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Über dieses Buch

Produkte sicherheitsgerecht auszulegen und zu konstruieren, geht über das Einhalten von Vorschriften hinaus. Sicherheitsgerecht zu konstruieren fordert Konstrukteure genauso heraus, wie die konstruktive Umsetzung aller anderen Anforderungen, deren Erfiillung erfolgreiche marktgerechte Produkt ausmachen. Durch die Verwirklichung des Binnenmarkts hat sich der Bedarf nach Informationen über das Gestalten sicherheitsgerechter Produkte erhöht. Das dazu benötigte Wissen ist zwar vorhanden, aber auf zahlreiche Quellen unterschiedlichster Natur verteilt, vom Fachbuch bis zum umfangreichen Vorschriftenwerk Es wird meistens uneinheitlich dargeboten und vor allem in den Vorschriften in einer den Konstrukteuren nicht immer geläufigen juristisch betonten Sprache verfaßt. Ziel des vorliegenden Buchs ist es, die wichtigsten sicherheitsrelevanten Erkenntnisse und Sachverhalte so kurz wie möglich und so ausfUhrlieh wie nötig in der Sprache der Konstrukteure wiederzugeben und sie deren Denkweise anzu­ passen. Die Idee zu diesem Buch geht auf ein Konstrukteurseminar zurück, das seit Jahren das VDI-Bildungswerk veranstaltet. Es entstand aus dem immer wieder herangetragenen Wunsch nach Unterstützung der Konstrukteure bei der Umsetzung der wichtigsten Anforderungen beim Konstruieren sicherheitsgerechter Maschinen und Produkte. Die wiedergegebenen Sachverhalte gehen hauptsächlich auf praktische Erfahrungen und persönliche Erkenntnisse des Verfassers während der langjährigen Tätig­ keit als Maschinenprüfer eines berufsgenossenschaftliehen Fachausschusses zurück. Die Beratungsgespräche bei Maschinenherstellern haben immer wieder bestätigt, wie nützlich und vor allem wie praktisch ein solider theoretischer Fundus aus den Gebieten des methodischen Konstruierens, der Sicherheitstechnik und der Ergonomie sein kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
„Die Unfallverhütungstechnik ist eines jener wichtigen Sondergebiete der technischen Wissenschaften, durch deren Verwertung nicht nur einem bestimmten Interessentenkreise, sondern der gesamten mit der Technik in Berührung kommenden Bevölkerungsschichten die größten Vorteile erwachsen, an deren Ausgestaltung, Förderung und Vervollkommnung daher auch die Angehörigen dieser Schicht ein lebhaftes Interesse haben oder wenigstens haben sollten.“ Mit diesen Worten beginnt eine Dissertation /1.1/ aus dem Jahre 1906, wohl die erste im deutschen Sprachraum, die sich mit der technischen Unfallverhütung, konkret mit konstruktiven und funktionellen Aspekten von Fingerschutzeinrichtungen für Tiegeldruckpressen, wissenschaftlich auseinandersetzt, Bild 1.1. Der Präventionsgedanke und die sich aus ihm entwickelnde Sicherheitstechnik waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nur eine Angelegenheit der betrieblichen Praktiker oder der Aufsichtsbehörden, sondern auch der „wissenschaftlichen Sparte des Maschinenbaus“, der Technischen Hochschulen. Dies ist insofern interessant, da um die Jahrhundertwende Schutzeinrichtungen, wie wir sie heute an Maschinen gewohnt sind und wie sie vielfach Pflicht sind, kaum anzutreffen waren. Das belegt die aus einem Lieferkatalog /1.2/ aus dieser Zeit entnommene Abbildung einer Prägemaschine, Bild 1.2. Obwohl die dargestellte Maschine zahlreiche Gefahrstellen mit erheblicher Verletzungsgefahr aufweist, ist der einzig erkennbare Schutz die etwas bescheiden ausgefallene Blechabdeckung derZahnradeinläufe. Eine rechtliche Handhabe, notwendige Sicherheitseinrichtungen unmittelbar bei Maschinenherstellern und -lieferanten durchzusetzen, gab es damals nicht.
Alfred Neudörfer

