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Über dieses Buch

Der Band liefert empirische Analysen zur Bundestagswahl 2009. Dabei beleuchtet er insbesondere die bei dieser Wahl außergewöhnlichen Aspekte: die niedrige Wahlbeteiligung (und ihre Hintergründe), die Vielfalt der Koalitionsmöglichkeiten, aber auch die wachsende Bedeutung von Kandidaten. Anknüpfend an den vorherigen Band des Arbeitskreises „Information – Wahrnehmung – Emotion“ liegt zudem ein Schwerpunkt auf politischer Kommunikation sowie der Wahrnehmung und Verarbeitung politischer Informationen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation Die (un)gewöhnliche Bundestagswahl vom 27. September 2009

Wirft man aus heutiger Sicht einen Blick zurück einerseits auf die Bundestagswahl vom 27. September selbst, andererseits auf die Publikationen, die in ihrem Nachgang veröffentlicht wurden, so bleibt man zuweilen etwas ratlos zurück.
Thorsten Faas, Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher, Bernhard Weßels

Wahlbeteiligung

Frontmatter

Warum haben Sie nicht gewählt?Eine Analyse der Bundestagswahl 2009

„Wahlbeteiligung erreicht historischen Tiefstand“ titelte die Welt online am 27.09.2009, denn nicht einmal drei Viertel der Wahlberechtigten hatten bei der Bundestagswahl den Weg an die Urne gefunden. Sie setzten damit einen Trend fort, der in Deutschland seit rund 30 Jahren auf allen staatlichen Ebenen festzustellen ist (Eilfort 2006: 56).
Christina Eder

Koalitionen

Frontmatter

Präferenzbildung in Zeiten von „Koalitionspolygamie“ Eine Untersuchung von Einflüssen auf Koalitionspräferenzen bei der Bundestagswahl 2009

Eine wichtige Funktion von Wahlen ist die Bestimmung einer Regierung für die nächste Legislaturperiode. In Mehrparteiensystemen bestehen Regierungen in der Regel aus Koalitionen mehrerer Parteien, so auch in der Bundesrepublik Deutschland. Es ist damit nicht das Wahlergebnis, das notwendigerweise darüber entscheidet, welche Parteien regieren, sondern die Koalitionsverhandlungen.
Evelyn Bytzek

Koalitionspräferenzen als erklärende Komponente des Wahlverhaltens: Eine Untersuchung anhand der Bundestagswahl 2009

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in den Jahren 2011 und 2012 haben das Parteiensystem – zumindest auf Landesebene – in Form der „Piraten“ um eine Partei erweitert (siehe hierzu Bieber/Leggewie 2012; Niedermayer 2012). Ob sich der durch die Landtagswahlen in Berlin, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gesetzte Trend der parlamentarischen Etablierung der Piraten, einer Schwächung der Linken und einer Stabilisierung der Freien Demokraten bis zum Wahltermin der kommenden Bundestagswahl im September 2013 fortsetzt, bleibt – gerade mit Hinblick auf die Resultate der Wahl zum niedersächsischen Landtag im Januar 2013 – abzuwarten.
Marc Debus

Kandidaten

Frontmatter

Merkel reloaded: Eine experimentelle Untersuchung zur Relevanz von Geschlecht und physischer Attraktivität aus Anlass der Bundestagswahl 2009

Die Bundestagswahl 2009 wird als Wahl der vielen Besonderheiten in die Geschichte der Wahlforschung eingehen: Die Wahlbeteiligung erreichte mit rund 71 Prozent den niedrigsten Wert seit 1949. Die SPD erlebte einen historischen Absturz und verlor im Vergleich zur Bundestagswahl 2005 etwa ein Drittel ihrer Wählerschaft. Und auch die Union musste ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit 1949 verzeichnen.
Katharina Rohrbach, Ulrich Rosar

Benachteiligung von Minderheiten: Eine experimentelle Untersuchung der Wirkung des Kandidatengeschlechts und der -herkunft auf das Wählerverhalten

Blickt man in die ersten Reihen der Fraktionen im Bundestag, so scheinen Frauen und Personen mit Migrationshintergrund bei der Bundestagswahl 2009 angemessen repräsentiert zu sein: Angela Merkel sitzt dort als erste weibliche Bundeskanzlerin mit fünf Frauen im Kabinett.
Ina E. Bieber

Ausmaß und Formen des innerparteilichen Wettbewerbs auf der Wahlkreisebene: Nominierung der Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2009

Philip Manows Feststellung reflektiert eine Erkenntnis, die bereits in der älteren Literatur zur Kandidatenauswahl in der Bundesrepublik immer wieder auftaucht (vgl. Kaack 1969: 94; Zeuner 1970; Kirchheimer 1964:143), sich jedoch in der Politikwissenschaft insgesamt nicht hat durchsetzen können: Für die größte Zahl der Bundestagskandidaten1 steht bereits bei ihrer Nominierung fest, ob sie Abgeordnete werden oder nicht.
Marion Reiser

