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30.08.2018 | Karosserie | Nachricht | Onlineartikel

DLR entwirft Leichtbaukarosse für elektrisches Kleinfahrzeug

Autor:
Patrick Schäfer
1:30 Min. Lesedauer

Forscher des DLR haben ein neues Konzept für ein elektrisches Kleinfahrzeug entwickelt. Die leichte Karosserie in Sandwich-Bauweise soll eine besonders hohe Crashsicherheit bieten.

Im Umfeld des Großprojektes "Next Generation Car" (NGC) wurde am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Safe Light Regional Vehicle (SLRV) entwickelt. Das kleine, leichte und elektrisch angetriebene Fahrzeug wird als zukünftiges Stadt- und Pendelauto konstruiert. Mit einer Brennstoffzelle soll die Reichweite bei rund 400 Kilometern liegen. "Der Schwerpunkt beim SLRV liegt darauf, eine sehr leichte Karosserie zu bauen, um so möglichst ressourcenschonend unterwegs zu sein. Gleichzeitig wollen wir eine sehr hohe passive Sicherheit bieten, was bestehende Fahrzeuge in diesem leichten Fahrzeugsegment oft nur unzureichend tun", fasst Dr.-Ing. Gerhard Kopp, Gruppenleiter Leichtbaufahrzeuge und Methoden Straßenfahrzeuge am DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte, zusammen.

Die nur 80 Kilogramm wiegende Karosserie in Sandwich-Bauweise ist aus aerodynamischen Gründen flach und gestreckt. Die mehrlagige Bauweise soll leicht und günstig in der Fertigung sein. Sie wird aus einer metallenen Decklage und einem Kunststoffschaum im Inneren gebildet. So bestehen die Crashzonen an Vorder- und Hinterwagen des SLRV aus Sandwich-Platten. In ihnen ist ein Großteil der Fahrzeugtechnik untergebracht. Dagegen soll die mittig sitzende, aus einer Wanne mit einer aufgesetzten Ringstruktur bestehende Fahrgastzelle die hintereinander sitzenden Insassen bei einem Crash schützen.

SLRV soll Sandwich-Bauweise zur Serienreife bringen

Da das Crashverhalten von Sandwich-Strukturen noch weitgehend unerforscht sei, haben die DLR-Forscher zwei Prototypen auf der hauseigenen Crashanlage des Instituts für Fahrzeugkonzepte in Stuttgart getestet. Ein Frontal- und ein Pfahlcrash wurden mit Hochgeschwindigkeitskameras aus verschiedenen Perspektiven aufgezeichnet. Die Verformungen an den einzelnen Stellen konnte durch zuvor auf die Karosserie aufgeklebte Messpunkten ausgewertet werden. Die Ergebnisse sollen helfen, die Karosserie des SLRV weiter zu optimieren. Darauf aufbauend soll schließlich ein fahrfähiges Forschungsfahrzeug von etwa 4,50 Meter Länge entstehen.

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