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Über dieses Buch

Der erste große Teil dieses Bandes beschreibt – angefangen bei den „Zehn Geboten“ und ihrer Aktualisierung in „The Beach“ über das „Opfer“ Harry Potters, Blade Runners & Katniss´ in „Tribute von Panem" bis hin zu natürlichen und künstlichen Intelligenzen ("Planet der Affen" und "Ex Machina") – wie Religion in aktuellen Filmen thematisiert wird, die sich u. a. mit den Folgen der Digitalisierung und Mechanisierung sowie deren Auswirkungen auf das Menschenbild der Zukunft beschäftigen.
Im zweiten Teil finden diese Themen praktisch-theologisch und liturgisch Gestalt, nämlich in Form von Filmgottesdiensten, die als Bausteine für Deutsch- und Religionsunterricht und für Gottesdienste in Schulen, Gemeinden und in der Erwachsenenbildung dienen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Frontmatter

Kapitel 1. „Komm und sieh: Religion im Film“

Zusammenfassung
Der Film hat zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine solche Formenvielfalt erfahren, dass der Kinofilm nur noch einen kleinen Bereich dieser Variationen darstellt. Zugleich ist dieser Bereich immer noch massenwirksam und gehören viele Filme zu dem, „was man gesehen haben muss“ – neben all den Serien oder nur über Anbieter wie Netflix zugänglichen Filmen.
Inge Kirsner

Grundlagen: Analyse religiöser Themen im Film

Frontmatter

Kapitel 2. Gottesbilder im Film

Zusammenfassung
Auseinandersetzung mit verschiedenen Gottesbildern im Film, von alten Bibelfilmen wie “Die zehn Gebote” über Luc Bessons Biopic “Johanna von Orleans” und dem satirischen “Dogma” bis hin zu aktuellen Filmen wie “Das brandneue Testament”. Es wird davon ausgegangen, dass das Bilderverbot in Exodus 20,4 lediglich verhindern soll, dass ein bestimmtes Bild zu einem göttlichen, letztgültigen erklärt wird und das Kino Bewegung in den Bilderfluss bringt.
Inge Kirsner

Kapitel 3. Anleitungen zum Leben: Die zehn Gebote im Film

Zusammenfassung
Liebe, Lüge, Mord und Verrat sind Stoff für das Kino wie auch Thema der zehn Gebote in Exodus 20. Charlton Heston warf in Cecil B. DeMilles Film als Mose die Gesetzestafeln voll Zorn in die Menge der feierenden und pflichtvergessenen Israeliten, Krzystof Kieslowski widmete jedem Gebot einen eigenen Film und für Kinder wurden sie als „Unsere zehn Gebote“ in handliche Formate gepackt (TV-Reihe von 2006). Wir begeben uns auf eine kleine Reise durch die Filmgeschichte(n) inklusive Urlaub am Strand („The Beach“ von Danny Boyle, USA/UK 2000).
Inge Kirsner

Kapitel 4. „Opfere, was du liebhast!“

Opfer im Film
Zusammenfassung
„Opfere deinen einzigen Sohn, den du liebhast“ – so wird in Genesis 22, 3 Abraham von Gott aufgefordert. „Wie ein Schwein zum Schlachten“ führt auch der Schulleiter Dumbledore seinen Zögling Harry Potter – nicht das einzige Kindesopfer in der neueren Filmgeschichte, die biblische Motive aufnimmt und weiterführt. Von „Arrvial“ bis „Tribute von Panem“ werden unterschiedliche – auch nicht-religiöse – Formen von Opferungen vorgestellt und mögliche Ausgänge aus dem menschlichen Denken, alles habe seinen Preis, versucht.
Inge Kirsner

Kapitel 5. „Nimm in Einfachheit alles hin, was dir widerfährt“

Hiob im Film
Zusammenfassung
Der leidende Hiob wird in den Blick genommen und untersucht, wie ihn die Gebrüder Coen in „A Serious Man“ in Szene gesetzt haben und wie ihn der russische Film „Leviathan“ gesellschaftskritisch zeichnet; mit schwarzem Humor wird die Hiobsfigur in Gestalt des Pfarrers Ivan schließlich von seinem zunächst rechtsradikal gesinnten Schützling in „Adams Äpfel“ erlöst.
Inge Kirsner

