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24.04.2012 | Kommunikation | Im Fokus | Onlineartikel

Mobile Chancen für das Marketing

Autor:
Isabel Kiely

Mobile Marketing ist mehr als nur ein Hype und bietet enorme Potenziale für Werbungtreibende. Doch obwohl Unternehmen sich dessen bewusst sind und zunehmend Budgets umschichten, fehlt vielen noch eine klare Strategie.

Die globalen Werbeausgaben für Mobile Marketing sollen sich 2012 gegenüber dem Vorjahr verdoppeln und auf insgesamt 11,6 Milliarden US-Dollar ansteigen, besagt der Global Media Forecast 2012 des Marktforschungsunternehmens Strategy Analytics. Auch in Deutschland wollen die Werbungtreibenden immer mehr in mobile Media stecken. Insgesamt 338,8 Millionen Euro sollen es den Experten zufolge in diesem Jahr sein. Das entspricht einem Anstieg von 106,8 Prozent gegenüber 2011.

Kein Wunder, denn die Nutzung des Internets verlagert sich zunehmend vom stationären Computer hin zu mobilen Endgeräten wie Smartphone und Tablet. Daneben boomt der App-Markt: Während 2011 noch 23 Milliarden Apps herunter geladen wurden, werden es laut Strategy Analytics in diesem Jahr schon 32 Milliarden sein. Die Ausgaben für In-App-Werbung (1,7 Milliarden US-Dollar) übersteigen den Marktforschern zufolge bereits jetzt die Ausgaben durch Display Ads im mobilen Web in den USA und dem Großteil von Westeuropa (934,5 Millionen US-Dollar).

Viele Unternehmen bei Integration von Mobile unsicher

Zwar sind sich Deutschlands Top-Entscheider der wachsenden Bedeutung und Chancen durch mobile Werbung bewusst. Doch eine Befragung unter deutschen Managern kommt zu dem Ergebnis: Die Hälfte der Unternehmen in Deutschland hat noch keine Onlinestrategie, die auch das mobile Internet berücksichtigt. 76 Prozent der Befragten gehen zwar davon aus, dass Mobile Marketing zu Umsatzsteigerungen führen könne – und wollen ihr Budget in diesem Bereich in Zukunft ausbauen. Doch die meisten Unternehmen sind sich noch nicht im klaren darüber, wie sie den mobilen Kanal überhaupt in ihre Strategie integrieren sollen.

Bei vielen Unternehmen herrscht im Bezug auf mobile Werbung offensichtlich noch Unsicherheit. Bei den Verbrauchern sieht das anders aus: Laut den Marktforschern von Nielsen hat bereits ein Drittel der deutschen Nutzer mobiler Endgeräte aufgrund von mobiler Werbung einen Kauf getätigt. Und die Werbewirkungstudie "Kinnie 2011“ der Unit Advertising der Fachgruppe Mobile im BVDW kam zu dem Ergebnis, dass sich mobile Werbung im Bezug auf Markenbekanntheit, Werbeerinnerung und Sympathie bei den Verbrauchern durchaus positiv auswirkt.

Das richtige mobile Angebot: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Die Stärken des mobilen Internets liegen nicht nur darin, dass Verbraucher ihre mobilen Endgeräte immer bei sich tragen. Werbungtreibende können zudem die Möglichkeit der genauen Lokalisierung für sich nutzen. Die hohe Bedeutung von standortbezogenen Diensten belegt auch die aktuelle TNS-Studie Mobile Life. Hierzulande setzen demnach bereits 31 Prozent der Mobilfunknutzer Location-based Services ein. Weitere 60 Prozent planen in Zukunft den Einsatz standortbezogener Dienste. Neben den aktuellen Nutzern beurteilen 42 Prozent Angebote von Marken und Einzelhändlern in ihrer Nähe als äußerst positiv.

Um orts- oder situationsabhängige Angebote geht es auch in dem Beitrag „Die Zukunft des Mobile Marketing: Ein Leitfaden für eine erfolgreiche Umsetzung" von Bauer, H. H. / Dirks, T. / Bryant, M. D. Die Autoren benennen darin Erfolgsfaktoren für den mobilen Marketing-Einsatz. Zwei ihrer Tipps: "Erfolgreiche Unternehmen sind in der Lage, situationsrelevante Angebote über das mobile Medium bereitzustellen" und "Erfolgreiche Unternehmen wissen ob, wann und wie sich die Nutzung des mobilen Mediums auf die Kaufentscheidung ihrer Konsumenten auswirkt".

Die mobile Mediennutzung aus einer 360 Grad-Perspektive zu beleuchten, war das Ziel der Pilotforschung, die der media spectrum-Beitrag „Auf der Spur mobiler Medienkonvergenz“ vorstellt. Für die Untersuchung würde die Mobilnutzung über eine Smartphone-App mit allen erdenklichen Funktionen getrackt. So konnte analysiert werden, wie Smartphones wann und wo tatsächlich genutzt werden..

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