Pretty Politicians: Die physische Attraktivität von Spitzenkandidaten, ihr Einfluss bei Wahlen und die These der Personalisierung des Wahlverhaltens

Obwohl es nicht viele empirische Studien gibt, die sich mit der Wirkung der physischen Attraktivität von Politikern bei Wahlen beschäftigen, kann es inzwischen als gut abgesicherter Befund gelten, dass die äußere Anmutung von Kandidaten den Wahlerfolg beeinflusst.
Markus Klein, Ulrich Rosar

Informationen und Wissen

Frontmatter

Politisches Lernen im Wahlkampf bei der Bundestagswahl 2009

Parteien führen Wahlkämpfe, um möglichst viele Wähler zu beeinflussen und am Ende möglichst viele Wählerstimmen zu erhalten. Das eigene Programm wird möglichst ansprechend dargestellt, die Positionen anderer Parteien möglicherweise unfair attackiert, politische Streitfragen werden verkürzt und in Bezugsrahmen gestellt, von denen die Parteien denken, sie nützten ihnen am meisten, bei anderen Streitfragen wird versucht, sie von der Agenda zu nehmen oder möglichst unkonkrete Aussagen zu treffen.
Sascha Huber

Individuelle Unterschiede in der Verarbeitung politischer Informationen: Der Einfluss von Need for Cognition und Need to Evaluate auf Parteisympathien

In modernen Massendemokratien spielen Wahlkämpfe eine herausragende Rolle (Hillygus 2010). Zum einen können sie von den Wählern genutzt werden, um sich über die politischen Parteien und das von ihnen vorgeschlagene Personal zu informieren. Zum anderen ermöglichen sie es Parteien und Politikern die politischen überzeugungen und Einstellungen der Wähler zu beeinflussen, um ihre Chancen am Wahltag zu verbessern.
Alexander Glantz

Politische Kommunikation

Frontmatter

Wirkungen von veröffentlichten Wahlumfragen auf die Koalitionserwartung, die Wahlbeteiligung und die Wahlentscheidung bei der Bundestagswahl 2009: Eine Mehrebenenanalyse auf der Grundlage der Rolling Cross-Section-Befragung der German Longitudinal Election Study (GLES)

In modernen Mediendemokratien – wie die Bundesrepublik Deutschland sie sicherlich darstellt – sind im Vorfeld von nationalen Parlamentswahlen die Ergebnisse politischer Meinungsumfragen nahezu omnipräsent. Sie nehmen in der Wahlberichterstattung der Massenmedien breiten Raum ein (Brettschneider 2005) und ein Großteil der Wahlberechtigten kommt auf diesem Weg auch mit ihnen in Berührung (Brettschneider 2000, Faas/Schmitt-Beck 2007).
Hanna Hoffmann, Markus Klein

Die Qual der Wahl: Entscheidertypen bei der Bundestagswahl 2009

Analysen zum Zeitpunkt der Entscheidung für eine Partei oder einen Kandidaten im Wahlkampf sind bereits seit ihren Anfängen in den 1940er- und 1950er-Jahren Teil der empirischen Wahlforschung (Berelson et al. 1954; Campbell et al. 1954, 1960; Lazarsfeld et al. 1968). Die Forschung in diesem Bereich wird in den letzten Jahren von einem starken Focus auf Spätentscheider (late deciders) dominiert (z. B. für Deutschland: Plischke/Bergmann 2011; Schmitt-Beck 2003, 2009).
Markus Steinbrecher

Bundestagswahlen im Kontext

Frontmatter

„Völlig losgelöst?“ Eine Analyse der Entkopplung der Ergebnisse von Bundestags- und Landtagswahlen in Deutschland auf Kreisebene

Bei der bayerischen Landtagswahl am 28. September 2008 konnte die CSU in der Stadt Augsburg 40,4 Prozent der Stimmen gewinnen. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2005 verschlechterte sich ihr Ergebnis um 3,5 Prozentpunkte. Auch bei den anderen Parteien kam es zu Verschiebungen im Vergleich zur Bundestagswahl. Die SPD verlor 1,7 Prozentpunkte, die FDP 1,8 Prozentpunkte und die Grünen 0,2 Prozentpunkte, während die Linkspartei um 1,2 Prozentpunkte und die rechten Parteien um 0,4 Prozentpunkte zulegen konnten.
Markus Steinbrecher

Opposition macht mobil: Zur Bedeutung von differenzieller Mobilisierung bei Landtagswahlen

Die Tatsache, dass die an der Bundesregierung beteiligten Parteien bei Landtagswahlen regelmäßig Niederlagen und herbe Stimmenverluste erleiden, kann fast schon als eine politikwissenschaftliche „Gesetzmäßigkeit“ betrachtet werden. Die Landespolitiker dieser Parteien führen dies am Wahlabend regelmäßig auf den „Gegenwind aus Berlin“ zurück, der den eigenen landespolitischen Erfolg überschattet habe.
Michael Bergmann, Thomas Plischke

Backmatter

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