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19.03.2021 | Keramik + Glas | Nachricht | Onlineartikel

Kompetenzzentrum erschließt 3D-Druck für die Feuerfestindustrie

Autor:
Leyla Buchholz
1:30 Min. Lesedauer

Die Additive Fertigung hat in den letzten Jahrzehnten in vielen Branchen stark an Bedeutung gewonnen. Im Kompetenzzentrum für den 3D-Druck von Keramik in Höhr-Grenzhausen sollen erstmals feuerfeste Formteile hergestellt werden. Für die Aufbereitung der Massen hat die Hochschule Eirich den Auftrag erteilt, einen Mischer zu liefern.

Kein anderes Formgebungsverfahren für Bauteile aus Kunststoff, Keramik oder Metall bietet so viel Potenzial für Kosteneinsparungen wie der 3D-Druck - schnellere Produktion, geringere Werkzeugkosten, weniger Arbeitsschritte und weniger Ausschuss. Doch während in der Bauindustrie heute als Vorzeigeobjekte ganze Häuser in additiver Fertigung erstellt werden, hat die Keramische Industrie bei größeren Bauteilen und Objekten noch Nachholbedarf.

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat das Potenzial erkannt. In der Folge wurde im Sommer 2019 der Aufbau eines Kompetenzzentrums für den 3D-Druck von Keramik in Höhr-Grenzhausen mit rund 5,3 Millionen Euro gefördert. Das Zentrum wird vom Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe -Glas/Keramik (FGK), der Hochschule Koblenz und der Universität Koblenz-Landau eingerichtet. Das Projekt dient zunächst zur Entwicklung einer Infrastruktur und dem Aufbau eines Knowhows zur Additiven Fertigung von anorganisch-nichtmetallischen Werkstoffen. Diese erstrecken sich über die gesamte Bandbreite keramischer Werkstoffe – von der Silikatkeramik über die Feuerfestkeramik, die technische Keramik und Transparentkeramik bis hin zum Multimaterialdruck.

Skalierbarer Mischer für feuerfeste Massen

Für die Aufbereitung der Feuerfestmassen fiel die Entscheidung auf einen 75-Liter-Mischer von Eirich, der sich besonders dadurch auszeichnet, dass ein sich drehender Mischbehälter das Mischgut zum Mischwerkzeug transportiert. Der Transport des Mischguts ist so vom eigentlichen Mischvorgang entkoppelt und schnelllaufende, am Boden oder nahe der Behälterwand angeordnete und damit verschleißintensive Werkzeuge entfallen. Dies führt dazu, dass die Mischwerkzeuge schneller laufen können, ohne übermäßig Reibung und Verschleiß am Mischbehälter zu bewirken.

Für die Hochschule Koblenz bedeutet das neue Kompetenzzentrum eine weitere Stärkung des WesterwaldCampus in Höhr-Grenzhausen als innovativer Forschungsstandort. Mit dem 3D-Druck-Kompetenzzentrum nutzt die Feuerfestindustrie dort nun eine Technologie, die wirtschaftlich und damit zukunftsweisend ist.

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