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06.02.2018 | Kapitalmarkt | Nachricht | Onlineartikel

Automatische Handelssysteme verstärken US-Börsenbeben

Autor:
Barbara Bocks

Der amerikanische Dow-Jones-Index hatte am 5. Januar den größten Tagesverlust seiner Geschichte verbucht. Welche Gründe es dafür gab und welche Rolle die automatischen Handelssysteme dabei gespielt haben.

Der amerikanische Marktindex Dow Jones hat am 5. Januar 2018 um 4,6 Prozent nachgegeben, ein negativer Tagesrekord für den Index und ein Verlust in Höhe von 1,175 Punkten. "Die Gründe dafür sind für die USA eigentlich sehr erfreulich, denn in den USA sind die Löhne stark angestiegen. Das Land nähert sich der Vollbeschäftigung", erklärt Markus Schmidt, Börsenexperte der ARD in New York, am 5. Januar im "Nachtmagazin". Das sind allerdings schlechte Nachrichten für professionelle Anleger, da durch diese Entwicklung auch die Inflation ansteige. Das ruft laut Schmidt die Federal Reserve auf den Plan, die die Zinsen daraufhin erhöhen werde. Dadurch erhöhen sich Schmidt zufolge die Kosten für die Kreditbeschaffung der Unternehmen und die Gewinnerwartungen sinken. "Grund genug für viele Anleger jetzt Kasse zu machen und die Kursgewinne der Vergangenheit mitzunehmen", so Schmidts Fazit.

Ungünstig verstärkt wurde diese Entwicklung noch durch die automatischen Handelssysteme. Viele "Anleger sind regelrecht in Panik verfallen", erklärt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners gegenüber "Tagesschau.de". Die Flucht aus Aktien sei laut Altmann durch zahlreiche Stop-Orders massiv beschleunigt worden, die Anleger eigentlich setzen, um sich vor zu großen Verlusten zu schützen. Automatische Programme, die vorher über Jahre automatisch gekauft haben, verkaufen nun Aktien, weil der Markt stark fällt. Alle Programme zusammen machen so aus der Kurskorrektur laut Angaben von "n-tv.de" einen Kurssturz.

Verluste im frühen Handel auch im DAX

Unter anderem auch an den deutschen Börsen sorgt der Kursrutsch an der US-Börse für fallende Kurse. Der deutsche Leitindex, Dax, verlor laut Angaben des "Handelsblatts" im frühen Handel kurzzeitig 1,8 Prozent. Für den Mdax ging es um 1,7 Prozent nach unten. Der Tecdax sackte kurzfristig um 2,8 Prozent nach unten. Der kurzzeitige Einbruch der US-Börse könnte laut Angaben von "Heise.de" ein Ende der Anlagestrategien einleiten, die nun seit der Finanzkrise angewendet wurden.

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