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18.11.2019 | Keramik + Glas | Interview | Onlineartikel

Ton aus dem Westerwald

Autor:
Leyla Buchholz
3 Min. Lesedauer
Interviewt wurde:
Stephan Schmidt

ist seit 2013 Geschäftsführender Gesellschafter der Stephan Schmidt KG.

Wie sieht die Nachwuchssituation in der Keramikbranche aus? Und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit in einem Familienbetrieb? Darüber hat die Keramische Zeitschrift mit Stephan Schmidt, zweiter Geschäftsführender Gesellschafter der Stephan Schmidt Gruppe, gesprochen.

Keramische Zeitschrift: In Ihrem Unternehmen arbeiten Sie als Familie zusammen. Gibt es da manchmal auch Reibungspunkte zwischen den Generationen und wie gehen Sie damit um?

Stephan Schmidt: Mag man vielleicht vermuten, aber das war bei uns noch nie ein Thema. Ich sage immer, den Generationswechsel haben wir erfolgreich gemeistert. Da sind wir sehr stolz drauf, dass wir das ohne irgendwelche Reibungsverluste hinbekommen haben. Ich hätte mir das nicht besser wünschen können. Es ist ein Geben und Nehmen und dazu gehört vor allen Dingen, dass die ältere Generation gewillt ist, Verantwortung abzugeben. Das hat mein Vater ganz toll hinbekommen. 

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01.11.2019 | Interview | Ausgabe 6/2019

Stephan Schmidt: "Wir sind Qualitätsführer, nicht Preisführer."

Sie sind schon eine Weile bei der DKG im Bereich Nachwuchs tätig. Wie sehen Sie persönlich die Nachwuchssituation in der Keramikbranche?

Auch wir sehen natürlich die Nachwuchssituation in der klassischen Keramik und in der Rohstoffbranche mit gewisser Sorge. Ich bin als Mitglied des Vorstandes der DKG da aktiv. Wir haben verschiedene Aktivitäten gestartet, mit denen wir die Jungkeramiker zusammenbringen und ein Netzwerk aufbauen wollen. Mit dem Nachwuchsnetzwerk haben wir da schon eine sehr gute Basis, die wir nutzen möchten, um das auch weiter voran zu treiben.

Als Unternehmen haben wir, gerade was die keramischen Fachkräfte angeht, kein Nachwuchsproblem. Ich denke das liegt daran, dass wir zum einen zu den Hochschulen engen Kontakt pflegen, also wie zum Beispiel Höhr-Grenzhausen oder auch anderen keramischen Ausbildungsstätten, und zum anderen ein sehr interessantes Aufgabengebiet bieten können. 

Wie begegnen Sie dem globalen Wettbewerb und dem zunehmenden Preisdruck?

In unserer Struktur, wie wir heute als Stephan Schmidt Gruppe aufgestellt sind, können und wollen wir Qualitätsführer sein und sind das auch am Markt, was die Spezialtone betrifft. Aber wir können niemals Preisführer sein. Deswegen investieren wir fortlaufend in Forschung und Entwicklung, in neue Projekte und entwickeln uns gemeinsam mit unseren Kunden ständig weiter. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Spezialtone, die wir hier in Deutschland gewinnen, abbauen und verarbeiten, auf weltweites Interesse unserer Kunden stoßen. 

Können Sie mir ein paar Punkte nennen, die Ihr Unternehmen auszeichnen?

Ich denke, als Familienunternehmen heben wir uns in der Art und Weise der Marktbearbeitung, aber auch in der Weiterentwicklung des Unternehmens vom internationalen Wettbewerb ab. Ich glaube, das zeichnet uns am meisten aus. Und wir stehen für Kundennähe und professionelle Kundenbetreuung, langfristige Liefersicherheit und Kompetenz in allen Fragen rund um den Rohstoff Ton.

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01.11.2019 | Reportage | Ausgabe 6/2019

Ton aus dem Westerwald

Kurzfassung: In unserer Reportagereihe "Unternehmen mit Tradition" besuchen wir familiengeführte Unternehmen, die in Deutschlands Keramikbranche tätig sind, und stellen im Interview ihre Geschäftsführer vor. Im Sommer waren wir bei der Stephan …

Was verfolgen Sie für mittel- und langfristige Entwicklungspläne für das Unternehmen?

Das Rohstoffgeschäft ist natürlich ein langfristiges Geschäft. Das heißt auch damals, als ich eingestiegen bin, habe ich das Rad nicht neu erfunden. Wir leben von kontinuierlicher Weiterentwicklung. Natürlich gibt es bei uns auch Dinge, die wir in Angriff nehmen und die wir im Fokus haben. Mittelfristig sind natürlich Themen wie Fachkräftegewinnung, Digitalisierung und Automatisierung im Fokus. Wir machen uns Gedanken, wie wir unsere Prozesse und Produkte verbessern können. Langfristig ist unser größtes Ziel, den Nutzungsgrad unserer Gruben auf hundert Prozent zu heben. Unser Ziel muss es sein, dass wir langfristig in der Lage sind, jede einzelne Tonne, die wir aus der Erde holen, einer sinnvollen Verwendung zuzuführen.


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