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10.11.2016 | Konsumentenkredit | Nachricht | Onlineartikel

Deutsche Verbraucher sind immer mehr überschuldet

Autor:
Barbara Bocks

Jede zehnte deutsche Privatperson ist laut einer aktuellen Studie derzeit überschuldet, Tendenz ist weiterhin steigend. 

Die Überschuldung bei deutschen Privatpersonen steigt 2016 zum dritten Mal in Folge. Für Oktober 2016 haben die Experten von Creditreform in ihrer Studie "SchuldnerAtlas Deutschland 2016" in Deutschland eine Überschuldungsquote von 10,06 Prozent gemessen. Damit sind laut der Studie über 6,8 Millionen volljährige Personen überschuldet. Das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent zum Vorjahr. Der aktuelle Anstieg beruht laut Creditreform ausschließlich auf den Fällen mit hoher Überschuldung. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent angestiegen, während die Zahl der Fälle mit geringer Überschuldung um 3,2 Prozent zurückgegangen ist. Derzeit sind in Deutschland knapp 4,17 Millionen Menschen dauerhaft nicht mehr in der Lage, ihren Verpflichtungen gegenüber Schuldnern nachzukommen.
Die Überschuldungsquote liegt laut Creditreform in diesem Jahr in den neuen Bundesländern ohne Berlin mit 10,43 Prozent zum fünften Mal in Folge knapp über dem Vergleichswert im Westen mit zehn Prozent. Die Höhe der Konsumentenkredite deutscher Verbraucher hat sich im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 225 Milliarden Euro erhöht. Die deutschen Verbraucher liegen damit auf Platz zwei, hinter Großbritannien mit 329 Milliarden Euro. Das geht aus der Studie "Consumer Credit Market in Europe" der französischen Crédit Agricole Consumer Finance (CA CF) Gruppe hervor.

Zahl notleidender Kredite nimmt ab

Der Bestand an notleidenden Krediten deutscher Verbraucher ist in den vergangenen sechs Monaten gesunken, sagen 30 Prozent der Befragten im "NPL-Barometer" für das erste Halbjahr 2016. Das Barometer erhebt Umfragen bei Verantwortlichen der in Deutschland zugelassenen Kreditinstitute. 18 Prozent der Teilnehmer sehen den Stand notleidender Kredite in der Studie, die die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing zusammen mit der Frankfurt School of Finance & Management durchgeführt hat, als eher konstant an. Nur vier Prozent sprechen von einer Erhöhung des Volumens. Allerdings machen 48 Prozent bezüglich der deutschen Konsumentenkredite in der Befragung auch keine Angaben.

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