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25.05.2012 | Kommunikation | Im Fokus | Onlineartikel

Was bringt Werbung auf Facebook für Unternehmen wirklich?

Autor:
Anja Schüür-Langkau

Facebook setzt in seinem Geschäftsmodell auf wachsende Werbeerlöse. Doch viele Unternehmen sind skeptisch, ob Werbung auf Facebook den gewünschten Erfolg bringt. Nach ersten Erfahrungen reagieren die Werbungtreibenden unterschiedlich. Voraussetzung für Erfolg ist jedoch eine gut durchdachte Einbindung in die Marketingstrategie.

Der Börsengang des sozialen Netzwerks Facebook und der schnelle Absturz der stark überbewerten Aktie wirft stärker den je die Frage auf, ob das Geschäftsmodell von Facebook überhaupt funktionieren kann. Facebook verdient Geld zum einen mit virtuellen Spielen und zum anderen mit dem Verkauf von Werbeplätzen. Werbungtreibende sind davon nicht unbedingt überzeugt. Schon jetzt zeigt sich, dass die meisten der rund 901 Millionen Facebook-Nutzer weltweit sensibel auf zu viel Werbung auf Facebook-Seiten reagieren. Wachsenden Werbeumsätzen sind damit klare Grenzen gesetzt.

Viele Facebook-Fans - kaum Verkäufe

Schlechte Erfahrungen hat vergangenes Jahr beispielsweise Pepsi gemacht. Mit seinem "Pepsi Refresh Project" hat die Getränkemarke Millionen Dollar Werbebudget bei den klassischen Medien abgezogen und in Social Media investiert. Pepsi nutzte die gesamte Palette der sozialen Netzwerke: Facebook, twitter, Blogs, Social Bookmarking Sites. Der Erfolg: 80 Millionen Votes, 3,5 Millionen Fans auf Facebook Seite und 60.000 Twitter-Follower, aber keine Mehrverkäufe. Inzwischen hat Pepsi seine Investitionen wieder runtergefahren. Auch General Motors ist ernüchert. Nach einen Bericht des Wall Street Journals stoppt der Autobauer seine Werbeaktivitäten auf Facebook und begründet die Entscheidung mit der Erkenntnis, dass bezahlte anzeigen kaum Einfluss auf die Konsumenten hätten.

Scott Woods, Commercial Director von Facebook in Deutschland, sieht das naturgemäß anders. "Das erste Jahr war überwältigend", resümierte der Facebook-Werbevermarkter vor einiger Zeit in einem media spectrum-Interview. Woods: " Ich glaube, dass Online-Werbung weiter steigen wird und sich die Budgets zunehmend von den klassischen zu den digitalen Kanäle verschieben. Facebook wird sowohl Anteile aus den Klassik- als auch aus den Digitalbudgets abschöpfen".

Der Autobauer Ford bestätigt die Hoffnung von Woods. Er will sein Werbeengagement in sozialen Netzwerken aufbauen, wie das amerikanische Online-Portal ClickZ berichtet. Für den Social Scott Monty, Social Media Verantwortlicher bei Ford, ist es vor allem eine Frage der Umsetzung. Zu einem klaren Konzept und der strategischen Einbindung in das Marketing rät auch Alexander Rossmann in seinem Beitrag "Social Media - eine neue Logik für das Marketing". Der Autor kommt zu dem Schluss dass, Social Media nicht für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet ist und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung in die Marketingstrategie müssen genau geprüft werden. Erfolgversprechend sei ein Konzept, dass auf vier gut geplanten Säulen beruht: Ressourcen, Strategie, Anwendung und Steuerung. Wenn die Voraussetzungen stimmen, könne Social Media "einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil" bieten"

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