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08.04.2015 | Konstruktion + Entwicklung | Im Fokus | Onlineartikel

Ausgezeichnete Roboter

Autor:
Dieter Beste

Roboter teilen ihr Arbeitsumfeld mit uns Menschen. Ihr Äußeres entscheidet wesentlich darüber, ob wir die Technik in unserer unmittelbaren Nähe akzeptieren. Jüngste Prämierungen zeigen Erfolg versprechende Entwicklungsrichtungen auf.

Ein ansprechendes Aussehen ist bei einem Roboter, der sich sein Arbeitsumfeld mit Menschen teilt, besonders wichtig. Nur so wird die Maschine vom Benutzer akzeptiert. Aber muss ein Roboter gleich aussehen wie ein Mensch? Nein, meinen die Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), die in Stuttgart den Serciceroboter Care-O-bot® inzwischen in der 4. Generation vorstellen. Über drei Jahre haben sie unter der Leitung von Ulrich Reiser an der Technologie und dem Äußeren des Serviceroboters gefeilt, um Funktionalität und Design bestmöglich zu verbinden. Der Lohn: Im März wurde das System mit dem RedDot Design Award ausgezeichnet. Der Roboter, den die Forscher in Kooperation mit dem Hersteller Schunk entwickelt haben, soll ab Sommer in unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich sein.

Design und Funktionalität überzeugend verbunden

Insgesamt ist das Design des Roboters am menschlichen Vorbild orientiert, ohne jedoch falsche Erwartungen durch ein zu ähnliches Aussehen zu wecken. Bildschirm, Torso, Arme und die bewegliche Plattform spiegeln genau die Funktionalitäten wider, die der Roboter erfüllen kann. Über den Bildschirm kann er sich mitteilen. Das am IPA entwickelte Torsogelenk ermöglicht das Bücken. Die beiden Arme sind durch ihre speziellen Powerball-Gelenke der Firma Schunk besonders beweglich. Unter der runden Plattform verbergen sich die drei Räder, die für die Navigation auf kleinstem Raum einzeln angetrieben werden. Der RedDot Design Award: Product Design wird seit 60 Jahren im Rahmen eines weltweit bekannten Designwettbewerbs für Produkte verschiedener Kategorien vergeben.

Intelligent, innovativ und inspirierend

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Ebenfalls im März wurde der Kuka-Leichtbauroboter LBR iiwa mit dem Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet. Bereits zum 34. Mal zeichnen die Partner des Preises die bedeutendsten wissenschaftlichen, technischen, unternehmerischen und geistigen Innovationen der deutschen Wirtschaft aus. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. LBR steht für "Leichtbauroboter", iiwa für "intelligent industrial work assistant".

Mensch und Maschine in enger Kollaboration

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