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Über dieses Buch

Problemlösekompetenz ist ein wichtiges Bildungsziel, bei dem es vor allem darum geht, sich mit neuen Gegebenheiten auseinanderzusetzen, sich an veränderte Bedingungen anzupassen und auf neue Herausforderungen flexibel reagieren zu können. Dies ist eine in Zeiten der Automatisierung und künstlichen Intelligenzen immer bedeutsamere Fähigkeit. Auch die Schule kann dabei einen maßgeblichen Beitrag leisten. Dieses Buch analysiert am Beispiel der PISA-Studie sehr anschaulich die Stellhebel zur Kompetenzentwicklung. Kaum eine Studie erhebt so viele Kontextvariablen, die mit dieser Fähigkeit in Verbindung gebracht werden können, um daraus erfolgreiche Strategien und Methoden für den Unterricht und die Förderung von Kindern und Jugendlichen abzuleiten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Problemlösekompetenz ist ein wichtiges Bildungsziel in vielen Ländern. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler Probleme lösen können, die in einem unbekannten oder ungewohnten Kontext auftreten und die nicht routinemäßig bearbeitet werden können. Beim Problemlösen muss man sich mit neuen Gegebenheiten auseinandersetzen, sich an veränderte Bedingungen anpassen und auf neue Herausforderungen flexibel reagieren. Dies ist eine in Zeiten der Automatisierung und der künstlichen Intelligenzen immer gefragtere Eigenschaft.
Ulrike Kipman

2. Die PISA-Studie

Zusammenfassung
Die PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) wird weltweit im Abstand von drei Jahren an Schülern, die am Ende der Pflichtschulzeit stehen, durchgeführt. Es wird getestet, in welchem Ausmaß die Schüler diejenigen Wissensbereiche und Fertigkeiten beherrschen, die sich für das Leben in modernen Gesellschaften als essenziell herausgestellt haben. PISA ist somit nicht auf die bloße Reproduktion von Wissen ausgelegt, sondern darüber hinaus auf die Anwendung von Wissen und Kompetenzen jeweils in den Kernbereichen Mathematik, Lesen, Naturwissenschaft und auch in Nebendomänen (übergreifenden Domänen), wie im Jahr 2012 komplexes Problemlösen, im Jahr 2015 kollaboratives Problemlösen oder im Jahr 2018 „Global Competency“.
Ulrike Kipman

3. Problemlösen bei PISA

Zusammenfassung
Nachfolgend wird beschrieben, wie die Problemlösekompetenz (engl. problem-solving skills) auf Basis des theoretisch begründeten Fähigkeitskonstrukts in PISA operationalisiert und praktisch erfasst wird.
Ulrike Kipman

4. Der PISA-Kontextfragebogen 2012

Zusammenfassung
Der PISA-Kontextfragebogen wird am Ende der PISA-Testung nach einer Pause von 15 Minuten (nachdem der Test in zwei mal 60 Minuten absolviert wurde) vorgegeben und dauert ca. 50 Minuten. Er besteht aus Fragen zum Jugendlichen selbst (Teil A), zur Familie und zum Zuhause der Schülerin bzw. des Schülers (Teil B), zum Lernen in Mathematik (Teil C und E), zu den Erfahrungen im Problemlösen (Teil D), zur Verfügbarkeit von Informations- und Kommunikationstechniken (Teil F bis Teil J), zur Berufsorientierung (Teil K), zur Unterstützung beim Lernen der Sprache (Teil L) und zur Schullaufbahn (Teil M).
Ulrike Kipman

5. Überblick – Ergebnisse aus PISA 2012 zum komplexen Problemlösen

Zusammenfassung
In modernen Gesellschaften scheint das ganze Leben eine Art Problemlösen zu sein. Veränderungen der Umwelt und Technologien bedeuten, dass sich auch der Inhalt von anwendbarem Wissen rapide verändert. Anpassung, Lernen, es wagen, neue Dinge auszuprobieren und immer bereit zu sein, aus seinen Fehlern zu lernen, sind Schlüssel zu Resilienz und Erfolg in einer nicht vorhersagbaren Welt.
Ulrike Kipman

6. Analysen zu möglichen Einflussfaktoren auf die Leistung beim komplexen Problemlösen im Ländervergleich

Zusammenfassung
Mögliche Einflussfaktoren könnten aus dem Komplex Familiensituation, aus dem Komplex Lernen in Mathematik, aus dem Komplex Erfahrungen mit dem Problemlösen oder aus dem Komplex „ICT-Verfügbarkeit“. Die Berufsorientierung und Bildungsaspirationen dürften – wenn vorhanden – Folge einer guten Problemlösefähigkeit sein und weniger Einflussgröße.
Ulrike Kipman

7. Modelle

Zusammenfassung
Folgende Indexvariablen haben in allen vier untersuchten Ländern einen signifikanten und praktisch relevanten Einfluss auf die Leistung beim Test. Die exakten Punktveränderungen finden sich in Tab. 7.1.
Ulrike Kipman

8. Resümee

Zusammenfassung
Sieht man sich die Einzelitems im Hinblick auf praktisch relevante Veränderungen in allen vier untersuchten Ländern an, zeigt sich bei einem Item aus dem Bereich Familie (Bücher zu Hause) ein praktisch relevanter Zusammenhang mit dem komplexen Problemlösen, bei einem Item aus dem Bereich ICT in der Schule (E Book in der Schule), bei fünf Items zu dem Bereich Selbstkonzept, bei einem Item aus dem Bereich Matheangst, bei einem Item aus dem Bereich der wahrgenommenen Kontrolle, bei einem Item zur Offenheit für Problemfragestellungen, bei drei Items zur Erfahrung mit innermathematischen Aufgaben, bei fünf Items zur Vertrautheit mit mathematischen Konzepten, bei einem Item zur Lehrerunterstützung und bei einem Item, das Erfahrungen beim Lösen von Gleichungen abfragt. Zusammengefasst sind es überwiegend Items aus dem Bereich Mathenagst/Selbstkonzept, Vertrautheit mit mathematischen Konzepten und zur Erfahrung mit innermathematischen Aufgaben. Auf elf der zwanzig Items hat die Lehrperson einen direkten Einfluss im Rahmen der Unterrichtsgestaltung, acht der Items haben mit dem Schüler bzw. der Schülerin selbst zu tun und sind nur indirekt durch den Lehrer bzw. die Lehrerin beeinflussbar und nur ein Item ist im Bereich Familie angesiedelt (Bücher zu Hause). Eine Zusammenstellung der Items findet sich in Abb. 8.1.
Ulrike Kipman

9. Anhang: Tabellen

Zusammenfassung
Kapitel 9 enthält die Ergebnistabellen für alle Regressionsberechnungen, die im Buch präsentiert werden.
Ulrike Kipman
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