschließend aufgezählten Tätigkeiten das Ergebnis dieser wirtschaftlichen Tätigkeiten. Der Begriff Einkünfte ist dabei als Nettogröße zu verstehen, die sowohl positiv als auch negativ sein kann.

Andreas Dinkelbach

Kapitel 6. Welche Dokumentarischen Textperson-Typen sind günstig?

Das Kapitel stellt 15 Typen für die Textperson im dokumentarischen Film vor. Die Bandbreite reicht von der informationsorientierten Faktenwiedergabe über die Argumentation und das Erklären bis zum Text-Ich.

Gregor Alexander Heussen

Kapitel 6. Blockchain in der Energiewirtschaft

Nach Einschätzung vieler Fachleute kann die Blockchain-Technologie tiefgreifende Veränderungen in der Energiebranche herbeiführen. Der mit Abstand meistdiskutierte Use Case ist auf den P2P-Handel zurückzuführen, der den Stromhandel zwischen Privatpersonen ohne ein beteiligtes Energieunternehmen, und damit auch für Prosumer trotz geringer Leistung, wirtschaftlich möglich machen soll. Zu den wichtigsten Argumenten für den Einsatz der Blockchain-Technologie im Energiemarkt zählen neben vereinfachten und automatisierten Prozessen, eine höhere Transparenz sowie die Reduzierung der Transaktionskosten durch Disintermediation. Jedoch sprechen auch einige Argumente gegen den Einsatz der Blockchain-Technologie im Energiemarkt. Dazu zählen insbesondere die geringe Transaktionsgeschwindigkeit, illegale Aktivitäten sowie der Energie- und Ressourcenverbrauch. Darüber hinaus bestehen rechtliche Grundsatzfragen wie z. B. in Bezug auf den Datenschutz. Vielen Einschätzungen von Experten aus der Energiebranche zufolge, hat die Blockchain-Technologie das Potenzial, die Energiewirtschaft in den kommenden Jahren maßgeblich zu beeinflussen und damit eine neue Dynamik für die Energiewende zu entfalten.

Bartek Mika, Alexander Goudz

3. Neoklassik und jüngere Vergangenheit

Während die Neoklassiker den Einzug der Mathematik in Optimierungsüberlegungen forcierten und der Formalisierung der Ökonomie den Boden bereiteten, propagierte die „Österreichische Schule“ namhafter Ökonomen die Vorteile der freien Marktwirtschaft und eine Zurückhaltung des Staates in der Ökonomie. Dies wurde von dem Monetaristen Milton Friedman wieder aufgegriffen, der ein radikaler Verfechter der freien, staatlich nahezu unbeeinflussten Marktwirtschaft war. Dem wohl einflussreichsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, dem Engländer John Maynard Keynes, ging es vor allem darum, wie nach der erlebten Weltwirtschaftskrise zukünftige zu vermeiden wären. Seiner Meinung nach war eher die fehlende effektive Nachfrage ursächlich, die vom Staat durch zusätzliche, schuldenfinanzierte Ausgaben zu kompensieren sei. Die Ordoliberalen versuchten in Deutschland vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg, das Beste aus zwei Welten miteinander zu kombinieren: Der Staat solle nur den Rahmen setzen und ansonsten die Wirtschaft sich frei entfalten lassen. Das von Müller-Armack konzipierte und von Ludwig Erhard umgesetzte Erfolgsmodell der jungen Bundesrepublik Deutschland, die „soziale Marktwirtschaft“, war von diesen ordoliberalen Überlegungen geprägt worden.

Detlef Pietsch

Teil III: Die Anwendung von Herrschaftstechniken außer Wahl-Kampagnen (Staatspolitikgestaltung)

Die Assemblee des Volkes Kasachstans (ANK) wurde am 1. März 1995 als den Präsident der Republik Kasachstan beratend-konsultatives Organ gegründet. Die Idee der Schaffung der ANK wurde von Präsident Nasarbajew noch im Jahr 1992 auf dem Ersten Forum der Völker Kasachstans verkündet. Der Präsident Nasarbajew ist gleichzeitig lebenslanger Vorsitzende der ANK. Im Oktober 2008 wurde sogar ein „Gesetz über Assemblee des Volkes Kasachstans“ verabschiedet.

Aidar Makhmetov

Teil I: Die Herrschaftstechniken als Methode zur Auflösung der politischen Ziele in Kasachstan

Nach dem Zerfall der Sowjetunion entstanden 15 neue unabhängige Republiken, die stark nach ihrer Identität suchten. Was bis Ende der 1980er Jahre noch pauschal als „Ostblock“ oder „Zweite Welt“ bezeichnet werden konnte, ist heute einer enormen Vielfalt von Staaten und politischen Figurationen gewichen. Manche Republiken haben einen starken Umwandlungsprozess durchlaufen und können heute als Länder mit starkem Fortschritt in Richtung „Demokratie“ gelten.

Aidar Makhmetov

Kapitel 24. Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte

Personalverantwortliche suchen für ihr Unternehmen gerne junge Bewerber für freie Stellen. Am besten frische Absolventen eines Hochschulstudiums. Diese sind jung, belastbar und formbar. Sie arbeiten mitunter für einen Pappenstiel und nehmen für die ersten Schritte im Berufsleben gerne auch ein besonders niedrig entlohntes Praktikum im Kauf. Die Geschäftsleitung sollte aber darauf achten, dass nicht alle Tätigkeiten von Menschen mit solch einem prekären Beschäftigungsverhältnis erledigt werden.

Holm Landrock

4. Beispiele von Digital Hidden Champions

Wir lernen am besten immer noch von anderen, die den Weg bereits gegangen sind. Um Sie daher noch weiter anzustacheln, den Schritt in Richtung digitale Zukunft mit Ihrem Unternehmen zu wagen, habe ich Ihnen ein paar Beispiele von Firmen zusammengestellt, die sich bereits auf die digitale Reise gemacht und erste Ansätze erfolgreich umgesetzt haben. Lassen Sie sich von den Vorreitern inspirieren.

Nadja Forster

7. Schritt 2: Die prozessuale Kompetenz – Inhaber/Gründer

Das Wetter kann schnell umschlagen und stürmisch werden. Haben Sie Ihr Unternehmen bereits wetterfest gemacht?

Thomas Siegel

3. Vom Dreiklang der Exzellenz zur „3 × 4 = Alles“-Methode

Als Gründer steht man nach dem Stakeholder-Ansatz vor der Herausforderung, die vier Anspruchsgruppen in Ausgleich zu bringen, wenn man den dauerhaften Erfolg des Unternehmens sichern möchte. Wie geht man hierbei konkret vor?

Thomas Siegel

4. Mit der „3 × 4 = Alles“-Methode zum Erfolg: Gesamtheitliche Unternehmensführung für Gründer

Dieses Kapitel stellt Ihnen das Grundprinzip der „3 × 4 = Alles“-Methode im Detail vor. Außerdem schildere ich meine Erfahrungen und wie ich persönlich zu dem Schluss gekommen bin, dass ich meine Kanzlei einer umfassenden Umstrukturierung unterziehen muss. Dieser Entschluss führte schließlich zu der Entwicklung meiner heutigen „3 × 4 = Alles“-Methode und dem hier vorliegendem Buch.

Thomas Siegel

2. Der Stakeholder-Ansatz

Jeder Gründer möchte sein Unternehmen zum Erfolg führen. Nur wie man hierbei am besten vor? Dieses Kapitel führt Sie in die Grundthesen der von mir entwickelten 3 × 4 = Alles -Methode ein und erläutert einige wirtschaftswissenschaftliche Grundbegriffe wie die Koalitions- und Anreiztheorie sowie den Stakeholder- und Shareholderansatz. Außerdem legt dieses Kapitel dar, mit welchen Stakeholdern von Unternehmen typischerweise interagiert wird.

Thomas Siegel

13. Schritt 8: Die prozessualen Kompetenzen – Abnehmer

Als Gründer möchte man, die innerbetrieblichen Abläufe von Anfang an möglichst reibungslos gestalten. Dieses Kapitel behandelt die Prozessoptimierung auf dem Gebiet des Vertriebs. Es stellt dem Leser typische Vertriebshemmnisse vor und erläutert, wie man diese vermeiden oder beseitigen kann. Außerdem untersucht dieses Kapitel verschiedene, gängige Methoden zur Prozessoptimierung wie beispielsweise Total-Quality-Management (TQM), Lean Management, Kaizen, Six Sigma sowie andere Ansätze.

Thomas Siegel

12. Schritt 7: Die fachlichen Kompetenzen – Abnehmer

Dieser Teil des vorliegenden Buchs behandelt das Management der Stakeholder-Gruppe der Abnehmer. Woran liegt es, dass manche junge Unternehmen nach kürzester Zeit vom Markt gefegt werden, während andere zu Weltkonzernen aufsteigen? Auch Gründer mit innovativen Ideen können sich dann nicht langfristig am Markt halten, wenn das Stakeholder-Management mit dieser Anspruchsgruppe nicht in Einklang zu bringen ist. Die Bedürfnisse der Kunden gut einschätzen zu können, ist im Kern Vertriebsarbeit. Doch gerade im Vertrieb hakt es bei vielen jungen Unternehmen. Häufig wird dieser zu spät gestartet oder ist chronisch unterfinanziert. Dieses Kapitel beschäftig sich mit den fachlichen Anforderungen des Vertriebs und zeigt auf, an welcher Stelle typischer Weise Versäumnisse entstehen.

Thomas Siegel

10. Schritt 5: Die prozessuale Kompetenz – Bezugsquellen

Gerade bei Gründung eines Unternehmens sollte man die innerbetrieblichen Prozesse von Anfang im Blick haben. Dieses Kapitel behandelt das Stakeholder-Management der Mitarbeiter, freien Beschäftigten und Lieferanten in prozessualer Hinsicht. Die Optimierung von unternehmensinternen Prozessen stellt fast für alle Unternehmen eine Herausforderung dar. Optimierungsstrategien auf diesem Gebiet hängen im hohen Maß von einer konsequenten Organisation, Kommunikation und Schulung durch den Führenden ab. Ein gutes Konfliktmanagement ermöglicht eine bessere Bewältigung interner Probleme und hilft Streitigkeiten zwischen Abteilungen oder Personen zu schlichten. Ein angenehmes Arbeitsklima trägt zur Zufriedenheit der Mitarbeiter bei und steigert das Arbeitspensum und die Präzision der Prozesse. Ein effizientes Zeitmanagement kann dem Unternehmen viel Geld einsparen, ist meiner Ansicht jedoch nur dann möglich, wenn der Führende sein Team nachhaltig motiviert. Zuletzt geht dieses Kapitel der Frage nach der Notwendigkeit von Kontrolle nach und schlüsselt die verschiedenen Aspekte dieses diffizilen Themas auf.

