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26.06.2017 | Kapitalmarkt | Nachricht | Onlineartikel

Optimismus der Aktienanleger gerät ins Wanken

Autor:
Eva-Susanne Krah

Einen Höhenflug bei der Aktienentwicklung sehen Anleger nur noch vorsichtig optimistisch. Und auch eine mögliche Wende in der Geldpolitik sehen sie kritisch. Das zeigt das aktuelle Investmentbarometer der Citigroup.

In der Erhebung rechnen nur noch 32 Prozent der Umfrageteilnehmer mit steigenden Aktienkursen in den kommenden drei Monaten. Zum Vergleich: Noch im Januar 2016 ging rund die Hälfte der Anleger von steigenden Aktiennotierungen in den folgenden drei Monaten aus. Fast die Hälfte, nämlich 48 Prozent der Befragten, rechnen im zweiten Quartal 2017 mit einer Seitwärtsentwicklung. Im ersten Quartal 2017 waren es nur 40 Prozent. Besser sieht es auf Sicht von zwölf Monaten aus. Über diesen Zeitraum betrachtet erwarten 60 Prozent nach wie vor steigende Aktiennotierungen. Citigroup Global Markets Deutschland (Citi) analysiert in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Forsa Markteinschätzungen und das Anlageverhalten von Privatanlegern und professionellen Marktteilnehmern. Dazu werden quartalsweise Vermögensverwalter, Bankberater und Produktmanager befragt. 

Erwartung an Zinsmärkte bleibt verhalten

Auch von der Entwicklung in den europäischen Zinsmärkten erwarten die Befragten weniger als im ersten Quartal 2017. Für die kommenden drei Monate rechnen nur 16 Prozent mit steigenden Zinsen, im ersten Quartal 2017 waren es noch 26 Prozent. 79 Prozent gehen von einer Seitwärtsbewegung der Zinsentwicklung aus. Mittelfristig glauben 55 Prozent der Befragten, dass die Zinsen stagnieren werden. Mit einer stetig steigenden Zinsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten rechnen nur 41 Prozent der Kapitalmarktexperten. In den kommenden drei Monaten erwarten 47 Prozent der Befragten hingegen wieder steigende Goldpreise. 

Die Ergebnisse des Investmentbarometers verdeutlichen, dass Anleger trotz erster Signale der Europäischen Zentralbank zur Normalisierung ihrer Geldpolitik nicht an eine schnelle Umsetzung glauben. Das zeigen laut Dirk Heß, Co-Leiter europäischer Warrants- und Zertifikatevertrieb bei Citi, der nochmals gestiegene Anteil der Anleger, die "sowohl kurz- als auch mittelfristig von einer Seitwärtsbewegung bei europäischen Zinsen ausgehen."   

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