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Über dieses Buch

Durch die Entwicklung eines theoretischen Modells des Kollektiven Gatekeeping und gestützt durch die empirische Untersuchung politischer Videoclips auf YouTube beschreibt der Autor die Herstellung öffentlicher Aufmerksamkeit in Social Media und zeigt fundamentale Unterschiede zu traditionellen Massenmedien auf. Er zeigt, dass Publizität in Social Media ein kontinuierlicher Kampf um Aufmerksamkeit ist, der zu ihrer starken Ungleichverteilung führt und dem Ideal einer Demokratisierung politischer Kommunikation in und durch Soziale Medien widerspricht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Dass die Diffusion neuer Technologien – allen voran des Internet – einen „Medienwandel“ bedingt bzw. Teil desselben ist und damit nicht nur Veränderungen in der Gesellschaft auslöst, sondern auch die Kommunikationswissenschaft als solche irritiert und zu Theoriebildung oder anderweitigen Reaktionen veranlasst, kann wohl kaum bezweifelt werden.
Till Keyling

Chapter 2. Wandel von Öffentlichkeits- und Thematisierungsprozessen durch Social Web-Angebote

Zusammenfassung
Es wird davon ausgegangen, dass im Zuge der Digitalisierung der Medien und nicht zuletzt mit der Etablierung von Social Media gegenwärtig ein Medienwandel indiziert ist (s. Schulz, 2011, S. 19 ff.). Dieser macht sich nicht nur in der Diffusion neuer Formen der Online-Kommunikation, der Substitution oder Funktionsverschiebung traditioneller Massenmedien bemerkbar, sondern vor allem durch die Einführung neuer Medienlogiken.
Till Keyling

Chapter 3. Modell des kollektiven Gatekeeping

Zusammenfassung
Die Kommunikationswissenschaft beschreibt den Thematisierungsprozess der Massenmedien aus verschiedenen Perspektiven, wobei sich die Selektionstheorien den Produktionsbedingungen und - regeln journalistischer Produkte widmen und damit vor allem die Selektion, Anreicherung und Gewichtung von Inhalten in Massenmedien zu erklären versuchen. Bedeutende Vertreter sind die Gatekeeping- und Nachrichtenwerttheorie, die den individuellen Auswahlprozess und damit verbundene Relevanzzuweisungen von Informationen durch Journalisten wahlweise von Normen, sozialem Kontext und anderen exogenen Faktoren abhängig machen oder aber eher auf Merkmale von Ereignissen fokussieren.
Till Keyling

Chapter 4. Kollektives Gatekeeping am Beispiel politischer Videoclips auf der Videoplattform YouTube

Zusammenfassung
Unter den immer neu entstehenden Spielarten des Social Web und von Social Media im speziellen stellen Videoplattformen eine erfolgreiche Angebotsform dar und können Prototyp von Plattformen schlechthin verstanden werden: Die Nutzung von Videoplattformen gehört seit Jahren zu einer der beliebtesten Nutzungsformen im Internet und auch die Konkurrenz durch andere Social Web-Angebote, insbesondere der Erfolg von SNS wie Facebook, führte allenfalls zu einer Stagnation der Nutzung von Videoplattformen auf einem hohen Niveau (van Eimeren & Frees, 2013).
Till Keyling

Chapter 5. Forschungsfragen

Zusammenfassung
Aus dem Prozessmodell des kollektiven Gatekeeping auf YouTube sollen im Folgenden zentrale Forschungsfragen der Arbeit abgeleitet werden. Der Gliederung des vierten Kapitels folgend werden zunächst Fragen bezüglich der Publizität bzw. Popularität von Videoclips als abhängige Variable des Prozesses vorangestellt, die darauffolgenden Fragenkomplexe entsprechen dann der Selektions- und Gewichtungsstufe.
Till Keyling

Chapter 6. Forschungsdesign und Methode

Zusammenfassung
Zur Beantwortung der Forschungsfragen wird ein Mehrmethodendesign konzipiert, das auf eine Kombination der Beobachtung und Inhaltsanalyse von Videoclips setzt. Mit dem erstgenannten Verfahren werden dabei überwiegend prozessuale Variablen des kollektiven Gatekeeping erfasst, allen voran die Erhebung der Popularität eines Videoclips oder dessen Verbreitung im Social Web. Hier wird auf eine Kombination von Web-Scraping und Zugängen per sog.
Till Keyling

Chapter 7. Ergebnisse

Zusammenfassung
Für die 546 relevanten Videoclips soll zunächst die Verteilung der Klickzahlen am Ende der Beobachtungsphase beschrieben werden. Hier ist eine starke Dispersion der Aufmerksamkeit zu konstatieren, die sich bereits in den Gestaltsparametern der Schiefe (21,3) und Wölbung (481,4) sowie der Ordnung der Lagemaße (Median(Vt14) = 50; Mittelwert(Vt14) = 661,6) erkennbar ist.
Till Keyling

Chapter 8. Fazit

Zusammenfassung
Mit der Annahme, dass Social Media wie YouTube und Co. – als ein Teil des gegenwärtig stattfindenden Medienwandels – zunehmend auch die Funktion und Leistung traditioneller Massenmedien wie Presse und Rundfunk erfüllen können, werden am Anfang dieser Arbeit zunächst die Gemeinsamkeiten „neuer“ und „alter“ Medien betont. Diese Gemeinsamkeiten liegen, so die Argumentation, in der Funktion, öffentliche Aufmerksamkeit (Publizität) herstellen zu können – auch Social Media können also Publizität als einen systemübergreifenden „Katalysator für Kommunikationserfolg“ (Marcinkowski, 1993) herstellen und so eine Thematisierungsfunktion erfüllen, d. h. ihre Themen und Inhalte mit gewissen Verbindlichkeiten ausstatten.
Till Keyling

Backmatter

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