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Über dieses Buch

Guenther Roths vielfältige Arbeiten sind mit dem Werk Max Webers untrennbar verknüpft. Seine textgenaue und präzise Übersetzung von Wirtschaft und Gesellschaft ins Englische eröffnete ganz neue Chancen zu einer systematischen Auseinandersetzung mit Weber in der angelsächsischen Welt, seine detaillierten und historisch genauen Untersuchungen der Kontexte und der familiären Konstellationen, in die Weber eingebunden war, ermöglichen ein zeit- und milieusensibles Verständnis seiner Biographie und seine differenzierten makrosoziologischen Untersuchungen zu Herrschaft, Politik und Kapitalismus machen das analytische Potential dieses Ansatzes deutlich.

Der vorliegende Band versammelt zentrale Texte von Guenther Roth. Sie sind soziologiegeschichtlich bedeutsam und für aktuelle Problemstellungen aufschlussreich. Sie zeigen, wie ein Anschluss an Webers Werk in historischer und systematischer Hinsicht neue Perspektivieren eröffnen kann und machen die Fruchtbarkeit des Weber Paradigmas für aktuelle Fragestellungen deutlich.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Wirkungs- als Rezeptionsgeschichte: Zur Weberschen Soziologie

Frontmatter

Max Webers Einfluss auf die amerikanische Soziologie

Zusammenfassung
Der Einfluss der deutschen Soziologie auf die Soziologie und die Sozialwissenschaften Amerikas hat seit dem zweiten Weltkrieg große Bedeutung erlangt, unterlag aber in den vergangenen fünfzig Jahren beträchtlichen Schwankungen. Zu Lebzeiten Max Webers und Georg Simmels – der vom Blickfeld der amerikanischen Soziologie aus bedeutendsten deutschen Soziologen – erweckte deren Werk nur geringes Interesse im Gegensatz zur englischen Soziologie Herbert Spencers.
Guenther Roth

Das historische Verhältnis der Weberschen Soziologie zum Marxismus

Zusammenfassung
Revolutionär gestimmte Leute feiern Marxens 150. Geburtstag geziemenderweise durch Rebellion. Für forschungsorientierte Soziologen geben Feiertag und rebellischer Alltag dagegen Anlaß zu kritischen Überlegungen, die als Aufforderung zur Forschung verstanden werden wollen. Marx gehörte schließlich zu den frühen Advokaten der Sozialforschung. Immer wieder griff er die „Ewigkeit“ von Ideen und Verhältnissen an, um sie historisch zu relativieren. Sein Studium der Ökonomie bedeutete eine Wendung von der Spekulation zur Empirie, wobei sich allerdings sein Vertrauen darauf, was sich beweisen und vorhersagen ließe, als zu groß erwies.
Guenther Roth

Max Weber’s Empirical Sociology in Germany and the United States: Tensions between Partisanship and Scholarship

Zusammenfassung
More than any other man of his generation Max Weber remains today influential as well as controversial. Neither intellectually nor politically are scholars done with the man and his work. However, his impact has not been steady over the five decades since his death. At various times Emile Durkheim, Georg Simmel, Ferdinand Tönnies, Robert Michels, Vilfredo Pareto, and Sigmund Freud have attracted more attention and approbation. Among these members of the „generation of 1890“—as H. S. Hughes has called them—Durkheim emerges, in the long run, as Weber’s closest rival in sociology.
Guenther Roth

Zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte von Max Webers „Protestantischer Ethik“

Zusammenfassung
Wieso konnte ein nationalistischer deutscher Nationalökonom lange nach seinem Tode einer der berühmtesten Sozialwissenschaftler des Jahrhunderts werden, auch und gerade in der englischsprachigen Welt? Diese Frage erfordert eine Reihe von Antworten, die zum Teil mit Max Webers Biographie zusammenhängen, zum Teil damit nichts zu tun haben.
Guenther Roth

Kapitalismus

Frontmatter

Geist des Kapitalismus und kapitalistische Weltwirtschaftx

Zu neuen Interpretationen des siebzehnten Jahrhunderts
Zusammenfassung
Unter amerikanischen Soziologen und Politologen hat sich in den letzten Jahren der alte Konflikt wieder verschärft zwischen denen, die menschliches Handeln vorwiegend nach utilitarischem Kalkül (dem sogenannten „rational actor model“) verstehen wollen und denen, die von Wertinstitutionalisierung ausgehen. Die einen bezeichnen sich jetzt oft selbstbewußt als „politische Ökonomen“, die anderen etwas verlegen als „Makrosoziologen“.
Guenther Roth

