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Über dieses Buch

Dieses Buch bietet eine knappe, ganz auf Verständlichkeit ausgerichtete Einführung in die wichtigsten Fragen und Probleme der angewandten Ethik. Neben den systematischen und geschichtlichen Grundlagen ethischen Denkens behandelt es die wichtigen Bereiche der Technik- und Medizinethik, der Sozialethik und der Wirtschaftsethik, sowie der Medienethik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung: zur Anleitung

„Angewandte Ethik“: ist das nicht ein Wort wie „weißer Schimmel“? Ethik ist die philosophische Begründung von Moral, sie ist die kritische Auseinandersetzung mit normativen Ansprüchen, Regeln und Überzeugungen, also letztlich immer mit Forderungen und Annahmen, denen die Unterscheidung zwischen gut und schlecht, richtig und falsch, human und inhuman innewohnt, also mit „Praxis“ im eminenten Sinne.
Walter Schweidler

Chapter 2. Was es heißt, ethisch zu denken

Wir schließen an den Punkt an, an dem sich der Leser in die Perspektive des durch Beruf, Amt oder Rolle in seine Handlungsverantwortung gestellten ethischen Entscheidungssubjekts versetzt hat. Worauf es nun ankommt, ist, diese Perspektive auf genuin ethische Maßstäbe hin zu konkretisieren. Was also heißt es, „ethisch“ zu denken? Wir haben durch unser Modell der doppelten Versetzung schon einer fundamentalen Gefahr vorgebeugt, nämlich der, den Begriff des Ethischen zu weit zu fassen.
Walter Schweidler

Chapter 3. Die Person als Sinnhorizont humanen Handelns

Wenn wir Handlungen mittels ethischer Kategorien beschreiben und beurteilen, dann liegt diesem Vorgang die prinzipielle Vergleichbarkeit des Lebens von Menschen zugrunde. Alle punktuellen Ereignisse, die sich innerhalb der Spanne Zeit abspielen, welche das menschliche Leben bilden, sind in irgendeiner Hinsicht mit entsprechenden Ereignissen im Leben anderer Menschen vergleichbar. Zugleich zieht sich durch die einzelnen Ereignisse des Lebens etwas hindurch, das sich mit keiner „Handlung“ identifizieren und auch nicht als ihre Summe zusammenfassen lässt, wodurch sich jeder von allen anderen Menschen unterscheidet.
Walter Schweidler

Chapter 4. Wissenschaft, Technik und Medizin

Wir nähern uns nun dem wichtigsten und umstrittensten Feld der „Angewandten Ethik“ an, dem der Bioethik und der medizinischen Ethik. Wir haben, wie gesagt, keine Patentrezepte zu lehren, mit denen man den Verantwortlichen, die im Krankenhaus, auf der Pflegestation oder im Labor mit Entscheidungen über Leben und Tod anderer Menschen konfrontiert sind, ihre Verantwortung abnehmen könnte. Keine philosophische Theorie kann das, und im übrigen auch keine Ethik-Kommission und kein Ethikrat. Wir wissen auch, dass Ärzte aufgrund ihrer Erfahrung und ihres moralischen Urteilsvermögens im Umgang mit Leben und Sterben Weisen der Bewältigung ethischer Konflikte entwickelt haben und entwickeln müssen, die letztlich aus ihrer beruflichen Kompetenz und nicht aus separaten ethischen Überlegungen resultieren; dies gilt insbesondere für die Standards der Abwägung zwischen medikamentöser Schmerzlinderung und der Möglichkeit der Lebensverlängerung in Zuständen unheilbaren Leidens am Lebensende.
Walter Schweidler

Chapter 5. Gemeinschaft, Gesellschaft und Umwelt

Während die wissenschaftlich-technische Entwicklung weltweit ähnliche Probleme aufwirft, sind Politik und Recht jeweils an einen kulturellen und nationalen Hintergrund gebunden, den man als solchen respektieren muss und nicht zum Gegenstand ethischer Beurteilung machen kann. Ebenso wenig wie die personale Identität eines Menschen lässt sich die geschichtlich gewachsene Identität eines Volkes oder einer Volksgruppe aus abstrakten, allgemeinen Prinzipien begründen. Wie die personale entbindet auch die geschichtlich gewachsene Identität nicht von der Frage nach Gerechtigkeit im Leben und Zusammenleben der Menschen untereinander und im Verhältnis der Menschen zur nichtmenschlichen Wirklichkeit. Der Anspruch an den Menschen, sich vor seinen Mitmenschen zu rechtfertigen, wohnt gerade der Politik ganz urtümlich inne. Das 5. Kap. behandelt die Grundzüge einer ethischen Reflexion politischen Handelns in den Themenbereichen Mensch und Natur, Mensch und Staat, Mensch und Gemeinschaft.
Walter Schweidler

Chapter 6. Wirtschaft und die Frage der Moral

Ökonomische Mechanismen spielen für die ethische Fragestellung der verschiedensten Handlungsfelder eine wesentliche Rolle. Die modernen Entwicklungen wie Naturzerstörung, ethisch bedenkliche Forschung, Gentechnologie usw., deren ethische Problematik bereits in den vorherigen Kapiteln diskutiert wurde, verweisen auf die ökonomischen Mechanismen, die in die einzelnen Handlungsfelder hineinspielen. Insofern kommt der Besinnung auf die ethische Basis des Wirtschaftens eine weitreichende Bedeutung zu, die in diesem 6. Kap. eigens umrissen werden soll.
Walter Schweidler

Chapter 7. Ethik im Zeitalter der Information und Medien

Zum Programm der Aufklärung, den Menschen aus seiner Unmündigkeit zur Autonomie zu befreien, gehört wesentlich die Freiheit der ungehinderten Information, durch die erst Wissensansprüche kritisch hinterfragt und Monopole der Belehrung und Beeinflussung von Menschen überwunden werden konnten. Nichtsdestoweniger schaffen die modernen Kommunikationsmedien, die zur Verwirklichung dieser Freiheit entstanden sind, eine neue und eigene Quelle geistiger Abhängigkeit ihrer „Benutzer“. Das 7. Kapitel thematisiert einerseits die zentrale Bedeutung der Medien und ihrer Informationsvermittlung für den modernen Menschen; es fordert andererseits kritisch eine ethische Beurteilung ihrer Fehlentwicklungen.
Walter Schweidler

Backmatter

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