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13.02.2013 | Kommunikation | Im Fokus | Onlineartikel

Pop-Up-Stores als innovatives Verkaufsmodell

Autor:
Isabel Kiely

Pop-Up-Stores liegen im Trend. Die temporären Ladeneinheiten, die Produkte überraschend inszenieren, sorgen für einzigartige Shoppingerlebnisse und bieten eine innovative und kostengünstige Möglichkeit, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich zu lenken.

Von Stereoanlagen über Wollmützen bis hin zu Lebensmitteln: Vom 06. bis zum 16. Dezember letzten Jahres eröffnete Ebay in der Berliner Oranienburger Straße erstmals ein stationäres Ladengeschäft. In dem Verkaufsraum wurden ausgewählte Produkte des als Online-Flohmarkt populär gewordenen Händlers präsentiert und zum Kauf per mobiler Shopping-App angeboten. Mit dem ungewöhnlichen Konzept sollte gezeigt werden, wie Ebay den Handel der Zukunft sieht.

Vergängliches Shopping-Vergnügen

Ob in Berlin, London oder New York – in Metropolen auf der ganzen Welt sind sie immer häufiger anzutreffen: Läden, die "aufpoppen" und nach einer bestimmten Zeit wieder verschwinden oder an wechselnden Standorten immer wieder neu eröffnen. Die so genannten Pop-Up-Stores traten in Deutschland erstmals im Jahr 2004 auf. Damals eröffnete das Modelabel „Comme des Garçons“ einen Guerilla Store im Hinterhof eines ehemaligen Buchladens in Berlin. Informationen über die Existenz des Stores verbreiteten sich über Mund-zu-Mund-Propaganda, die von einigen hundert Plakaten im Stadtgebiet stimuliert wurde. Nach einem Jahre schloss der Laden in Berlin wieder, dafür wurden weltweit über 30 neue Pop-Up-Stores des Modelabels eröffnet.

Zwischen mobilem Marktstand und Wanderzirkus

"Der Pop-up-Store findet seinen Ursprung im episodischen Charakter von mobilen Marktständen und Wanderzirkussen", schreiben Carsten Baumgarth und Olga Louisa Kastner in ihrem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift "Marketing Review St. Gallen." Baumgarth und Kastner nennen drei wesentliche Ziele von Pop-up-Stores: die Marke für den Ladenbesucher sinnlich-authentisch erlebbar zu machen, den Konsumenten in eine unmittelbare Interaktion mit der Marke treten zu lassen und das Interesse der (lokalen) Medien zu erregen.

Die Autoren beleuchten die Erfolgsfaktoren von Pop-up-Stores aus Sicht der Anbieter und verdeutlichen sie anhand von Fallstudien aus der Modebranche. Dabei unterscheiden sie zwischen Makro- und Mikrofaktoren. Zu den Makrofaktoren zählen sie unter anderem die Produktkategorie (Pop-Up-Stores eignen sich demnach vor allem für emotional aufgeladene Produkte aus erlebnisorientierten Lifestyle- und Luxus-Branchen), den Markenfit zwischen Markenidentität und Store-Konzept sowie die Mitarbeiter (fungieren gleichzeitig als Gastgeber, interne Markenbotschafter und Storyteller). Unter Mikrofaktoren verdeutlichen die Autoren unter anderem die Wichtigkeit von Standortwahl, Ladendesign und dem zur Verfügung stehenden Budget.

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