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22.11.2021 | Kleb- und Dichttechnik | Nachricht | Onlineartikel

Fraunhofer LBF entwickelt ‘Grüne Elastomere‘

Autor:
Dr. Hubert Pelc
1:30 Min. Lesedauer

Elastomere sind höchst innovative Werkstoffe, die für zahlreiche Anwendungen in den Bereichen der Mobilität, des Maschinenbaus, der Medizintechnik und des täglichen Lebens unentbehrlich sind. Im Hinblick auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit ist es sinnvoll, ihre Bestandteile aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen. 

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat sich im Rahmen eines Forschungsschwerpunktes auf die Herstellung neuartiger Additive aus nachwachsenden Rohstoffen spezialisiert, die sowohl für Elastomere als auch für Thermoplaste geeignet sind. Darüber hinaus entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Polymere und Elastomere aus nachwachsenden Monomeren sowie Vernetzer und Füllstoffe aus nachwachsenden Ressourcen. Damit sollen sich Elastomer-Rezepturen kosteneffizienter und grüner gestalten lassen als herkömmliche Elastomermischungen. Ziel dabei sei es, durch den Einsatz alternativer Ressourcen die Eigenschaften der Elastomere zu erhalten. 

Hierfür untersucht das LBF-Forschungsteam kundenspezifische Rezepturen, entschlüsselt deren Bestandteile und bildet diese mit grünen Komponenten nach. Auf diese Weise sollen beispielsweise Standardfüllstoffe, wie Ruß aus Erdöl, umweltschonender durch Ruß aus alten Reifen oder Asche von Reisschalen ersetzt werden, sodass Stoffe, die am Ende der Wertschöpfungskette stehen, neue Verwendung finden. Gleichzeitig werden traditionelle Weichmacher durch Naturstoffe, wie Butter oder Öle, ausgetauscht. “Eine unserer Hauptkompetenzen liegt darin, Elastomere aus Bio-Rohstoffen zu fertigen“, erläutert Dr. Ali Golriz, der die Elastomertechnologie im Fraunhofer LBF leitet. Hersteller von Elastomeren sollen auf diese Weise neue Rezepturen, zum Beispiel für Dichtungselemente, erhalten. “Mit den alternativen Elastomermischungen handeln Unternehmen proaktiv, sichern sich Wettbewerbsvorteile aufgrund ‘grüner‘ Produkte und minimieren ihr Risiko, da im Falle etwaiger Verbote von umweltbelastenden Inhaltsstoffen unverzüglich mit den neuen Rezepturen weiter produziert werden kann“, so Golriz weiter. 

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01.11.2019 | Kleb- und Dichtstoffe | Ausgabe 11/2019

Flammwidrige thermoplastische Elastomere

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