Kapitel 6. Von Organspenden, Schmetterlingen und Kolibris

Auferstehung als Film-Thema
Zusammenfassung
Dem Motiv der Auferstehung wird in sehr unterschiedlichen Gestaltungen in europäischen („Biutiful“) wie amerikanischen Filmen (“40 Tage in der Wüste”, “The American”) nachgegangen.
Inge Kirsner

Kapitel 7. Zur Typologie des Bösen

Bösewichte und Verbrecherinnen
Zusammenfassung
Eine ausführliche Typologie des Bösen wird entwickelt, wie es sich z.B. in „The Dark Knight“, in seiner Fortsetzung „The Dark Knight Rises“ sowie in Tarantinos „Inglourious Basterds“ zeigt. Die Spannweite reicht von sadistischen über empathische bis hin zu verzweifelten Erscheinungsweisen des Bösen.
Inge Kirsner

Kapitel 8. Weltuntergänge und andere Apokalypsen im Film

Zusammenfassung
Der Mensch wird durch Maschinen ersetzt; ein großer Planet trifft auf die Erde; eine rätselhafte Krankheit lässt die Sehkraft der Menschen erlöschen: Filmische Visionen über eine mögliche Zukunft der Erde sind ein Spiegel der Gesellschaft, in dem Tendenzen der Gegenwart aufgenommen und weitergedacht werden.
Einige realistische Filmphantasien werden entfaltet und Überlegungen daran angeschlossen, was an Apokalypsefilmen so reizvoll sein könnte, dass daraus das populärste Filmgenre werden konnte. Dazu werden verschiedene Formen von Weltuntergängen anhand von transhumanistischen Kurzfilmen wie “O.P.A” und Spielfilmen wie „Die Stadt der Blinden“ und „Melancholia“ betrachtet.
Inge Kirsner

Kapitel 9. Lust am Untergang?

Dystopische Entwürfe in Kinofilmen seit den 60er Jahren
Zusammenfassung
Eine Auseinandersetzung mit Dystopien und Utopien alter Klassiker wie „Fahrenheit 451“ und „1984“ bis hin zu neueren zukünftigen Klassikern wie „Mad Max – Fury Road“ und „Tribute von Panem“. Dabei wird das Kino im Anschluss an Michel Foucault als heterotopischer Raum gesehen.
Inge Kirsner

Kapitel 10. Mensch, Tier, Maschine

Natürliche und künstliche Intelligenzen
Zusammenfassung
Die Beschäftigung mit dem Thema der künstlichen Intelligenz setzt die Klärung der Beziehung des Menschen zu natürlichen Intelligenzen wie den Tieren voraus. Ausgehend von den Klassikern „2001-Odyssee im Weltraum“ und der Reihe „Der Planet der Affen“ geht die Untersuchung auch auf neuere Filme wie „Ex Machina“ und „Blade Runner 2049“ ein.
Inge Kirsner

Kapitel 11. Digitalisierung und Ethik im Film

Zusammenfassung
Die Digitalisierung betrifft nicht nur die Projektionsmöglichkeiten und die veränderte Rezeptionshaltung beim Filmeschauen. Immer häufiger ist die digitale Veränderung auch Thema in Kinogeschichten. Die Grundfragen einer Ethik im bzw. für den Film werden anhand mehrerer entsprechender Filmbeispiele exemplarisch verhandelt. Im Anschluss daran stehen einige Überlegungen dazu, ob sich durch die Digitalisierung und die damit verbundenen Möglichkeiten (Virtual Reality) neue Fragen für eine Ethik des Films ergeben.
Inge Kirsner

Konkretionen – Filmgottesdienste

Frontmatter

Kapitel 12. „Alles steht Kopf“

Zusammenfassung
In Pete Docters Pixar-Film “Alles steht Kopf” von 2015 werden
Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel als Disney-Figuren vorgestellt, die ihre Kommandozentrale im Kopf der Heldin haben. Der Animationsfilm stellt sich dabei die Frage: Was tun, wenn der Mensch aus dem Gleichgewicht gerät und es aus dem entstehenden Gefühlschaos keinen Ausweg gibt? Wie eine Lösung aussehen kann, wird in diesem Filmgottesdienst anhand von Filmausschnitten vorgestellt und mit biblischen Texten in einen Dialog gebracht.
Inge Kirsner