Thomas Siegel

1. Einführung in das Themengebiet

Ein Unternehmen zu gründen und zum Erfolg zu führen war noch nie einfach. Wie geht man am besten vor? Welche Weichen sind zu stellen? Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Reihenfolge? Dieses Buch zeigt, wie anhand eines exzellenten Stakeholder-Managements ein nachhaltiger Unternehmenserfolg hergestellt werden kann. Bevor jedoch die zwölf einzelnen Schritte des Stakeholder-Managements vorgestellt werden, widmet sich der erste Teil dieses Buches der Begriffsklärung und Einführung in das Themengebiet. Dieses Kapitel gibt Ihnen einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen, denen Gründer und Unternehmer heute begegnen. Zudem legt der Autor dar, wie sein eigener Berufszweig durch die aktuellen Trends tief greifend verändert wird.

Thomas Siegel

9. Schritt 4: Die fachliche Kompetenz – Bezugsquellen

Ihr neues Unternehmen existiert nicht im freien Raum, sondern ist mit den verschiedenen Anspruchsgruppen eng verflochten. Teil III dieses Buches setzt sich mit dem Stakeholder- Management der Mitarbeiter, Freelancer und Lieferanten auseinander und untersucht diese unter dem Aspekt der drei Kernkompetenzen.

Thomas Siegel

Pro + Kontra – Das aktuelle Thema: Schimmel in Bauteilen

5. Beitrag: Rechtliche Aspekte bei schimmelbelasteten Gebäuden

Rechtsfragen beginnen immer mit der Überlegung, welche Ansprüche gibt es gegen wen; und bei dem Eintritt eines Schadens lautet die Frage, ob ein anderer den Schaden beseitigen oder die Beseitigung bezahlen muss. Voraussetzung ist ein mangelhafter Zustand, der auch als Schaden angesehen werden kann. Damit stellt sich die erste Frage: was ist ein mangelhafter Zustand? Ein mangelhafter Zustand wird rechtlich nur innerhalb einer Rechtsbeziehung, z. B. einem Vertrag definiert: Ein Mangel liegt vor, wenn die Tauglichkeit einer Sache zum vertragsgemäßen Gebrauch eingeschränkt oder aufgehoben ist (Miete: § 536 BGB, Kauf: § 434 BGB, Werkvertrag: § 633 BGB). Maßstab ist bei Nutzungsverträgen ausschließlich die Frage, ob die Nutzbarkeit eingeschränkt ist, bei Werkverträgen und dem nachbarrechtlichen Anspruch auch die Frage von Werthaltigkeit und bei Kaufverträgen schließlich zusätzlich die Frage, ob der Verkäufer den Schimmelbefall kennen und offenbaren musste. Alle Ansprüche hängen von der Einschätzung des Sachverständigen ab.

RAin Heide Mantscheff

Schuldrechtsreform 2018: Haftungserleichterung oder aktionistische Augenwischerei?

Hersteller H liefert an Lieferant L Siphons. Dieser verkauft die Siphons an Werkunternehmer W. W schließt mit Besteller B einen Werkvertrag, er schuldet sowohl die Lieferung als auch den Einbau der Siphons. W baut die Siphons in die bodengleichen Duschen der Badezimmer des neuen Hotelgebäudes des B ein. Nach der Inbetriebnahme fällt auf, dass die Siphons wegen eines Fabrikationsfehlers defekt sind. Um die Siphons auszutauschen, ist es u. a. erforderlich die Bodenfliesen aufzureißen und im Anschluss neue Fliesen zu verlegen. Es stellt sich die Frage, wer die Kosten des Aus- und Einbaus zu tragen hat.

RA Markus Cosler

12. Digitale Wirtschaftsprüfung – Make or Buy?

Die Digitalisierung zwingt Unternehmen nahezu aller Branchen und Größenklassen dazu, Anpassungsmaßnahmen an ihren Geschäftsmodellen und den internen Prozessen vorzunehmen. Infolgedessen ergeben sich auch für Prüfungsgesellschaften neue Herausforderungen. Der Berufsstand muss sich ebenfalls verstärkt mit der Anpassung und Weiterentwicklung seiner Dienstleistungen auseinandersetzen, damit er aktuelle und künftige Anforderungen noch erfüllen kann. In diesem Zusammenhang steht dabei insbesondere die Implementierung und Ausweitung von geeigneten Datenanalysen in den Prüfungsprozessen im Fokus. Darüber hinaus werden seit der Beseitigung rechtlicher Hürden hinsichtlich des Einsatzes von Cloud-Services die hieraus entstehenden Optimierungspotenziale für die Kanzleien thematisiert. Insbesondere auf Prüfungsgesellschaften spezialisierte Cloud-Services können einen Beitrag zur Ausweitung von zuverlässigen Datenanalysen leisten und somit insgesamt die Digitalisierung im Prüfungswesen erhöhen. Gleichzeitig ist damit die Grundlage für die Umsetzung und Etablierung digitaler Geschäftsmodelle in der Wirtschaftsprüfung geschaffen. In dem vorliegenden Beitrag stellen die Autoren verschiedene Ansätze für digitale Geschäftsmodelle vor, welche entweder kanzleiinterne Lösungen oder eine Auslagerung an externe Dienstleistern vorsehen. Dabei soll insbesondere diskutiert werden, inwieweit diese Geschäftsmodelle und die mit deren Umsetzung verbundenen Änderungen der Rollenverteilungen und Zuständigkeiten im Prüfprozess, entscheidende Nutzenoptimierungen für Unternehmen und Prüfer schaffen. Ferner sollen kritische Erfolgsfaktoren identifiziert werden, welche durch digitale Geschäftsmodelle hinreichend berücksichtigt werden müssen, damit sie innerhalb der Wirtschaftsprüfung eine ernsthafte Alternative zu dem klassischen Prüfer-Mandanten Verhältnis darstellen.

Johannes Langhein, Andreas Kiesow, Christian Strobel, Oliver Thomas

Kapitel 1. Herausfordernde Rahmenbedingungen

Der juristische Markt wird immer schwieriger. Die Zahl der Anbieter steigt, die digitale Transformation verändert die Geschäftsmodelle radikal. Dass Sie in dieser Situation den Fortbestand des eigenen Erfolgs allein mit aufgrund der Qualität Ihrer eigenen Mandate sichern können, ist ein fataler Denkfehler. Auch ein vordergründig noch so gut geübtes intuitiv-erfahrenes Arbeiten ist nämlich nur ein Voranschreiten entlang immer feiner verästelter Entscheidungsbäume, bewusst oder unbewusst. Mithin hebt es sich auch die anspruchsvolle juristische Tätigkeit nur quantitativ von der Kombination von Daten und Regeln ab, wie sie „Data x Algorithmenus“ eigen ist. Dieser menschliche Vorsprung im juristischen Kerngeschäft geht immer weiter verloren, je besser technische. Subsumtionssysteme werden. Vor diesem Hintergrund müssen Sie sich schon jetzt regelmäßig und systematisch darüber klarwerden, was gerade Sie als juristischen Dienstleister ausmacht. Je genauer Sie die Antworten mit Blick auf alle Interessengruppen und Fachsegmente kennen, desto besser für Ihre innere und äußere Entwicklung: Fachlich gute Marktteilnehmer gibt es viele. Um ausgerechnet mit IHRER Leistung zu überzeugen, müssen Sie sie im Konzert der Stimmen mit zusätzlichen, besonderen Merkmalen punkten. Das Gute ist: Zu deren Herausarbeitung können Sie sich zahlreicher besonderer strukturierter Verfahren bedienen! Eine ganze Reihe von Tools unterstützen Sie bei der systematischen Umsetzung. Die Autorin, als Juristin, Redakteurin und Coach seit Jahrzehnten am Markt, zeigt Ihnen wie.

Anette Schunder-Hartung

Kapitel 3. Zehn praktische Aufgaben

Erst Ihre individuelle Ausstrahlung als Unternehmen im Markt macht Sie wirklich unverzichtbar. Entsprechend sollten Sie in Ihre Identitätsschärfung frühzeitig und konsequent investieren. Verwechseln Sie das nicht mit Business Development (das als Segment unverzichtbar, aber im Verhältinis zum menschlichen Gesamtanteil zu zahlengetrieben ist), auch nicht mit PR und Marketing (die zu spät ansetzen)! Stattdessen analysieren Sie immer wieder die unterschiedlichen Stufen des Kanzleigeschehens nach den für Sie passenden strukturierten Verfahren. Daraus, und nur daraus, leiten Sie die treffende Passform und adäquate Umsetzungsmaßnahmen ab. Auf diese Weise bleiben Sie von selbst und/oder mit zeitweiliger externer Unterstützung attraktiv für alle Ihre Stakeholder innerhalb und außerhalb von Kanzlei und Unternehmen. Dabei gehen Sie von konkreten praktischen Aufgabenstellungen aus.

Anette Schunder-Hartung

Kapitel 2. Kanzleiidentität als ganzheitlicher Faktor

Um Ihre Organisationspersönlichkeit zu erfassen, gibt es eine ganze Reihe von Konzepten. Dazu zählt beispielsweise das Modell des US-amerikanischen Organisationspsychologen Edgar Schein. Eine noch präzisere Mehr-Ebenen-Betrachtung mit zusätzlichen Dimensionen ermöglichen die „logischen Ebenen“ nach Robert Dilts. Sie eröffnen eine strukturierte Betrachtung nicht nur beispielsweise Ihrer vorherrschenden Werte und Wahrnehmungsfilter. Auch Ihre unternehmenseigenen Glaubenssätze können Sie damit in einer Weise herausarbeiten, die Sie vor einer so ärgerlichen wie zentralen Falle der Unternehmensentwicklung schützt: „Culture eats strategy for breakfast“! (Peter Drucker). Erst vor diesem Hintergrund können Sie Ziele wirksam formulieren und nach außen tragen.

Anette Schunder-Hartung

16. Texten für Internetseiten

World-Wide-Werbetext für das Internet ist ein großes Feld und wir teilen es in die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und den kreativen Story-Part für Internetseiten auf. Das Eine ist ohne das Andere nicht denkbar. Ein Textaufbau für Internetseiten ohne die Berücksichtigung von SEO-Kriterien ist nicht sinnvoll, deshalb wenden wir uns zunächst dem SEO-Texten zu.

Albert Heiser

5. Konstituierung des Schiedsgerichts

Anders als ein staatliches Gericht steht das Schiedsgericht nicht dauerhaft zur Verfügung, sondern muss bei Verfahrensbeginn von den Parteien zunächst konstituiert werden. In diesem Kapitel werden ausführlich die Kriterien diskutiert, nach denen Schiedsrichter ausgewählt werden, sowie das Verfahren, das die Parteien bei der Bestellung der Schiedsrichter zu beachten haben. Auch die Ablehnung von Schiedsrichtern wegen Befangenheit und das Rechtsverhältnis zwischen den Parteien und den Schiedsrichtern werden behandelt.

