Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Erfahren Sie, was Unternehmen und Privatpersonen aktiv für den Klimaschutz tun können

Das Buch widmet sich der Frage, warum wir ein Bewusstsein für Dringlichkeit brauchen und plädiert für einen bewussteren Umgang mit unserer Zukunft. Es sollen keine weiteren Ängste geschürt werden, sondern verdeutlicht werden, dass die Krise eine enorme Chance ist, weil sie dazu führt, das Leben wieder bewusster wahrzunehmen und zu erkennen, dass ein „Weiter so“ nicht möglich ist.
Folgende Themenschwerpunkte stehen im Fokus der Beiträge:
Der Klimawandel: 

Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft

Klimawandel der Generationen

Unternehmerische Nachhaltigkeit - aus der Praxis für die Praxis

Ökonomie und Nachhaltigkeit - Management und Nachhaltigkeitsberichterstattung

Wissen als Basis für Veränderungen

Es wird gezeigt, warum uns nur eine ganzheitliche Verbindung hilft, Antworten auf die großen existenziellen Fragen zu finden, die sich angesichts globaler Bedrohungen auftun. Die Beiträge wurden durch die Fridays-for-Future-Bewegung beeinflusst, die belegt, wie wichtig es ist, dass sich nicht nur Wirtschaft, Wissenschaften und Kultur ergänzen, sondern auch alle Generationen wertschätzend miteinander kooperieren.
Das Buch richtet sich an Manager und Führungskräfte, Wissenschaftler und Journalisten, Wirtschafts- und Umweltverbände sowie die Fridays-for-Future-Bewegung und zeigt neue, praxisorientierte Perspektiven auf die Herausforderung des Umweltschutzes auf.

Dieses Buch zeigt auf, wie jeder Einzelne zum Umweltschutz beitragen kann, indem er bewusste und klimafreundliche Entscheidungen trifft.stellt umfassende Maßnahmen und Programme für Unternehmen vor, die sie beim Klimaschutz unterstützen.schlägt die Brücke zwischen Theorie und Praxis, indem gezeigt wird, wie Absichten und Denkweisen in konkrete Handlungen umgesetzt werden können.weist nach, dass Nachhaltigkeit nichts Gestriges ist, sondern etwas Dringliches, bei dem es auch um vernetzte Ansätze, um fähige Könner und Meister, Praktiker, Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Kreative geht, die gemeinschaftlich Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart finden.
Anhand von Generationenkonzepten, konkreten Handlungsmaßnahmen, zahlreichen Erfahrungsberichten und Praxisbeispielen wird dargestellt, dass die verschiedenen Generationen aufeinander angewiesen sind und gesellschaftliche Probleme nur gemeinsam gelöst werden können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Mit Fragen beginnen

Endlichkeit schafft Dringlichkeit

Wir leben erstmals in einer Epoche der Weltgeschichte, in der der Mensch als Spezies die geologischen Zusammenhänge für die Zukunft kausal bestimmt. Seine Eingriffe sind so tief greifend, dass sie die Natur des Planeten radikal verändern. Das Zusammenleben in dieser Epoche erfordert ein anderes Denken, Entscheiden und Handeln. Für das Gelingen von Transformationsprozessen für mehr Nachhaltigkeit ist vor allem die Verhaltensebene entscheidend. Jeder Einzelne ist in der gesellschaftlichen Verpflichtung, sich der natürlichen, planetarischen Grenzen bewusst zu werden und selbst den ersten Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Dabei geht es auch um eine evolutionäre Reifeprüfung, ohne dass uns die Möglichkeit der Wiederholung offensteht. Die Klimakrise fordert ein massives Umdenken und Handeln. Unbedingt und sofort. Corona scheint zwar die Klimakrise und die Fridays-for-Future-Bewegung aus der Öffentlichkeit verdrängt zu haben, aber sie ist keine schlechte Ausrede, um die Klimafrage zu vernachlässigen.

Alexandra Hildebrandt

Der Klimawandel: Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft

Frontmatter

Entrepreneurs For Future: Auch der Wirtschaft geht die Geduld aus

Volle Kraft voraus für mehr Klimaschutz

Im Zuge der Fridays-for-Future-Bewegung etabliert sich eine neue Unternehmensinitiative für mehr Klimaschutz: die Entrepreneurs For Future. Klimaneutrale Pionierunternehmen fordern hier Seite an Seite mit innovativem Mittelstand und Cleantech-Start-ups eine ambitionierte Klimaschutzpolitik von der Bundesregierung. Das Interview mit Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin UnternehmensGrün und Co-Initiatorin von Entrepreneurs For Future, zeigt, dass diese progressive Stimme der Wirtschaft relevant ist, da die klassischen Industrie- oder Wirtschaftsverbände oftmals als Bremser agieren. Dabei hilft eine aktive Klimaschutzpolitik auch der Wirtschaft. Für den enkeltauglichen Umbau der Wirtschaft brauchen Unternehmen Planungssicherheit und berechenbare Entwicklungspfade (z. B. kontinuierlich ansteigender CO2-Preis). Die technologischen Lösungen und Geschäftsmodelle für den Weg in eine dekarbonisierte Wirtschaft sind vorhanden – jetzt braucht es die entsprechenden politischen Leitplanken.

