Klimaneutralität – Hessen 5 Jahre weiter
- 2018
- Buch
- 2. Auflage
- Herausgegeben von
- Martin J. Worms
- Franz J. Radermacher
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Die Klimafrage gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die weltweiten CO2-Emmisionen entwickeln sich dabei ständig nach oben. Das Land Hessen hat in diesem Kontext als eine politische Einheit auf mittlerer Ebene einen wichtigen Schritt getan, der eine große Hebelwirkung zu entfalten beginnt. Hessen hat als erstes deutsches Bundesland erklärt, die eigene Verwaltung bis 2030 klimaneutral stellen zu wollen. Das hessische Klimaneutralitäts-Projekt ist eingebettet in die übergreifende Nachhaltigkeitsstrategie des Landes und innerhalb dieser Strategie ein Projekt von herausragender Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis
-
Frontmatter
-
Einführung Klima als globale Herausforderung – Klimaneutralität als strategischer Ansatz
-
Frontmatter
-
Klima als globale Herausforderung
Klaus TöpferZusammenfassungVor nunmehr 25 Jahren trat die „Nachhaltigkeit“ ihren Siegeszug durch die Welt an. Der legendäre „Weltgipfel“ in Rio de Janeiro 1992, genauer „The United Nations Conference on Environment and Development“ (UNCED), hatte sich das Ziel gesetzt, die Überwindung der Armut in dieser Welt durch wirtschaftliche Entwicklung so zu verwirklichen, dass dadurch die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen nicht übernutzt, nicht rücksichtslos ausgebeutet werden. Diese Entwicklung sollte auf einem Weg erfolgen, der die sozialen Konsequenzen des Handelns verantwortungsvoll einbindet. -
KLIMA 2017
Gerd MüllerZusammenfassungDie Natur schickt uns eine Warnung nach der anderen: Überflutungen in Bangladesch, Hurrikans in den USA und in der Karibik, immer schneller wiederkehrende Dürrekatastrophen in Afrika und dadurch ausgelöste Hungerkrisen für Millionen von Menschen. Diese klaren Vorboten des Klimawandels sind nicht länger zu ignorieren. Die Weltbank hat ermittelt, dass bis zum Jahre 2030 mit mindestens zusätzlichen 100 Millionen Menschen in extremer Armut zu rechnen ist, wenn wir nicht entschlossen gegensteuern. Klimaschutz ist eine der entscheidenden Überlebensfragen der Menschheit. -
„Nachhaltigkeit und Klimaneutralität – die Sicht des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung“
Marlehn ThiemeZusammenfassungVor fünf Jahren habe ich an dieser Stelle geschrieben, dass prominente Wissenschaftler angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auf die Notwendigkeit einer umfassenden gesellschaftlichen Transformation hinweisen. Auch habe ich gemahnt, Klimaneutralität nicht mit nachhaltiger Entwicklung gleichzusetzen, weil dies die Debatte auf nur eine der damaligen, aktuellen und zukünftigen Herausforderungen verengen würde. Was hat der Ruf nach einem Transformationsprozess bewirkt? Wurde die Transformation angestoßen, und bewegen wir uns in Richtung Klimaneutralität und nachhaltige Entwicklung? Und was steht heute auf der (politischen) Tagesordnung in der Klima- und Nachhaltigkeitspolitik, von dem wir vor fünf Jahren noch nichts wussten und wissen konnten? -
Zum Stellenwert von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten im Finanzsektor
Luise HölscherZusammenfassungDie Beachtung der ökologischen Nachhaltigkeit im Wirtschaftsprozess ist kein neuer Gedanke und hat auch den Finanzsektor schon vor Jahrzehnten erreicht. Geändert hat sich der Betrachtungswinkel: Hatten beispielsweise die ersten Öko-Fonds noch die Beteiligung an Unternehmen zum Ziel, die TROTZ ihrer Orientierung an ökologischen Leitlinien wirtschaftlich erfolgreich waren, suchen vor allem private Anleger heute Investitionschancen, die ökologisch UND ökonomisch interessant sind. Der nächste Schritt wird der Fokus des Finanzsektors auf Unternehmen sein, die wirtschaftlich erfolgreich sind, WEIL sie Nachhaltigkeitsaspekte im Auge haben. -
Klima und Energie nach Paris: Was muss passieren?