Prof. Dr. Wolfram Buchwitz

3. Einkommensteuer

Carlo Sommerweizen informiert sich über die Einkommensteuer, da er weiß, dass er einmal im Jahr mit dieser Herausforderung konfrontiert wird. Er recherchiert unter anderem im Internet und im Gesetz nach allgemeinen Merkmalen und Definitionen der aufkommensstarken Steuer. Sommerweizen spricht mit Bekannten, Freunden und dem Steuerberater über Fragen zu Veranlagungsarten, Tarifen, Gewinn- und Überschusseinkunftsarten. Am Ende weiß Sommerweizen, wie er überschlägig (ohne Besonderheiten) das zu versteuernde Einkommen als Bemessungsgrundlage für Zwecke der Einkommensbesteuerung nach einem einfachen Berechnungsschema ermitteln kann.

Karin Nickenig

Kapitel 7. Grundlagen HGB

Dieses Kapitel informiert über das Wesen des Handelsrechts, den Kaufmannsbegriff sowie Handelsregister, Firma und Handelsgeschäfte. Darüber hinaus werden die nicht selbstständigen Hilfspersonen des Kaufmanns behandelt sowie die Gesellschaftsformen des HGB benannt.

Jens M. Schmittmann

13. Nutzungs- und Akzeptanzbarrieren bei digitalen Geschäftsmodellen

Eine fallstudienbasierte Evaluation der Nutzungs- und Akzeptanzdeterminanten

Der Wandel von analogen zu digitalen Geschäftsmodellen führt zu einer radikalen Änderung der Erlösmodelle und der Bemessung kundenseitiger Akzeptanz. Gängige Methoden zur Bestimmung der Kundenbedürfnisse und des vom Kunden wahrgenommenen Mehrwerts greifen oft zu kurz. Im Ergebnis führt das zu Anwendungen mit geringer Nutzungsbereitschaft und einem enttäuschenden Business-Case, weil die Erlösmodelle digitaler Geschäftsmodelle in der Regel auf Nutzung basieren: No Use – No Revenue.Der bei analogen Geschäftsmodellen dominierende Ansatz, den Erfolg am Erfüllungsgrad des Leistungsversprechens zu messen, blendet viele Aspekte aus, die für den Erfolg digitaler Geschäftsmodelle entscheidend sind. Manager müssen auch die Nutzungsbarrieren bewerten und antizipieren, wie potenzielle und bereits vorhandene Kunden das Leistungsversprechen eines Geschäftsmodells im Kontext wahrnehmen.Der vorliegende Beitrag greift diese Problematik auf und stellt eine agile Bewertungsmethode vor, die die kundenseitigen Akzeptanz- bzw. Nutzungstreiber und -barrieren in einem Mental-Accounting-Ansatz integriert. In der Entwicklungspraxis dient dieser als PAIN-GAIN-Index bezeichnete weitgehend standardisierte und agile Ansatz als Proof-of-Concept aus Kundensicht und ergänzt Design-Thinking-Ansätze um eine Kennzahl und konkreten Anforderungen für das Lastenheft. Im Markt liefert der PAIN-GAIN-Index die entscheidenden Hinweise für die Erhöhung der Konversion sowie der Diffusion in neue Kundensegmente.

Axel Sprenger, Manuel Skrzypczak, Johann Valentowitsch

Open Access

Kapitel 9. Ergebnisdiskussion

Vor dem Hintergrund der sozioökonomischen Matrix der Finanzkrise (Kapitel 6) und der vorangehenden theoretischen Vorarbeiten sollen nun die Interviewergebnisse diskutiert und reflektiert werden. Individuelles Erleben, Denken und Handeln meiner Interviewpartner werden in ihrer sozialen und gesellschaftlichen Dimension dahingehend analysiert, welche metapsychologischen Aussagen im Hinblick auf die Forschungsfrage getroffen werden können, die die Untersuchung der Repräsentationen des Unbewussten in der Verarbeitung der Finanzkrise 2008 und der ihr folgenden Wirtschaftskrise zum Ziel hatte.

Helga Klug

4. Der Kaufvertrag

Informationen zum Unternehmenskauf: Das Kapitel beschreibt und erklärt die einzelnen Elemente des Kaufvertrags. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Garantien des Verkäufers und den Haftungsrisiken, die heute mittlerweile durch W&I-Versicherungen weitgehend aufgefangen werden können.Dr. Stefan Vomweg erklärt im Interview, welche Risiken bei Kaufverträgen bestehen und wie man sie vertragsrechtlich weitgehend ausschließt.

Dirk Sojka, Ralf Sojka, Sonja Ulrike Klug

Kapitel 8. Juristische Aspekte im Verkaufsprozess

In diesem Kapitel wird eine Übersicht über privatrechtliche Aspekte gegeben, die für den Vertriebsingenieur relevant sein können. Das Ziel ist, juristisch relevante Handlungen im Rahmen von Anlagengeschäften überhaupt als solche zu erkennen, sich über seine Kompetenzen und Möglichkeiten klar zu werden und im Zweifelsfall rechtlichen Fachbeistand von Firmenjustitiaren oder externen Kanzleien zu holen. Die Ausführungen an dieser Stelle beziehen sich auf den deutschen Gesetzesraum, der kurz umrissen wird, insbesondere auf BGB und HGB. Es beginnt mit einer Reihe von Begriffsbestimmungen, etwa zu relevanten Vertragsarten (wobei Anlagen meist nach Werkvertragrecht verkauft werden), Kaufmannseigenschaft, Besitz und Eigentum, Angebot und Annahme, AGB u. v. m. Wer Angebote versendet und Bestellungen, Verträge oder Auftragsbestätigungen unterschreibt, gibt damit eine Willenserklärung ab und handelt als Stellvertreter seines Unternehmens. Dazu muss er befugt sein. Außerdem wird ein kritischer Überblick über rechtlich relevante Dokumente im Großanlagenvertrieb gegeben. Normen und Vereinbarungen zur Mängelhaftung sind für einen Vertriebsingenieur ebenso von Bedeutung wie Exportrichtlinien und Compliance-Themen.

Guido Wenski

2. Auslandsinvestitionen in Thailand

Die Möglichkeit für Ausländer, sich in Thailand wirtschaftlich zu betätigen, ist rechtlich eingeschränkt. Zwar hat Thailand die internationalen Abkommen General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) und das General Agreement on Trade in Services (GATS) ratifiziert. Beschränkungen ergeben sich jedoch insbesondere aus dem Foreign Business Act B.E. 2542 (1999) (FBA). Dem FBA, der den „Alien Business Act“ ersetzt und am 4. März 2000 in Kraft getreten ist, unterliegen grundsätzlich alle Ausländer, die sich in Thailand geschäftlich betätigen wollen.

Michael Lorenz

Transparenz als Inszenierungsmittel von Kreativität und Innovation

Dieser Beitrag untersucht den visuellen Einsatz von Transparenz als Inszenierungsstrategie von Kreativität und Innovation. Durch die Orientierung am Kreativen, welche in verschiedene alltägliche Bereiche hineinreicht, wird die Kreativitätszuschreibung zu einem so entscheidenden Faktor des gesellschaftlichen Ansehens, dass nicht nur Individuen, sondern auch Unternehmen und ganze Branchen auf entsprechende (Selbst-)Inszenierungsstrategien zugreifen lässt. Der Fokus dieses Beitrages liegt auf Unternehmen und Branchen, welche mit geringer Kreativitätszuschreibung in ihrer Tätigkeit behaftet sind. Unter Rückgriff auf die Toposanalyse werden Werbeauftritte auf Websites und in Werbefilmen näher betrachtet. Hierbei zeigt sich eine Bildsprache, welche mit Transparenz arbeitet und die Motive Kompetenz, Kundenorientiertheit, Kreativität und Innovation visuell zu kommunizieren sucht. Dies verdeutlicht die Tragweite des Kreativitätsdispositivs.

Julia Deppe

Kapitel 3. Arabische Kulturstandards – Insha’ Allah, Boukra, Malesh (IBM)

Das Akronym IBM wird in Bezug auf den arabischen Kulturraum – besonders für Ägypten – auch von den Einheimischen selbst verwendet. Allerdings geschieht dies meist mit einem Augenzwinkern, da sich die eine oder andere mentalitätsbedingte Ungereimtheit im Miteinander dahinter verbergen kann. Wie genau die drei arabischen Begriffe Insha’ Allah (so Gott will), Boukra (morgen), Malesh (sinngemäß: ist nicht schlimm, macht nichts, nichts für ungut) im Alltag verwendet werden, erfahren Sie in diesem Kapitel.

Rita Rizk-Antonious

Neuanfang mit Amateuren? Das System DFB

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Sportorganisationen auf Veränderungsprozesse reagieren, und welche Bedingungen geschaffen werden müssen, damit ein System entwicklungs- und lernfähig bleibt. Zu schnelle Prozesse sind häufig mit dem Ausbrennen einer Organisation verbunden – eine zu langsame Entwicklung führt dagegen zu Erstarrung und Mumifizierung. Um ein System flexibel zu halten, braucht es Netzwerke, die Schnelles und Langsames, Altes und Neues „anschlussfähig“ miteinander verbinden. Der Beitrag basiert auf Erfahrungen und Beobachtungen von Dr. Alexandra Hildebrandt als Nachhaltigkeitsbeauftragte in der DFB-Kommission Nachhaltigkeit (2010–2013) und spiegelt eine Außensicht auf das System.

Alexandra Hildebrandt

27. Warum zur modernen Unternehmensführung künftig das Steuerecht gehört

Wenn Sie in Zukunft als Unternehmer weiter erfolgreich tätig sein wollen, sollten Sie nicht nur die Stärken ihres Kerngeschäfts im Blick haben, sondern auch die steigenden Anforderungen des Steuerrechts in Ihre Entscheidungen einfließen lassen.Die Anpassung der Unternehmen an wirtschaftlichen Anforderungen, wie Digitalisierung, Industrie 4.0, oder Internationalisierung gelingt oft schnell, um im Wettbewerb überlebensfähig zu bleiben. In vielen Fällen werden die damit einhergehenden internen Prozesse zu langsam an die steuerlichen Anforderungen angepasst und als sinnloser Verwaltungsaufwand gesehen. Wer hier zu unbedarft handelt, dem drohen nach einer Betriebsprüfung hohe Steuernachzahlungen oder Steuerstrafverfahren.Mit diesem Beitrag erfahren Sie, welche Prozesse Sie in Ihrem Unternehmen zukünftig im Blick haben müssen. Was sich hinter den Begriffen, wie Verfahrensdokumentation, ersetzendes Scannen oder Tax Compliance verbirgt. Wie Sie Ihre Dokumentation so aufbauen können, dass sie den anspruchsvollen Anforderungen der Finanzverwaltung Stand hält, und welche unternehmerischen Chancen sich daraus bieten.Zusammenfassend erhalten Sie konkrete Handlungsempfehlungen, wie Sie die künftigen steuerrechtlichen Anforderungen erfüllen und wie Sie diese Anforderungen für Ihr Unternehmen gewinnbringend nutzen können.

