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Über dieses Buch

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeit, die derzeit in AIFM- und OGAW-Regime aufgeteilte europäische Regulierung der Investmentfondsverwalter zusammenzufassen und zu vereinheitlichen. Mit der im Zuge der Finanzkrise erlassenen AIFM-Richtlinie im Jahr 2011 hat der europäische Gesetzgeber erstmals eine umfassende Regulierung des europäischen Investmentgeschäfts vorgenommen. Dies führte dazu, dass neben das bereits seit 1985 existierenden OGAW-Regime eine zweite, deutliche umfangreichere Regulierung der Investmentfondsverwalter trat, die in der Folge auch deutlichen Einfluss auf das OGAW-Regime nahm. Im Rahmen der Arbeit werden nun die Regelungen der beiden Regime eingehend miteinander verglichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die ihnen zugrundeliegenden Gründe herauszuarbeiten. Am Ende steht ein Vorschlag, wie die zweigeteilte Regulierung vereinheitlicht werden könnte.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Das Investmentgeschäft nimmt in den letzten Jahren sowohl wirtschaftlich als auch rechtlich einen immer größeren Stellenwert ein. Betrug das Nettovermögen europäischer Investmentfonds im Jahr 2001 noch einen Wert von 4,617 Billionen Euro, vervierfachte sich dieser Wert beinahe auf 15,157 Billionen Euro.
Oliver Dürschke

Kapitel 1 - Grundlagen des Investmentgeschäfts

Zusammenfassung
Seine Anfänge nahm das Investmentgeschäft, so wie wir es heute kennen, in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, als in Schottland und England die ersten Investment Trusts gegründet wurden. Ihr Ziel war es, Anlegern mit geringen finanziellen Mitteln die gleichen Anlagemöglichkeiten zu verschaffen, wie sie sonst nur sehr vermögenden Anlegern offenstehen.
Oliver Dürschke

Kapitel 2 - Aufbau der europäischen Regulierung des Investmentgeschäfts

Zusammenfassung
Das OGAW-Regime blickt auf eine lange Historie zurück. Vor über 30 Jahren führte die Richtlinie 85/611/EWG, die ursprüngliche OGAW-Richtlinie, den Investmentfondstypus des Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren ein. Sie stellt damit nicht nur den Anfang des OGAW-Regimes dar, sondern markiert gleichzeitig den Startzeitpunkt für die europäische Regulierung des Investmentgeschäfts.
Oliver Dürschke

Kapitel 3 - Anwendungsbereich von OGAW- und AIFM-Regime

Zusammenfassung
Bevor nun allerdings die Verwalterregulierung beider Regime und die dazugehörigen Bereiche im Detail untersucht werden können, ist zunächst zu ermitteln, wen die einzelne Richtlinie als OGAW- bzw. AIF-Verwalter ansieht und damit der jeweiligen Regulierung unterwirft. Ausgangspunkt für diese Frage sind die Voraussetzungen, unter denen ein OGAW bzw. ein AIF vorliegt. Denn die Eigenschaft als OGAW- bzw. AIF-Verwalter knüpft an den Investmentfonds an, der verwaltet wird.
Oliver Dürschke

Kapitel 4 - Bedingungen zur Aufnahme und Ausübung der Verwaltertätigkeit

Zusammenfassung
Nachdem nun die Grundlagen des Investmentgeschäfts und seiner europäischen Regulierung sowie die Anwendungsbereiche von OGAW- und AIFM-Regime dargestellt wurden, widmet sich das nachfolgende Kapitel den Bedingungen zur Aufnahme und Ausübungen der Verwaltertätigkeit, und damit dem ersten Bereich der Verwalterregulierung. Es soll untersucht werden, inwieweit sich die Zulassungs- und Organisationsvorschriften für OGAW- und AIF-Verwalter voneinander unterscheiden und worauf die jeweiligen Gemeinsamkeiten und Unterschiede beruhen. Im Fokus stehen dabei die unterschiedlichen Zielrichtungen ebenso wie die voneinander abweichenden Anlegeradressatenkreise.
Oliver Dürschke

