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Über dieses Buch

Eine Theorie der Kommunikationswissenschaft als Funktionssystem der Weltgesellschaft gibt es bisher nicht. Neu ist die Unterscheidung und die Synthese der sechs Kommunikationskomponenten Sinn, Information, Thema, Mitteilung, Gedächtnis und Verstehen, die Kommunikation unter mitweltbedingten Einschränkungen ermöglichen. Für die Funktion, die Kommunikationswissenschaft von anderen Funktionssystemen der Weltgesellschaft unterscheidet, wird das Erneuern bewahrten Kommunikationswissens vorgeschlagen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Ausgangslage

Der Kommunikationsbegriff ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Gleichwohl ist einzuschränken: „Only angels communicate absolutely“. Menschliche Kommunikation ist ein systemrationales Zusammenwirken von Sinn, Information, Thema, Mitteilung, Gedächtnis und Verstehen, unter mitweltbedingten Einschränkungen [environmental constraints], strukturiert durch Normen des Sozialen, des Rechts, der Moral, des Vertrauens und der Konventionen (Dank, Höflichkeit, Freundlichkeit), die der Kommunikation Stabilität verleihen.

Manfred Rühl

Kapitel 2. Theoriegeschichte

Es gehört zum Alltagsgeschäft jeder Wissenschaft, vorfindbare Theorien kritisch zu vergleichen. Vor etwa 43.000 Jahren hinterließ Homo sapiens in den Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb, Flöten aus Geierknochen, auch die Mammut-Elfenbein-Figuren Löwenmensch und Venus vom Hohle Fels. Medienfunde dieser Art befähigen noch nicht, wissenschaftliche Theorien über Kommunikation/Gesellschafts-Verhältnisse zu formulieren.

Manfred Rühl

Kapitel 3. Schlüsseltheorien für eine sich vereinheitlichende Kommunikationswissenschaft

Schlüsselbegriffe und Schlüsseltheorien der Kommunikationswissenschaft haben je eigene Begriffs- und Theoriegeschichten. Systemtheoretisch gesteuerte kommunikationswissenschaftliche Überlegungen finden in der Journalistik und in der Öffentlichkeitsforschung viel Anklang. Nach der Polarisierung der sozialwissenschaftlichen Rationalitätsdiskussion durch Anhänger des Kritischen Rationalismus und der Kritischen Theorie im „Positivismusstreit“, emergiert die Systemrationalität als sozialwissenschaftliches Prinzip.

Manfred Rühl

Kapitel 4. Selbstbeschreibung der Kommunikationswissenschaft

Als autonome sozialwissenschaftliche Disziplin der Weltgesellschaft fördert die Kommunikationswissenschaft grundlegendes, anzuwendendes und selbstkontrollierendes Wissen über sachlich, sozial und zeitlich dimensionierte Kommunikationssysteme. Aussagen über kommunikationswissenschaftliche Beziehungen bleiben Allgemeinplätze, solange es nicht gelingt, die Kommunikationskomponenten Sinn, Information, Thema, Mitteilung, Gedächtnis und Verstehen gesellschaftshistorisch zu differenzieren und aktuell zu rekombinieren. Mit der funktional-vergleichenden System/Mitwelt-Theorie als universaltheoretischer Erkenntnishilfe, sind die kommunikationswissenschaftlichen Schlüsseltheorien Weltgesellschaft, Weltkommunikation und Weltöffentlichkeit vorläufig zu stabilisieren.

Manfred Rühl

Backmatter

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