Thomas Vellante

Kapitel 1. Digital Leadership – wie sich Führung in der agilen Welt ändert

Agilität steht für hohe Geschwindigkeit, ständiges Anpassen und eigenverantwortliches Handeln in heterogenen Teams. Diese arbeiten autonom und organisieren sich in einem vorgegebenen Kodex selbst. Somit verändert sich Führung im agilen Kontext diametral: Sie findet nicht mehr autoritär-personenzentriert statt, sondern kollegial-teamzentriert – und wird damit anspruchsvoller. Die Führungskraft versteht sich als Coach, Mentor und Facilitator.

Brigitte Ehmann

4. Betriebliche Krankenversicherung (bKV)

Die Betriebliche Krankenversicherung (bKV) stellt als freiwillige Leistung von Arbeitgeberseite die „Kür“ innerhalb des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dar (siehe Abb. 4.1).

Marco Scherbaum

3. Analyse mit Kennzahlen Check-Liste

Ab jetzt geht es in die Tiefe. Wir werden mittels Kennzahlen das KGS weiter ‚zerlegen‘, um unser Verständnis um die ausgewiesene Situation des Krankenhauses zu schärfen.

Bernd Heesen

Wenn das Internet das Zuhause erobert: Dimensionen der Veränderung aus ethnografischer Perspektive

Das Feld der Aneignung neuer Medientechnologien ist überraschenderweise ein Stiefkind kommunikationswissenschaftlicher in Deutschland. Erst seit wenigen Jahren intensivieren sich hier die Forschungsaktivitäten, indem insbesondere die Mobilkommunikation und die Aneignung des Handys durch Jugendliche verstärkt untersucht werden (vgl. z.B. Höflich/Rössler 2001). Damit rückt in den Blick, dass Medien nicht nur auf der symbolischen Ebene, sondern auch auf der materellen Ebene der Technologie Bedeutung haben und sowohl inhaltlich als auch als Objekt angeeignet werden.1 Kommunikationswissenschaftliche Rezeptionsforschung konzentrierte sich in Deutschland traditionell auf die symbolische Ebene, d.h. auf die Frage, wie sich Rezipierende mit speziellen Medieninhalten (innerlich) auseinandersetzen. Dieser Zugang prägte auch die frühe Internetforschung.2

Jutta Röser

Strafrechtliche Relevanz von Datensicherheit und Datenschutz im Unternehmen

Unternehmen können durch eine Vielzahl klassischer sog. „IT-Delikte“ betroffen werden. Sie können Opfer von Hacking-Angriffen werden, ebenso, wie Mitarbeiter sich der Ressourcen des Unternehmens bedienen können, um eigene Straftaten zu begehen. Dasselbe gilt auch für die Versendung inkriminierter, etwa kinderpornographischer, rassistischer oder volksverhetzender Inhalte. Auch können im Bereich des Kapitalmarktstrafrechts die Infrastrukturen von Unternehmen genutzt werden, um Straftaten zu begehen. Das Gleiche gilt im Bereich der Ausspähung von Betriebsgeheimnissen, auch hier können Unternehmen auf der Täter- (Mitarbeiter) oder Opferseite stehen. Diese und andere Erscheinungsformen sind jedoch nicht im eigentlichen Sinne unternehmens- oder industriespezifisch.

Carsten Momsen

2. Phasen des Verkaufs- und Kaufprozesses

Kaufen bzw. Verkaufen läuft meist nach einem Schema ab, das für alle Branchen und alle Kunden sehr ähnlich ist. Das moderne Modell der „Kundenreise“ (Customer Journey) ersetzt dabei das althergebrachte Denken in Verkaufsphasen. Wo Sie Ihre Kunden finden können und wie viele es sind, wie sich diese für Ihr Angebot gewinnen lassen und welche Aktivitäten bzw. Kommunikationsinhalte in welcher Phase wichtig sind, kann man systematisch ermitteln und dann konsequent anwenden. Mithilfe des kundenzentrierten Ansatzes der 4 C anstelle der klassischen unternehmenszentrierten Perspektive der 4 P lässt sich die Gestaltung Ihres Marktauftritts eindeutig formen. Wichtig ist dabei auch die Frage, ob zunächst der Aufbau einer MarkeMarke erforderlich ist und wie das gelingen kann. Zudem wird bei dieser Betrachtung klar, inwieweit das Verkaufen über Vertriebspartner sinnvoll sein kann und welche Bedeutung das Internet für die Kundenkommunikation einerseits und als neuer Verkaufskanal andererseits hat.

Helmut Hausner

Kapitel 6. Das Training

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ Dieses chinesische Sprichwort prangte in meiner Schulzeit an meiner Pinnwand. Damals noch mit Benjamin Britten unterschrieben, aber da uns das Netz klüger macht, weiß ich heute, es kommt ganz woanders her. Wichtiger ist allerdings, wo es „hinfällt“. Als Schülerin auf den wenig fruchtbaren – gleich faulen – Boden außerhalb der kognitiven Erkenntnis, dass da natürlich was dran sei. Heute habe ich allerdings die Aufgabe zu erfüllen, Ihnen einen sogenannten Mehrwert zu liefern, statt nur schöne Worte zu schwingen.

Stefanie Simone Klief

10. Zwischen Leerlauf und Überlastung – Eine gleichmäßigere Arbeitsauslastung erreichen

Die Auslastung von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern unterliegt naturgemäß gewissen Schwankungen. Phasen, in denen relativ wenig zu tun ist, wechseln sich ab mit Phasen, in denen der Schreibtisch vor Arbeit überquillt. Solange das nicht überhandnimmt und nur gelegentlich vorkommt, ist das unproblematisch. Schwierig wird es jedoch, wenn sich Leerlauf und Überlastung regelmäßig abwechseln und man sich dadurch dauerhaft gestresst und unwohl fühlt oder auf Dinge verzichten muss, die einem wichtig sind. Dieses Problem betrifft häufig Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die alleine oder in kleinen Kanzleien tätig sind. Berufsanfänger sind davon öfter betroffen als alte Hasen. Aber auch in größeren Wirtschaftskanzleien gibt es in bestimmten Fachbereichen immer wieder Tage, an denen nicht viel zu tun ist und Tage, an denen man viel länger arbeiten muss als man eigentlich möchte. Das nervt, stresst und ist ärgerlich. Denn theoretisch ließe sich die gesamte Arbeit gut in der zur Verfügung stehenden Zeit erledigen – wenn die Arbeit gleichmäßiger verteilt wäre. So aber kämpfen Sie mit den Nachteilen: In Phasen der Überlastung verzichtet man auf Dinge, die einem wichtig sind, die sich in Leerlaufphasen aber nicht einfach nachholen lassen.

Jochen Theurer

11. E-Mail effizient nutzen

Als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer haben Sie wahrscheinlich jeden Tag mit E-Mails zu tun. Mit diesem Werkzeug kann man leicht und schnell kommunizieren und grundsätzlich viel Zeit sparen. Allerdings gibt es auch Umstände, die dazu führen, dass man durch E-Mails Zeit verliert. Das ist etwa dann der Fall, wenn man sein Ziel schneller mit einem anderen Kommunikationsmittel erreichen könnte.

Jochen Theurer

13. Besprechungen effizient abhalten

Als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer verbringen Sie wahrscheinlich relativ viel Zeit in Besprechungen. Mit diesem Werkzeug kann man bestimmte Themen effizienter und effektiver erledigen als mithilfe anderer Kommunikationsmittel. So lassen sich bei der Aushandlung eines komplexen Vertrages die strittigen Themen im Rahmen einer persönlichen Verhandlung meistens schneller lösen als durch den Austausch von Schriftsätzen. Besprechungen sind auch dann erste Wahl, wenn es darum geht, gemeinsam neue Ideen zu finden oder eine Entscheidung zu treffen. Allerdings gibt es auch Umstände, die dazu führen, dass man durch Besprechungen Zeit verliert. Das ist zum einen der Fall, wenn eine Besprechung kein konkretes Ziel hat.

Jochen Theurer

1. Strukturiert durch den Tag – 10 goldene Regeln

Fast alle Juristen plagt ein Thema: Sie haben zu viel Arbeit und zu wenig Zeit. Die drängendste Frage ist daher: Wie kann ich meinen Tag sinnvoll strukturieren? Wie schaffe ich alle Aufgaben, ohne mich dabei völlig zu verausgaben? Wie gehe ich mit spontanen neuen Aufgaben und Anfragen um? Und was ist, wenn ich den zeitlichen Aufwand nicht im Voraus abschätzen kann? Darüber lernt man nichts im Studium und in der Ausbildung. Die meisten fühlen sich deshalb frustriert und haben keinen Plan, was sie dagegen machen können. Doch anstatt erst einmal darüber nachzudenken und eine Lösung zu finden, legen sie einfach los. Die Folge: Der Arbeitstag und der Feierabend sind überhaupt nicht planbar. Am Morgen weiß man nicht, wann man abends aus dem Büro kommt. Neue Anfragen per E-Mail oder Telefon und knappe Zeitvorgaben erzeugen noch mehr Stress. Was kann man dann tun? Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich sagen: Entscheidend ist, dass man ein Grundgerüst für seinen Tagesablauf hat, denn das gibt Struktur und Sicherheit. Mit den folgenden Strategien gelingt es Ihnen, jeden Tag im Büro sinnvoll und effektiv zu strukturieren – auch in hektischen Phasen.

Jochen Theurer

18. „Aber das geht doch nicht…“ – Einwände integrieren

Mit den in diesem Buch vorgestellten Techniken kann man die meisten Zeitprobleme lösen oder zumindest erheblich lindern. Allerdings passiert in der Praxis häufig Folgendes: Man erfährt von einer Methode, findet sie ganz sinnvoll und denkt sich: Das probiere ich aus! Aber am nächsten Tag im Büro klappt es dann doch nicht. Plötzlich kommen die Bedenken: Kann das wirklich funktionieren? Was werden die anderen dazu sagen? Wie reagieren die Mandanten? Man grübelt und zweifelt und lässt es schließlich. Viele Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer haben nur und gerade deshalb so wenig Zeit, weil sie gar nicht erst damit anfangen, eine für sie passende Zeitmanagement-Strategie umzusetzen.

Jochen Theurer

19. Selbstmotivation – Der Schlüssel zum Erfolg

Um Ihre Zeit effizienter und effektiver zu nutzen, hilft es nicht, eine Zeitmanagement-Strategie nur zu kennen. Sie müssen sie auch anwenden. Das kann manchmal schwierig sein. Gerade wenn es dabei um Verhaltensänderungen geht, tut sich so mancher Rechtsanwalt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer schwer. Denn Verhaltensänderungen sind kurzfristig oft anstrengend. Deshalb ist es nützlich, einige Strategien zu kennen, mit der man seine innere Einstellung gezielt, schnell und wirkungsvoll beeinflussen kann.

