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Über dieses Buch

​Ziel des Lehrbuches ist es, Soziologen von Anfang an die Soziologie aus der Perspektive von gesellschaftlich Handelnden in ihrem Alltag nahe zu bringen. Im ersten Teil wird die Klinische Soziologie innerhalb der theoretischen soziologischen Diskussion lokalisiert und mit Beispielen aus der Klinischen Soziologie angereichert. Der zweite Teil fokussiert ganz auf die Praxis des Klinischen Soziologen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Klinische Soziologie: Philosophische und sozialwissenschaftliche Grundlagen

Frontmatter

Kapitel 1. Vorwort

Max Webers „Wissenschaft als Beruf“ wird um das aristotelische Konzept der praktischen Urteilskraft und dessen Verhältnis zu Theorie und Technik erweitert. Dieses ist das Leitkonzept des gesamten Buches. Es folgen Ausführungen zu Sozialfiguren öffentlich- soziologischer Präsenz: Der Experte/der Gesellschaftskritiker/der Intellektuelle. In Orientierung an Claude Lévi-Strauss wird die Position des Fachwissenschaftlers als Sinngeber in den Grenzen seiner Wissenschaft kritisch betrachtet und favorisiert.

Bruno Hildenbrand

Kapitel 2. Epochen von Versuchen, die Soziologie anzuwenden

In diesen Kapiteln befasst sich der Autor mit bisherigen Versuchen, das Konzept einer Klinischen Soziologie zu etablieren. Dabei trifft er die grundlegende Unterscheidung zwischen einem preußischen (Hegel) und einem dänischen (Kierkegaard) Ansatz. Erläutert wird diese Unterscheidung durch eine Vergegenwärtigung der deutschen Soziologie im amerikanischen Exil in den 1940er Jahren. Das Frankfurter Institut für Sozialforschung wird als Ignorant der praktischen Urteilskraft, die University in Exile und dort die Graduate Faculty wird als Ort der Rehabilitation der praktischen Urteilskraft ausgewiesen. Ein Seitenblick dient dem Exilanten Claude Lévi-Strauss im amerikanischen Exil in New York.Vom Exil in den USA schweift der Blick auf die Versuche der Soziologie in Deutschland, um 1970 die Soziologie „anzuwenden“. Der Fokus liegt dabei auf den prominenten Verwendern des Konzepts einer klinischen Soziologie: Ulrich Oevermann, Pierre Bourdieu, (am Rand findet auch Bernd Dewe Erwähnung). Diese Ansätze werden verworfen aufgrund ihrer Vermeidung praktischer Urteilskraft und Fokussierung auf Rationalität, insgesamt: Lebensweltvergessenheit.

Bruno Hildenbrand

Kapitel 3. Klinische Soziologie: Die US-amerikanische Perspektive

Schließlich erfasst der Blick des Autors die US-amerikanische Perspektive. Damit rückt der amerikanische Pragmatismus in den Fokus. Bereits 1931 hat Louis Wirth das Konzept einer Klinischen Soziologie auf der Grundlage praktischer Erfahrung vorgelegt, welches von den im vorigen Abschnitt erwähnten Autoren vollständig ignoriert wird. Barney Glaser und Anselm Strauss, die Begründer der Grounded Theory, können als Vertreter eines Konzepts der Klinischen Soziologie nicht in Anspruch genommen werden, da die Grounded Theory per se bereits Klinische Soziologie ist. Damit sind die Kapitel der theoretischen Grundlegung des Konzepts einer Klinischen Soziologie abgeschlossen. Den Schlusspunkt bildet die Darstellung des Aufbaus einer gemeindepsychiatrischen Einrichtung unter der Ägide des Autors.

Bruno Hildenbrand

Kapitel 4. Zusammenfassung

Gegenstand dieses ersten Teils des Buchs ist die philosophische und wissenschaftliche Grundlegung einer Klinischen Soziologie. Ab dem Anfang nehme ich folgende Weichenstellungen vor: Mit der Erwähnung von Max Weber richte ich den Scheinwerfer auf die Verstehende Soziologie (Bühl 1972), woran sich logisch ein Blick auf die medizinische Anthropologie und eine Schilderung von Heidelberg als wissenschaftliches Milieu anfangs des 20. Jahrhunderts anschließt, wo dann auch ein tragfähiger Ansatz zur Bestimmung des Verhältnisses von Theorie und Praxis identifiziert werden kann.

