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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In den letzten Jahren ist das Kreditrisikomanagement, vor allem im Firmenkundenbereich, angesichts der verschlechterten makroökonomischen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen Zunahme der Insolvenzen immer stärker ins Zentrum des Interesses gerückt. Das Kreditrisiko ist das dominante Risiko in einer Bank und deshalb auch Gegenstand der regulatorischen Aufsicht sowie Politischer Debatten (BIS (2001, 2003)). Verdeutlicht wird diese zunehmende Bedeutung durch die erschienenen Baseler Konsultationspapiere der Bank für Intemationalen Zahlungsausgleich, die damit eine Empfehlung zur Reform der Regularien zur Eigenkapitalunterlegung von Kreditrisiken macht. In der Literatur hat dies zu einer Vielzahl an intensiven Debatten geführt, beispielhaft seien Jones/Mingo (1998) und Altman/Bharath/Saunders (2002) genannt. Die Modellierung von Kreditrisiken mithilfe mathematisch-statistischer Analyseverfahren gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Daneben hat sich in jtmgster Zeit zunehmend der Fokus auf die statistische Analyse des Kreditportfolios und somit auch auf das systematische Kreditrisiko gerichtet.
Matthias Wagatha

2. Methoden der Kointegration und der multivariaten Zeitreihenanalyse

Zusammenfassung
Die traditionelle Ökonometrie und die statistische Theorie unterstelIen unter anderem die Annahme, dass die zugrunde liegenden stochastischen Datenprozesse stationär und ergodisch sind. Die Mehrzahl alIer Zeitreihen, die in der angewandten Ökonometrie betrachtet werden, hat aber einen nichtstationären Charakter. In der Zeitreihenanalyse werden Ansätze, die insbesondere auf die Arbeit von Box und Jenkins (1970, 1976) zurückgehen, vorgeschlagen, die explizit die nichtstationären Eigenschaften untersuchen. Im Folgenden werden die wichtigsten Grundlagen der Zeitreihenanalyse, die für diese Arbeit wichtig sind, vorgestellt.1
Matthias Wagatha

3. Ökonomischer Zusammenhang von Konjunktur und systematischen Kreditausfallrisiken

Zusammenfassung
Nach dem Kalkül der ökonomischen Öberschuldung tritt die Insolvenz eines Unternehmens dann ein, wenn der Marktwert der Aktivseite (Untemehmenswert) unter den Marktwert der Verbindlichkeiten sinkt.1 Je näher sich der Untemehmenswert am Fremdkapitalwert befindet, desto höher ist ceteris paribus die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls. Die Konjunktur bzw. makroökonomische Faktoren können einen direkten Einfluss auf die Ausfallwahrscheinlichkeit haben, wenn sie sich auf den Untemehmenswert oder die Verbindlichkeiten auswirken. Ebenfalls kann auch ein indirekter Einfluss von der Konjunktur ausgehen. Hier zeigen sich die Untemehmenseinzahlungen oder —auszahlungen, was sich wiederum auf die Veränderungen der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausdrückt, abhängig von makroökonomischen Größen.
Matthias Wagatha

4. Empirische Analyse von VAR Modellen der systematischen Kreditrisiken

Zusammenfassung
Im Rahmen von empirischen Untersuchungen von Ausfallwahrscheinlichkeiten steht man vor dem Problem, eine geeignete Gruppe von Variablen auswählen zu müssen, mit der einerseits die Ausfallwahrscheinlichkeiten und deren wesentlichen BestimmungsgLütde erfasst werden, andererseits aber auch ein schätztechnisch sinnvoller Rahmen eingehalten wird. Ersteres verleitet dazu, eine sehr große Anzahl an makroökonomischen Variablen zu betrachten, wogegen unter letzterem Gesichtspunkt die Variablenzahl und damit der Verlust an Freiheitsgraden möglichst klein zu halten ist. Auch stellt die Messung der Ausfallwahrscheinlichkeiten aufgrund des gering verwertbaren empirischen und historischen Datenmaterials ein Problem dar.1 Dieser Mangel führt, wie schon in Kapitel 3.3 dargestellt, zu einer Vielzahl an empirischen Untersuchungen mit jeweils unterschiedlichem Datenmaterial.
Matthias Wagatha

5. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Jede vernünftige wissenschaftliche Theorie sollte sich auf die für den Praktiker zweckmäßigste Wissenschaftsphilosophie gründen: den kritischen Rationalismus, den Karl Popper (1959) und andere entwickelt haben. Nach dieser Auffassung ist eine wissenschaftliche Theorie ein mathematisches Modell, das Beobachtungen beschreibt und kodifiziert. Eine gute Theorie beschreibt ein großes Spektrum von Phänomenen auf der Grundlage einiger einfacher Postulate und macht eindeutige Vorhersagen, die sich überprüfen lassen. Wenn die Vorhersagen mit der Beobachtung übereinstimmen, dann hat die Theorie diesen Test bestanden, doch lässt sich nie vollständig beweisen, dass sie richtig ist. Stimmen die Beobachtungen hingegen nicht mit den Vorhersagen überein, muss die Theorie aufgegeben oder verändert werden. Wenn man den Standpunkt des kritischen Rationalismus bezieht, kann man die Frage, welche makroökonomischen Faktoren genau die systematischen Kreditrisiken treiben, nicht beantworten. Man kann lediglich beschreiben, was sich als sehr gutes statistisches Modell aus makroökonomischen Faktoren zur Erklärung der Ausfallwahrscheinlichkeiten erweist, und sagen, welche Vorhersagen es macht.
Matthias Wagatha

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