Jochen Theurer

15. Nein sagen

Wer andere dazu bringt, eine Aufgabe zu übernehmen, muss das nicht selbst tun. Deshalb versuchen viele Menschen regelmäßig, Ihnen Aufgaben zu übertragen. Oft ist das für beide Seiten von Vorteil: Sie erledigen als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer für Ihre Mandanten deren rechtliche oder steuerliche Angelegenheiten schneller und besser als diese es jemals selbst tun könnten. Dafür erhalten Sie dann Ihr Honorar. In diesen Fällen kommt es zu einer Win-win-Situation. Daneben gibt es jedoch auch die Fälle, in denen man sich zu einer Aufgabe „überreden“ lässt. Eigentlich möchte man mit der Angelegenheit nichts zu tun haben, aber aus irgendeinem Grund lässt man sich dann doch breitschlagen.

Jochen Theurer

16. Do It Yourself – Zeitprobleme selbstständig lösen

Allein durch das Lesen dieses Buches werden Ihre Zeitprobleme nicht verschwinden. Die Kenntnis der verschiedenen Techniken ist zwar eine notwendige Bedingung, aber noch nicht hinreichend. Entscheidend ist, dass Sie die für Ihre individuelle Situation passende Zeitmanagement-Strategie finden und in Ihrem beruflichen Alltag erfolgreich umsetzen.

Jochen Theurer

17. Wer den Hafen nicht kennt – Ziele setzen und erreichen

Ob Mahatma Gandhi, Nelson Mandela oder Thomas Edison – fast alle Menschen, die große Dinge im Leben erreicht haben, hatten eine genaue Vorstellung von dem, was sie wollten. Das gilt auch für den Bereich Zeitmanagement. Man erhöht die Wahrscheinlichkeit, effizienter zu arbeiten, weniger gestresst zu sein und mehr freie Zeit zu haben deutlich, indem man sich bewusst entsprechende Ziele setzt:

Jochen Theurer

5. Weniger Ablenkung – Wer konzentriert ist, arbeitet besser

Konzentriert zu sein bedeutet, seine Aufmerksamkeit jeweils nur auf ein einziges Ziel zu richten. Wenn man nicht ständig mit seinen Gedanken abschweift oder dauernd unterbrochen wird, macht man weniger Fehler. Die Folge: Man erledigt Aufgaben schneller und erreicht seine Ziele früher.

Jochen Theurer

2. Texte schnell erstellen – Die Profi-Funktionen von Word & Co.

Die meisten Juristen arbeiten täglich am Computer und bearbeiten ihre Schriftsätze und Vertragsentwürfe mit Word oder einem anderen Textverarbeitungsprogramm. Kaum jemand lässt noch alles von der Sekretärin tippen. Allerdings nutzen die wenigsten Juristen ihre Software wirklich aus. Die meisten bedienen die Programme nur rein intuitiv und wissen gar nicht, welch mächtige Funktionen ihnen eigentlich noch zur Verfügung stehen. Deshalb ist die Erstellung von komplex formatierten Texten oft relativ zeitaufwendig.

Jochen Theurer

20. Konzentrationsfähigkeit und Stressresistenz steigern – mehr Synapsen durch Brainkinetik®

Das menschliche Gehirn ist ein extrem leistungsfähiger „Super-Computer“. Allerdings entstand es zu einer Zeit, in der die Lebensbedingungen der Menschen völlig anders waren als heute. Manche Eigenschaften des Gehirns, die vor 40.000 Jahren das Überleben unserer Vorfahren gesichert haben, wirken sich heute nachteilig auf die Tätigkeit als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer aus: Zum einen kann das Arbeitsgedächtnis nur relativ wenige Informationen gleichzeitig verarbeiten. Sobald man bei einer Tätigkeit unterbrochen wird, gehen die aktuell gespeicherten Informationen verloren und müssen nachträglich wieder zusammengesucht werden. Das kostet Zeit. Sogar viel Zeit, denn unser Gehirn ist für neue Reize sehr anfällig, sodass wir uns oft und gerne unterbrechen lassen. Doch mit jedem neuen Reiz steigt das Erregungsniveau. Irgendwann werden dadurch die höheren Funktionen der Aufmerksamkeit in unserem Gehirn gehemmt und bestimmte Gehirnbereiche einfach abgeschaltet. Dann kann man Störungen nicht mehr ausblenden und nur noch schlecht zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden. Das Bewusstsein springt wahllos zu jedem neuen Reiz hin. Man schafft es nicht mehr, konsequent bei der Sache zu bleiben, die man eigentlich tun wollte. Stattdessen ist man immer weniger konzentriert und macht mehr Fehler. Es fällt immer schwerer, auf die abgespeicherten Informationen zurückzugreifen. Alles dauert länger. Wenn jetzt noch das Gefühl hinzukommt, die Kontrolle über die Situation zu verlieren, gerät man vollends in Stress. Dadurch steigt das Erregungsniveau weiter und man kommt in einen Teufelskreis.

Jochen Theurer

3. Bekommen, was man will – Effektiv kommunizieren

Worte sind das Werkzeug der Juristen. Schon deshalb sollten Sie gut damit umgehen können – sowohl bei der Auslegung von Gesetzen und Verträgen, aber auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Doch nicht selten kommt es dabei zu zeitraubenden Missverständnissen und Konflikten. Das betrifft zum einen die inhaltliche Ebene. Sprache ist nicht eindeutig. Deshalb verstehen nicht alle Menschen unter einer bestimmten Aussage immer exakt das Gleiche.

Jochen Theurer

7. Durch Delegieren Zeit gewinnen

Als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer haben Sie häufig mehr zu tun als Sie in der zur Verfügung stehenden Zeit sinnvoll bearbeiten können. In dieser Situation hilft eine bewährte Technik: Delegieren. „Delegieren“ bedeutet, dass man eine Aufgabe oder Tätigkeit von einer anderen Person erledigen lässt. Um dadurch möglichst viel Zeit zu gewinnen, sollte man ein paar Grundregeln beachten.

Jochen Theurer

8. Mandate effizient bearbeiten

Als Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer machen Sie jeden Tag im Grunde dieselben Tätigkeiten: Akten bearbeiten, Schriftsätze erstellen und Informationen sammeln. Meistens denkt man nicht weiter darüber nach, welche Strategien man dafür benutzt. Irgendwann einmal hat man ein bestimmtes System entwickelt oder von einem Ausbilder, Kollegen oder Vorgesetzten übernommen und dann einfach beibehalten. Möglicherweise ist Ihr Vorgehen in diesem Bereich ja schon optimal. In der Regel gibt es jedoch immer bestimmte Abläufe, die man noch effizienter und effektiver ausführen kann. Da Sie diese Tätigkeiten jeden Tag ausüben, können Sie schon mit einer kleinen Verbesserung dauerhaft viel Zeit sparen. Das betrifft zum einen die Bearbeitung von Akten.

Jochen Theurer

9. Auf die Plätze, fertig … – nichts mehr aufschieben

Menschen haben die Fähigkeit, Dinge aufzuschieben. Anders als Tiere können wir auf einen kurzfristigen Genuss verzichten, um dafür später einen größeren Vorteil zu erreichen. Das ist grundsätzlich sehr nützlich, denn nur wer aufschieben kann, erreicht auch langfristige Ziele.

Jochen Theurer

Kapitel 2. Wille und Wollen

Genau in der Mitte zwischen Wille und Wollen liegt die Tat. So habe ich es einmal in meinen jungen Jahren in einem Text für ein Lied formuliert. Bis jetzt – Jahrzehnte später – habe ich keine bessere Kurzformel gefunden für das Dilemma zwischen Wille und Wollen.

Lothar Volkelt

Kombattantenstatus für den Bundesgrenzschutz

Die Verleihung des Kombattantenstatus an den Bundesgrenzschutz im Jahr 1965 war nach der Teilüberführung des Personals in die Bundeswehr 1956 der nächste wichtige Meilenstein in der Entwicklung des Bundesgrenzschutzes. Die Vorbereitungen für einen Gesetzentwurf zur Ergänzung des Bundesgrenzschutzgesetzes in Sachen Kombattantenstatus begannen bereits in der dritten Wahlperiode ab 1961, fanden jedoch erst in der vierten Wahlperiode des Bundestages am 11. Juli 1965 mit Inkrafttreten des BGS-Ergänzungsgesetzes (BGSErgG) ihren Abschluss.

David Parma

Kapitel 28. Jack Unterweger

Johann („Jack“) Unterweger war ein österreichischer Schriftsteller und mutmaßlicher Serienmörder. Während ihm die Ermordung einer 18-jährigen Deutschen in den 1970er-Jahren nachgewiesen werden konnte, und er deshalb in Österreich zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, herrscht immer noch Unsicherheit bezüglich weiterer 11 Morde in Österreich, Tschechien und den USA, die nach seiner vorzeitigen Haftentlassung und mit einem sehr ähnlichen Modus operandi durchgeführt wurden. Nach einem bis dahin beispiellosen Prozess in den 1990er-Jahren, den Unterweger verlor, beging er 1994 in seiner Zelle Selbstmord, bevor das Urteil rechtskräftig werden konnte. Unterweger gilt als Schriftsteller, Mörder und Frauenheld und verkörpert mit seiner filmreifen Geschichte die Anziehungskraft des Bösen wie kaum ein anderer.

Verena Busch

Kapitel 5. Abraham Lincoln

Abraham Lincoln gilt als einer der größten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, da er durch seine Politik den Zusammenbruch einer der ersten demokratischen Republiken verhinderte und maßgeblich zur Abschaffung der Sklaverei beitrug. Man könnte meinen, er sei einen geebneten Weg gegangen, jedoch war eher das Gegenteil der Fall, denn der junge Lincoln stammte aus einfachen Verhältnissen und wurde trotz zahlreicher Schicksalsschläge zum einflussreichsten Mann Amerikas. Was zeichnete seine Persönlichkeit aus, und wie wurde er zu einer Legende im Kampf für Gerechtigkeit?

Josefine Morgan

Die Digitalisierung akademischer Berufe am Beispiel der (Syndikus-)Rechtsanwältinnen und -anwälte

Die Digitalisierung stürmt die nächste Bastion: Die akademischen Berufe. Denn auch Wissensprodukte sind letztlich nur ein Konglomerat an Daten. Je mehr dieser Daten verfügbar sind, desto wirtschaftlich sinnvoller wird eine automatisierte Datenverarbeitung. Dies wird erhebliche Veränderungen in der Art und Weise der akademischen und damit auch der juristischen Produkterstellung und Wertschöpfung mit sich bringen. Der Beitrag zeigt auf, wie sich das Tätigkeitsprofil von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten konkret bis 2030 ändern wird und wie Kanzleien, Rechtsabteilungen und Berufsträger die hierin liegenden Chancen ergreifen können.