Katharina Reuter, Alexandra Hildebrandt

Grundlagen für ein CO2-armes Wirtschaften

Die Jugendbewegung „Fridays for Future“ schafft, was diverse UN-Konferenzen zuvor nicht vermochten: die Gesellschaft und Politik für den Klimawandel, seine Folgen und Gegenmaßnahmen zu sensibilisieren. Der Beitrag beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Aber wie können gute Absichten in tatsächliches Handeln übertragen werden? Und wie können vor allem Unternehmen ihren CO2-Ausstoß steuern?

Elmer Lenzen, Sonja Scheferling

Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel

David Nelles und Christian Serrer wollten nicht länger abwarten, bis die Politik zielführende Klimaschutzmaßnahmen durchsetzt oder die Wirtschaft einen radikalen Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise vollzieht. Stattdessen möchten die Studenten der Wirtschaftswissenschaften mit ihrem Buch Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse verständlich und anschaulich erklären und damit dazu beitragen, dass sich noch mehr Menschen ernsthaft für den Klima- und Umweltschutz einsetzen. Unterstützt wurden sie dabei von über 100 Wissenschaftlern und sie gründeten für ihr Vorhaben sogar ihren eigenen Verlag. Schon wenige Monate nach der Veröffentlichung ihres Buches war die erste Auflage von 100.000 Exemplaren vergriffen. Im Interview erzählen sie von ihrem Weg dorthin.

David Nelles, Christian Serrer, Alexandra Hildebrandt

Klimawandel der Generationen

Frontmatter

Der grüne Krieger. Einführung in die Nachhaltigkeit

Klimawandelrelevante Transformationen erfordern ein komplexes Umdenken in Sachen Nachhaltigkeit. Voraussetzung ist stringentes Handeln, an das Menschen schrittweise heranzuführen sind, ohne Individuen mit den vielfältigen Herausforderungen zu überlasten. Ein solches Vorgehen ist dringlicher denn je in einer durch Wirtschaft geprägten Ich-Gesellschaft, die es nahezu ein halbes Jahrhundert lang versäumt hat, auf jegliche systemischen Warnzeichen zu achten und Umweltschutz nur punktuell und anlassbezogen betrieben hat. Eine verständliche, sinngebende und versöhnende Interaktion zwischen Umwelt, Menschen aller Generationen und Gesellschaftsschichten und allen Lebewesen ist notwendig, um den gemeinwohlorientierten, verantwortungsvollen und achtsamen Menschen zu schaffen.

Robert Scheib

Nachhaltigkeit ist die Jutetasche des 21. Jahrhunderts

Die Autoren des Buches Generation Weltuntergang, Anne Weiss und Stefan Bonner, erklären, dass sich die Weichen für den Umgang mit dem Klimawandel seit den 1980er-Jahren bereits in der Kindheit der betroffenen Generationen stellen. An ihrer Generation und den nachfolgenden wird sich entscheiden, so die These, ob der Klimawandel für Menschen zu einer lebensentscheidenden Frage wird. Bildung und Verteilungsfragen spielen die größte Rolle, wenn es darum geht, ob diese Problematik künftig bewältigt wird. Der Begriff Nachhaltigkeit muss grundsätzlich überdacht werden, um Appeal für die Bevölkerung zu haben. Und ohne Zusammenarbeit und Austausch unter den Generationen ist ein Wandel nicht zu schaffen.

Anne Weiss, Stefan Bonner, Alexandra Hildebrandt

Das Prinzip Nachhaltigkeit im eigenen Leben

Je unruhiger und unüberschaubarer die Welt wird, desto ausgeprägter ist die menschliche Sehnsucht nach Konzentration und Ordnung. Er ist einer der wenigen Begriffe, der Innen- und Außenwelt, Konkretes und Abstraktes, Denken und Handeln miteinander verbindet. Das Interview mit der Kommunikations- und Nachhaltigkeitsexpertin Claudia Silber zeigt am Beispiel persönlicher Erfahrungen der Generation X, dass Ordnung das Prinzip ist, das uns dabei hilft, zum Wesen der Nachhaltigkeit vorzudringen und das Thema ganzheitlich begreifbar und gestaltbar zu machen.

Claudia Silber, Alexandra Hildebrandt

Nachhaltigkeit braucht Bewusstsein

Der Beitrag von Katharina Pavlustyk beschreibt, wie sie als Vertreterin der Generation Y den Weg zur Nachhaltigkeit fand. Verbunden wird damit nicht nur eine vegane Ernährung, sondern auch ein bewusster Konsum im Allgemeinen. Es wird dafür plädiert, dass nicht nur die „Fridays for Future“-Bewegung und die Anliegen der Jugend ernst genommen werden sollten, sondern auch Kinder, weil jeder Mensch von Beginn an ein Individuum ist – mit Ideen und Vorstellungen, die wichtig sind.