Bruno Hildenbrand

Klinische Soziologie in der Praxis

Frontmatter

Kapitel 5. Feldforschung als Schule für die Entwicklung zum Klinischen Soziologen

Mit diesem Kapitel wird die Darlegung des Handelns eines Klinischen Soziologen fortgesetzt, wobei die gewählten Beispiele aus dem Erfahrungsbereich des Autors stammen. Zunächst wird betont, dass die Traditionen der Feldforschung (Ethnographie) geeignete Wege der Hinführung zur Tätigkeit eines Klinischen Soziologen sind. Mit dem Feldforscher hat der Klinische Soziologe die Position des „marginal man“ gemein. An dieser Stelle wird auch ein wichtiges Werkzeug des Klinischen Soziologen in den Vordergrund gerückt: Ein nicht-kartesianischer biografietheoretischer Ansatz (Plessner, Bourdieu, Grathoff, Lévi-Strauss).

Bruno Hildenbrand

Kapitel 6. Auf wessen Seite steht der Klinische Soziologe?

Weil der Fokus auf Feldforschung auch bedeutet, die Arbeit mit den Interakteuren im Feld zu reflektieren, wird in diesem Kapitel in Orientierung an Howard Becker die Frage aufgeworfen, auf wessen Seite der Klinische Soziologe stehe. An einem Fallbeispiel wird dargelegt, dass diese Frage falsch gestellt ist. Ob sich der Klinische Soziologe auf eine Seite stellt, hängt vom Fall ab.

Bruno Hildenbrand

Der Klinische Soziologe als absurder Held

Frontmatter

Kapitel 7. Der dornige Weg des Klinischen Soziologen

In den Kapitel 7 – 9 wird die Position des Klinischen Soziologen als absurder Held erläutert. Zum Held des Absurden wird er je nach Feld, in dem er sich als Klinischer Soziologe engagiert. Felder, die zu meiden sind, werden diskutiert. Das hier zu Grunde liegende Konzept des absurden Helden wird abgeleitet von Albert Camus, Der Mythos des Sisyphos (wo auch dargelegt wird, dass Sisyphos keinen Grund zur Klage hat, denn er hat seinen Weg gewählt). An einem Fallbeispiel wird der dornige Weg des klinischen Soziologen beschrieben, dem folgen Beispiele für Interventionen des Klinischen Soziologen im Bereich der Krankheitsbewältigung. Diese Beispiele sollen dem Test des hier vorgetragenen Ansatzes dienen. Abschließend wird in einem integrativen Diagramm der hier vorgetragene Ansatz noch einmal dargestellt.

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Kapitel 8. Der Klinische Soziologe als absurder Held

In den Kapitel 7 – 9 wird die Position des Klinischen Soziologen als absurder Held erläutert. Zum Held des Absurden wird er je nach Feld, in dem er sich als Klinischer Soziologe engagiert. Felder, die zu meiden sind, werden diskutiert. Das hier zu Grunde liegende Konzept des absurden Helden wird abgeleitet von Albert Camus, Der Mythos des Sisyphos (wo auch dargelegt wird, dass Sisyphos keinen Grund zur Klage hat, denn er hat seinen Weg gewählt). An einem Fallbeispiel wird der dornige Weg des klinischen Soziologen beschrieben, dem folgen Beispiele für Interventionen des Klinischen Soziologen im Bereich der Krankheitsbewältigung. Diese Beispiele sollen dem Test des hier vorgetragenen Ansatzes dienen. Abschließend wird in einem integrativen Diagramm der hier vorgetragene Ansatz noch einmal dargestellt.

Bruno Hildenbrand

Kapitel 9. Integratives Diagramm

In den Kapitel 7 – 9 wird die Position des Klinischen Soziologen als absurder Held erläutert. Zum Held des Absurden wird er je nach Feld, in dem er sich als Klinischer Soziologe engagiert. Felder, die zu meiden sind, werden diskutiert. Das hier zu Grunde liegende Konzept des absurden Helden wird abgeleitet von Albert Camus, Der Mythos des Sisyphos (wo auch dargelegt wird, dass Sisyphos keinen Grund zur Klage hat, denn er hat seinen Weg gewählt). An einem Fallbeispiel wird der dornige Weg des klinischen Soziologen beschrieben, dem folgen Beispiele für Interventionen des Klinischen Soziologen im Bereich der Krankheitsbewältigung. Diese Beispiele sollen dem Test des hier vorgetragenen Ansatzes dienen. Abschließend wird in einem integrativen Diagramm der hier vorgetragene Ansatz noch einmal dargestellt.

Bruno Hildenbrand

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