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Über dieses Buch

Juliane Kiesenbauer stellt die Ergebnisse der ersten großangelegten Studie zum Thema Personalentwicklung in Kommunikationsabteilungen vor. Sie leitet einen mehrdimensionalen Kompetenzbegriff interdisziplinär her und eröffnet die Professionalitätsdebatte für den expandierenden Wissensberuf mit Blick auf die Interaktion zwischen Kommunikationsexperten und ihren Klienten. Die Bedeutung des Personalmanagements für ein professionelles Kommunikationshandeln in Organisationen wird ausführlich begründet. Es zeigt sich, dass Unternehmen ein leistungsfähiges Kompetenzmanagement aufbauen müssen, um Kommunikatoren zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Fallstudien in fünf Großunternehmen liefern eine Vielzahl von Umsetzungshinweisen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Ein wesentliches Gebiet der Kommunikations- und Medienwissenschaft ist die Kommunikatorforschung. Sie beschäftigt sich mit den Akteuren der Berufsfelder Journalismus, Werbung und Unternehmenskommunikation (Bentele 2003; Beck 2013). Im Forschungsfeld Unternehmenskommunikation werden alle gesteuerten Kommunikationsprozesse betrachtet, die zur Aufgabendefinition und -erfüllung in Wirtschaftseinheiten beitragen sollen (Zerfaß 2014, S. 23).
Juliane Kiesenbauer

Kapitel 2. Fachliche Relevanz und Erkenntnisstand

Im Folgenden wird gezeigt, dass die Hauptforschungsfrage sowohl fachlich relevant ist als auch einen Erkenntnisgewinn im Verhältnis zu bisherigen Untersuchungen erbringt. In Kapitel 2.1 werden Anknüpfungspunkte zu bestehendem Wissen in Betriebswirtschaftslehre, Managementlehre und Organisationsforschung präzisiert. In Kapitel 2.2 wird eine Lücke in der funktional-analytischen Forschung zur Unternehmenskommunikation zum Thema Lern- und Entwicklungsperspektive offengelegt.
Juliane Kiesenbauer

Kapitel 3. Professionelle Unternehmenskommunikation in ganzheitlich kommunizierenden Unternehmen

Bevor in Kapitel 4 das Forschungsfeld zum Kompetenzmanagement interdisziplinär erarbeitet wird, gilt es die zentralen Grundannahmen der vorliegenden Arbeit aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive verständlich zu machen. In Kapitel 3.1 werden Konzepte wie Kommunikationshandeln, Kommunikationskompetenz und Professionalität aus Sicht der interpretativen Handlungstheorie bestimmt. In Kapitel 3.2 wird das Kommunikationsmanagement als Wissensberuf positioniert.
Juliane Kiesenbauer

Kapitel 4. Entstehung, Begrifflichkeiten und Konzepte des Kompetenzmanagements

Die ausführliche Ausarbeitung soziologischer Erklärungsmuster diente dem Zweck, dem Leser das vorliegende Grundverständnis zum professionellen Handeln von Kommunikationsverantwortlichen zu verdeutlichen. Vor dieser Schablone wird im Folgenden die Idee des Kompetenzmanagements als Steuerungsinstrument der Kommunikationsfunktion entwickelt. Es wird sich zeigen, dass das Kompetenzmanagement imstande ist, die legitimierende Selbstdarstellung zu verstärken, das Akzeptanzklima zu fördern, Identitätsarbeit zu verrichten, professionellen Habitus zu verbreiten sowie Rollenkonflikte sicht- und aushandelbar zu machen.
Juliane Kiesenbauer

Kapitel 5. Zwischenfazit: Theoretischer Bezugsrahmen für das Kompetenzmanagement von Kommunikationsabteilungen