Anna-Luise Börner

Kapitel 26. Neue IT-Dienstleistungen für KMU der Ernährungswirtschaft – Anforderungsgerechte Entwicklung mit dem RegioFood-Phasenmodell

Klein- und Kleinstunternehmen der Ernährungswirtschaft werden von den aktuellen technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen unter Druck gesetzt: Wollen sie wachsen, müssen sie zum digitalen Unternehmen werden. Treiber hierbei sind Lebensmittelhandel, gesetzliche Bestimmungen, neuartiger Online-Vertrieb von Lebensmitteln oder auch veränderte Konsumentenerwartungen. In diesem Beitrag werden die branchen- und unternehmensgrößenspezifischen Anforderungen herausgearbeitet und aufgezeigt, dass die Herausforderungen nur mithilfe zielgerichteter digitaler Dienstleistungen bewältigt werden können. Um diese kleineren Unternehmen trotz ihrer begrenzten Ressourcen zu einem digital arbeitenden Betrieb entwickeln zu können, müssen Hersteller betrieblicher Software und IT-Prozess-Beratungen ihre etablierten Produkte und Dienstleistungen anpassen. Für diese „Neuentwicklung“ wird am Beispiel eines ERP(Enterprise-Resource-Planning)-Systems eine Vorgehensweise vorgeschlagen (RegioFood-Phasenmodell), die das Erarbeiten der erfolgskritischen Anforderungen erleichtern und mit der geprüften Vorgehensweise eine schnellere und effizientere Projektdurchführung befördern soll.

Ron Reckin, Christin Röpert, Yvonne Lange, Hanna Niezurawski

Kapitel 2. Recherchefreiheit und ihre Grenzen

Zu den Existenzgrundlagen einer freiheitlichen Demokratie gehören Massenmedien, die das Publikum mit den Informationen versorgen, die die Bürgerinnen und Bürger benötigen, um sich auf rationale Weise eine eigene Meinung zu allen wichtigen Angelegenheiten der Gemeinschaft zu bilden. Diesen Teil ihrer „öffentlichen Aufgabe“ können die Medien nur erfüllen, wenn sie ihrerseits die Möglichkeit haben, sich die erforderlichen Informationen zu beschaffen.

Udo Branahl

Kapitel 7. Bildberichterstattung und Abbildungsschutz

Die rechtlichen Schranken der Bildberichterstattung lassen sich in vier Problemkreise gliedern. Zum ersten gelten gesetzliche Beschränkungen für die Aufnahme von militärischen Anlagen, Gerichtsverhandlungen und pornographischen Abbildungen (gesetzliche Fotografierverbote). Ferner sind Personen gegen die Verbreitung von Abbildungen, auf denen sie dargestellt sind, durch das Recht am eigenen Bild besonders geschützt.

Udo Branahl

Kapitel 3. Geschäftsführung in der Unternehmergesellschaft

Der Gewinn der Unternehmergesellschaft darf nicht voll ausgeschüttet werden. Die Unternehmergesellschaft muss in ihrer Bilanz eine Rücklage bilden, in die jeweils ein Viertel des Jahresüberschusses einzustellen ist. Ein Verstoß führt zur Nichtigkeit der Feststellung des Jahresabschlusses und des Gewinnverwendungsbeschlusses.

Lothar Volkelt

4. Entrepreneur oder Intrapreneur – Prägende Einflüsse auf die Wahl der unternehmerischen Alternative am Fallbeispiel von ClimbZ

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit einem unternehmerischen Individuum, das vor der Wahl zwischen zwei verschiedenen unternehmerischen Alternativen stand. Der Gründer Jan Hoffmann musste sich entscheiden, ob er das Angebot annimmt, eine neue Geschäftseinheit bei einem mittelständischen Bergsportausrüster zu integrieren (Intrapreneurship) oder ob er seine eigene Geschäftsidee im Rahmen einer unabhängigen Gründung umsetzt (Entrepreneurship). Ziel der Fallstudie ist es, den Einfluss zu beleuchten, den die unterschiedlichen Prägungsquellen (Umwelt, Organisationen und Bezugspersonen) auf ein Individuum mit Blick auf die Wahl der unternehmerischen Alternativen haben können. Die Fallstudie zeigt zwei Dinge: Erstens, dass die relative Intention zwischen Entrepreneurship und Intrapreneurship von der relativen wahrgenommenen Realisierbarkeit bzw. Erwünschtheit beider Alternativen abhängt. Zweitens, dass Prägungsquellen auf diese Intention wirken können, indem sie die wahrgenommene Realisierbarkeit und Erwünschtheit beider unternehmerischer Alternativen getrennt voneinander beeinflussen.

Constantin Niemann

7. Phase 3: Die Content-Marketing-Strategie

In dieser Phase eines Content-Marketing-Projekts wird mit Hilfe der Informationen aus Phase 1, der Planung, und der Analyse-Daten aus Phase 2, der Research, eine Strategie entwickelt. Die Zielgruppe wird anhand von Personas definiert, es werden passende Themen, Formate und Themenwelten kreiert und diese der Customer Journey der Personas zugewiesen. Mit der Festlegung der Konversionsziele anhand des KPI Frameworks und der Organisation der Inhalte in einem Nurturing-Prozess wird die Strategieentwicklung abgeschlossen.

Gerrit Grunert

Prüfungssatz I

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft Fälle

Herr Jürgen Eichhorn hat in Norderstedt eine Anwaltssozietät mit Notariat. Die Anwaltssozietät unterhält bei der Nordbank AG in Hamburg eine Kontoverbindung. Vor dem Notar Herrn Eichhorn wird am 5.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft programmierte Aufgaben

Dr. Hans-Uwe Ehlers und Dr. Bernd Volkmann eröffnen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft. Die Partnerschaftsgesellschaft ist als Dr. Bernd Volkmann und Partner – Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft im Partnerschaftsregister eingetragen. Bei der Vertretung gilt die gesetzliche Regelung.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Globale Entwicklungspolitik

Politikberatung zwischen Aid-Community und Global Public Policy

Entwicklungspolitikberatung war lange im Milieu der aid-community gefangen. Die 2015 beschlossenen Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) verändern Zielsetzung, Zielgruppen und Instrumente globaler Entwicklungspolitik. Dies wird auch zu einer Neuausrichtung der Politikberatung führen. Fragestellungen müssen neu gefasst, Internationalisierung und Exzellenz vorangetrieben sowie neue Adressaten und Methoden der Beratung in den Blick genommen werden. Neben bilateraler Beratung gewinnen kollektive und hybride Formate an Bedeutung. Entwicklungspolitikberatung könnte so zu transformativer Kooperation als einem wichtigen Baustein von global public policy beitragen.

Adolf Kloke-Lesch

Politikberatung und demokratische Legitimität

Der Beitrag diskutiert unterschiedliche Formen demokratischer Legitimität für die Politikberatung. Dabei werden die Input-, Output- und Throughput-Legitimation einander gegenüber gestellt und ihre jeweiligen Besonderheiten dargestellt. Zudem diskutiert der Beitrag den Zusammenhang zwischen verschiedenen Arten der Politikberatung und demokratischer Legitimität. Im empirischen Teil werden Daten zur Qualität der Politikberatung im internationalen Vergleich vorgestellt und analysiert, inwieweit Beziehungen zu Input- und Outputindikatoren bestehen. Schließlich wird noch die Frage beantwortet, wie Politikberatung unter dem Aspekt einer hohen demokratischen Legitimation aussehen könnte.

Uwe Wagschal

Heft 2/2018: Mehr Mobilität im Mittelstand

Der Spott schien Dorothee Bär schnell sicher. Dabei hatte die Staatsministerin für Digitales doch Anfang März im „heute-journal“-Interview bestätigt, dass sie Investitionen in Infrastrukturen für wichtig halte, indes gehöre mehr dazu. Beispielsweise mithilfe nutzbarer Netzwerke autonom oder „mit einem Flugtaxi durch die Gegend“ zu fahren. Gedanken zur Zukunft darf man dergestalt offensichtlich hierzulande nicht äußern, ohne dass Bedenkenträger dies als Blödsinn brandmarken. Oder darf nur Frau nicht?

Thorsten Garber

Heft 5/2018: Erfolgsfaktor Compliance

Anfangs war ich skeptisch gegenüber der Theorie, dass korrektes Verhalten im wirtschaftlichen Handeln als Thema noch genug Relevanz und Neuigkeitswert besitzt. Immerhin sollten zehn Beiträge über Compliance mit erhellenden Erkenntnissen unseren Heft-Schwerpunkt in dieser Ausgabe rechtfertigen. Wenig begeistert schilderten zudem im Vorfeld befragte Inhaber, wie sie in der Praxis das Einhalten von Gesetzen, Regeln und Normen sicherstellen. Begleitet von Augenrollen, stöhnten die Mittelständler: „Was sollen wir denn noch alles beachten, um ordnungsgemäß Geschäfte zu gestalten?“ Klingt nach mühevoller Pflicht statt unternehmerischer Kür. Ethik und Konformität wirken wohl weit weniger sexy als Durchbruchsinnovation oder Werbekampagnenerfolg.

Thorsten Garber

Heft 3/2018: Gelungene Unternehmenssanierungen

Gegner sahen ihn als Symbolfigur des Kapitalismus. Doch die meisten achteten ihn als Ausnahmeerscheinung unter deutschen Spitzenmanagern – ob als Fachmann oder als Persönlichkeit. Er galt als intellektuell und unternehmerisch brillant, als offen für Kritik und für unkonventionelle Konzepte, als fordernd in Transparenz und in Verantwortung gegenüber der Macht der Banken. Auf dem Höhepunkt berief die Bundesregierung den studierten Betriebs- und Volkswirt zum Berater, um Stahlmarkt und Bankenlandschaft neu zu ordnen.

Thorsten Garber

Heft 4/2018: Industrie 4.0 in der Praxis

Zwischen Verlustangst und Chancenwitterung hin- und hergerissen scheinen Menschen, für die Industrie 4.0 an Relevanz gewinnt. Empfindliche Stellen bringt der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG aktuell gut auf den Punkt. Zuerst aber fühlte sich Joe Kaeser allein gelassen in seinem Kampf gegen Populismus der AfD-Politikerin Alice Weidel, die als Angstmacherin zur Bundestagsdebatte über „Kopftuchmädchen“ und „Messermänner“ schwadroniert hatte.

Thorsten Garber

Heft 1/2018: Neue Geschäftsmodelle

Veränderungen müssen von der Unternehmensspitze nicht nur angestoßen werden, sondern dort beginnen, forderte einst Manager William Wiggenhorn von Motorola, bevor sein Konzern als Spielball auf Umwälzungswellen tanzte. Vorbei war da die Zeit, als seine Company als Erfinder des Autoradios gefeiert wurde, worauf erfolgreiche Jahre mit Funkgeräten und Unterhaltungselektronik folgten. Auch mit der Entwicklung von mobilen Telefonen und Mikroprozessoren errang Motorola erst eine führende Stellung. Die endete in Aufspaltung und Verkauf. Patente hält heute Google.

