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Über dieses Buch

Dieses Buch, das Karl Marx zum 200. Geburtstag gewidmet ist, befasst sich mit seiner Staatstheorie, die nicht – wie geplant – als systematische Arbeit erschien. Es sind vielmehr zahlreiche Studien, die sich mit dem Staat befassen und zu mehreren Rekonstruktionen der Staatstheorie von Marx führten. Die vorliegende Darstellung will diesen Rekonstruktionen keine weitere hinzufügen. Es wird auch nicht der Versuch unternommen, Marxʼ Denken einheitlicher und geschlossener erscheinen zu lassen, als es ist. Das Buch beabsichtigt, im Zuge einer Neubestimmung seines Denkens die vorliegenden Erkenntnisse der Staatstheorie von Marx aufzugreifen und diesen jeweils klassische Konzeptionen und neuere Positionen der Staatsdiskussion – wie die Horkheimers und Adornos – zuzuordnen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Dieses Buch, das zum 200. Geburtstag von Karl Marx erscheint, will sich mit seiner Staatstheorie auseinandersetzen, die allerdings als keine geschlossene Darstellung vorliegt. Marx’ Plan, ein Buch seines auf sechs Bände konzipierten ,Kapitals‘ dem Staat zu widmen, gelangte nicht mehr zur Ausführung. Bekannt ist allein die Disposition. So heißt es im berühmten Vorwort der Schrift ,Zur Kritik der Politischen Ökonomie‘: „Ich betrachte das System der bürgerlichen Ökonomie in dieser Reihenfolge: Kapital, Grundeigentum, Lohnarbeit; Staat, auswärtiger Handel, Weltmarkt.“ (MEW Bd. 13, S. 7) Und in den ‚Grundrissen der Kritik der Politischen Ökonomie‘ findet sich im Zusammenhang einer Gliederungsskizze für Marx’ Kapitalanalyse das etwas ausführlichere Exposé zur Behandlung der Staatsfrage: „Dann der Staat.
Wilfried Röhrich

Kapitel 2. Die Staatstheorie als Ideologiekritik

„Wir sehen, daß bei Marx die später entscheidenden intellektuellen Charakterzüge schon in seiner frühen Jugend prägnant hervorgetreten sind: Gewaltig ist von Anfang an sein Drang nach universeller Aneignung und Verarbeitung der höchsten Wissensschätze der Epoche, unvergleichlich die kritische Einstellung, mit der er jedes Mal an das vorgefundene Gedankenmaterial herangeht. Dabei zeichnet ihn eine in der Geschichte des menschlichen Denkens äußerst seltene Entschiedenheit und Geradlinigkeit im Erfassen der zentral bedeutsamen Probleme aus, die er aus einem komplizierten, verworrenen, von den Vorgängern ungeklärt gelassenen Fragenkomplex herausarbeitet.“ Mit diesen Worten leitet Georg Lukács (1965, S. 5) seine Darstellung der Entwicklung des jungen Marx ein. Lukács bemüht sich in dieser Abhandlung – ähnlich wie Karl Korsch (1967) – um eine Wiederherstellung der ursprünglich historisch-dialektisch-revolutionären Basis der Theorie von Marx, und zwar vom philosophischen Ansatz her.
Wilfried Röhrich

Kapitel 3. Die Staatstheorie und der bürgerliche Staat

Die wohl bekannteste Staatstheorie von Marx ist die der Zerschlagung des bürgerlichen Staates. Vor allem in den Schlussfolgerungen aus den konkreten geschichtlichen Analysen findet sich diese Theorie. Marx und Engels haben ihre Konzeption stets auf die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte ihrer Zeit bezogen und daraus wesentliche Einsichten gewonnen.
Wilfried Röhrich

Kapitel 4. Die Staatstheorie und die kapitalistische Produktionsweise

Die dritte – und bedeutsamste – Variante der Staatstheorie gründet auf jenen Ansätzen der ökonomischen Schriften von Marx und Engels, welche die Entwicklung der Staatsfunktionen und des Staatsapparates im Zusammenhang mit der Vergesellschaftung der kapitalistischen Produktion analysieren. Wie in der Einleitung erwähnt, kam das von Marx geplante Buch über diese Thematik nicht mehr zustande. Es muss deshalb der theoretische Ansatz aus den Vorwegnahmen des Buches über den Staat rekonstruiert werden. Diese Vorwegnahmen liegen vor allem im ‚Kapital‘ vor, dem sich die Darstellung im Zusammenhang mit Marx’ ‚Grundrissen der Kritik der Politischen Ökonomie‘ (dem Rohentwurf zum ‚Kapital‘) nachfolgend zuwendet.
Wilfried Röhrich

Kapitel 5. Marx und die Kritische Theorie

Die Darstellung der Konzeption von Marx und der Staatstheorien des Marxismus bliebe unvollständig, berücksichtigte sie nicht zwei Positionen, die das Thema würdig abschließen können. Gemeint sind die Positionen von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno.
Wilfried Röhrich

Kapitel 6. Briefe

Nach dieser Betrachtung der Staatstheorie von Karl Marx, die zu seinem 200. Geburtstag erscheint, dürfte es angezeigt sein, ein paar Worte zur Person des großen Philosophen und Ökonomen und zu seiner Zeit zu bringen. Daran werden sich Briefe anschließen: der Brief des jungen Marx an seinen Vater, der spätere Briefwechsel zwischen Marx und Engels von 1868 bis 1870 und die Briefe, die Marx in diesem Zeitraum an Dritte, in den jeweiligen Fußnoten vorgestellte Personen, richtete.
Wilfried Röhrich

Backmatter

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