Globaler Kapitalismus und Multiethnizität: Max Weber vor hundert Jahren und heute

Zusammenfassung
Mein theoretisches Interesse besteht darin, Webers Verständnis von Kapitalismus und Nationalität (im heutigen Sinn von Ethnizität) und deren Verhältnis zueinander zu untersuchen und zu fragen, inwieweit es heutigen Verhältnissen noch angemessen ist.
Guenther Roth

Max Weber und der globale Kapitalismus damals und heute

Zusammenfassung
Nach den Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts – den beiden Weltkriegen und den beiden Arten des Totalitarismus – erhielten der wirtschaftliche und der politische Liberalismus noch einmal eine welthistorische Chance. Aber vor fünfzig Jahren wurde das heutige Ausmaß der Wiederbelebung des internationalen Kapitalismus nur von wenigen Gegnern und Anhängern für möglich gehalten.
Guenther Roth

The Near-Death of Liberal Capitalism: Perceptions from the Weber to the Polanyi Brothers

Abstract
I would like to treat some historical moments of the near-death and “miraculous” resurrection of liberal capitalism as a particularly fateful lesson in historical contingency. By liberal capitalism (or economic liberalism) I mean first of all multilateral world trade by private enterprise and the currency and credit arrangements required by it. Today we often speak of globalization instead of liberal capitalism and project that term backward.
Guenther Roth

Herrschaft

Frontmatter

Political Critiques of Max Weber: Some Implications for Political Sociology

Abstract
Commemorations are frequently polite and somewhat stately affairs, but the centenary of Weber’s birth has attested both to his great influence and to the still controversial character of his work. Weber was a passionate advocate of political rationality and, literally, a “radical” sociologist with a world-historical vision: two features which-in the world as it is—are bound to engender political and scholarly controversy.
Guenther Roth

Die Vereinigten Staaten heute aus der Sicht von Karl Marx und Max Weber

Zusammenfassung
Karl Marx starb vor einem Jahrhundert, eine Gelegenheit zum Nachdenken darüber, wieviel sich in der Welt geändert hat, ob wir nun diese Zeitspanne für lang oder kurz erachten. Für mich lautet die erste Lektion, daß Marx und Engels mit ihren Prognosen den größten Teil der für sie wichtigen Entwicklungen verfehlten.
Guenther Roth

Socio-Historical Model and Developmental Theory

Charismatic Community, Charisma of Reason and the Counterculture
Abstract
No other part of Max Weber’s Sociology of Domination in Economy and Society has proven so troublesome and yet so provocative as the sections on charisma. At the same time, the work’s comprehensive typology is still insufficiently utilized.
Guenther Roth

Personal Rulership, Patrimonialism, and Empire-Building in The New Statesx

Abstract
The concrete lessons of recent history have helped us to appreciate the paramount importance of the political preconditions of social and economic development in the new states. The basic problem of political stability must be solved before all others—or everything else may be in vain.
Guenther Roth

Biographische Konstellationen, Milieustudien

Frontmatter

Weber the Would-Be Englishman: Anglophilia and Family History

Abstract
Since the Napoleonic period, England had been for many German liberals the “older brother” who could show a way out of the confusions of French history and the frustrations of German history. After German unification in 1871, the number of liberal admirers gradually declined, until the stage was set for Germany’s fatal challenge to the British Empire.
Guenther Roth

The Young Max Weber: Anglo-American Religious Influences and Protestant Social Reform in Germany

Abstract
At Christmas 1875 the eleven-year-old Max Weber, growing up in Berlin, received Benjamin Franklin’s autobiography with a dedication.
Guenther Roth

Zur Geschlechterproblematik in der Weberschen Familiengeschichte

Zusammenfassung
Marianne Weber gehörte zur vierten Generation im Rahmen der Weberschen Familiengeschichte, über die ich hier einen Überblick bieten will. Angesichts der gewaltig angewachsenen Literatur über Geschlechtergeschichte und Frauenbewegung offeriere ich meine Geschichten wegen ihres illustrativen Wertes.
Guenther Roth

Backmatter

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