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23.07.2018 | Konstruktion + Entwicklung | Nachricht | Onlineartikel

TÜV Süd Innovationspreis 2018

Autor:
Nadine Winkelmann

Das Fraunhofer IMWS hat gemeinsam mit der 3D-Micromac AG den 1. Platz beim TÜV Süd Innovationspreis 2018 belegt. Die Auszeichnung erhalten sie für die Entwicklung eines Probenpräparationsgerätes, das mithilfe moderner Lasertechnik eine schnellere und flexiblere Präparation von Materialproben für die mikrostrukturelle Untersuchung ermöglicht.

Für beschleunigte Materialentwicklung sowie optimale Qualitätskontrolle werden viele Materialien und Bauteile etwa aus der Automobil- und Unterhaltungselektronik mit Techniken der Mikrostrukturdiagnostik bis ins kleinste Detail untersucht. Um die Proben für die Untersuchung mit diesen Technologien auf geeignete Geometrien zu konfektionieren, waren bisher aufwendige Präparationsverfahren nötig, die entweder hinsichtlich der erreichbaren Formen zu unflexibel oder zu langsam und damit unwirtschaftlich waren. Mit dem gemeinsam vom Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS und der 3D-Micromac AG entwickelte Präperationsgerät microPRE wird die Präparation von Proben für die Mikrostrukturdiagnostik durch den Einsatz eines Lasers als photonisches Werkzeug erheblich beschleunigt und reproduzierbar gemacht.

Die Prüforganisation TÜV Süd hat diese Entwicklung mit Platz 1 des TÜV Süd Innovationspreises 2018 prämiert. Der zum zweiten Mal verliehene und mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis zeichnet kleine und mittelständische Unternehmen aus, die gemeinsam mit Forschungseinrichtungen ein Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt und erfolgreich in den Markt eingeführt haben.
"Wir freuen uns außerordentlich über diese Auszeichnung. Der TÜV Süd Innovationspreis honoriert unsere intensiven, gemeinsamen Anstrengungen zur Entwicklung eines komplett neuen Serienprodukts. Unser Gerät setzt mit sehr hoher Prozessstabilität sowie einer intuitiven Nutzeroberfläche neue Standards im Bereich der Probenpräparation für die Mikrostrukturdiagnostik. MicroPRE ist ein Multitalent, das wir zukünftig durch seinen modularen Aufbau für weitere Präparationsworkflows weiterentwickeln werden," sagt Prof. Dr. Thomas Höche, Leiter der Gruppe "Nanomaterialen und Nanoanalytik" am Fraunhofer IMWS und Mitentwickler von microPREP.

Das Gerät ermöglicht mit modernster Ultrakurzpuls-Lasertechnologie eine athermische Laserbearbeitung. Das bedeutet, dass Proben mit Pulslängen im Pikosekundenbereich (einer billionstel Sekunde) in geeignete Form gebracht werden und sich durch diese Methode nur unwesentlich erhitzen. Das System eigne sich für die Bearbeitung von Halbleitern, Metallen, Keramiken, Gläsern sowie Verbundmaterialien.

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