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13.07.2021 | Kleb- und Dichttechnik | Nachricht | Onlineartikel

Innovationen für das Kunststoff-Recycling

Autor:
Dr. Hubert Pelc
1:30 Min. Lesedauer

Eine nachhaltige Gesellschaft benötigt erhebliche Anpassungen in den Wertschöpfungsketten. Sieben Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft bündeln nun im Leitprojekt ‘Waste4Future‘ ihre Kompetenzen, um neue Lösungen für dieses Ziel zu entwickeln. 

Das Ziel des Projekts bestehe insbesondere darin, die Energie- und Ressourceneffizienz beim Einsatz von Kunststoffen zu erhöhen und somit den Weg für eine Chemieindustrie zu ebnen, die weniger fossile Rohstoffe benötigt und weniger Emissionen verursacht.
Ohne Kunststoffe, wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polystyrol (PS), die derzeit fast durchweg aus fossilen Rohstoffen hergestellt werden, wären viele Alltagsprodukte und moderne Technologien undenkbar. Der im Kunststoff enthaltene Kohlenstoff ist dabei eine wichtige Ressource für die chemische Industrie. Wenn es gelänge, diese kohlenstoffhaltigen Bestandteile in Abfällen besser zu erkennen, besser zu verwerten und daraus wieder hochwertige Ausgangsmaterialien für die Industrie herzustellen, kann der Kohlenstoff im Kreislauf gehalten werden. Dadurch wird nicht nur der Bedarf an fossilen Ressourcen, sondern auch CO2-Emissionen sowie Plastikmüll reduziert. Zugleich verbessert sich die Versorgungssicherheit der Industrie, da eine zusätzliche Kohlenstoffquelle erschlossen wird.


Gewinnung wertvoller Basismoleküle aus Abfällen

Im Leitprojekt ‘Waste4Future‘ sollen neue Möglichkeiten für das Recycling von Kunststoffen geschaffen werden, um den darin enthaltenen Kohlenstoff als grüne Ressource für die Chemieindustrie bereitzustellen. “Wir bahnen somit den Weg für eine Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft, in der aus Kunststoffabfällen wertvolle neue Basismoleküle gewonnen und Emissionen weitgehend vermieden werden: Der Abfall von heute wird zur Ressource von morgen“, sagt Dr.-Ing. Sylvia Schattauer, stellvertretende Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS, das federführend für das Projekt ist. “Mit dem Know-how der beteiligten Institute wollen wir zeigen, wie das umfassende Recycling von kunststoffhaltigen Abfällen ohne Verlust von Kohlenstoff durch ineinandergreifende, vernetzte Prozesse möglich und schlussendlich auch wirtschaftlich ist.“ Ergebnis des bis Ende 2023 laufenden Projekts sollen innovative Recyclingtechnologien für komplexe Abfälle sein, mit denen sich hochwertige Rezyklate gewinnen lassen.
 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.04.2021 | Aus Forschung und Entwicklung | Ausgabe 4/2021

Ultradünne, multifunktionale Kunststoffschichten

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