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Über dieses Buch

Ausgehend von einem systemischen Projektmodell und einem konstruktivistischen Mehrebenenmodell von Kommunikation rekonstruiert Matthias Freitag insgesamt 34 Funktionen der Projektkommunikation. Der Autor konkretisiert den breiten, aber auch ambivalenten Einfluss der Kommunikation auf die Projektarbeit, sowohl auf der Ebene des Individuums und des Projektteams als auch in der Beziehung zu den Anspruchsgruppen. Dabei zeigt er, dass neben Projektsteuerung, Reporting und Dokumentation auch Leistungserbringung und Lernen, Teamentwicklung und Führung sowie die Beziehungsgestaltung zu Stakeholdern durch Projektmarketing und Politik in erster Linie Kommunikationsaufgaben sind. Neuere Entwicklungen wie das agile Projektmanagement und die virtuelle Zusammenarbeit unterstreichen diesen Einfluss noch.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Die Bedeutung der Projektwirtschaft nimmt zu. Heute sind Projekte aus den IT-, Marketing-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Einer Studie von Hays mit dem Schwerpunkt Deutschland zufolge verfügen drei Viertel der 293 befragten Unternehmen über projektwirtschaftliche Strukturen. Ein Drittel hat sogar bereits den Großteil seiner Prozesse auf Projektwirtschaft umgestellt. Laut einer Studie der Deutsche Bank Research wurden im Jahr 2007 etwa 2 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland über die Projektwirtschaft erbracht. Im Jahr 2020 werden es bereits 15 Prozent sein. In einer internationalen Befragung von PriceWaterhouseCoopers aus dem Jahr 2012 mit 1.524 Teilnehmern gaben 97% der Befragten an, dass Projektmanagement ein kritischer Erfolgsfaktor für den Unternehmenserfolg ist. 94% waren der Meinung, dass Projektmanagement zum Wachstum ihres Unternehmens beiträgt.
Matthias Freitag

2. Kommunikation und Projektmanagement: Ein systemischkonstruktivistischer Zugang

Der Anfang jeder theoretischen Auseinandersetzung mit der Projektarbeit ist der Projektbegriff. Die Ansichten darüber, was als Projekt zu bezeichnen ist, gehen in der Praxis zum Teil deutlich auseinander. Erste Anlaufstelle, um den Projektbegriff einzugrenzen, sind daher die weltweit aktiven Institutionen und Verbände, die sich der Förderung und Professionalisierung der Projektarbeit verschrieben haben. Sie haben jeweils eigene Projektmanagementstandards definiert, die sie ständig weiter entwickeln (Abbildung 1). Diese Standards bündeln best practices zum Management von Projekten und enthalten jeweils eigene Definitionen der Begriffe Projekt und Projektmanagement.
Matthias Freitag

3. Theoretischer Zugang zu Kommunikationsfunktionen in sozialen Systemen

Nachdem wir Projekte als soziale Systeme und Kommunikation als Sonderform sozialer Koppelung definiert haben, fehlt uns noch ein grundlegender Begriff, um die Funktionen von Kommunikation zu untersuchen: der Begriff der Funktion. Zunächst steht functio, die lateinische Wurzel des Wortes, für ‚Verrichtung‘. Laut Merten wurde der Begriff von Leibniz eingeführt, um eine Aufgabe oder Leistung zu beschreiben, die ein Mechanismus oder ein System erbringen soll.
Matthias Freitag

4. Kommunikation und ihre Aufgabenfelder in Projekten: Eine Bestandsaufnahme auf Basis der Projektmanagementliteratur

Die bisherigen Überlegungen zu einem Systemmodell von Projekten haben sich auf theoretischem Niveau bewegt. Klare Begrifflichkeiten und die Darstellung grundlegender Zusammenhänge bei gleichzeitiger Abstraktion von konkreten Einzelfällen erhielten in unserem Systemmodell den Vorrang vor dem Praxisbezug. Die Praxis hingegen besitzt einen anderen Zugang zu Projekten. Sie versteht Projekte nicht als Forschungsobjekte, sondern in erster Linie als Instrumente, um neuartige Probleme zu lösen, die die hierarchische Organisation nicht bewältigen kann. Projekte werden als Abfolge von Aufgaben in verschiedenen Aufgabenfeldern verstanden, die zu einem festgelegten Termin zu einem Ergebnis führen. Der Projektleiter hat den Überblick über diese Felder und führt ein Team, das in Abstimmung mit der Umwelt die Einzelaufgaben abarbeitet. Kernfrage aus Sicht der Praxis ist, wie ein zielführendes Management der Projektparameter auszusehen hat. Zwischen den Erkenntnisinteressen der Grundlagenforschung und den effektivitäts- und effizienzorientierten Vorgehens- und Managementmodellen der Projektpraxis besteht also eine perspektivische Differenz.
Matthias Freitag

5. Kommunikationsfunktionen in Projekten: Eine Bilanz

In Kapitel 4 haben wir die kommunikationsintensiven Aufgabenfelder in der Projektarbeit anhand der Projektphasen, der Aktionsfelder und der Systemebenen analysiert. Im fünften Kapitel führen wir die Ergebnisse dieser Detailanalyse zusammen, indem wir die Teilfunktionen der Kommunikation, die sich aus den Aufgabenfeldern ableiten lassen, zu Clustern bündeln und sie den Basisfunktionen von Kommunikation (Kap. 3.3.1) zuordnen. Abbildung 76 zeigt die Teilfunktionen der Kommunikation im Überblick.
Matthias Freitag

Backmatter

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