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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

1. Einleitung

Zusammenfassung
Glaubt man der aktuellen Managementliteratur, sind Unternehmungen in der Lage zu lernen und insofern einen Wissensbestand aufzubauen, der als entscheidender Faktor in einem globalen und dynamischen Wettbewerb verstanden wird, um den Fortbestand der Unternehmung zu gewährleisten. Aus diesem Grund wird ein aktives Management der organisa-tionalen Lernprozesse einerseits und der Ressource Wissen andererseits gefordert. Dabei profitieren entsprechende Managementkonzepte von den positiven Konnotationen, die mit den Begriffen Lernen und Wissen im individuellen Bereich in Verbindung gebracht werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ein weiterer Begriff, der unmittelbar mit den dynamischen Vorgängen des Lernens zum Aufbau des statischen Endprodukts Wissen zusammenhängt, in der organisationsspezifischen Betrachtung weitgehend vernachlässigt wird. Orientiert man sich bei einer entsprechenden Analyse an dem menschlichen Vorbild, so ist im Zusammenhang mit Lernprozessen und der Wissensablage das Gedächtnis von hoher Relevanz. Aus diesem Grund widmet sich die vorliegende Arbeit dieser Themenstellung intensiv aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive.
Carsten Dittmar

Betriebswirtschaftliche Einordnung der Konzepte des Organisationsgedächtnisses

Frontmatter

2. Terminologische Grundlagen

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist es, einen Überblick über die definitorischen Grundlagen einiger Begriffe zu geben, die in dieser Arbeit von grundsätzlicher Bedeutung sind. Der Bedarf einer konsistenten Begriffsfestlegung ergibt sich nicht nur aus dem wissenschaftlichen Anspruch dieser Arbeit, sondern insbesondere dadurch, dass es sich um Bezeichnungen handelt, die in der allgemeinen Umgangssprache teilweise synonyme Verwendung finden. Zudem liefert eine grundsätzliche Abgrenzung wesentliche Erkenntnisse zur Beurteilung des inflationären Gebrauchs von Schlagwörtern und der damit verbundenen Theoriekonzeptionen und Instrumente aus dem hier untersuchten Themenkomplex und ist insofern nicht nur als rein akademische Leistung zu werten. Eine klare Begriffsbildung ist somit die Voraussetzung zur Vermeidung von Mehrdeutigkeiten, Inkonsistenzen und Vagheiten. Daher wird an dieser Stelle zunächst ein begriffliches Rahmenkonzept präsentiert, auf dem in den folgenden Kapiteln aufgebaut werden kann.5
Carsten Dittmar

3. Organisationales Lernen als Theorie zur Bewältigung komplexer und dynamischer Umwelten

Zusammenfassung
Die steigende Anzahl von entsprechenden Veröffentlichungen ist ein Indiz dafür, dass sich die betriebswirtschaftliche Forschung zunehmend mit den kognitiven Prozessen (innerhalb) einer Organisation beschäftigt.124 Die Theorie des organisationalen Lernens stellt den schon als klassisch zu bezeichnenden Ansatz dar und widmet sich der Übertragung des individual-kognitiven Konstrukts Lernen auf eine organisatorische Ebene. Damit beschäftigt sich diese Theorie mit den Strukturänderungen in den kognitiven Bereichen organisierter Sozialsysteme, die demnach als kognitive oder wissensorientierte Systeme charakterisiert werden.125
Carsten Dittmar

4. Wissensmanagement als neues Managementparadigma

Zusammenfassung
Seit Mitte der 1990er Jahre zählt das Wissensmanagement zu den meistdiskutierten Managementkonzeptionen in Theorie und Praxis. Eine wahre Flut von Publikationen widmet sich der Thematik aus unterschiedlichsten Perspektiven. Nicht nur wissenschaftliche Veröffentlichungen beschäftigen sich mit entsprechenden Fragestellungen, auch Managementzeitschriften und Tageszeitungen haben das Schlagwort Wissensmanagement oder Knowledge Management388 aufgegriffen. Am Markt wird eine Vielzahl von heterogenen Softwareprodukten für die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen mit dem neuen „Buzz-Word“ effektvoll angepriesen. Beratungsdienstleistungen im Bereich Knowledge Management gehören mittlerweile zum Standardproduktportfolio der großen Managementberatungsgesellschaften. Vermehrt findet man die Termini Knowledge oder Wissen auch in Werbebotschaften, die nicht direkt mit Produkten aus dem IT-Bereich in Verbindung stehen. Schließlich befinden wir uns angeblich auf dem Wege in die Wissensgesellschaft.389 Das Spektrum der Beiträge zum Thema Wissensmanagement ist, bedingt durch die Vielzahl der beteiligten Wissenschaftsdisziplinen, sehr heterogen und umfasst von einer euphorischen Auseinandersetzung über die Zukunft der Menschheit als wissensteilige Gesellschaft bis hin zur provokanten Ablehnung mit dem Titel „Vergesst Wissensmanagement“ sämtliche Facetten.390
Carsten Dittmar

