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20.12.2018 | Konfliktmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Zoff macht Teams besser

Autor:
Barbara Wegmann

Konflikte und Spannungen sind die Grundlage erfolgreicher Teamarbeit. Daher müssen Mitarbeiter lernen, offen und ehrlich, aber zugleich professionell und sachlich zu diskutieren. Nur so werden sinnvolle und kreative Ergebnisse erzielt.


In unserer beruflichen Laufbahn widmen wir uns meist immer mehr spezifischen Themen und werden darin zu Profis. Dieses Expertenwissen wird zukünftig für Teamarbeit in gleichem Maße essentiell wie stetige Innovation. Folglich macht Teamarbeit nur dann Sinn, wenn das Wissen mehrerer Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen kommt. Noch immer wird häufig der Fehler begangen, Teams danach zu bilden, welche Mitarbeiter gerade Kapazitäten frei haben für neue Projekte, anstatt die Teammitglieder nach ihren Fähigkeiten auszuwählen. 

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Probleme der Teamarbeit als Thema im Coaching

Eine zentrale Herausforderung des Teamcoaching besteht darin, dass es in Teams viele, miteinander vernetzte Probleme gibt, die nicht immer offen kommuniziert werden und deren Lösung keinesfalls einfach ist, da oft strukturelle Faktoren eine Rolle spielen.


Unstimmigkeiten fördern die Kreativität

Natürlich führen die unterschiedlichen Ansichten immer wieder zu Auseinandersetzungen. Und das ist gut so. Denn wenn immer alle von Anfang an übereinstimmen, kommt es nie zu neuen, einfallsreichen Ideen und kreativen Lösungswegen. Dafür ist es wichtig, richtig streiten zu lernen, sodass sich persönliche Befindlichkeiten und Gefühle nicht der Produktivität in den Weg stellen.

Führungskräfte nehmen bei der Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle ein. Sie sind letztendlich Teammanager und Enablern – also Möglichmacher. Denn sie stellen die Teams nicht nur zusammen und steuern die Teamentwicklung, sondern geben auch klare Ziele vor, auf die gemeinsam hingearbeitet wird. Zudem sorgen sie für eine motivierende Arbeitsumgebung. Belohnungen oder Lob sind beachtliche Faktoren dabei, ebenso wie klare Regeln und eine entsprechende Kultur, die auch zwischenmenschlichen Beziehungen berücksichtigt. Selbstverständlich bilden eine kontinuierlicher Wissensaustausch und regelmäßige Absprachen im Team die Basis. Jedoch muss auch jedes Teammitglied die ihm zugewiesenen Aufgaben erfüllen. Dazu ist auch einmal Ruhe und Zeit für sich allein nötig. 

Deutsche arbeiten am liebsten im Team

Teamkompetenz steht nicht nur bei Personalern, sondern auch bei deutschen Wissensarbeitern hoch im Kurs. In einer europäischen Studie von Dropbox und der Londoner School of Life wurden im Jahr 2017 2.000 Wissensarbeiter in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden zum Thema Teamarbeit befragt. Dabei war der Wert bei Menschen die Teamarbeit bevorzugen, gerade in Deutschland mit 62 Prozent überdurchschnittlich hoch. Lediglich 19 Prozent der Befragten gaben an, dass sie lieber alleine arbeiten. Für 70 Prozent ist die Unterstützung von Anderen der Hauptgrund in einem Team zu arbeiten und 68 Prozent der Befragten halten Hilfsbereitschaft für die wichtigste Eigenschaft eines gut funktionierenden Teams. Weiterhin finden 67 Prozent der Befragten, dass ein gemeinsames Ziel die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Teamarbeit darstellt.

Teamarbeit will gelernt sein

Doch ist Teamarbeit vielleicht gar nicht so effektiv wie wir alle glauben? Hemmt Teamarbeit möglicherweise sogar den produktiven Output eines Unternehmens? Die Befragten in Deutschland empfinden rund ein Drittel ihrer Arbeitszeit als unproduktiv. 33,25 Prozent der täglichen Arbeitszeit gehen aus Sicht deutscher Arbeitnehmer durch E-Mails, Meetings oder Telefonate verloren. Dieser Wert wird auch durch andere Studien bestätigt. Was müssen Unternehmen folglich leisten, um Teamarbeit erfolgreich zu etablieren?

Die Auswertungen der oben genannten Befragung zeigen, dass Beziehungen innerhalb von Teams entscheidend für den Erfolg sind. Nur gemeinsam lassen sich kreative Problemlösungen finden und Ziele schneller erreichen. Aufgabe der Unternehmen ist es, moderne digitale Kommunikations- und Kollaborationstools bereitzustellen. Ebenso wichtig ist aber eine Unternehmenskultur, die auch die zwischenmenschlichen Beziehungen berücksichtigt.

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