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08.11.2018 | Kapitalmarkt | Im Fokus | Onlineartikel

Anleger sollten langfristig in KI investieren

Autor:
Barbara Bocks

Künstliche Intelligenz (KI) ist eines der zentralen Zukunftsthemen. Daher rückt es auch zunehmend ins Blickfeld der Investoren. Diese konzentrieren sich derzeit vor allem auf zwei Bereiche.

Künstliche Intelligenz (KI) könnte das globale Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahr 2030 um durchschnittlich 1,2 Prozentpunkte pro Jahr steigern, in Deutschland sogar um 1,3 Prozent. Das geht aus einer Studie des McKinsey Global Institute hervor, die im September veröffentlicht wurde. Insgesamt ist laut Angaben der Forscher mit diesen Technologien bis zum Jahr 2030 ein zusätzlicher globaler Wertschöpfungsbeitrag in Höhe von 13 Billionen US-Dollar möglich.

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Für die Studie teilten die Berater KI-Technologien in fünf Kategorien auf: 

  • automatische Bilderkennung, 
  • natürliche Sprache, 
  • virtuelle Assistenten, 
  • roboter-basierte Prozessautomatisierung 
  • und fortgeschrittenes maschinelles Lernen 

Bis zum Jahr 2030 werden rund 70 Prozent der Unternehmen mindestens eine der genannten KI-Technologien nutzen, prognostizieren die Forscher.

Langfristig investieren für hohe Renditen

Auch auf dem Aktienmarkt wird die Zukunftstechnologie immer beliebter. Im aktuell volatilen Aktienmarkt suchen Anleger langfristige Anlagetrends, die sich durchsetzen und strukturelles Wachstum bieten. "Das Thema KI als ein Sub-Thema der Digitalisierung unserer Welt ist ein solcher Trend", sagt Uwe Neumann, Analyst bei Credit Suisse, gegenüber Springer Professional. Anleger, die in solche Trends investieren, sollten laut Neumann einen längeren Anlagehorizont haben und kurzfristige Volatilitäten aushalten können. Sie dürften dafür aber langfristig mit Überrenditen belohnt werden.

Die Wachstumsaussichten vieler Technologie-Unternehmen sind immer noch sehr gut, schreibt Bankmagazin-Autorin Carmen Mausbach im Beitrag "Wie Anleger von Megatrends profitieren" in der Juli/August-Ausgabe von Bankmagazin. In den vergangenen Jahren habe der Sektor den Anlegern hohe Gewinne bescheren können. "Gute Chancen, weitere Rekordmarken zu erreichen, haben insbesondere Unternehmen, die künstliche Intelligenz in ihrem Betrieb einsetzen", so Mausbach weiter. So sind laut Mausbach etwa der Logistik- und Automobilsektor Paradebeispiele dafür, wie sich die Kosten- und die Umsatzentwicklung durch den Einsatz smarter Systeme positiv beeinflussen lassen, etwas durch:

  • elektronische Liefernachweise, die die Administrationskosten reduzieren,
  • elektrische Sendungsavise, die die Annahme von Waren erleichtern,
  • Navigations- und Routensysteme, die Wegstrecken optimieren.

Investoren blicken auf Software-as-a-Service-Anbieter

Investoren fokussieren sich laut Analyst Neumann derzeit stark auf Anbieter für Subscriptions-basierte Cloud-Dienste, da hier die KI in verschiedenen Bereichen von Unternehmen realen Nutzen für Anwender bringt und immer stärker nachgefragt wird. "Diese Software-as-a-Service-Anbieter können einerseits Neukunden gewinnen und gleichzeitig auch Bestandskunden durch KI-Software angereicherte höherwertige Dienste verkaufen, die zu einem höheren monatlichen Umsatz pro Kunde führen", so Neumann weiter. Diese Unternehmen haben also Neumann zufolge zwei Wachstumstreiber und können ihr Geschäft skalieren.

Ein anderer Anlagefokus liegt laut Neumann auf Health-Tech-Firmen, die KI einsetzen um etwa Nebenwirkungen und wechselseitige Wirkungen von eingesetzten Medikamente besser vorhersagen und bei der Entwicklung berücksichtigen zu können.

KI als Anlage noch Neuland

Das Anlagethema KI ist Neumann zufolge allerdings noch am Anfang der Entwicklung und vieles werde derzeit als KI bezeichnet, was es gar nicht ist. "Zudem sind langfristige Profiteure der Anwendung von KI in unterschiedlichen Sektoren zu finden, zum Beispiel im Pharmabereich, im Konsumsektor, in der Industrie oder im IT-Sektor", so Neumann weiter. Daher sei es hilfreich, selektiv vorzugehen, aber gleichzeitig diversifiziert.

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Quelle:
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