Thorsten Garber

Kapitel 9. Häusliche Berufsarbeit mit dem Internet: Entgrenzungsprozesse

In diesem Kapitel geht es um den Zusammenhang zwischen der Domestizierung des Internets und der damit einhergehenden häuslichen Integration (mobiler) onlinefähiger Medien und der Entgrenzung von Berufsarbeit in das Zuhause. Wir argumentieren, dass das Erledigen beruflicher Tätigkeiten zuhause in weiten Teilen ein Mediatisierungsphänomen ist, weil ohne die Nutzung onlinebasierter Medien das Arbeiten jenseits betrieblicher Kontexte in vielen Berufen nicht möglich wäre.

Jutta Röser, Kathrin Friederike Müller, Stephan Niemand, Ulrike Roth

3. Individualarbeitsrecht

Die in diesem Kapitel aufgeführten Fälle zum Individualarbeitsrecht dienen jeweils der Vertiefung bestimmter rechtlicher Fragestellungen und sind unabhängig voneinander konzipiert und zu lösen. Der Schwierigkeitsgrad der Fälle differiert genauso wie deren Umfang. Es wird darauf verzichtet, die Fälle nach dem Schwierigkeitsgrad zu unterteilen, damit der Bearbeiter selbst ein Gefühl für sein Leistungsvermögen entwickeln kann. Die beiden letzten Fälle der Sammlung sind bewusst in Umfang und Schwierigkeitsgrad vom Rest der Sammlung abgehoben worden.

Tim Jesgarzewski

Kapitel 5. Online-Marketing – lassen Sie sich im Internet von Ihrer Zielgruppe finden

Nachdem Sie jetzt Ihre Vorarbeit geleistet haben, können Sie sich endlich Gedanken darüber machen, wo und wie Sie Ihre Kunden im Internet erreichen können.Ziel des Online-Marketings muss es sein, dass Ihr potenzieller Kunde Sie möglichst oft dort findet, wo er nach einer Lösung für sein Problem sucht.

Robert Flachenäcker

Kapitel 6. Auswertung: Einstellungen und Einschätzungen

These 1.1 nahm das Selbstbild der befragten Lobbyisten und Lobbyingdienstleister in den Blick: Politische Interessenvertreter haben ein grundsätzlich positives Bild von politischer Interessenvertretung und halten die mediale Berichterstattung über Lobbyismus in Deutschland für unzureichend. Die Wahrnehmung der politischen Interessenvertretung wurde in einem sparsamen Ansatz auf drei Variablen heruntergebrochen, die das Bild des Lobbyismus in der öffentlichen Debatte prägen: Die Notwendigkeit politischer Interessenvertretung im politischen System der Bundesrepublik Deutschland (BETEILIGUNG), ethisches Verhalten als Leitmotiv des Berliner Lobbyismus (ETHIK) und der häufig unterstellte negative Einfluss von Lobbyisten auf die Qualität der Gesetzgebung (NEG_EINFLUSS). Die Einschätzung der Realitätsnähe medialer Berichterstattung über Lobbyismus wurde über eine vierte Variable direkt abgefragt (MEDIEN).

Stefan Schwaneck

Kapitel 5. Methodische Anlage

Die Aussagekraft von Erhebungen hängt wesentlich von der Qualität des zugrundeliegenden Datenmaterials ab. Sekundärdaten, d.h. der Forschung bereits zur Verfügung stehende Datensätze, müssen deshalb ebenso wie Primärdaten, die im Zuge eines Forschungsvorhabens originär erhoben werden, hohen Maßstäben genügen.

Stefan Schwaneck

Kapitel 6. Digitale Kommunikation

Digitalisierung schenkt allen Unternehmen die Chance, Kommunikation aktiv und effizient zu betreiben. Gesetze, Regeln und Beschränkungen der früheren Massenkommunikation sind aufgehoben. Das Set aus Formaten, Rezepten, Kanälen und Erfolgskriterien für Kommunikation wirkt im Vergleich zu früher wie eine Drohne im Vergleich zum Papierflieger. Vernetzte Daten erschließen neue Dimensionen der Kommunikation und Beziehungen mit Kunden.

Thomas Bily

Kapitel 2. Wandel wagen

Unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Megatrends wie demografischer Wandel und Digitalisierung definieren unser Zusammenleben neu. Sie revolutionieren Märkte, Kommunikation und Geschäftsmodelle. Trotz ihrer Kraft und Wirkung werden Megatrends regelmäßig verkannt, vernachlässigt oder gar ignoriert. Wandel verschiebt die Tektonik unseres Lebens und ist viel mehr als eine singuläre Herausforderung für einzelne Spezialgebiete wie Marketing und Kommunikation. Nicht nur das Stadion ist neu, sondern die gesamte Sportart wird neu definiert. Sind Sie ein Spieler, der die neuen Herausforderungen annehmen will und kann? Bringen Sie Mut und Fähigkeiten mit, Wandel aktiv zu gestalten? Dieses Kapitel soll Ihnen helfen, sich darüber im Klaren zu werden.

Thomas Bily

Kapitel 7. Methode

In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen der Untersuchung beschrieben. Es ergibt sich aus der theoretischen Konzeptualisierung, die in den Kapiteln 1 bis 6 vorgenommen wurde. Zuerst wird das Design der Studie vorgestellt, dann Ablauf und Durchführung derselbigen.

Miriam Czichon

Kapitel 8. Ergebnisse

Die Ergebnisvorstellung erfolgt anhand der vier Forschungsfragen, welche in Kapitel 6.3 aufgestellt wurden. Bevor jedoch auf die Hauptbefunde der Studie eingegangen wird, muss zunächst die Stichprobe anhand von soziodemographischen Daten vorgestellt werden. Zudem wird vorab überprüft, ob Gruppenegalität zwischen den beiden Versuchsbedingungen gegeben ist.

Miriam Czichon

„Die Mischung zwischen Technik und Recht macht es spannend.“

Stefanie Drobnik

Kapitel 3. Künstlersozialkasse

DieKünstlersozialkasse Beratungspraxis zeigt, dass dieses Kapitel einen immer größeren Stellenwert in der Arbeit des Steuerberaters, der Mandanten aus den Bereichen berät, einnimmt. Wie nachfolgend gezeigt wird, betrifft die Künstlersozialabgabe jedoch nicht nur diesen Bereich, sondern nahezu jeden Unternehmer.

Rüdiger Schaar, Reinhard Knauft, Marie Skrotzki

24. Branding – wirksame und praktische Vorgehensweise für den Außenauftritt

Martina Merz ist Gründerin und Geschäftsführerin der Agentur mërz punkt und illustriert in diesem Beitrag anschaulich Herangehensweisen, Kniffe und Tricks rund ums Branding. Sie verrät, was man bei der Auswahl von Firmennamen und Logo beachten sollte, und wann man sich am besten professionelle Unterstützung holt.

Martina Merz

28. Von Anmeldung bis Zahlung – die oft vergessenen Grundlagen

Sabine Ehlers, Steuerberaterin beim Steuerbüro Sander, stellt in diesem Beitrag anschaulich die Grundlagen der unternehmerischen Praxis vor: mögliche Rechtsformen und weitere Elemente der Unternehmensgründung wie Gewerbeschein, Bankkonto und Handelsregister.

Sabine Ehlers

Kapitel 4. Einige ganz besondere Prognosefallen

Wir haben in den vorangegangenen Kapiteln bereits einige Umstände kennengelernt, die uns unsere Prognosen verderben. Allen voran stehen die heuristischen und die Wahrnehmungsverzerrungen. Sie machen Vorhersagen unpräzise und fallen dabei nicht einmal auf. Wir benötigen Kontrollen und Korrekturen, damit wir diese Fallen erkennen und umgehen können, etwa das Feedback unbeteiligter Berater oder (teil)quantitative Methoden wie die Nutzwertanalyse.

Jörg B. Kühnapfel

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Dagmar Drüll

Karl Poppers intellektuelle Biographie

Die intellektuelle Entwicklung Karl Raimund Poppers vollzog sich vor dem Hintergrund sowohl der metaphysikkritischen Erneuerung der Philosophie als auch der politischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts. Sozialisiert im Umkreis der Wiener Moderne entstand in der Auseinandersetzung mit dem Wiener Kreis Poppers kritisch rationale Theorie des Wissens. Nach einem mehrjährigen Exil in Neuseeland, wo er seine Theorie der offenen Gesellschaft entwickelte, wurde Popper nach dem Krieg in Großbritannien zu einem international renommierten Denker, der sich in seiner Spätphase metaphysischen Themen zuwandte.

Robert Zimmer

2. Bildungscoaching – ein Containerbegriff?

Das Kapitel führt in das Thema Bildungscoaching ein und zeigt die Relevanz von Coaching für die Begleitung von Bildungsprozessen auf. Die Betrachtung der, dem Bildungscoaching zugrundeliegenden, unterschiedlichen Intentionen und die Abgrenzung zu anderen Formen der pädagogischen oder psychologischen Beratung leiten zu einer Definition des Begriffs hin. Außerdem vermittelt das Kapitel einen ersten Überblick über die Inhalte , Zielgruppen und Einsatzmöglichkeiten sowie die Problematik der Abgrenzung zu anderen Beratungsformaten und führt in die Online-Befragung von 50 Bildungscoaches ein.

Gabriele Matthes, Henriette Garczorz

4. Anwendungsfeld Hochschule

Coaching an Hochschulen nimmt sowohl in der Literatur als auch in der Praxis eine zunehmende Bedeutung ein. Die Begleitung von Studienanfängern, abbruchgefährdeten Studierenden und Studienabbrechern durch Coaching findet immer öfter Aufnahme in das Portfolio der Beratungsstellen an Hochschulen. Auf der Seite der Lehrenden werden beispielsweise Coachings für Neuberufene, Promovierende oder Wissenschaftler konzipiert. Gesteuert und begleitet werden die Coachingprozesse durch diverse Akteure innerhalb und außerhalb des Systems Hochschule. Durch die Darstellung von Akteuren, Zielen, Anlässen, Themen und theoretischen Konzepten als auch durch die beispielhafte Beschreibung von Zugängen und Angeboten aus der beruflichen Praxis wird ein Überblick über den Einsatz von Coaching im Anwendungsfeld Hochschule gegeben.

Gabriele Matthes, Henriette Garczorz

Kapitel 5. Besonderheiten der Markenentwicklung nach Berufsgruppen

Welche Besonderheiten gilt es für Führungskräfte und Manager zu beachten? Welche unterstützenden Werkzeuge können Personen in Selbstständigkeit und Vertrieb nutzen? Wir werfen einen Blick in die Politik, in der Marken zu einer seltenen Spezies geworden sind.

