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Über dieses Buch

Bernd Hartmann legt die erste umfassende und grundlegende Auseinandersetzung mit der Organisationskommunikation von Clusterorganisationen vor. Er entwickelt einen theoretischen Referenzrahmen und liefert empirische Ergebnisse zur tatsächlichen Praxis des Kommunikationsmanagements dieses Organisationstyps in Europa. Erhebliche Fördersummen fließen weltweit jährlich in die Schaffung regionaler Wirtschaftscluster, dennoch sind die damit beauftragten Organisationen aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht bislang vernachlässigt worden. Gelungenes Kommunikationsmanagement kann jedoch zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor für Clusterorganisationen werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Wir leben im Zeitalter der Netzwerke – von den sozialen Netzwerken des Internets über die technischen Netzwerke moderner Infrastrukturen für Energie- und Datenübertragung bis hin zu den Netzwerken in Wirtschaft und Wissenschaft. Der Netzwerktheoretiker Manuel Castells geht sogar so weit, Netzwerke als „neue soziale Morphologie unserer Gesellschaft“ zu beschreiben (Castells 2001, S. 527). Nach Castells werden sich im 21. Jahrhunderts alle relevanten Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft um die Organisationsform Netzwerk gruppieren.
Bernd Hartmann

2. Organisationen und Kommunikation

Zusammenfassung
„Greenpeace äußert sich zu letzter Aktion“, „Siemens gibt Quartalszahlen bekannt“, „die katholische Kirche mahnt zu mehr Toleranz“ – diese Sätze sind Beispiele für eine gemeinhin anerkannte Tatsache: Organisationen kommunizieren. Sie treten damit in Austausch mit ihrer Umwelt, reagieren auf diese oder versuchen sie im Sinne ihrer Organisationsziele zu beeinflussen.
Bernd Hartmann

3. Cluster, Clusterpolitik und Clusterorganisationen

Zusammenfassung
Den wesentlichen Impuls für die heutige Popularität des Clusterkonzepts gab der Harvard-Ökonom Michael Porter durch sein Werk „The Competitive Advantage of Nations“ (Porter 1990). Porters Entwicklung des Cluster-Gedankens ist einer Mikroökonomik des Wettbewerbs verhaftet und dreht sich ursächlich um den Erhalt der Wettbewerbsvorteile von Unternehmen. Die Wettbewerbsfähigkeit werde sowohl durch die Beziehungen zu anderen Wettbewerbern in derselben Industrie als auch die Beziehungen zu über- oder untergeordneten Akteuren beeinflusst. Das Verständnis eines Clusters bei Porter besteht aus miteinander über Wertschöpfungsketten verknüpften Industriezweigen und Unternehmen, die sowohl kooperieren als auch in Wettbewerb zu einander stehen.
Bernd Hartmann

4. Theoretischer Referenzrahmen

Zusammenfassung
Mit der in den letzten Kapiteln geleisteten Diskussion von theoretischen Ansätzen zu Organisationen, Organisationskommunikation, Clustern und Clusterorganisationen wurde ein theoretischer Referenzrahmen für die Forschungsfrage dieser Arbeit erstellt, dessen wesentliche Positionen im Folgenden als Übergang zur empirischen Untersuchung nochmals kurz zusammengefasst werden. Ein theoretischer Referenzrahmen nimmt eine Mittlerfunktion ein „zwischen bereits beobachteten Phänomenen, einer strukturierten Einbettung und dem zu untersuchenden Forschungsproblem“ (Thießen 2011: 122; vgl. auch Poole/McPhee 1985: 100).
Bernd Hartmann

5. Methodik der Untersuchung

Zusammenfassung
Vom Untersuchungsdesign her ist eine Bearbeitung der Forschungsfrage dieser Arbeit aus zwei Richtungen möglich: Denkbar ist sowohl ein deduktives Vorgehen, bei dem eine Theorie und die daraus entwickelten Hypothesen durch empirische Daten überprüft werden, als auch ein induktives Vorgehen, bei dem Theorien und Hypothesen auf der Grundlage empirischer Beobachtungen entwickelt oder modifiziert werden (vgl. Schnell et al. 2011: 52ff.). Diese Arbeit beschreitet letzteren Weg, ein induktives Vorgehen, indem sie empirische Daten erhebt, aus denen sich wiederum Hypothesen zum Kommunikationsmanagement von Clusterorganisationen generieren lassen. Der Grund für diese Wahl liegt im Pionier- Charakter des hier verfolgten Vorhabens, das sich erstmals empirisch und umfassend dem Kommunikationsmanagement von Clusterorganisationen widmet.
Bernd Hartmann

6. Empirische Ergebnisse

Zusammenfassung
Insgesamt ergeben sich die folgenden Strukturdaten der Organisationen, die an der Umfrage teilgenommen haben:
Beteiligung nach Branchen
Zur Umfrage wurden 424 Clusterorganisationen personalisiert eingeladen, davon 70 im Bereich Automobilwirtschaft, 150 im Bereich Gesundheitswirtschaft und 204 im Bereich Kreativwirtschaft/IT (vgl. Tabelle 10). Insgesamt haben 112 verschiedene Organisationen einen Fragebogen vollständig und verwertbar ausgefüllt. Die Response liegt damit bei 26,4 Prozent. Dies ist eine zufriedenstellende Beteiligung, da die Response-Rate bei Online- Befragungen in der Regel zwischen 2-20 Prozent liegt (vgl. Hofte-Frankhauser/Wälty: 70).
Bernd Hartmann

7. Zusammenfassung und Perspektiven

Zusammenfassung
Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautete „Wie gestaltet sich die Organisationskommunikation von Clusterorganisationen?“. Diese Frage wurde in drei Teilfragen untergliedert, die sich jeweils der theoretischen Verortung (F1), dem Status Quo (F2) und den Einflussfaktoren und Typen (F3) des Kommunikationsmanagements widmen:
  • F1: Wie lässt sich das Kommunikationsmanagement von Clusterorganisationen theoretisch verorten?
  • F2: Wie ist die Kommunikationsfunktion in Clusterorganisationen gegenwärtig institutionalisiert?
  • F3: Welche Faktoren beeinflussen die Institutionalisierung des Kommunikationsmanagements von Clusterorganisationen?
Die Beantwortung der Teilfrage F1 – der theoretischen Verortung – wurde in Kapitel 4 mit der Erstellung eines theoretischen Referenzrahmens für das Kommunikationsmanagement von Clusterorganisationen geleistet. Dies ist bereits ein erster wesentlicher wissenschaftlicher Ertrag dieser Arbeit.
Bernd Hartmann

Backmatter

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