Katharina Pavlustyk

Generation „You can do this“

Ein Erfahrungsbericht über das Suchen und Finden von Bestimmung in der Nachhaltigkeit

Das Kapitel widmet sich dem Weg von Ann-Sophie Czech, einer Vertreterin der Generation Y, und ihrer Leidenschaft für nachhaltige Themen. Die Beschreibung ihres akademischen Werdegangs lässt den Leser während der entscheidenden Jahre eines „Gen Y“ an ihren Gedanken und Erlebnissen teilhaben, die sie dazu bewegt haben, sich einem Thema mit tief greifender Bedeutung wie Nachhaltigkeit zu widmen. Dabei erläutert sie auch Ergebnisse und Erkenntnisse ihrer Masterarbeit, die sich mit der Attitude Behaviour Gap im Hinblick auf ein nachhaltiges Konsumverhalten in der Generation Y befasst. Überzeugt von dem Potenzial ihrer Generation, erklärt sie die verstärkte Suche nach Bestimmung innerhalb der Generation Y als ein Spiegel der aktuellen Zerrissenheit der Gesellschaft und warnt vor der Gefahr, das eigentliche Ziel vor Augen zu verlieren: im Miteinander einen Planeten zu erhalten, auf dem alle jetzigen und nachfolgenden Generationen in Frieden zusammenleben und wirtschaften können.

Ann-Sophie Czech

Baumeister für eine bessere Welt

Eine nachhaltige Gesellschaft braucht anpackende Menschen, die eine Vision haben und mithelfen, an einer besseren Welt zu bauen. Zu ihnen gehören der Ex-Fußballnationalspieler Arne Friedrich und Gordon Weuste, Gründer der Hilfsorganisation Build & Grow e. V., deren Engagement zeigt, dass auch der soziale Aspekt in Zeiten des Klimawandels nicht vernachlässigt werden darf und niemand weit fliegen muss, um dem Elend zu begegnen und dagegen aktiv anzugehen. Sie verstehen ihr Tun als Dienst am Menschen und an der Sache. Ihnen geht es nicht um die Inszenierung ihres gesellschaftlichen Engagements, sondern um eine glaubwürdige und ehrliche Vermittlung konkreten und verantwortlichen Handelns.

Gordon Weuste, Arne Friedrich, Alexandra Hildebrandt

„Fridays for Future“ als Tropfen auf dem heißen Stein

Klimaschutz fängt bei jedem Einzelnen an

Der Beitrag zeigt, dass die Fridays-for-Future-Bewegung – auch bedingt durch die hohe Aufmerksamkeit der Medien – in Deutschland zunehmend zum Spielball politischer Kräfte wird. Rechte Blogs und Redner verunglimpfen Greta Thunberg und machen sich lustig über die demonstrierenden Schüler. Linke und Grüne hingegen stellen sich hinter sie und ihre Bewegung und feuern gegen die Rechten. Es stellt sich die Frage: Alle scheinen mit sich selbst und ihresgleichen beschäftigt zu sein, aber was macht eigentlich jeder Einzelne für das Klima?

Stefan Hofer

Gutes Klima: Warum Unternehmen einen Kompetenzmix aller Generationen brauchen

Jede Generation ist durch ihre historisch eigenen Lebensumstände geprägt. Daraus ergeben sich starke Impulse für gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen. Der Beitrag zeigt, dass die Interessen und Ansprüche der jungen Menschen nicht nur in Politik und Gesellschaft, sondern auch bei Arbeitgebern verstärkt berücksichtigt werden müssen und dass ein Klimawandel in Unternehmen den Zusammenschluss aller Generationen braucht. Denn eine nachhaltige Zukunft gibt es nur in der Gemeinschaft von Menschen, die gemeinsame Ziele einen, die mit unvorhergesehenen Veränderungen umgehen können und sich mutig ihren eigenen Unzulänglichkeiten stellen. Dargestellt wird aus Sicht des Personalexperten und Unternehmers Werner Neumüller, dass die Leistung und die Resilienzfähigkeit eines Menschen – unabhängig von Ausbildung, Alter, Unternehmenszugehörigkeit oder Herkunft – zum zentralen Kriterium gemacht werden müssen, um für die Zukunft richtig aufgestellt zu sein. Die Forderung nach Beschäftigungsfähigkeit (Employability) spielt neben dem Kompetenzmix aller Generationen eine wichtige Rolle im Rahmen einer zukunftsorientierten Unternehmens- und Personalpolitik. Nachgewiesen wird, dass vor dem Hintergrund der aktuellen Trends und Entwicklungen in der Arbeitswelt die Diskussion noch einmal eine neue Dynamik erhält.