Franz Josef RadermacherZusammenfassungDie Klimafrage ist eine der zentralen Herausforderungen für die Menschheit. Mit dem Weltklimavertrag von Paris wurde ein wichtiger Schritt in Richtung „Bewältigung“ getan, insofern als die Staaten der Welt gemeinsam das Problem benannt und eine Zielsetzung formuliert haben, nämlich den Anstieg der Temperatur unter 2°C, möglichst unter 1,5°C im Verhältnis zur vorindustriellen Zeit zu halten (verschärftes 2°C-Ziel). Die Staatengemeinschaft arbeitet jetzt auf Basis unverbindlicher, freiwilliger Versprechen der Staaten gegen die globale Erwärmung. Man beachte, dass selbst die freiwilligen Zusagen nicht verbindlich sind und zusätzlich ein Ausstieg aus dem Vertrag möglich bleibt. -
Freiwillige Klimaneutralität des Privatsektors – Globale Kooperation als Schlüssel zur Erreichung des 2°C-Ziels
Estelle L. A. HerlynZusammenfassungAuch zwei Jahre nach der erfolgreichen Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens im Dezember 2015, das eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zum völkerrechtlich verbindlichen Ziel der Staatengemeinschaft erklärte, gibt es viele ungeklärte Fragen, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Die bisherigen freiwilligen CO2-Reduktionszusagen der Staaten (Nationally Determined Contributions, NDCs) reichen bei Weitem nicht aus, um die angestrebte Begrenzung der Erderwärmung tatsächlich zu realisieren. Sie führen im Gegenteil zu einer Erwärmung um 3 bis 4°C. Es klafft eine weite Lücke zwischen dem angestrebten Ziel und den zur Erreichung des Ziels zugesagten Beiträgen. -
Wiederaufforstung als „Joker“ zur Erreichung des 2°C-Ziels
Christoph BrüsselZusammenfassungEs ist die Atmosphäre. Die Atmosphäre ist es, die so viel mit dem Erfolg der Klimainitiative der Wirtschaft verbindet.Die Atmosphäre wird durch zu viel CO2 belastet und beschleunigt so die Erderwärmung, was zu den bekannten katastrophalen Folgen für den Planeten und die Lebewesen führt. Es gehört zum elementaren Wissen, dass Pflanzen und Bäume, also Wälder auf natürlichem Wege der Atmosphäre CO2 entziehen und sehr lange speichern, sie generieren zudem Sauerstoff. Nicht ohne Grund werden Wälder als „grüne Lunge“ bezeichnet. Neben der erforderlichen Reduktion des CO2 Ausstoßes, können (zusätzliche) Wälder durch ihre biologische Funktion den Treibhauseffekt der Erde mindern helfen. -
Die Bedeutung der Wälder in der Klimaschutzpolitik
Klaus WiegandtZusammenfassungEs gibt nur eine plausible Erklärung für unseren grob fahrlässigen Umgang mit dem Klimawandel: Die überwältigende Mehrheit der Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft ist sich der dramatischen Folgen eines ungebremsten Klimawandels nicht bewusst oder meint, sie ignorieren zu können. -
Plant-for-the-Planet – eine weltweite Jugendaktion
Felix Finkbeiner und FreundeZusammenfassungWie werden Veränderungen bewirkt? Kann der Einzelne den Lauf der Welt beeinflussen oder sind wir unserem Schicksal ausgeliefert? Der vorliegende Text zeigt einmal mehr, dass der Einzelne der Schlüssel ist – manchmal auch ein Kind. Wenn er eine zündende Idee hat und wenn er andere als Mitstreiter gewinnt. So war und ist das auch bei Felix Finkbeiner. -
Klimaziele im Gebäudesektor sozialverträglich erreichen
Axel GedaschkoZusammenfassungDie Wohnungswirtschaft bekennt sich zu Klimaschutzmaßnahmen und wird alle wirtschaftlich und für die Mieter sozial tragbaren Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen aus Beheizung und Warmwasserbereitung der bewirtschafteten eigenen Immobilien durchführen. Es zeichnet sich aber ab, dass die ambitionierten politischen Klimaschutzziele für Deutschland über die Grenzen wirtschaftlichen Handelns hinausgehen können. Klimaschutz als globales Problem kann Emissionen, die vor Ort noch nicht vermieden werden, an anderer Stelle kompensieren, z. B. durch Aufforstung. Der GdW regt eine Diskussion über die Kompensation von Emissionen im Immobilienbereich an, um die Potenziale dieser Strategie zu erkennen und notwendige Anpassungen der Rahmenbedingungen zu benennen. -
Energie- und Klimapolitik – Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft
Thies Grothe, Thomas ZinnöckerZusammenfassungDie energie- und klimapolitischen Ziele der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und Deutschlands sind für die Zukunft unseres Planeten, unseres Landes und für zukünftige Generationen wichtige und notwendige, aber im Detail und der Praxis nicht ganz einfach umsetzbare politische Zielvorstellungen. Es führt aufgrund des Klimawandels definitiv kein Weg daran vorbei, diese Ziele zu realisieren. Wenn man aber den Blick von der Weltebene in die „schnöde“ Ebene der praktischen Umsetzung vor Ort wirft, trifft man auf zahlreiche Herausforderungen, denen man nur mit den richtigen innovativen politischen und praktischen Ansätzen begegnen kann.
-
- Titel
- Klimaneutralität – Hessen 5 Jahre weiter
- Herausgegeben von
-
Martin J. Worms
Franz J. Radermacher
- Copyright-Jahr
- 2018
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
- Electronic ISBN
- 978-3-658-20606-2
- Print ISBN
- 978-3-658-20605-5
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-20606-2
Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.