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22.09.2014 | Konstruktion + Entwicklung | Im Fokus | Onlineartikel

Neue Hightech-Strategie setzt Akzente

Autor:
Dieter Beste

Das Bundeskabinett hat Anfang September die neue Hightech-Strategie verabschiedet. Ihr Ziel ist es, Wachstum und Wohlstand in Deutschland zu stärken, indem der Weg wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Anwendung beschleunigt wird. Akzentsetzungen gelten auch dem Maschinenbau.

„Angesichts des großen internationalen Konkurrenzdrucks müssen wir aufpassen, dass wir unsere wissenschaftliche und wirtschaftliche Spitzenstellung halten“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka aus Anlass der Verabschiedung der neuen Hightech-Strategie (HTS) durch die Bundesregierung. Wirtschaft und Wissenschaft, so die Zielsetzung, sollen mit Unterstützung der Bundesregierung in zahlreichen Kooperationsprojekten zusammenarbeiten.

Schlüsseltechnologien sind aufgrund ihrer volkswirtschaftlichen Hebelwirkung von besonderer Bedeutung, heißt es in der HTS. Verwiesen wird insbesondere auf die als Industrie 4.0 bezeichnete Integration der Digitalisierung in die Produktionsprozesse, aber auch die Mikroelektronik, die Batterietechnologien und die Biotechnologie. Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit als Produktionsstandort hänge wesentlich davon ab, wie die wirtschaftlichen Potenziale solcher Schlüsseltechnologien genutzt würden. Die Bundesregierung will kleinere und mittlere Unternehmen, speziell die mittelständischen „Hidden Champions“ bei der Nutzung von Schlüsseltechnologien für neue Produkte und Dienstleistungen unterstützen.

Maschinen- und Anlagenbau auf Mikroelektronik angewiesen

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Branchen wie der Maschinen- und Anlagenbau, die Elektroindustrie oder der Fahrzeugbau sind auf eine wettbewerbsfähige Mikroelektronik in Deutschland und Europa angewiesen, führen die Autoren der Hightech-Strategie aus. Ziel der Bundesregierung ist die Unterstützung von Wirtschaft und Wissenschaft bei der Umsetzung von Industrie 4.0, auch im Hinblick auf IT-Sicherheit, um Deutschland als Leitanbieter für diese Technologien und zukünftigen Produktionsstandort zu positionieren. Gleichzeitig werden mit der HTS die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die verschiedenen Beschäftigtengruppen in den Blick genommen, um sie im Interesse der Unternehmen und Beschäftigten gestalten zu können.

Neu ist die Einbindung der maritimen Wirtschaft in die Hightech-Strategie. Zudem können sich Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft in Pilotanlagen engagieren, wie sie beispielsweise in Leuna zur Entwicklung von Kunststoffen aus Biomasse entstanden ist.

Die neue Hightech-Strategie wird begleitet von einem Gremium unter Vorsitz von Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim und zugleich Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, sowie Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

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