Kapitel 13. „Arrival“

Zusammenfassung
Der seltsam-schöne Science-Fiction-Film “Arrival” von Denis Villeneuve aus dem Jahr 2016 erzählt von der Ankunft einer fremden Lebensform auf der Erde und den Reaktionen der Menschen (und Regierungen) darauf. Die Antwort der siebenarmigen krakenähnlichen Wesen - Heptapoden genannt - auf die Frage “Warum seid ihr hier?” kann mit herkömmlichen Mitteln nicht entziffert werden, deshalb wird eine Linguistin zu Hilfe geholt. Diese erkennt, dass die Äußerungen der Fremden einem System folgen, das die Grenzen der bekannten Sprachen und der bisherigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse überschreitet. Glaube und Vertrauen werden zur Basis des Kontaktes.
Inge Kirsner

Kapitel 14. „Biutiful“

Zusammenfassung
Der 2011 mit zwei Oscars ausgezeichnete Film “Biutiful” erzählt das erschütternde Drama eines Menschen, der den Frieden mit einer unbarmherzigen Welt und mit seinem gescheiterten Leben sucht. Regisseur Alejandro González Iñárritu führt mit zahlreichen biblischen und theologischen Anknüpfungspunkten in eine Welt, in der es, so scheint es zunächst, Erlösung nur im Jenseits gibt. In diesem Filmgottesdienst wird noch ein anderer Ausweg vorgestellt.
Inge Kirsner

Kapitel 15. „Captain Fantastic“

Zusammenfassung
Einen Clash der Kulturen besonderer Art liefert Matt Ross Film “Captain Fantastic” von 2016, wie die sechs Cash-Kinder ihren Vater Ben nennen. Gemeinsam mit seiner Frau Leslie hat er die Kinder in einem alternativen Idyll in den tiefen Wäldern im Nordwesten der USA zu guten und hoch reflektierten Menschen erzogen. Als die Mutter stirbt, macht sich die Familie auf und reist quer durch die USA, was ihren Lebensentwurf und den der ´Anderen´ auf den Prüfstand stellt. Ob es ein richtiges Leben geben kann im Falschen, das wird in diesem Filmgottesdienst untersucht.
Inge Kirsner

Kapitel 16. „Mad Max Fury Road – Die Suche nach (Er-)Lösung“

Zusammenfassung
Der Film “Mad Max - Fury Road” von George Miller aus dem Jahr 2015 zeigt eine postapokalyptische Welt, in der die Menschen Erlösung aus unerträglichen Zuständen suchen - und einen Ort, der sie beheimaten könnte. Ob dabei die ´alte Heimat´ transformiert werden kann oder der ersehnte “grüne Ort” sich anderswo befindet, diese Frage wird im Filmgottesdienst gestellt, in dem Filmausschnitte mit Psalmworten, Liedern und Texten korrespondieren.
Inge Kirsner

Kapitel 17. „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“

Zusammenfassung
In dem 2009 oscarprämierten Film erzählt der japanische Regisseur Yojiro Takoita die bitter-süße Geschichte des Cellisten Daigo Kobayashi, der, nachdem er seine Arbeit verliert, eine neue Karriere bei einem Beerdigungsunternehmen startet und dort lauter Lebensthemen findet. Ein ergreifende Auseinandersetzung mit dem Tabuthema Tod, dem der Filmgottesdienst nachspürt.
Inge Kirsner

Kapitel 18. „Die Tribute von Panem – Hunger Games“

Filmgottesdienst
Zusammenfassung
“The Hunger Games” von Gary Ross aus dem Jahr 2012 zeigen die titelgebenden ´tödlichen Spiele´ in naher Zukunft und sind in einer postapokalyptischen Welt angesiedelt. Erzählt wird die Geschichte von Katniss Everdeen, die zum Symbol der Rebellion gegen ein diktatorisches System wird. Das reiche “Kapitol” ist dabei der Regierungssitz überzwölf ausgebeutete Distrikte. Mit jener Zweiteilung wird uns in “Panem” eine Welt gezeigt, die wie ein nur leicht verzerrter Spiegel unserer heutigen erscheint und zeigt, wie eine Einzelne Mächte und Gewalten vom Thron stoßen kann.
Inge Kirsner

Kapitel 19. „Tschick“

Zusammenfassung
Der Film „Tschick“ aus dem Jahre 2016 von Fatih Akin nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf ist eine Hymne auf das Leben, die Jugend, die Freundschaft, die Freiheit, die Liebe und das Abenteuer. Zwei Jungs klauen ein Auto und fahren los… und unterhalten sich über die Welt, über Außerirdische - und Gott.
Inge Kirsner

Backmatter

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