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Über dieses Buch

Marius Grathwohl stellt die Entwicklung von Industriestandards durch Unternehmen und Konsortien als profitable Unternehmensstrategie vor. Er will Entscheidungsträger vor diesem Hintergrund für spezifische kartellrechtliche Konfliktpotenziale sensibilisieren und Compliance-Hinweise zur Konfliktvermeidung geben. Die anwendungsfallbezogene Untersuchung einer Roaming- und Clearing-Stelle für Elektrofahrzeuge unterstreicht die aktuelle Relevanz kartellrechtlicher Fragestellungen bei der Entwicklung und Vermarktung technologischer Innovationen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Diese Arbeit widmet sich der kartellrechtlichen Untersuchung unternehmerischer Standardisierungsstrategien am Beispiel einer Roaming- und Clearing-Stelle für Elektrofahrzeuge (RCSE). Im ersten Teil der Arbeit sollen zunächst der Hintergrund und die Motivation für die Arbeit dargelegt werden, bevor der Stand der Forschung abgebildet und daraus die Zielsetzung entwickelt wird. Anschließend wird ein Überblick über den Gang der Arbeit gegeben.
Marius Grathwohl

2. Standardisierung als Unternehmensstrategie

Zusammenfassung
Die Etablierung von Standards kann für Unternehmen massive Wettbewerbsvorteile mit sich bringen, was sich dann in teils immenser Marktmacht dieser Unternehmen widerspiegelt, die ihrerseits zum Schaden des Wettbewerbs missbraucht werden kann. Aufgrund dieser Wirkungsfolge ist in einem Wirtschaftssystem mit reguliertem Wettbewerb eine kartellrechtliche Bewertung von unternehmensinitiierten Standardisierungsprozessen bzw. der Vermarktung von Industriestandards notwendig.
Marius Grathwohl

3. Kartellrechtliche Herausforderungen bei der Umsetzung von Standardisierungsstrategien

Zusammenfassung
Es ist bereits im vorangegangenen Teil angeklungen, dass von Industriestandards, wie sie in dieser Arbeit definiert werden, ökonomisches Macht- und damit wettbewerbsrechtliches Konfliktpotenzial ausgehen kann. In diesem Teil soll dargestellt werden, unter welchen Bedingungen standardsetzende Unternehmen kartellrechtlichen Interventionen ausgesetzt sein und inwiefern diese vermieden werden können.
Marius Grathwohl

4. Die Rolle einer Roaming- und Clearing-Stelle für Elektrofahrzeuge im System der Elektromobilität

Zusammenfassung
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die kartellrechtliche Relevanz von Industriestandards am Beispiel einer privatwirtschaftlich organisierten RCSE zu hinterfragen. Dazu soll in diesem Teil der Arbeit erläutert werden, welche Rolle eine RCSE im System der Elektromobilität spielt und welches Geschäftsmodell eine RCSE verfolgt. Dazu werden zunächst begriffliche Grundlagen zum System der Elektromobilität und zu Elektrofahrzeugen geklärt. Anschließend wird die politische und wirtschaftliche Bedeutung von Elektromobilität in Deutschland erörtert. Danach wird die für Elektromobilität notwendige Ladeinfrastruktur auf technologischer Ebene beschrieben, um auf dieser Basis im Anschluss die Rolle einer RCSE im System der Elektromobilität zu erläutern.
Marius Grathwohl

5. Kartellrechtliche Beurteilung einer Roaming- und Clearing-Stelle für Elektrofahrzeuge

Zusammenfassung
Auf Basis der in Teil 2 dargestellten ökonomischen Grundlagen zu Industriestandards, dem in Teil 3 hergestellten Bezug zum Kartellrecht und dem in Teil 4 vorgestellten Anwendungsfall einer RCSE als Betreiber einer E-Service-Plattform, soll in diesem Teil eine kartellrechtliche Fallstudie durchgeführt werden. Am Anfang steht dabei die Abgrenzung der für die folgende Analyse relevanten Märkte. Anschließend wird eine RCSE sowohl vor dem Hintergrund des Absprache- als auch des Missbrauchsrechts betrachtet.
Marius Grathwohl

6. Schlussfolgerungen für die Praxis

Zusammenfassung
Die in dieser Arbeit durchgeführten Untersuchungen können in mehrfacher Hinsicht Einzug in die wirtschaftliche Praxis finden. Einerseits können kartellrechtliche Schlussfolgerungen für Akteure im Markt der Elektromobilität gezogen werden, die insbesondere für Provider von E-Service-Plattformen, aber auch für Anbieter von Elektromobilitätsdienstleistungen von Relevanz sind. Daneben können allgemeine Compliance-Hinweise aus der Arbeit abgeleitet werden, die standardsetzende Unternehmen bei der Entwicklung und Vermarktung von Industriestandards beachten sollten, um möglichen absprache- oder missbrauchsrechtlichen Konflikten vorzubeugen.
Marius Grathwohl

Backmatter

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