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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Forschungsfeld

Zusammenfassung
Netzwerke haben längst vielfältige Felder der volks- und betriebswirtschaftlichen Praxis eingenommen. So spricht man im volkswirtschaftlichen Bereich vor dem Hintergrund des Einflusses des Internet bereits von einer neuen Art der „net economy“.1 Auch im betriebswirtschaftlichen Umfeld gewinnt der Netzwerkgedanke in verschiedensten Feldern zunehmend an Beachtung. So im Produktbereich, wo gerade System-und Netzwerkprodukte mit ihren Besonderheiten in den letzten Jahren immer breiteren Raum im Berufs- wie auch Privatleben eingenommen haben.2 Zu erwähnen sind hier beispielsweise neben dem Feld der klassischen Telekommunikation vor allem Fax, Mobiltelefonie, Windows/Intel-PC oder auch das Internet. Neben dem Produktbereich werden Netzwerke in den letzten Jahren insbesondere auch im Strategic- und Organisationsbereich immer bedeutender. Im strategischen Bereich erfolgt eine zunehmende Abkehr von Integrations- und Diversifikationsstrategien hin zur Fokussierung und Konzentration auf die unternehmenseigenen Kernkompetenzen. Dies hat im intraorganisatorischen Bereich eine Tendenz zur verstärkten Hinorientierung zu dezentraleren Strukturen bis hin zur vollständigen Auflösung hierarchischer Strukturen zu Gunsten von internen Netzwerkstrukturen zur Folge.3 Auch im interorganisatorischen Bereich steigt mit der Fokussierung auf Kernkompetenzen und dem Outsourcing verschiedenster, nicht zum Kerngeschäft gehörender Aktivitäten die Tendenz zur engeren Zusammenarbeit mit anderen Unternehmungen, um im zunehmend globalen und volatilen Wettbewerbsumfeld den Unternehmungserfolg zu sichern.4 Es entstehen zunehmend Netzwerke aus Kooperationsbeziehungen, deren konkrete Ausprägungsformen zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit äußerst vielfältig sind.
Oliver Mack

2. Unternehmungsnetzwerke als Erfahrungs- und Erkenntnisobjekte

Zusammenfassung
Als Grundlage der weiteren Vorgehensweise und zur Ableitung eines Netzwerkmodells ist es zunächst notwendig, den Untersuchungsgegenstand „Unternehmungsnetzwerk“ zu konkretisieren und näher einzugrenzen. Die Netzwerkperspektive aufgreifend soll hierfür zwischen einer phänomenologischen und einer methodischen Ebene differenziert werden.27 Obwohl diese beiden Ebenen zahlreiche Interdependenzen aufweisen, soll aus Gründen der Übersichtlichkeit und leichteren Nachvollziehbarkeit eine sequenzielle Darstellungsweise erfolgen.28 So wird zunächst auf phänomenologischer Ebene untersucht, welche Aspekte der betriebswirtschaftlichen Forschung und Managementpraxis dem Begriff des Unternehmungsnetzwerks subsumiert werden können. Ergänzend wird die Entstehung von Unternehmungsnetzwerken aus verschiedenen Perspektiven erläutert. Im Anschluss daran erfolgen auf methodischer Ebene erste Überlegungen zur Beschreibbarkeit von Unternehmungsnetzwerken sowie zu verschiedenen, sich ergänzenden Betrachtungsebenen. Eine Zusammenfassung in Form eines Zwischenfazits schließt das Kapitel ab.
Oliver Mack

3. Theoretische Grundlagen von Unternehmungsnetzwerken

Zusammenfassung
In der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung sowie den ihr angrenzenden Gebieten wurden zahlreiche Ansätze bzw. Theorien entwickelt, die einen Erklärungsbeitrag zur Entstehung und Funktionsweise von bilateralen Kooperationen und Unternehmungsnetzwerken liefern können. In diesem Kapitel soll nun anhand ausgewählter betriebswirtschaftlich orientierter Ansätze und Theorien untersucht werden, inwieweit diese für die Entwicklung eines integrierenden allgemeinen Beschreibungsmodells nutzbar gemacht werden können.
Oliver Mack

4. Allgemeines Netzwerkmodell

Zusammenfassung
Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln wird im Folgenden ein Modell entwickelt, welches eine systematische Analyse des Realphänomens Unternehmungsnetzwerk ermöglicht. Nach einer Klärung des Modellbegriffs sowie Überlegungen zur Modellbildung im Allgemeinen, werden nachfolgend die Anforderungen an ein zu entwickelndes Netzwerkmodell sowie die konkreten Ziele des Modells erörtert.
Oliver Mack

5. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Vor eine abschließenden Zusammenfassung und kritischen Würdigung soll zunächst das Allgemeine Netzwerkmodell auf einen konkreten Netzwerktyp angewandt und damit greifbarer gemacht werden. Als Beispiel soll der Typ des „Virtuellen Unternehmens“ dienen, der eng an das Konzept der Virtuellen Fabrik nach Schuh/Millarg/ GÖransson angelehnt ist.831 Virtuelle Unternehmen (VU) werden danach verstanden als zeitlich befristete zwischenbetriebliche Kooperation mehrerer rechtlich unabhängiger Unternehmungen in einem informationstechnisch unterstütztem Wertschöpfungsnetzwerk, das innerhalb kürzester Zeit für einen einheitsbildenden Auftrag entsteht und dem Kunden durch die Integration der Kernkompetenzen einzelner Unternehmungen individualisierte Produkte und Dienstleistungen erstellt, wobei das Netzwerk weitestgehend auf die Institutionalisierung zentraler Funktionen verzichtet und der notwendige Koordinations- und Abstimmungsbedarf durch geeignete Informations- und Kommunikationssysteme realisiert wird.832 Virtuelle Unternehmen können damit als Netzwerkform verstanden werden, die intendiert temporär und auf einzelne Kundenprojekte ausgerichtet sind. Gegenüber dem Kunden tritt das Virtuelle Unternehmen als ein Unternehmen auf; die Leistung wird in unternehmungsübergreifend arbeitsteiliger Produktion erbracht. Dabei bringen die einzelnen Netzwerkpartner ihre Kernkompetenzen in das VU ein. Nach Erbringung der Kundenleistung zerfällt das Netzwerk wieder und bildet sich gegebenenfalls in einer neuen Konstellation.
Oliver Mack

Backmatter

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