Die theoretische Leistung der Arbeit besteht in der Konfiguration eines Bezugsrahmens (Abbildung 21). Erstens dient der Bezugsrahmen der Systematisierung des Kommunikations-, Kommunikator- und Handlungsverständnisses der Arbeit, zweitens der visuellen Verortung des empirischen Studieninteresses innerhalb der komplexen Strukturen eines ganzheitlich kommunizierenden Unternehmens. Nicht nur wissenschaftliche Arbeiten sollen von der Systematisierung profitieren, sie überprüfen und erweitern. Praktikern soll sie darüber hinaus als theoretisch fundierte Diskussions- und Umsetzungsgrundlage dienen. Die dunkelgrau hinterlegten Elemente sind Kern der vorliegenden Studie.
Juliane Kiesenbauer

Kapitel 6. Design der empirischen Studie

Inwiefern Kommunikationsabteilungen das theoretisch beschriebene Potenzial des Kompetenzmanagements zur Professionalisierung der Unternehmenskommunikation ausschöpfen, wird anhand der empirischen Untersuchung offengelegt. Hierfür wird die Methodologie qualitativer Sozialforschung angewendet. Qualitative Forschung geschieht in natürlichen Settings und fragt nach Mechanismen, subjektivem Sinn und sozialen Prozessen (Fried 2005, S. 56; Kuckartz 2012, S. 75). Sie zielt eher auf idiografische als auf nomothetische Aussagen ab, d. h. auf die Herausarbeitung des Typischen, und stellt damit das Pendant der auf Häufigkeitsverteilung zielenden und statistische Repräsentativität anstrebenden quantitativen Sozialforschung dar, die gehäuft in der funktionalistischen Organisationsforschung Anwendung findet (Scherer 2006, S. 36).
Juliane Kiesenbauer

Kapitel 7. Ergebnisse: Entwicklung und Gestaltung des Kompetenzmanagements für die Unternehmenskommunikation

In den folgenden Abschnitten wird die Auswertung der Fallanalyse vorgestellt. Sie liefern Erkenntnisse über das Kommunikations- und Kompetenzmanagementverständnis der Befragten (Kapitel 7.1), über Selbst- und Fremdwahrnehmung der Kommunikationsverantwortlichen in Unternehmen (Kapitel 7.2), über die in den Kommunikationsabteilungen angewendeten Steuerungsinstrumente (Kapitel 7.3) und über die Begriffsauslegung (Kapitel 7.4) sowie das Profil der Experten (Kapitel 7.5). Die Entstehung und Gestaltung der Kompetenzmanagementansätze wird fallübergreifend verglichen (Kapitel 7.6) und ein großes Spektrum von Zielen und Instrumenten ausfindig gemacht (Kapitel 7.7).
Juliane Kiesenbauer

Kapitel 8. Thesen zum Kompetenzmanagement für die Unternehmenskommunikation

In den folgenden Abschnitten werden die offengelegten Handlungsmuster der Managementpraxis mit dem im Theorieteil erarbeiteten Vorverständnis von Kompetenzmanagement und Professionalität für die Unternehmenskommunikation konfrontiert. Durch die Verschränkung von theoretischen und empirischen Ergebnissen werden Befunde formuliert, die das Ergebnis der vorliegenden Arbeit zusammenfassen und den wissenschaftlichen Diskurs zum Thema anregen sollen. In Kapitel 8.1 werden die Ergebnisse der Arbeit mit den im Einleitungsteil vorgestellten Relevanzsträngen verglichen.
Juliane Kiesenbauer

Kapitel 9. Resümee

Die vorliegende Untersuchung ist die erste Tiefenstudie zum Thema Kompetenzmanagement für die Unternehmenskommunikation. Ein theoretischer Bezugsrahmen zur Annäherung an das Feld wurde aus der Verknüpfung der Fachliteratur aus Kommunikations-, Wirtschafts-, Bildungswissenschaften und der Soziologie entworfen. Das explorative Fallstudiendesign erwies sich als empirisch gut anwendbar, um die Probleme und Lösungsansätze des Praxisphänomens in ihrer Vielschichtigkeit zu erfassen.
Juliane Kiesenbauer

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