Werner Neumüller

Unternehmerische Nachhaltigkeit – aus der Praxis für die Praxis

Frontmatter

Auszubildende engagieren sich für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung

Fachkräfte von morgen handeln heute bereits nachhaltig

Mit Fridays for Future schafft eine globale Umweltbewegung Aufmerksamkeit für Klimaschutz. Jugendliche fordern politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Maßnahmen ein. Sie erhalten Unterstützung und Solidaritätsbekundungen quer durch alle gesellschaftlichen Gruppierungen. Sichtbar werden jugendliche Schüler und Studierende. Die Gruppe der Auszubildenden bleibt öffentlich ungehört. Gerade von ihrem beruflichen Handeln geht jedoch eine besondere Hebelwirkung für eine nachhaltige Entwicklung in Gegenwart und Zukunft aus – und sie handeln bereits. Sie initiieren Nachhaltigkeitsprojekte in ihren Betrieben und stoßen ressourcensparende und klimaschonende Maßnahmen in ihren Ausbildungsbetrieben an. In diesem Kapitel soll auf das Engagement und die Sichtweise Auszubildender zum Thema nachhaltige Entwicklung aufmerksam gemacht werden.

Helga Berg

Die Macht der kleinen Schritte

Wie man als mittelständisches Unternehmen zum Klimaretter wird

Wie schafft man es, als mittelständisches Unternehmen zum „Klimaretter“ zu werden? Dieser Text beschreibt, wie der süddeutsche Druckluft- und Pneumatikspezialist Mader mit Mut, Durchhaltevermögen und Kreativität Schritt für Schritt seinen Weg zu mehr Nachhaltigkeit geht. Dabei geht es nicht um „den einen großen Wurf“, vielmehr sind es die kleinen Schritte, die das Unternehmen voranbringen. Dass diese Strategie aufgeht, zeigt die Anerkennung, die Mader für seine Aktivitäten erhält – seit 2014 Mitglied der Klimaschutz-Unternehmen, die als Vorreiter in Sachen Klimaschutz in Deutschland gelten, Preisträger beim Umweltpreis für Unternehmen Baden-Württemberg und zweimaliger Finalist des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Ulrike Böhm

Mobilität gegen den Klimawandel. Das Mobilitätskonzept der METRO

Unternehmen – und gerade Handelsunternehmen mit ihren weitverzweigten internationalen Beziehungen und langen Lieferketten – agieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind unmittelbar von geopolitischen, makro- wie mikroökonomischen Entwicklungen betroffen. Ihr Erfolg hängt wesentlich davon ab, wie eng und vorausschauend sie auf Veränderungen im nahen wie ferneren Umfeld reagieren. Der Erfolg eines Unternehmens ist heute nicht mehr allein von Produktangebot und Preisen abhängig. Auch seine Akzeptanz bei den Verbrauchern, seine betriebswirtschaftliche Fähigkeit, auf neue Herausforderungen zu reagieren und die Märkte von morgen heute schon zu erkennen, sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Deshalb kommt kein Unternehmen heute an einem elaborierten Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement vorbei, zu dem auch das Management der Klimawirkungen von Mobilität, Transport und Logistik gehört. Das gilt auch für den internationalen Großhandels- und Lebensmittelspezialisten METRO, der in 36 Ländern über 150.000 Menschen beschäftigt und mehr als 24 Millionen Kunden täglich mit mehr als 50.000 Food- und Non-Food-Produkten versorgt und beliefert.

Olaf Schulze

Unternehmenspraxis im Klimaschutz: Beispiel Deutsche Telekom

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Engagement des Unternehmens Deutsche Telekom für den Klimaschutz. Er zeigt auf, dass es für ein ernsthaftes unternehmerisches Klimaschutzziel nicht ausreicht, mit einmaligen Aktionen dem Zeitgeist hinterherzulaufen. Ein glaubwürdiges Klimaschutzengagement ist vielmehr gekennzeichnet durch: ein langfristiges Bekenntnis zum Klimaschutz, einschließlich der politischen Unterstützung eines ambitionierten Klimaschutzes, die Verknüpfung des Klimaschutzes mit dem Kerngeschäft des Unternehmens, wie sie bei der Deutschen Telekom seit dem ersten Umweltprogramm Mitte der 1990er-Jahre besteht, und den Einbezug aller relevanten Stakeholdergruppen, wie insbesondere von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie Investoren und der interessierten Öffentlichkeit, in die Klimaschutzstrategie des Unternehmens.Wichtig ist es auch Ziele zu definieren, die einen angemessenen Beitrag leisten die Ziele des Klimavertrags von Paris zu erfüllen, diese Ziele in die Strategie des Unternehmens einzubinden und mit geeigneten Maßnahmen zu hinterlegen. Da der Großteil der Treibhausgasemissionen in den meisten Unternehmen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette liegt, sollten diese Emissionen im unternehmerischen Klimaschutz in jedem Fall mitberücksichtigt werden, auch wenn die Einflussmöglichkeiten geringer sind als bei den Emissionen aus dem eigenen Energieverbrauch.