5. Leitbild des Organisationsgedächtnisses als Integrationsansatz

Zusammenfassung
Allgemein wird mit einem Gedächtnis die Vorstellung eines Systems von Fähigkeiten verbunden, „um Wahrgenommenes, Erlebtes oder Erfahrenes über die zeitliche Dauer des aktuellen Geschehens zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abrufen zu können.“714 Diese eher passiv formulierte Funktion des Gedächtnisses übersieht dabei jedoch die aktive Rolle, die das Gedächtnis bei der Wissensgenerierung bzw. dem Lernen an sich spielt. Luhmann formuliert dazu treffend: „Die Leistung des Gedächtnisses liegt nicht, oder nur ausnahmsweise, in einer gelegentlichen Reaktualisierung vergangener Verhältnisse. Vielmehr begleitet das Gedächtnis jede Operation der Informationsverarbeitung und reguliert dabei, was zu erinnern ist und was vergessen werden kann.“715
Carsten Dittmar

Systemtechnische Umsetzung eines Organisationsgedächtnisses auf Basis eines Data Warehouse

Frontmatter

6. Systemtechnische Umsetzung des Organisationsgedächtnisses

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund des noch jungen Forschungsfelds der Organisationsgedächtnisse ist es nicht weiter verwunderlich, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung im Schrifttum sich auch hinsichtlich der systemischen Umsetzung mittels computergestützter IuK-Systeme noch in einem frühen Stadium befindet.1030 Nichtsdestotrotz wurden entsprechende Anstrengungen von verschiedenen Stellen vorangetrieben, so dass nicht von einem sukzessiven, sondern vielmehr von einem parallelen Vorgehen gesprochen werden kann. Als bahnbrechender Pionieransatz ist die Arbeit von Stein und Zwass zu nennen.1031 Aus der Parallelität der Bemühungen folgt, dass die Entwicklung zur Realisierung von computergestützten Organisationsgedächtnissen durch extrem heterogene Ansätze gekennzeichnet ist, die sich in dem Spannungsfeld zwischen einem abstrakten Konzept und einem konkreten Konstrukt bewegen.
Carsten Dittmar

7. Konzeption des Knowledge Warehouse als computergestütztes Organisationsgedächtnis auf Basis des Data Warehouse-Konzepts

Zusammenfassung
Das computergestützte Organisationsgedächtnis ist im Verlauf dieser Arbeit aus dem Integrationsansatz der Theorie der Organisationsgedächtnisse entwickelt und als eine Abstraktion beschrieben worden, deren konkrete prototypische Ausgestaltung unterschiedliche Formen annehmen kann. Bisherige Forschungsbemühungen in diesem Bereich sind dadurch gekennzeichnet, dass der Fokus auf der Verwaltung unstrukturierter Daten und/oder auf der Prozessorientierung liegt. Demnach stellen entsprechende Implementierungsansätze eines computergestützten Organisationsgedächtnisses — in einer überspitzten Formulierung — entweder ein durch reichhaltige Funktionalitäten ausgestattetes Dokumentenmangement-System dar und/ oder basieren auf einem Workflow-Management-System, das vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten bei der Verwaltung von wissensintensiven Geschäftsprozessen bietet. Damit kann jedoch jeweils nur ein Teil der angeführten Anforderungen an ein Organizational Memory System umgesetzt werden.1388
Carsten Dittmar

8. Resümee und Ausblick

Zusammenfassung
Ausgehend von der These, dass neben Individuen auch Organisationen in der Lage sind zu lernen und gleichsam Möglichkeiten bestehen, das statische Produkt dieses dynamischen Lernprozesses in Form von organisationalem Wissen zu verwalten, stellt sich die Frage, wo und in welcher Form dieses Wissen in Organisationen vorgehalten wird. Als Antwort ist in dieser Arbeit das Organisationsgedächtnis konzeptualisiert worden. Die Auseinandersetzung mit dem Organisationsgedächtnis stellt insofern den logisch nächsten Schritt nach der Beschäftigung mit organisationalen Lernprozessen und dem Management der Lernergebnisse in Form von Wissen dar.
Carsten Dittmar

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