Christopher Spall, Holger J. Schmidt

3. Social Media in praktischen Anwendungsszenarien der Versicherungswirtschaft

In diesem Kapitel werden anhand aktueller Beispiele für Deutschland und vor allem das amerikanische Ausland relevante Anwendungsbereiche von Social Media betrachtet, die sowohl für Versicherungsvermittler als auch für Versicherungsgesellschaften von Interesse sein können.

Stefan Jauernig, Germot Heisenberg, Maren Selbst, Silke Wiegand

Kapitel 5. Der IStGH in der Praxis: Den Haag, Kenia und Uganda

Die vorangegangenen Kapitel haben sowohl auf theoretischer Ebene als auch auf Ebene des Politikfelds Transitional Justice (TJ) die Grundlagen gelegt, um eine empirische Untersuchung von RNGOs in Transitional Justice am Beispiel des IStGH durchzuführen. Um durch die systematische Analyse von einzelnen RNGOs zu Antworten auf meine Forschungsfrage zu kommen, muss der Kontext der Fallstudien bekannt sein. Dieses Kapitel dient dazu, die internationale, die ugandische und die kenianische Ebene vorzustellen.

Clara Braungart

Kapitel 6. Analyse der vier Fallstudien

Das Ziel der Analyse ist es, sowohl die Positionen der Organisationszweige zu bestimmen als auch ihre jeweilige Begründung zu untersuchen. Dieses Kapitel beschränkt sich also auf den Teil meiner Fragestellung, der die organisationsinternen Unterschiede in den Blick nimmt.

Clara Braungart

Kapitel 4. Oh wie schön ist Panama – Rechtsanwälte in Aktion

Theoretisch kämpfen Rechtsanwälte für Recht und Gerechtigkeit. Sie verhelfen den Witwen und Waisen zum Sieg gegen übermächtige Gegner. Mit guten Argumenten gewinnen sie jeden Prozess. Praktisch geht es manchen Rechtsanwälten in erster Linie ums Geld. Sie nutzen gesetzliche Regeln, um sich oder ihren Mandanten Vorteile zu verschaffen, gelegentlich sogar unlautere. Und je mehr Geld ein Mandant hat, desto besser sind seine Chancen vor Gericht. Ob ein Rechtsanwalt gewinnt, hängt aber immer vom jeweiligen Richter ab.

Jochen Theurer

Kapitel 11. Auf zu neuen Ufern – die 10 besten Strategien, mit Gesetzen umzugehen

Entscheidend ist, wer entscheidet. Dieses Prinzip gilt überall im Recht. Und daran wird sich aufgrund der menschlichen Natur auch nichts ändern. Doch keine Angst. In der Realität ist das Ergebnis eines Rechtsstreits für erfahrene Juristen in vielen Fällen trotzdem relativ sicher vorhersehbar. Denn häufig sind die Umstände so eindeutig, dass es egal ist, welcher konkrete Richter das Urteil fällt. Spannend wird es, wenn die Sache nicht so klar ist. Denn dann wirken sich die subjektiven Motive der Beteiligten tatsächlich aus und können (!) zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Und das können Sie gezielt zu Ihrem Vorteil nutzen.

Jochen Theurer

Kapitel 3. Analyse

In der Einleitung wurde die zentrale These formuliert, dass sich die politischen Akteure vor dem Hintergrund der Ausnahmesituation der Wiedervereinigung dem besonderen Bedarf an symbolischer Repräsentation in ihrer integrationsstiftenden Funktion nicht verweigern konnten. Im Folgenden sollen nun die Identitäts- und Repräsentationsformulierungen in den im Methodenteil definierten Reden über die dort formulierte Methode rekonstruiert werden. Dabei stehen die Fragen im Mittelpunkt, welche Gemeinsamkeiten und Konfliktlinien, Selbstbilder, Legitimationen und Identifikationsangebote im Rahmen der rhetorischen Repräsentation sichtbar und erfahrbar gemacht wurden, wie politische Realität strukturiert, wie Sinn vermittelt, welche Vorstellungen demokratischer Repräsentation aktiviert und wie Repräsentationsverhältnisse hergestellt wurden.

Anne-Kerstin Tschammer

Kapitel 4. Fazit

Einleitend wurden die zentralen Forschungsfragen gestellt, wie die Wiedervereinigung legitimiert und rhetorisch durchgesetzt wurde, wie das wiedervereinte Deutschland – insbesondere auch im Verhältnis zu seiner Vergangenheit – identifiziert und wie ein gemeinsames Verständnis über die Bedeutung der Ereignisse geschaffen wurde, welche Gemeinsamkeiten, Konfliktlinien, Selbstbilder und Identifikationsangebote als Basis der neuen nationalen Identität formuliert wurden, welche Vorstellungen demokratischer Repräsentation aktiviert und wie Repräsentationsverhältnisse hergestellt wurden, wie insbesondere die westdeutschen Politiker zu Repräsentanten der ostdeutschen Bevölkerung werden konnten und schließlich wie beide Seiten, Ost wie West, eingebunden wurden und ob und wie bereits abgrenzende Identitäten markiert wurden. Es stellte sich die Frage, wie der Topos von der inneren Einheit aufkam und die zuvor jahrzehntelang vorausgesetzte nationale Einheit ablösen konnte. Zusätzlich wurde die Frage aufgeworfen, ob das Repräsentationsdefizit durch die ausbleibende Verfassunggebung anderweitig ausgeglichen wurde.

Anne-Kerstin Tschammer

Kapitel 2. Sieben Aufgaben des Decision Makers

Verhandlungen werden geführt, um ein sachliches Ziel, also eine Mission zu erreichen. Die Missionen sind dabei so vielfältig wie das Leben. Es geht z. B. um einen Anstellungsvertrag, einen Autokauf, den Erwerb einer Immobilie, die Anmietung einer Wohnung, den Abschluss eines Liefervertrages, die Vereinbarung eines Joint Ventures/eines komplexen Unternehmenskaufs, eine Vereinbarung zwischen Gesellschaftern, die Lösung eines (komplexen) Streits oder nur um den nächsten Restaurantbesuch oder den Urlaub mit dem Partner.

Hermann Rock

Kapitel 3. Zehn Aufgaben des Negotiators

Bisher ging es in dem Buch vor allem um den Decision Maker und seine Aufgaben in der Verhandlung. Nun wechseln wir die Rolle und wenden uns dem Primary Negotiator, dem Verhandlungsführer, zu (vgl. Abb. 3.1). Wie erwähnt, ist es wichtig, dass diese beiden Rollen in einer Verhandlung strikt getrennt sind: Der Decision Maker verhandelt nicht und der Primary Negotiator entscheidet nicht. Das Befolgen dieser Regel ist elementar für den Verhandlungserfolg. Denn nur wenn der Decision Maker unbeeinflusst von den Vorgängen am Verhandlungstisch ist, kann er die richtigen Entscheidungen treffen.

Hermann Rock

Interne Erhebungen

Zunehmend kooperieren Unternehmen mit Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung von Straftaten und Vorwürfen strafrechtlicher Art aus dem Tätigkeitsbereich des Unternehmens. Dies dient meist der Abmilderung etwaiger Sanktionen aus dem Bereich der §§ 30, 130 OWiG. Hierbei kommen interne Erhebungen in Betracht. Wie sich interne Erhebungen konkret definieren und wie sie sich entwickelt haben, wird im Folgenden dargestellt.

Oliver Jedynak

Besonderheiten von internen Erhebungen mit Auslandsbezug

Heute werden nicht mehr ausschließlich Großunternehmen grenzüberschreitend tätig, auch mittelständische Unternehmen schließen immer häufiger Geschäfte in anderen Staaten. Dieser Grenzübertritt wirft in aller Regel Probleme auf, wie am Beispiel von internen Erhebungen zu sehen sein wird. Die besondere Schwierigkeit bei internen Erhebungen besteht darin, dass sie in einem juristischen „Niemandsland“ oder anders formuliert in einem juristischen „Jedermannsland“ stattfinden, was darauf zurückzuführen ist, dass in ihrem Zusammenhang die Anforderungen unterschiedlicher Rechtsgebiete zu beachten sind.

Oliver Jedynak

Fazit

In Deutschland besteht eine faktische Pflicht zu Compliance – einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung zur Einrichtung eines Compliance-Systems bedarf es daher nicht.

Oliver Jedynak

Ausgewählte aktuelle Fälle interner Erhebungen

In der jüngeren deutschen Wirtschaftsgeschichte dürfte es kaum Beispiele geben, wie ein Unternehmen, das als absatzstärkstes Unternehmen seiner Branche weltweite Anerkennung genossen hat, binnen kürzester Zeit als Verlierer des Jahres gehandelt wurde. Dieses fast unvorstellbare Szenario hat der deutsche Automobilhersteller Volkswagen verwirklicht. Der Konzern sah sich im Herbst 2015 wie aus dem Nichts mit einem Manipulationsvorwurf konfrontiert, der als Beginn des sog.

Oliver Jedynak

Gang der Untersuchung

Im Zuge der Entwicklung der Strafverfolgungspraxis in Wirtschaftsstrafsachen sind Rechtsanwälte zunehmend damit befasst, Unternehmen im Hinblick auf drohende oder bereits anhängige Ermittlungsverfahren zu beraten. Diese Tätigkeit des Unternehmensanwalts wirft eine Reihe rechtlicher und praktischer Fragen auf5, zumal die rechtliche Literatur zunehmend unüberschaubar wird.

Oliver Jedynak

Kapitel 7. Prüfung kartellrechtlicher Compliance durch Mock Dawn Raids als Instrument der IT-Revision

Zur Bewertung und Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit des Compliance-Management-Systems (CMS), insbesondere der kartellrechtlichen Compliance, haben sich nach US-amerikanischem Vorbild auch in deutschen Unternehmen die sogenannten Mock Dawn Raids etabliert. Mock Dawn Raids als Prüfungsmethode sind ein geeignetes Mittel, durch die das Management seine Pflichten, Verstöße gegen unternehmensbezogene Rechtsvorschriften durch angemessene Aufsichts- und Überwachungsmaßnahmen zu verhindern (vgl. etwa § 130 OWiG), ordnungsgemäß erfüllen kann. Im vorliegenden Beitrag wird eine Prüfungsmethodik vorgestellt und systematisiert, die gerade die Prüfung von Wirksamkeit und Ordnungsmäßigkeit kartellrechtlicher Compliance ermöglicht. Die Mock Down Raid als Prüfungsmethode der Internen Revision kann dabei helfen, die Awareness der Mitarbeiter im Hinblick auf die kartellrechtliche Compliance zu steigern und etwaige Bußgelder oder Gerichtsverfahren, bspw. aufgrund fehlerhaften Verhaltens bei Durchsuchungen, zu vermeiden. Die Frage nach der Eignung positiver Prüfungstestate als Entlastung der Geschäftsleitung bei einem Compliance-Vorfall wurde jedoch bis dato in der Rechtspraxis nicht bejaht.

Aleksandra Sowa
Bildnachweise