Andreas Kröhling

Digitale Vernetzung für nachhaltige Geschäftsmodelle

Wie durch Vernetzung das Klima geschützt wird – Einblicke aus der Praxis

Mit der exponentiell voranschreitenden Entwicklung digitaler Technologien sind der Einsatz und damit die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft im globalen Kontext schon heute möglich. Der heiß diskutierte Klimawandel und die immer lauter werdenden Forderungen nach gesetzlichen Regelungen, wirtschaftlichen Lösungen und gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen verlangen ein rasches Umdenken wirtschaftlicher Akteure. Dabei kommt der Vernetzung eine besondere Bedeutung zu. Mirjam Gawellek stellt in ihrem Beitrag die aktuellen Entwicklungen und ihre Folgen rund um den Klimawandel in Zeiten digitaler Vernetzung vor. Zudem gibt sie Einblicke in unternehmerische Herangehensweisen unter Einbezug digitaler Technologien, um dem Klimawandel aktiv zu begegnen. Auf Basis ihrer Tätigkeit als Sustainability Manager zeigt sie anhand von zahlreichen Praxisbeispielen auf, wie es Unternehmen branchenunabhängig gelingt, durch interdisziplinäre Vernetzung zu einer nachhaltigen Ausrichtung zu gelangen. Sie untermauert ihre Beobachtungen anhand eigener Praxiserfahrungen im Themenkomplex „Nachhaltigkeit“ in Verbindung mit „Digitalisierung“, indem sie zeigt, wie Geschäftsmodelle heutzutage nachhaltig gestaltet werden können und somit das Leben der Menschen zukunftsweisend beeinflussen werden.

Mirjam Gawellek

Nachhaltigkeit schafft Zukunft

Nachhaltigkeit richtig verstanden und umgesetzt stärkt Unternehmen und sichert Marken Wettbewerbsvorteile

Nachhaltigkeit, das Modewort der Stunde, hat eine lange Tradition und basiert auf scheinbar verstaubten Werten wie Haushalten, Sparen und Rechnen. Das klingt auf den ersten Blick nicht zeitgemäß, wenig sexy, in einer Marketingwelt, die Träume und Genuss verkauft. Doch die Werte und Notwendigkeiten haben sich gewandelt. Die Fridays-for-Future-Bewegung macht uns unmissverständlich klar, dass wir umdenken müssen. Trotzdem versuchen etliche Unternehmen noch mit plumpen Ökolügen und Greenwashing, Verbraucher zu täuschen – mit mittelfristig bescheidenem Erfolg, wie Marktforscher wie die GFK belegen. Der Beitrag zeigt, welche Chancen im Markt und für die Entwicklung des eigenen Unternehmens Nachhaltigkeitsprogramme der EU bieten und inwieweit Nachhaltigkeit auch auf die Effizienz von Unternehmen einzahlt.

Carolina E. Schweig

Nachhaltigkeit braucht Markenkraft

Das Bedürfnis nach sich nachhaltig positiv auswirkenden Handlungsweisen wächst in unserer Gesellschaft zunehmend. Die Bedeutung einer Marke greift heute direkt an der Schnittstelle von sozialem Bewusstsein und sozialer Technologie. Sinnstiftende Marken begreifen diese Bedeutungen als eine neue Dimension der Maslow’schen Bedürfnispyramide, die über die materiellen Notwendigkeiten und die Selbstverwirklichung hinausgeht. Sie schaffen immaterielles Kapital durch Netzwerke, Kooperationen und durch die Pflege von Gemeinschaften. Der Beitrag zeigt am Beispiel Häcker Küchen, wie Familienunternehmen und Marke einander versprochen sind. Die Marke ist als Lebensader entscheidend für den Fortbestand des Unternehmens, für nachhaltiges Wachstum und substanzielle Innovationen. Inhaber und dem Unternehmen eng verbundene Manager denken langfristiger, denn sie haben – wie Marketingleiterin Gisela Rehm im Interview darstellt – den notwendigen langen Atem für den Aufbau einer erfolgreichen Markenpersönlichkeit, weil sie das große Ganze sehen, nicht in kurzen Zeitspannen denken und nicht kurzfristigen Erfolgen hinterherjagen.

