Rezyklate unter der Lupe
- 22.09.2025
- Kleb- und Dichttechnik
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Ein neues SKZ-Forschungsprojekt entwickelt Standards zur Bewertung von Rezyklatoberflächen für Klebe- und Lackierprozesse – für mehr Qualität und Vertrauen.
Praxischeck zur Reinigungsbelastung von Kunststoffrohren.
Luca Hoffmannbeck / SKZ
Kunststoffrezyklate rücken zunehmend in den Fokus nachhaltiger Fertigung – doch ihre Nutzung bringt Herausforderungen mit sich. Besonders problematisch: Die stark schwankenden und oft unzureichend dokumentierten Materialeigenschaften im Vergleich zu Neuware. Insbesondere die Beschaffenheit der Rezyklatoberflächen beeinflusst maßgeblich die Qualität nachgelagerter Veredelungsprozesse wie Kleben, Bedrucken und Lackieren. Viele Unternehmen zögern daher, rezyklierte Bauteile oberflächenzubehandeln. Das Kunststoff-Zentrum SKZ will das ändern. Mit dem neuen IGF-Forschungsvorhaben "SurfRec" zielt das Projektteam darauf ab, die Oberflächenqualität von Kunststoffrezyklaten fundiert zu charakterisieren und zu klassifizieren. "Die sichere und effiziente Nutzung von Rezyklaten in oberflächensensiblen Anwendungen erfordert standardisierte Bewertungsmaßstäbe", erklärt David Herbig, Scientist am SKZ. Mit seinem Team erarbeitet er Vorschläge zur Ergänzung bestehender Normen um oberflächenspezifische Aspekte. Damit soll die Grundlage für qualitätsgesicherte Oberflächenveredelungs- und Klebprozesse von Rezyklaten geschaffen werden.
Kern des zweieinhalbjährigen Projekts ist die Entwicklung definierter Oberflächendatenqualitätslevels (DQLs), die die Anforderungen nachgelagerter Verarbeitungsschritte erfüllen. Hierzu werden geeignete Prüfverfahren – wie etwa Benetzungsprüfungen oder chemische Analysen – identifiziert, validiert und in ihrer Aussagekraft optimiert. Ergänzend wird untersucht, ob künstlich beschleunigte Alterungstests die Oberflächenbewertung verbessern können.
Das IGF-Vorhaben "SurfRec" der Forschungsvereinigung FSKZ e.V. wird im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert (FKZ: 01IF23716N).