Kapitel 5 - Informationspflichten

Zusammenfassung
Informationspflichten, mitunter auch als Transparenzanforderungen oder Publizitätsvorschriften bezeichnet, haben im europäischen Kapitalmarktrecht aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen eine lange Tradition. Beginnend im Jahre 1980 mit der Richtlinie 80/390/EWG sind innerhalb der letzten vier Jahrzehnte immer umfassendere Publizitätsvorschriften entstanden. Mussten die Wertpapieremittenten anfangs nur einen sog. Wertpapierprospekt für die von ihnen ausgegebenen Wertpapiere erstellen und veröffentlichen, wenn sie ihre Wertpapiere zur amtlichen Notierung an einer Börse zulassen wollten, ist ein solcher Prospekt seit der Richtlinie 89/298/EWG auch für öffentliche Wertpapierangebote notwendig. Zusätzlich sind die Emittenten, deren Wertpapiere zum Handel an einer Börse zugelassen sind, seit der Transparenzrichtlinie zur regelmäßigen Veröffentlichung von Finanzberichten verpflichtet. Handelt es sich bei dem ausgegebenen Wertpapier um ein sog.
Oliver Dürschke

Kapitel 6 - Anforderungen an Vertrieb und die grenzüberschreitende Verwaltung

Zusammenfassung
Wesentliches Ziel der OGAW-Richtlinie sowie untergeordneter Zweck der AIFM-Richtlinie war und ist es, den Investmentfondsverwaltern die grenzüberschreitende Erbringung der Verwaltungstätigkeit zu erleichtern und den binnenmarktweiten Vertrieb der Investmentfondsanteile zu vereinfachen. Beide Richtlinien enthalten hierfür einen Europäischen Pass, sprich eine Zulassung, die, sobald erteilt, in allen Mitgliedstaaten Gültigkeit besitzt. Bei der grenzüberschreitenden Tätigkeitserbringung, unabhängig davon, ob es sich um die Verwaltungs- oder Vertriebstätigkeit handelt, muss im Aufnahmemitgliedstaat, also dem Mitgliedstaat, in dem die grenzüberschreitende Verwaltung bzw.
Oliver Dürschke

Kapitel 7 - Möglichkeit einer einheitlichen Verwalterregulierung

Zusammenfassung
Nachdem in den letzten drei Kapiteln die Verwalterregulierung von OGAW- und AIFM-Regime umfassend untersucht wurde, soll nun basierend auf den gefundenen Ergebnissen die Möglichkeit einer einheitlichen Verwalterregulierung erörtert werden. Dabei stehen vor allem zwei Fragen im Mittelpunkt. Einerseits ist zu beleuchten, ob sich die Verwalterregulierung beider Regime überhaupt vereinheitlichen lässt. Auf der anderen Seite ist zu betrachten, ob die Verwalterregulierung auch vereinheitlicht werden sollte.
Oliver Dürschke

Kapitel 8 - Vorschlag für eine einheitliche Verwalterregulierung

Zusammenfassung
Wie eine solch einheitliche Verwalterregulierung zukünftig aussehen könnte, soll im Folgenden beschrieben werden. Dabei geht es aber nicht darum, einen neuen Rechtsakt detailliert auszuarbeiten oder neue Vorschriften zu entwerfen. Vielmehr soll auf Basis der bestehenden Regulierungen umrissen werden, wie die vorhandenen Regelungen miteinander in Einklang gebracht werden könnten. Denn auf der einen Seite ist die Regulierung der Investmentfondsverwalter bereits jetzt sehr komplex und muss nicht durch einen neuen Rechtsakt oder durch zusätzliche Vorschriften weiter verkompliziert werden.
Oliver Dürschke

Backmatter

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