Gisela Rehm, Alexandra Hildebrandt

Retten statt reden. Was Unternehmen tun, die aus Tradition verantwortungsvoll sind

Ein Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Der Beitrag zeigt, dass sich immer mehr Unternehmen verstärkt als Partner des Naturschutzes verstehen und gemeinsam mit diesem aktiv für den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz von Natur engagieren, denn der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und deren nachhaltige Nutzung sind eine globale Herausforderung, die nur durch gemeinschaftliches Handeln gemeistert werden kann. Dafür ist es erforderlich, dass sich alle ihrer Mitverantwortung bewusst sind und nachhaltige Handlungsstrategien zum Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt entwickeln. Am Beispiel Häcker Küchen wird gezeigt, dass sich erfolgreiches Wirtschaften mit sozialökologischer Verantwortung nachhaltig verbindet. Wenn dies authentisch geschieht und die Themen sensibel im Markt platziert werden, dann erzielt das Engagement viele positive Effekte – auch auf die Außenwahrnehmung, was wiederum im hohen Maße auf das Marken- und Imagekonto einzahlt. Lars Breder stellt anhand ausgewählter Praxisbeispiele dar, dass es vor dem Hintergrund einer spürbaren Klimaveränderung für viele Generationen zur Herzenssache von Unternehmen gehören sollte, wertvolle Beiträge zum Umwelt- und Naturschutz zu leisten. Gewinner werden eindeutig die Unternehmen sein, die sich sozial und ökologisch engagieren und die Zukunft einer ganzen Gesellschaft, in der sie wirtschaften, positiv gestalten.

Lars Breder

Wo Klimaschutz beginnt. Zum bewussten Umgang mit Energie und Wasser

Klimaschutz beginnt unter anderem beim bewussten Umgang mit Energie und Wasser. Der Beitrag zeigt, dass sich durch neue Technologien und Verhaltensänderungen schon drei Viertel des Energiebedarfs im Haushalt einsparen lassen, ohne dass auf den gewohnten Komfort verzichtet werden muss. Auch Unternehmen können von diesem Alltagswissen profitieren, wie die Beispiele der memo AG zeigen. Zusätzliche Orientierung zum Energieverbrauch geben verschiedene Label, die mit Alltagstipps hier ausführlich vorgestellt werden.

Alexandra Hildebrandt, Claudia Silber

Ökonomie und Nachhaltigkeit – Management und Nachhaltigkeitsberichterstattung

Frontmatter

Der Gedanke der Nachhaltigkeit in der Geschichte der ökonomischen Wissenschaft

Seit Menschen über ökonomische Fragen nachsinnen, denken sie auch über den optimalen Einsatz knapper Güter nach. In Zeiten, da der Globus noch nicht vermessen und erforscht war und die Ressourcen unendlich schienen, waren ökologische Fragen und Überlegungen zu Nachhaltigkeit Randthemen. Dennoch wurde in der Wirtschaftswissenschaft über derlei schon sehr viel früher nachgedacht, etwa über Probleme von Überbevölkerung und die Sinnhaftigkeit von Wachstumsgrenzen, als es uns heute oft bewusst ist. Überlegungen derart standen nur noch nicht im Licht und in den Begrifflichkeiten der heutigen Zeit. Durch die Geschichte der Wirtschaftswissenschaften ziehen sich dementsprechend einige Entwicklungsstränge. Es gilt angesichts des Klimawandels, wachsender Weltbevölkerung und zunehmender Verteilungskämpfe um endliche Ressourcen, sich auch dieser frühen Ideen gewiss zu sein, um sie mit neuen Ansätzen und Ideen zu verbinden.

Helge Hesse

Leadership und Nachhaltigkeit im 21. Jahrhundert

Menschen führt man durch ethische Prinzipien

Angesichts der Dramatik globaler Umweltprobleme kann Leadership heute niemanden mehr für sich gewinnen, indem es einfach zu mehr Konsum, Profit oder Wachstum aufruft. Menschen gewinnt man heute nur noch durch ethische Prinzipien. Der Beitrag zeigt, warum ein ethisches Leadershipmodell im 21. Jahrhundert der einzig gangbare Weg ist, wie es sich begründet und strategisch umsetzen lässt. Dazu demonstriert Carl Friedrich Kreß die praktische Notwendigkeit ethischen Leaderships anhand der globalen Nachhaltigkeitsbewegung. Er präsentiert als theoretische Fundierung eine moderne ethische Direktive mit kultur- und generationenübergreifender Integrationskraft. Abschließend zeigt er, wie sich eine ethische Führungsstrategie mithilfe des CSR-Reportings umsetzen lässt.

Carl Friedrich Kreß

Warum mich die Nachhaltigkeit gefunden hat

Der Beitrag von Mathias Wrede beschreibt, dass Nachhaltigkeit das Resultat aus dem Entwickeln von Prozessen war, die dazu dienen sollen, Freiräume für die Überraschungen der Komplexität zu gewinnen. Nachhaltiges Denken ist für ihn nie etwas Bewusstes gewesen, sondern eine Folge logischer Zusammenhänge, das Resultat einer intelligenten, auf Effektivität und Zukunftsfähigkeit ausgerichteten Weiterentwicklung. Wertschöpfung und Werterhaltung werden in Zukunft wieder Freiräume für Weiterentwicklung schaffen. Das ist jedoch schwierig zu erreichen, wenn kurzfristige Gewinnerwartungen befriedigt werden müssen.