2. Rechtliche Anforderungen an sicherheitsgerechte Produkte

Zusammenfassung
Konstruieren und Gestalten ist ein kreativer und schöpferischer Vorgang. Auch wenn man dabei nicht immer daran denkt, geschieht es nicht in einem rechtsfreien Raum. Und da erfahrungsgemäß die Denkweisen und die Sprache der Ingenieure und der Juristen bzw. der Kaufleute weit auseinander liegen, sollten Ingenieure zumindest einen Überblick über die wichtigsten Rechtsbereiche und deren Anforderungen an das Konstruieren haben. Zu den nationalen Rechtsgrundlagen kommen zunehmend die Bestimmungen des europäischen Rechts dazu, die zukünftig alle Aktivitäten der Maschinenhersteller beeinflussen werden.
Alfred Neudörfer

3. Der Mensch im Arbeitssystem

Zusammenfassung
Beim Konstruieren sicherheitsgerechter Produkte verfolgt man das Ziel, die gegenseitigen funktionellen Beziehungen zwischen dem Menschen und seiner technischen Umwelt so zu gestalten, daß weder seine Gesundheit noch seine Umwelt beeinträchtigt werden. Um möglichst alle Aspekte beim Lösen dieser komplexen Aufgabe zu berücksichtigen, ist ein systemtheoretischer Ansatz notwendig. Eine allgemeine Betrachtungsweise aller in Frage kommenden funktionellen Beziehungen zwischen dem Menschen und seiner technischen und natürlichen Umwelt liefert die Theorie des Arbeitssystems in Verbindung mit den in der Konstruktionswissenschaft angewendeten Methoden und den dort eingeführten Wirkgrößen Stoff, Energie und Information. Erst im Verbund mit den allgemeinen Aussagen dieser theoretischen Betrachtungsweisen ist es möglich, die in der Praxis gewonnenen Erkenntnisse über das Konstruieren sicherheitsgerechter Produkte zu abstrahieren, zu verallgemeinern, zu ordnen und auf möglichst viele Anwendungen zu übertragen.
Alfred Neudörfer

4. Gefahren im Arbeitssystem

Zusammenfassung
Das funktionelle Zusammenwirken des Menschen mit Maschinen erfolgt über äußere Funktionselemente und kann mit Gefahren verbunden sein. Die Aufgabe des Konstrukteurs besteht darin, das Zusammenwirken so zu gestalten, daß sich die Gefahren weder auf den Menschen noch auf seine Umwelt nachteilig auswirken können.
Alfred Neudörfer

5. Sicherheitstechnik

Zusammenfassung
Hersteller von Maschinen und von anderen technischen Produkten sind aufgrund des europäischen und nationalen Rechts verpflichtet, nur sichere Erzeugnisse in den Verkehr zu bringen. Hersteller müssen vorab alle mit den Erzeugnissen verbundenen Gefahren ermitteln. Sie müssen die Produkte unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Gefahrenanalyse entwerfen und so bauen, daß sich diese Gefahren nicht schädigend auf spätere Benutzer auswirken können. Das setzt voraus, daß ausgehend von einer allgemein gültigen Methodik, in der Konstruktionsphase schlüssige Sicherheitskonzepte umgesetzt werden, deren Maßnahmen schon in den frühen Entstehungsphasen der Produkte Sicherheit gleich in alle technischen Funktionen und sie realisierende Bauteile und -gruppen integrieren, damit sie nicht umständlich und teuer nachkonstruiert oder gar am fertigen Produkt nachgerüstet werden muß.
Alfred Neudörfer

6. Verwendete Begriffe

Zusammenfassung
Nachstehend sind in alphabetischer Reihenfolge wich­tige in diesem Buch verwendete Begriffe erläutert:
Alfred Neudörfer

7. Schrifttum

Ohne Zusammenfassung
Alfred Neudörfer

Backmatter

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