Mathias Wrede

„Kein Öko-Bonus!“

Nachhaltigkeit als Kerngeschäft am Beispiel der memo AG

Am Beispiel des Ökopioniers memo AG und des Bereichs Nachhaltigkeitsmanagement zeigt sich in besonderer Weise, dass Navigieren in Zeiten des Umbruchs keine Krise des Funktionierens sein muss, wenn nachhaltiges Wirtschaften von Beginn an zur Route gehört – und das Ziel ist.

Claudia Silber, Alexandra Hildebrandt

Anforderungen an eine professionelle CSR- und Nachhaltigkeitsberichterstattung

Nachhaltigkeitsreporting bei der memo AG

Um das gesellschaftliche Engagement eines Unternehmens sichtbar zu machen, reicht nicht nur ein Bekenntnis – vielmehr sind nachvollziehbare Nachweise erforderlich, die glaubwürdig Auskunft über das eigene Handeln geben. Das Interview mit Claudia Silber, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der memo AG, zeigt, wie Unternehmen kommunizieren sollten und welche Rolle Nachhaltigkeitsberichte spielen.

Claudia Silber, Alexandra Hildebrandt

Mit Kennzahlen die Herausforderungen im Bereich des Klimawandels und der unternehmerischen Nachhaltigkeit bei EVU steuerbar machen

Energieversorgungsunternehmen (EVU) stehen im Zuge der Energiewende und der Folgen des Klimawandels verstärkt im Fokus der Gesellschaft. Insbesondere begegnen EVU einem Zielkonflikt zwischen den von den Stakeholdern adressierten Bedürfnissen und Ansprüchen sowie den ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen, denen sie ausgesetzt sind. Die Basis dieses Zielkonflikts bildet in vielen Fällen die Wahrnehmungs- und Informationslücke, welche durch einen quantitativ orientierten Managementansatz sowie eine glaubwürdige und transparente Kommunikation nichtfinanzieller Themen unter Verwendung von Leistungskennzahlen minimiert werden können. Die im Rahmen des Beitrags durchgeführten Auswertungen zeigen u. a., dass eine transparente Kommunikation mit Leistungskennzahlen viele Nutzenaspekte aufweist, aber in der Praxis nur knapp die Hälfte der Unternehmen, die auch klare Zielbilder der angestrebten Unternehmensleistung aufzeigen, mithilfe von weiteren quantitativen Kennzahlen kommuniziert. Somit werden die Nutzenpotenziale eines quantitativ orientierten Managements bislang kaum ausgeschöpft.

Angelika Sawczyn-Müller, Robert Prengel

Im Augenblick sein: Warum wir Bilder der Nachhaltigkeit brauchen

Die Fotokünstlerin Nicole Simon erzählt in ihren Bildern Geschichten der Nachhaltigkeit. Einige davon sind auch in diesem Buch enthalten. Das Interview mit ihr zeigt, wie sie persönlich die Folgen des Klimawandels erlebt und wie sich die globalen Entwicklungen mit ihren ökologischen und sozialen Auswirkungen in ihren Bildern manifestieren. Fotos allein können zwar gesellschaftliche Missstände nicht verändern, doch in Verbindung mit Texten und Aktivitäten zum Umwelt- und Klimaschutz sind ihre Bilder Teil einer größeren Bewegung. Davon können auch Unternehmen lernen: Wer nicht abwartet, sondern die Risiken, die mit diesen Entwicklungen verbunden sind, jetzt erkennt und zugleich die sich bietenden Chancen nutzt, nimmt seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft in besonders kluger Weise wahr.

Alexandra Hildebrandt, Nicole Simon

Wissen als Basis für Veränderungen

Frontmatter

Bildungs(r)evolution und Fridays for Future: Die neue Potenzialentfaltung

Über das Bildungs-Start-up EDEN

Die Struktur unseres Schulsystems stammt aus den Zeiten der beginnenden industriellen Revolution, während ein Großteil der Gesellschaft bereits in der Industrialisierung 4.0 angekommen ist. Diese Kluft wird in ihren Folgen immer drastischer. Es ist sehr wahrscheinlich, dass beispiellose technische und soziale Veränderungen auf uns zukommen werden, und wir wissen nicht, was diese Veränderungen von uns fordern werden. Dass es sich grundlegend von dem Denkrahmen einer hundert Jahre alten Struktur unterscheiden wird, ist gesichert anzunehmen. Auch um globale Herausforderungen wie Klimawandel und die Frage nach nuklearer Bewaffnung angemessen lösen zu können, halten wir neue Bildungsansätze für essenziell. Laut eDEN brauchen wir einen Kulturwandel, einen Paradigmenwechsel von Ressourcennutzung (im Sinne eines Verwertungsanspruchs) hin zur Potenzialentfaltung. Was das bedeutet, beschreiben Zoë Bohlmann und Gereon Ingendaay, Gründer und Servant Leader vom Bildungs-Start-up EDEN, die auch ihre persönliche Haltung zur Fridays-for-Future-Bewegung reflektieren.

Gereon Ingendaay, Zoe Bohlmann, Alexandra Hildebrandt

„Eigentlich wollte ich die Welt retten.“ Die Generation Y entdeckt Goethe

Der Beitrag zeigt die Aktualität und Bedeutung Goethes für die Generation Y und ihren beruflichen Werdegang sowie seinen nachhaltigen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft und die Fridays-for-Future-Bewegung. Halil Topcuk führt auf der Social-Media-Plattform Twitter einen Goethe-Account und teilt Zitate des Dichters mit seinen Followern. Nachhaltigkeit ist für ihn eine „gesunde Obsession“, die Welt in jeder Hinsicht besser machen zu wollen. Das Interview mit ihm widmet sich der Zeitlosigkeit des Dichters und Weltbürgers, die darin liegt, dass er sich mit den wesentlichen Fragen des Lebens und des Menschseins beschäftigt hat. Goethe 21.0 spiegelt unsere Sehnsucht danach, die Welt in ihrer Komplexität wahrzunehmen und nachhaltig zu gestalten.

Halil Topcuk, Alexandra Hildebrandt

Mit Goethe lernen. Wie der Einzelne mit gesellschaftlichen Umbrüchen umgehen kann

Die Generation YZ, die entweder noch in der Ausbildung ist oder sich im Berufsleben etabliert, stellt bekannte Arbeitsmodelle infrage. Die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns steht im Vordergrund: das „Warum?“. Johann Wolfgang von Goethe kann bei dieser Leitfrage ein Vorbild sein. Als einer der größten Dichter verehrt, wird oftmals vergessen, dass er auch Politiker und Wissenschaftler war. Trotz aller gesellschaftlichen Umbrüche, technischen Entwicklungen und politischen Verwerfungen strebte er danach, seinen inneren Kompass nie zu verlieren und sich für Nachhaltigkeit zu engagieren. Goethe nahm sich die Freiheit, seine Ziele zu verfolgen, neue Ideen zu verwirklichen und technische Entwicklungen zu fördern – seien es „Start-ups“ der Goethezeit, Netzwerke in der Wissenschaft oder das Bewusstsein, dass die Natur „gar keinen Spaß“ verstehe, immer recht habe und die „Fehler und Irrtümer immer des Menschen“ seien.

Damian Mallepree

Das Leben als Aufgabe

Was bleibt

Der Beitrag widmet sich der Beziehung von Nachhaltigkeit und Dringlichkeit unter Berücksichtigung des Vermächtnisses des Publizisten Roger Willemsen, der 2016 seiner Krebserkrankung erlag und den besonders am Ende seines Lebens die blinden Flecken in der Beobachtung der Welt, ihres ökologischen und des gesamten Zustandes, aber auch des Bewusstseinszustandes beschäftigten. Gezeigt wird überdies, wie wichtig es für alle Generationen ist, in Sinnzusammenhängen und in der Strecke zu denken, um eine eigene Urteilskraft zu entwickeln und das eigene Leben meisterhaft zu gestalten. Hingabe, Gründlichkeit und Fokussierung sind dabei wichtige Aspekte. Gezeigt wird anhand eigener biografischer Wegmarken, dass wir heute viele Möglichkeiten haben, unsere Welt besser zu machen. Wenn eigene Stärken wieder freigelegt werden und sich mit den Anforderungen der neuen Welt vernetzt werden kann, kann etwas entstehen, das alle Generationen auf überraschende und nachhaltige Weise verbindet.

Alexandra Hildebrandt

Mit der Taschenuhr zu Fridays for Future

Der Versuch einer Antwort an die Generation Z von einer aus der Generation 50+

Eine Generation schreckt auf aus dem sicheren Schlaf, verstört und stört mit zivilem Ungehorsam Eltern, Großeltern, Lehrer, Dozenten und Politiker. Unser bisheriges Wirtschaften und unsere Wirtschaft werden von ihr infrage gestellt. Sie schreien Alarm, malen Albtraumbilder auf den Plätzen der Städte, rufen nach Mutter Politik, dass sie den Schalter umlegt, Licht macht und die Drachen vertreibt aus dem globalen Zimmer. Ob mit pinkfarbenem Haar, ob im kleinen Schwarzen mit knallrotem Lippenstift, ob im weißen Hemd, mit 80er-Jahre-Brille und Großvaters Taschenuhr in der Hose, eine große Unsicherheit umweht diese jungen Menschen, eine Verunsicherung spricht aus ihrem Blick, in ihrem Begehren fast Mut der Verzweiflung. Eine Generation, die gewohnt ist, dass sie gehört wird, dass sie sprechen darf, die nicht mehr schweigen muss, wenn Erwachsene reden. Eine Einzelne, Greta Thunberg, stellte sich hin – Schulstreik für das Klima – und viele Einzelne folgen ihr. Es ist Zeit, zuzuhören. Es ist Zeit, Fragen zu stellen. Es ist Zeit, zu antworten.

Giselheid Schulz-Ëberlin
Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise